{"id":1046,"date":"2012-05-14T15:19:26","date_gmt":"2012-05-14T15:19:26","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1046"},"modified":"2014-04-18T06:06:05","modified_gmt":"2014-04-18T06:06:05","slug":"friedrich-bogner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1046\/friedrich-bogner","title":{"rendered":"Friedrich Bogner"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wien, \u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Friedrich-Bogner1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1047\" title=\"Friedrich-Bogner\" alt=\"Mormon Deutsch Friedrich Bogner\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Friedrich-Bogner1-215x300.jpg\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Friedrich-Bogner1-215x300.jpg 215w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Friedrich-Bogner1.jpg 317w\" sizes=\"(max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a>Mein Name ist Friedrich Bogner<\/strong>, geboren am 17. April 1928 in Wien. Meine Mutter hie\u00df Elisabeth Anna Bogner und mein Vater Matthias Walter. Ich bin ein uneheliches Kind und wurde von der Gemeinde Wien zu Pflegeeltern gegeben, weil meine Mutter als Dienstm\u00e4dchen in Stellung war und mich nicht bei sich haben durfte. So wurde ich drei Jahre lang bei einer Familie Kutschera als Kind versorgt. An was ich mich dunkel erinnern kann ist, dass ich rote Haare hatte, die immer mit Papier mit Feuerzuckerwasser als Locken eingedreht wurden. Dann bekam ich eine Mittelohrentz\u00fcndung und musste ins Krankenhaus.<\/p>\n<p>Die Pflegeeltern hatten mich nicht gut behandelt, und ich schrie und weinte viel. Dadurch bekam ich einen doppelten Hoden- und Leistenbruch und musste operiert werden. Ich bekam dann eine neue Pflegemutter. Ich nannte sie Tante Reh. Sie hie\u00df Leopoldine Reh. Als ich dann gesundet war, holte sie mich mit ihrem Mann Rudolf Reh vom Krankenhaus ab, und ich blieb in dieser Familie f\u00fcr zehn Jahre als Pflegekind. Von der Gemeinde Wien wurde ich einmal im Jahr eingekleidet mit Ruderleibchen, Hosen, Mantel und Schuhen. Meine leibliche Mutter hatte alle vier Wochen Ausgang. Sie war in Stellung bei russischen Juden, die im Pelzhandel t\u00e4tig waren. Von ihnen brachte sie mir oft verschiedene Sachen wie Spielzeug und andere Dinge mit, wenn sie den Sonntagnachmittag mit mir verbringen konnte. Und wir vertrieben uns die Zeit mit ihnen, bis sie wieder in den Dienst musste.<!--more--><\/p>\n<p>Ich habe bei meinen Pflegeeltern eine sehr gute katholische Erziehung genossen, ich war Ministrand und wollte als Junge immer Priester werden. Doch meine Mutter war arm, und wir hatten kein Geld f\u00fcr das Priesterseminar. So lebte ich als Ministrand und war ein nicht immer braver Junge. Als ich zehn Jahre alt war, hat sich mein Vater aus Berlin in Deutschland, wo er als akademischer Kunstmaler ein Atelier hatte, gemeldet, um mich einmal kennen zu lernen. Die Vormundschaft hat dann nach R\u00fccksprachen mit meiner Mutter und meinen Pflegeeltern eingewilligt, dass ich nach Berlin zu meinem Vater fahren k\u00f6nne. Als zehnj\u00e4hriger Junge wurde mir ein Schild mit meinem Namen umgeh\u00e4ngt, und auf jeder Station kam eine sogenannte Stationsschwester und kontrollierte, dass ich auch im Zug war. Das war im Jahre 1938, als ich in Berlin ankam.<\/p>\n<p>Mein Vater war ein Mitglied in der NSDAP, zwar kein \u00fcberzeugtes Mitglied, aber aus seiner Situation heraus war ihm nichts anderes m\u00f6glich. Seine Frau, ich nannte sie immer Tante Helene, hat mich scheinbar nicht sehr gemocht, weil sie wahrscheinlich Angst hatte, dass mein Vater durch mich mit meiner Mutter wieder in Beziehung treten k\u00f6nnte. Aus diesem Grund hat sie mich immer ein wenig wie ein Stiefkind behandelt. Als Kind sp\u00fcrt man das, und ich war nicht sehr gl\u00fccklich. Doch mein Vater hat mich in Berlin sehr viel herum gef\u00fchrt und mir viel gezeigt, und bevor ich nach den Ferien nach Hause fuhr, hat er mir eine komplette Jungvolkuniform mit Tornister und allem drum und dran gekauft. So kam ich dann wieder nach Wien, aber nicht mehr zu meinen Pflegeeltern, weil sie schon zu alt waren, sondern in ein Waisenheim auf die Hohe Warte, wo ich nationalsozialistisch erzogen wurde, dann ein Mitglied beim deutschen Jungvolk und sp\u00e4ter bei der Hitlerjugend wurde. Ich wurde Jungvolkf\u00fchrer und sp\u00e4ter Scharf\u00fchrer. Ich war als Junge begeistert, doch sp\u00e4ter ist die Begeisterung verflogen.<\/p>\n<p>Meine Mutter war sehr krank. Sie hatte Brustkrebs, ihr wurde eine Brust abgenommen. Sie wurde aber weiter behandelt; man hatte ihr gesagt, sie h\u00e4tte eine Nervenentz\u00fcndung. Doch es war Knochenkrebs. Sie lag im Krankenhaus und hat Morphium bekommen. Ich war im Waisenhaus und wollte meine Mutter besuchen, doch ich hatte nur einmal im Monat Ausgang. Durch die wenigen Kontakte zu meiner Mutter, die ich so gerne besucht h\u00e4tte, fing ich an, meine Fantasie spielen zu lassen. Und mir kam in den Sinn, dass ich vorgeben musste, in die Schulzahnklinik zu fahren. Von der Schulzahnklinik bin ich dann in die Wohnung meiner Mutter gefahren und habe f\u00fcr sie eingekauft und verschiedene Dinge erledigt, bis man eines Tages darauf gekommen ist. Es ist fast ein Jahr gut gegangen. Dieser Schwindel wurde dann aufgedeckt, und ich wurde sehr streng bestraft und hatte keinen Ausgang mehr. Meine Mutter habe ich erst wieder gesehen, als sie im Krankenhaus war. Ich habe sie kaum erkannt, weil ihr Kopf so stark verformt war. Sie ist dann auch kurze Zeit darauf verstorben. Ich war zu der Zeit vierzehn Jahre alt. Das Begr\u00e4bnis wurde von der Schwester meiner Mutter und ihrem Mann ausgerichtet.<\/p>\n<p>Ich wollte gerne eine Ausbildung beginnen. Ich schw\u00e4rmte, wie man mit vierzehn Jahren schw\u00e4rmt, Filmschauspieler, S\u00e4nger, Detektiv oder F\u00f6rster werden. Da ich aber immer schlechte Noten im Rechnen hatte, konnte ich kein F\u00f6rster werden. Der Direktor des Waisenheims, ein gewisser Herr Hopfner, hat mich dann zu einem Freund, der Besitzer einer Eisenhandlung war, in die Lehre geschickt, wo ich dann alle Aufgaben, die in so einem Betrieb anfallen, wie Schrauben z\u00e4hlen, Ofenrohre tragen usw. ausf\u00fchren musste. Das hat mir \u00fcberhaupt nicht gefallen, und ich habe die erste Dummheit in meinem Leben begangen, indem ich ein Rasiermesser gestohlen habe. Als man das entdeckte, wurde ich nat\u00fcrlich entlassen und kam in ein Strafjugendheim in der Wasnergasse, wo eine sehr strenge NS-Erziehung war. Meine Mutter hatte mir von ihrem Ersparten eine kleine Ziehharmonika gekauft. Ein Zimmerkamerad hatte sie sich von mir ausgeliehen, aber sie mir nie mehr zur\u00fcckgegeben. Und da geschah meine zweite Dummheit. Ich habe seinen Schrank aufgebrochen und mir meine Ziehharmonika geholt. Das war in der damaligen Zeit Kameradschaftsdiebstahl. Daraufhin wurde ich \u00f6ffentlich bestraft, indem ich v\u00f6llig nackt auf einem Tisch stehen musste. Ich wurde mit Riemen geschlagen und anschlie\u00dfend in Ketten in die Juchgasse in eine Strafanstalt geschickt. Dort musste ich, wie in einem Gef\u00e4ngnis, T\u00fcten kleben. Das war f\u00fcrchterlich. Aber ich hatte einen Bekannten meiner Mutter, der war ein NSKK [Nationalsozialistische Kraftfahrkorps]-Sturmf\u00fchrer, und der hat sich meiner angenommen und in dem Heim interveniert. Und so konnte ich wieder in eine Lehre gehen.<\/p>\n<p>Ich kam dann in ein italienisches Restaurant als Koch in die Ausbildung; denn ich wollte Schiffskoch werden. Man sagte mir, ich m\u00fcsse erst die Ausbildung an Land machen, um dann als Schiffskoch zur See fahren zu k\u00f6nnen. Zwei italienische Br\u00fcder, die Inhaber dieses Restaurants waren Mario und Silvio Castagnola. Sie kannten meine Situation und haben sich meiner angenommen. In diesem Strafheim waren SS-Erzieher, die nicht an die Front wollten und die Jugendlichen sehr geschlagen und schlecht behandelt haben. Die Italiener sagten zu mir: \u201eDu beginnst morgens um neun Uhr und arbeitest bis um ein Uhr. Von ein Uhr bis sechs Uhr hast du frei, und von sieben Uhr bis um zehn Uhr hast du wieder Dienst.\u201c So hatte ich das Gl\u00fcck, dass ich immer erst um halb elf nach Hause gekommen bin und morgens dann fr\u00fch wieder in den Dienst ging.<\/p>\n<p>Ich hatte guten Erfolg, ich war im Reichsberufswettkampf Zweitbester und habe von Baldur von Schirach eine Silbermedaille bekommen und ein Diplom. Doch ich wollte mehr und habe mich freiwillig als Offiziersanw\u00e4rter gemeldet, um Offizier zu werden. Zu der Zeit war ich noch immer sehr begeistert von dem Regime. Ich durfte dann das Heereszivilabzeichen tragen und wurde in verschiedene Wehrert\u00fcchtigungslager geschickt.<\/p>\n<p>Ich wurde mit gut sechzehn Jahren das erste Mal an die Front gegen Russland geschickt. In Stuhlwei\u00dfenburg habe ich das erst Mal im Kampf gelegen. Ich war voller Angst, ich habe geweint, ich habe gebetet, ich habe nach der Mutter gerufen, es war f\u00fcrchterlich. Die Russen haben mit dieser sogenannten Stalinorgel geschossen. Und ich habe immer in die Luft geschossen. Doch als sie dann auf mich zukamen, musste ich mich verteidigen und zur\u00fcck schie\u00dfen. Ich habe dann auch mit der Panzerfaust ein oder zwei Panzer abgeschossen. Auch den ganzen R\u00fcckzug bis Wien habe ich miterlebt. In Wien wurden wir am Laerberg in Stellung gebracht, um die Russen aufzuhalten. Die SS ist zur\u00fcckgegangen, und wir Jungen mussten dort liegen bleiben. Ein Kamerad von mir wurde von einer Granate in den R\u00fccken getroffen. Er wurde v\u00f6llig zerfetzt. Es war grausam, und ich habe bitterlich geweint. Wir durften nicht fliehen, denn wenn jemand erwischt wurde, wurde er sofort an die Wand gestellt und erschossen.<\/p>\n<p>Beim R\u00fcckzug haben wir bei den H\u00e4usern angeklopft und gefragt, ob wir als Jugendliche reinkommen k\u00f6nnen. Als Antwort haben die Leute hei\u00dfes Wasser aus den Fenstern herunter gesch\u00fcttet und geschrien: \u201eIhr Naziburschen, euch brauchen wir nicht.\u201c So musste ich \u00fcber Wien am brennenden Stephansdom vorbei nach Floridsdorf, wo sie gerade drei Offiziere, die mit den Russen paktiert hatten, aufgeh\u00e4ngt haben. Das musste ich auch noch mit ansehen. Dann bin ich hinauf gef\u00fchrt worden Richtung Nieder\u00f6sterreich. Dann traf ich den gro\u00dfen Tross mit Herrn von Schirach und den ganzen Parteibonzen, die die Lkws hoch bepackt hatten mit all ihren Sachen. Ich bin dann wieder \u00fcber Nieder\u00f6sterreich hinunter nach Perg an der Donau und wurde dort in einem Waldlager mit anderen Jungen zusammen gef\u00fchrt. Dort gab es zwei gro\u00dfe Lager mit Lebensmitteln und ein gro\u00dfes Lager mit Waffen.<\/p>\n<p>Uns wurde dann gesagt, wir w\u00e4ren Wehrw\u00f6lfe und m\u00fcssten als Partisanen gegen die Amerikaner und die Russen k\u00e4mpfen. Man hat uns das Wehrbuch weggenommen und uns mit Munition, Gewehren und Handgranaten ausgestattet. Die Lebensmittellager wurden in die Luft gesprengt, und dann hat man uns los geschickt. Wir waren so verbittert, dass wir sagten: \u201eDie k\u00f6nnen uns mal!\u201c Und wir sind einfach zu den Amerikanern \u00fcbergelaufen. Von den Amerikanern wurden wir in Steyr gefangen und nach Mauerkirchen in Lkw verfrachtet und in ein gro\u00dfes Sammellager mit sechsundzwanzigtausend Gefangenen gebracht. Das ganze Lager war unter freiem Himmel. Wir hatten nur das, was wir am Leibe trugen und mussten so im Freien kampieren. \u00dcber Tag bekamen wir ein St\u00fcck Brot und einen viertel Liter hei\u00dfes Wasser, in dem ein paar Erbsen schwammen. Die Amerikaner sind dann dahinter gekommen, dass die deutschen Offiziere, die die Lagerverwaltung hatten, die Lebensmittel verkauft haben und uns nur mit den Resten versorgten. Diese Offiziere wurden vor unseren Augen sofort erschossen.<\/p>\n<p>Es gab eine M\u00f6glichkeit, sich bei den Amerikanern zum Arbeiten zu melden. Man musste sich dazu um zwei Uhr nachts bei den Eisenbahnwaggons anstellen. Ich hatte das Gl\u00fcck, bei der ersten Partie dabei zu sein. Wir wurden nach Ranzhofen zu der Aluminiumfabrik gef\u00fchrt, wo wir zwischen den Fabrikhallen Latrinen, das sind offene Klosetts, graben mussten; denn in den Fabrikhallen lagen ruhrkranke Russen. Wir waren teilweise so schwach, dass wir in die v\u00f6llig verschmutzten L\u00f6cher fielen. Es war f\u00fcrchterlich, wir wurden dann heraus gezogen, mit Wasser abgespritzt und mit DDT eingestaubt. Danach sahen wir aus wie Mehlm\u00e4nnchen. Da kam ein \u00e4lterer Mann, ein Offizier vorbei, er sah mich an und bedeutete mir, ich solle mit ihm kommen. Er hat mich in das Verwaltungsgeb\u00e4ude, wo er seine Wohnung hatte, mitgenommen. Er gab mir den Auftrag, die Dinge die dort lagen, zusammen zu r\u00e4umen. Dort sah ich auf dem Tisch Dinge liegen, dir f\u00fcr mich den Himmel bedeuteten. Es war dort Geld, Zigaretten, Schokolade, einfach alles, was ich entbehrte. Aber ich widerstand der Versuchung, etwas davon zu nehmen. Er hatte mich von einem Nebenraum aus beobachtet. Es hatte ihn wohl sehr beeindruckt, dass ich dem allem widerstanden habe. So hat er mir nach meiner Arbeit, die ich gewissenhaft verrichtet hatte, einen ganzen Karton mit Lebensmitteln, Zigaretten und Schokolade gegeben und mich aufforderte, am n\u00e4chsten Tag wieder zu kommen. Ich w\u00e4re von nun an sein Boy, meinte er. Als ich ins Lager zur\u00fcckkam, wurde ich fast erschlagen, als man sah, was ich mitgebracht hatte. Menschen werden zu Hy\u00e4nen, wenn sie Hunger haben. Ich sagte nur zu ihnen: \u201eStreitet nicht, ich werde morgen wieder etwas mitbringen.\u201c Und ich habe alles gerecht verteilt. Wir bekamen dann ungarische Soldaten ins Lager. Diese waren voll mit L\u00e4usen, und wir haben alle diese Filzl\u00e4use bekommen. Die Folge war, dass wir uns wieder nackt ausziehen mussten. Wir wurden wieder mit dem DDT-Puder abgest\u00e4ubt und gespritzt.<\/p>\n<p>Es passierte aber, dass ich zwei M\u00e4nner wieder traf, die ich vom Lehrlingsheim her kannte. Sie hie\u00dfen Meierschmidt. Es waren zwei Br\u00fcder. Einer von ihnen hie\u00df Rolf. Den anderen Namen wei\u00df ich nicht mehr. Es kam dann der Tag, an dem man entlassen werden konnte. Ich habe mich auch angestellt, um entlassen zu werden. Die Vernehmungsoffiziere, welche zum gr\u00f6\u00dften Teil Juden waren, sa\u00dfen dort. Als ich an der Reihe war und hinein kam und sie mich fragten wo ich hin wolle, sagte ich ihnen, dass ich zu den beiden Br\u00fcdern, die vorhin hier waren wolle. Sie seien in Dachau zu Hause und dass ich selbst habe keine Eltern mehr habe. Man sagte mir, ich k\u00f6nne zu den Br\u00fcdern gehen und zeigte mir die T\u00fcr, durch die hinausgehen sollte. Doch da waren schon zwei M\u00e4nner und rundherum waren Maschinengewehre und ich fragte: \u201eWas ist denn jetzt los, werden wir erschossen?\u201c Nein, nein wir standen auf der Kriegsverbrecherliste. Darauf antwortete ich: \u201eDas kann nicht wahr sein. Wie kann man mit siebzehn Jahren ein Kriegsverbrecher sein. Das gibt es doch nicht.\u201c<\/p>\n<p>Wir mussten dann bei gl\u00fchender Hitze in ein SS-Straflager marschieren. Dort gab es \u00fcberhaupt nichts zu essen. Ich habe dann gelernt, Grass zu essen wie eine Kuh. Ich lernte auch zu unterscheiden zwischen bitterem und s\u00fc\u00dfem Grass. Nach vierzehn Tagen bekamen wir endlich etwas zum Essen. In dem Bach, der dort am Lager vorbei floss, haben wir uns Fische gefangen und einfach roh gegessen, obwohl die M\u00e4nner am oberen Teil des Baches ihre Notdurft erledigten. Auch mussten wir uns unten in dem Bach waschen. Die Frauen haben auf der gegen\u00fcberliegenden Seite des Baches gestanden und uns ausgelacht, weil wir uns dort nackend waschen mussten und versucht haben, mit Erde anstatt Seife die Haut zu reinigen. Ich habe dort eine gro\u00dfe Wut auf diese Frauen bekommen, die mit den amerikanischen Soldaten sich herum trieben. Dann wurde ich wieder vorgeladen vor eine Kommission und gefragt, warum ich hier sei. Ich antwortete: \u201eJa, ich bin als ein Kriegsverbrecher eingestuft worden. Ich wei\u00df nicht, ob ich erh\u00e4ngt oder erschossen werde.\u201c Die beiden M\u00e4nner aus dieser Kommission schauten sich an und fragten mich, wie alt ich sei. Ich antwortete, dass ich siebzehn Jahre alt sei. Sie haben den Kopf gesch\u00fcttelt und mich in das Lager zur\u00fcckgeschickt, aus dem ich gekommen war. Ich kam also wieder in dieses Lager.<\/p>\n<p>Dann gab es den Erlass, dass wer im Umkreis von f\u00fcnfzig Kilometern irgendwelche Verwandte hatte, entlassen werden konnte. Ich erkl\u00e4rte ihnen, dass ich in diesem Umkreis eine Tante h\u00e4tte, die B\u00e4uerin sei und dass ich dort hingehen m\u00f6chte. So bekam ich die Entlassungspapiere. Ich bin mit einem ehemaligen Schulkameraden zuerst zu einem Bauern gegangen und habe gefragt, ob wir etwas zum Essen bekommen k\u00f6nnten. Doch die Bauern hatten kaum selbst etwas zum Essen. Wir kamen dann in eine Ortschaft, wo ein Bauer zu uns sagte: \u201eWenn ihr m\u00e4hen k\u00f6nnt, k\u00f6nnt ihr auch etwas zum Essen haben.\u201c Wir sagten nat\u00fcrlich ja, obwohl ich noch nie eine Sense in der Hand hatte. Er schickte uns auf ein sehr tief liegendes Gra\u00dfst\u00fcck, das voller Binsengras war. Da wir barfu\u00df gehen mussten, zerschnitt und zerstach uns dieses Gras die Fu\u00dfsohlen. Am Abend sa\u00dfen wir am Tisch, auf dem eine Sch\u00fcssel mit Suppe stand. Au\u00dferdem bekamen wir einen Kn\u00f6del und ein St\u00fcckchen Fleisch auf unseren Teller. Und das war alles. So haben wir vierzehn Tage dort gelebt und waren nicht gl\u00fccklich. Mein Freund meinte dann, dass wir uns krank melden konnten, und das taten wir auch. An dem Morgen sagte der Bauer zu uns: \u201eAber am Nachmittag kommt ihr aufs Feld!\u201c Als alle aush\u00e4usig und auf dem Feld waren, sind wir in die bis oben hin gef\u00fcllte Speisekammer gegangen, haben unsere Rucks\u00e4cke gef\u00fcllt und sind einfach weg gegangen. Wir haben sp\u00e4ter herausgefunden, dass dieser Bauer der Ortsbauernf\u00fchrer aus der NS Zeit war und ein NSDAP Chef gewesen ist. Dieses Wissen hat unser Gewissen etwas beruhigt.<\/p>\n<p>Auf unserem Marsch hat mein Schulfreund eine Freundin gefunden, und ich bin allein weiter bis nach Munderfink gegangen. Dort kam mir ein \u00e4lterer Mann entgegen und fragte mich, was ich so vorhabe. Ich erkl\u00e4rte ihm, dass ich irgendwo unterkommen wolle und habe ihm meine bis ganze Geschichte erz\u00e4hlt. Er sagte darauf: \u201eIch leite hier ein Fl\u00fcchtlingslager mit Frauen und Kindern. Wenn du Holz hacken und heizen kannst, dann kannst du zu mir kommen.\u201c Nach dem ich kurze Zeit dort war, war ich der Liebling der Frauen, die mich Bubi nannten und mir geholfen haben, mit den einfachen Mitteln, die ihnen zur Verf\u00fcgung standen, Zivilkleidung f\u00fcr mich anzufertigen. Dann machte ich die Bekanntschaft einer jungen Lehrerin. Ich erinnere noch, dass sie Elfie hie\u00df, eine junge h\u00fcbsche Frau die sagte, dass sie nach Wien wolle. Und ich sagte, dass ich mit ihr gehen wolle. Die Frauen haben sich zusammen getan und uns ausgestattet mit Lebensmitteln und lebensnotwendigen Dingen.<\/p>\n<p>Wir sind per Autostopp nach Linz gekommen und dort \u00fcber die Br\u00fccke gegangen. Da sah ich, dass die Russen dort waren, und meine Angst war wieder da. Als wir auf dem Wege zum Bahnhof waren, hielt pl\u00f6tzlich ein Lkw neben uns und ein russischer Offizier sprang heraus, ich dachte: \u201eNun ist es zu Ende.\u201c Doch er sprach uns auf Deutsch an und fragte: \u201eWas machen sie hier?\u201c \u201eWir wollen nach Wien\u201c, war die Antwort. Nach ein paar weiteren Fragen sagte er zu uns: \u201eSteigt auf den Wagen, aber haltet den Mund.\u201c Er hat uns mit bis nach Persenbeugg an die Donau genommen, wo wir hin\u00fcber setzen mussten, um zur Westbahn zu kommen. Doch dort an der Donau waren die Russen, die jedes m\u00e4nnliche Wesen, dessen sie habhaft werden konnten, in ein Lager gesteckt haben und von dort aus nach Sibirien schickten. Als mir das bewusst war, fing ich an zu weinen. Der russische Offizier sagte zu mir: \u201eSei still.\u201c Er hat sich den russischen Kommandanten rufen lassen, der ein russischer Oberst, ein Partisanenf\u00fchrer aus Wien war, und zu ihm gesagt: \u201eWenn der Junge und das M\u00e4dchen nicht ans andere Ufer gelangen, wirst du an den Galgen kommen.\u201c Der hat sofort salutiert und zwei Leute geschickt, die uns mit dem Boot \u00fcber die Donau nach Persenbeugg zum und Bahnhof gebracht haben.<\/p>\n<p>Die Z\u00fcge dort waren alle v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllt; doch die beiden M\u00e4nner haben einfach eine T\u00fcr ge\u00f6ffnet und mich hinein geschoben. So war ich dann in dem Zug, wo ich auf dem Scho\u00df von \u00e4lteren Frauen lag, die nicht sehr angenehm rochen. Doch auf diese Weise bin ich zum Westbahnhof in Wien gekommen. Dort war nat\u00fcrlich alles zerbombt. Ich bin in den f\u00fcnften Bezirk gegangen, wo mein ganzes Hab und Gut war, all die Dinge wie mein Lehrdiplom, meine Preise, meine Kochausr\u00fcstung, meine B\u00fccher und meine Dokumente. Aber alles war fort oder vernichtet. Ich besa\u00df nichts mehr. So habe ich in Ruinen und auf Parkb\u00e4nken geschlafen, immer mit der Angst, dass mich blo\u00df niemand von der Milit\u00e4rpolizei erwischt.<\/p>\n<p>Doch dann kam mir der Gedanke, ich k\u00f6nne ja zu meiner alten Pflegemutter gehen. Als ich dort an der T\u00fcr klingelte und die T\u00fcr sich \u00f6ffnete, wurde ich freudig begr\u00fc\u00dft, denn sie war der Meinung, ich sei tot. Sie war schon \u00fcber neunzig Jahre alt. Dort konnte ich wenigstens erst einmal gut schlafen. Aber es war sehr wenig zum Essen vorhanden, so dass ich nicht lange bleiben konnte. Ich bin dann zur Schwester meiner Mutter gegangen. Diese wartete auf ihren Sohn, der auch aus der Gefangenschaft kommen sollte. Dort habe ich acht Tage gelebt und dann wieder im Park geschlafen. Dann habe ich mich daran erinnert, dass ich in dem Lehrlingsheim eine Liebste hatte. Wir hatten uns damals heimlich verlobt. Ihre Eltern hatten mich schon kennen gelernt, und wir waren mit deren Genehmigung auch schon ausgegangen. Ich bin also in die Tigergasse, wo die Eltern wohnten, gegangen und habe an die T\u00fcr geklopft.<\/p>\n<p>Obwohl man sehr viel Angst vor den Russen hatte, wurde mir die T\u00fcr ge\u00f6ffnet. Heraus schaute eine blonde Dame und ich rief: \u201eHallo Poldi, bist du verr\u00fcckt, du hast so sch\u00f6ne schwarze Haare gehabt!\u201c Mir wurde geantwortet: \u201eIch bin nicht die Poldi, ich bin die Lilli, ich bin ihre Schwester.\u201c So habe ich meine erste Frau kennen gelernt. Sie hat mich dann hinein gef\u00fchrt. Die Eltern kannten mich ja schon. Ja und die Lilli hatte gro\u00dfes Mitleid mit mir und sagte zu ihren Eltern: \u201eEr kann ja in meinem Zimmer schlafen, und ich schlafe bei euch.\u201c Daraus ist dann meine erste Ehe entstanden.<\/p>\n<p>Damit unser erstes Kind nicht unehelich geboren wurde, musste ich zu meinem Vormund gehen, um mir die Genehmigung zur Heirat zu holen, da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht vollj\u00e4hrig war. Vom Vormund wurde von mir gefordert, die Person zu bringen, die mich verf\u00fchrt haben soll. Wir sind zusammen am n\u00e4chsten Tag zu ihm gegangen. Er war wie umgewandelt, als er meine zuk\u00fcnftige Frau sah. Es gab \u00fcberhaupt keine Schwierigkeiten mehr, und innerhalb von acht Tagen hatte ich die Vollj\u00e4hrigkeitserkl\u00e4rung und die Genehmigung zum Heiraten. Wir haben am siebzehnten Mai 1949 geheiratet, und am siebenundzwanzigsten Mai kam das Kind zur Welt. Zu meiner Frau habe ich gesagt: \u201eIch habe dich nur wegen des Kindes geheiratet, damit es nicht unehelich geboren wird und \u00c4hnliches durchmachen muss wie ich. Wir lassen uns wieder scheiden.\u201c Meine Frau war damit einverstanden und meinte, sie werde mit dem Kind schon durch kommen. Aber wie es so ist, ich habe mich nicht scheiden lassen. Es kam ein zweites Kind, und wir waren in Liebe einander zugetan.<\/p>\n<p>Als meine erste Tochter f\u00fcnf Jahre alt war, ist sie an einem sogenannten Kruppverdacht erkrankt und beim Transport ins Krankenhaus in den Armen meiner Frau gestorben. Unsere zweite Tochter ist am selben Tag schwer an Scharlach und Diphtherie erkrankt und musste auch ins Krankenhaus. Da habe ich Gott verflucht; das Liebste was ich hatte, das hat er mir genommen. Er kann mich nicht lieben. Zwei Wochen sp\u00e4ter fuhren zwei Missionare durch unsere Gasse. Wir wohnten derzeit im achten Bezirk in der Tigergasse, und die Missionare hatten direkt vor unserem Haus eine Reifenpanne. Der Missionar Elder Christensen sagte zu seinem Mitarbeiter: \u201eIch habe ein bestimmtes Gef\u00fchl, dass wir in diesem Haus an eine ganz bestimmte T\u00fcr klopfen sollen.\u201c So kamen sie an unsere T\u00fcr und haben sich meiner Frau als Missionare vorgestellt. Sie fingen an, von der Kirche zu erz\u00e4hlen, und meine Frau hat sie herein gebeten. Meine Frau hat mir am Abend davon berichtet. Ich antwortete ihr darauf: \u201eDu kannst dich taufen lassen, ja du kannst Mormonin werden; doch mich lass damit in Ruhe. F\u00fcr mich ist der Herr Gott gestorben. Ich brauche derartiges nicht mehr.\u201c Unsere Ehe stand auf sehr wackeligen F\u00fc\u00dfen. Ich trank sehr viel Alkohol, und ich rauchte. Ich war v\u00f6llig am Boden zerst\u00f6rt. Aber meine Frau war sehr lieb und hatte sehr viel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr mich. Sie sagte: \u201eBleib doch heute einmal hier.\u201c Ich bin daraufhin geblieben, und der Missionar Bruder Schauperl hat mich belehrt. Er hat mir den Stehbildfilm \u201eDas Holz Juda\u201c gezeigt. Und da ich immer f\u00fcr Indianer geschw\u00e4rmt habe, hat mich die Geschichte der Lamaniten sehr interessiert. Als sein Nachfolger kam, ein Bruder Robert Weatherford, erhielt ich das Buch Mormon und er forderte mich auf, es zu lesen. Ich ben\u00f6tigte sechzig Tage dazu, und als ich an die Stelle: Alma 34:32 kam: \u201edenn sehet, dieses Leben ist die Zeit, wann der Mensch sich vorbereiten soll Gott, zu begegnen; ja, siehe, der Tag dieses Lebens ist der Tag, da der Mensch seine Arbeit verrichten soll,\u201c da hat es bei mir geklickt. Ich habe angefangen, mich mehr f\u00fcr die Dinge des Glaubens zu interessieren.<\/p>\n<p>Als dann die Br\u00fcder meinten, wir sollten doch einmal ein gemeinsames Gebet sprechen, haben wir uns hingekniet. Als ich so betete, wie es die Missionare mich gelehrt hatten, hatte ich das Gef\u00fchl, die Decke \u00f6ffnet sich \u00fcber mir. Es fuhr wie ein Blitz durch meinen K\u00f6rper, und ich wusste, das Buch Mormon ist das Wort Gottes. Mir war klar, die Kirche ist wahr. Und ich wusste, die Missionare sind von Gott zu mir gesandte Engel, um mich zu Gott zu f\u00fchren. Von dem Moment an wusste ich auch, dass Joseph Smith ein Prophet war. Als die Missionare mich dann in das damalige Versammlungshaus in der Seidengasse einluden, habe ich mich geweigert, dorthin zu gehen. Die Missionare fragten, warum ich denn nicht dort hingehen wolle. Ich sagte zu ihnen: \u201eWenn ich einmal dort hingehe, dann komme ich nie wieder dort weg. Aus diesem Grund will ich nicht dort hingehen.\u201c Ich wusste genau, was auf mich zukommen w\u00fcrde, und ich habe mich mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen dagegen gewehrt. Dann bin ich doch eines Tages in die Seidengasse gegangen, wurde dort freundlich begr\u00fc\u00dft und habe in der GFV im Theater mitgespielt. Ich wusste, dass ich mich taufen lassen w\u00fcrde und habe davon Zeugnis gegeben. Danach habe ich um die Taufe gebeten.<\/p>\n<p>Der damalige Zweigpr\u00e4sident Bruder Robert von Vacano fragte mich: \u201eHaben die Missionare ihnen auch etwas vom Zehnten erz\u00e4hlt?\u201c \u201eJa, erw\u00e4hnt haben sie etwas dar\u00fcber.\u201c Darauf sagte er zu mir: \u201eLieber Herr Bogner, zahlen sie mir einmal f\u00fcr einen Monat den Zehnten ihres Einkommens, und dann reden wir \u00fcber die Taufe.\u201c Das waren f\u00fcr mich einhundertf\u00fcnfzig Schillinge. Ich habe damals mit der Kinderbeihilfe tausendf\u00fcnfhundert Schillinge verdient. Das war f\u00fcr mich sehr viel Geld und hat mich sehr geschmerzt. Denn ich habe zu der Zeit nur mit Schulden gelebt. Wenn ich einen Anzug ben\u00f6tigte, ging ich in das j\u00fcdische Kaufhaus Haber. Und wenn der Anzug bezahlt war, war er auch so abgetragen, dass ich einen neuen ben\u00f6tigte. Aber ich habe damals den Zehnten bezahlt und zahle ihn heute auch noch und habe immer noch ein brennendes Zeugnis vom Zahlen des Zehnten. Ich wurde dann am 24. April 1955 im Magarethenbad getauft. Auf dem Weg zur Taufe war ich so aufgeregt und nerv\u00f6s, dass ich mir eine Zigarette anz\u00fcndete. Meine Frau sagte: \u201eBist du wahnsinnig, wenn dich die Leute sehen!\u201c Bei der Taufe hatte ich ein Gef\u00fchl, als wenn ich in einen Schacht hinein geworfen werde, finster und gruselig war es. Und auf einmal war alles hell, und da war ich auch schon drau\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich hatte damals zusammen mit meinen Arbeitskollegen eine elektrische Eisenbahn. Wir haben am Sonntag immer damit gespielt. Als meine Arbeitskollegen dann zu Rauchen anfingen, wurde mir so schlecht, dass ich auf die Toilette gegangen bin und gedacht habe ich muss sterben. Als ich dann zur\u00fcck ins Zimmer kam und meine Arbeitskollegen bat, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren, weil ich es nicht mehr vertrug, hatten sie daf\u00fcr \u00fcberhaupt kein Verst\u00e4ndnis. Ich habe sie dann gebeten, das Zimmer zu verlassen. Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen. So hat der Herr an mir ein Wunder vollbracht. Ich hatte zuvor vielleicht schon einhundert Mal mit den verschiedensten Methoden versucht, das Rauchen auf zu geben. Von dem Zeitpunkt an, habe ich nie mehr geraucht oder Alkohol getrunken.<\/p>\n<p>Drei Monate sp\u00e4ter wurde ich schon als Ratgeber in die Zweigpr\u00e4sidentschaft berufen. Danach folgte eine Berufung der anderen bis ich zehn oder elf Berufungen zur gleichen Zeit innehatte. Der jetzt noch in der Gemeinde lebende Bruder Husz war mein Pfadfinderjunge. Ich war damals n\u00e4mlich auch Pfadfinderf\u00fchrer. Ich habe ihn auch getauft. Vor kurzem sagte er zu mir: \u201eIm n\u00e4chsten Jahr sind es einundf\u00fcnfzig Jahre her, dass du mich getauft hast.\u201c F\u00fcnfundzwanzig Jahre lang war ich Sonntagschullehrer. Ich hatte die verschiedensten Berufungen inne. Im Distriktsvorstand war ich Ratgeber. Ich war Sekret\u00e4r, Gemeindepr\u00e4sident, Gemeindeleiter in Sankt P\u00f6lten. Zwei Jahre lang musste ich mit dem Moped immer dorthin fahren, weil die Kirche das Geld nicht hatte, um mir die Bahnfahrt zu bezahlen. Es war eine sch\u00f6ne Zeit. Ich habe vielleicht nicht alles richtig gemacht, aber ich habe vielen Menschen helfen k\u00f6nnen. Es war ein sehr erf\u00fclltes Leben.<\/p>\n<p>Es sind jetzt einschlie\u00dflich der Bekehrungszeit im M\u00e4rz vierundf\u00fcnfzig Jahre her, dass ich mich der Kirche angeschlossen habe. Von meinem sch\u00f6nsten Erlebnis m\u00f6chte noch berichten. Ich habe mit im Chor gesungen. Ich sollte ein Solo singen. Aber kurz davor habe ich eine Stirnh\u00f6hlenvereiterung bekommen. Ich sollte dieses Solo in der Distriktskonferenz singen. So habe ich mich am Samstag aufgemacht und bin mit der Stra\u00dfenbahn in die Seidengasse gefahren, weil ich wusste, Pr\u00e4sident K\u00f6rtis hat dort eine Besprechung mit den Br\u00fcdern des Distriktes. Ich wollte um einen Krankensegen bitten. Als die Br\u00fcder mich sahen, haben sie mich ausgeschimpft. Sie meinten, wie ich nur so dumm sein k\u00f6nne, um mit einer derartigen Erk\u00e4ltung aus dem Hause zu gehen. Ich sagte zu ihnen: \u201eIch m\u00f6chte doch nur einen Krankensegen haben.\u201c Der Pr\u00e4sident sagte: \u201eWenn er es w\u00fcnscht, dann geben wir ihm doch einen Segen.\u201c Anschlie\u00dfend wurde ich mit dem Auto nach Hause gebracht. Ich musste sofort ins Bett. In der Nacht, um 24 Uhr, bin ich aufgewacht. Ich war schwei\u00dfnass, und als meine Frau das Licht anmachte, war das Kopfkissen voll mit Blut und Eiter. Doch am Sonntag habe ich mein Solo im Chor gesungen. Pr\u00e4sident Curtis sagte noch, dass es das erste Mal sei, dass er eine Krankensegnung auf diese Weise erlebt hat.<\/p>\n<p>Wir hatten einen Hund. Wenn ich mit dem Hund spazieren ging, habe ich mich immer mit dem Vater im Himmel unterhalten. Einmal sagte ich: \u201e Vater im Himmel, du wei\u00dft, ich habe keine S\u00f6hne. Ich bin allein, und ich w\u00fcrde gern die Arbeit f\u00fcr meinen Vater machen. Aber ich wei\u00df nicht, ob er gefallen ist. Ich wei\u00df nur, dass er vermisst ist. Ich muss einhundert und zehn Jahre warten, bis ich die Arbeit tun kann. Lass mich bitte so alt werden, 72 Jahre, dass ich die Arbeit f\u00fcr ihn tun kann, und danach kannst du mich gerne heimholen.\u201c Auf diese Weise habe ich immer mit ihm gesprochen. Dann kam 1988\u20131989 die Regelung von der Genealogischen Gesellschaft, dass die Tempelarbeit f\u00fcr im Krieg vermisste M\u00e4nner getan werden k\u00f6nnte. Zu der Zeit war ich schon Tempelarbeiter und auch im Hohen Rat. Pfahlpr\u00e4sident Husz gab mir den Rat, da Bruder Ringger (Pr\u00e4sident vom Tempel in der Schweiz) in Wien war, mich seiner anzunehmen und ihm Wien zu zeigen. Wir entwickelten ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis zu einander. Ich erkl\u00e4rte ihm die Situation mit meinem Vater. Worauf er zu mir sagte: \u201eWenn du im August in die Schweiz in den Tempel kommst, werden wir alles f\u00fcr die Verordnungen deines Vaters tun.\u201c<\/p>\n<p>So bin ich dann f\u00fcr meinen Vater getauft und konfirmiert worden, habe die Begabung f\u00fcr ihn empfangen und als erster Europ\u00e4er als uneheliches Kind an die Eltern gesiegelt worden. An dem Tag, als das durchgef\u00fchrt wurde habe ich nur geweint. Ich hatte aber noch einen Herzenswunsch. Als ich mit meiner Frau am vierten April 1958 im Schweizer Tempel von Pr\u00e4sident Trauffer gesiegelt worden bin, wurde der Wunsch in mir wach, auch einmal so etwas tun zu d\u00fcrfen. Es muss herrlich sein, Menschen f\u00fcr ewig aneinander zu siegeln. Doch bis 1992 musste ich darauf warten. Dann wurden mir von Pr\u00e4sident Hunter die H\u00e4nde aufgelegt. Und es kam wieder dieses Gef\u00fchl, und es ging durch und durch, als mir die Siegelungsvollmacht \u00fcbertragen wurde.<\/p>\n<p>Als meine erste Frau 1998 starb, sie hatte Alzheimer, hatte ich sie vier Jahre lang gepflegt. Ich hatte auch nicht das Geld, um sie in ein Heim zu geben. Ein Jahr lang trauerte ich um sie. Danach habe ich mich bei der Leitung des Frankfurttempels nach einer Kurzzeitmission erkundigt. Mir wurde gesagt, ich k\u00f6nne jederzeit kommen und arbeiten, da ich ein Siegler sei. Ich sagte ihnen, ich h\u00e4tte noch Geld von der Beerdigung \u00fcbrig behalten und k\u00f6nne f\u00fcr ein halbes Jahr eine Tempelmission erf\u00fcllen. Sie waren davon sehr angetan und meinten, sie w\u00fcrden immer Leute gebrauchen. Ich wurde dann aus meiner Pfahlberufung entlassen und bei der Fahrt zum Tempel sagte ich zum Himmlischen Vater: \u201eDu wei\u00dft, ich bin jetzt einem Jahr allein. Wenn du willst, so lass mich im Tempel eine Frau finden. Ich m\u00f6chte nicht mehr allein sein.\u201c Bruder Gl\u00fcck, der zu der Zeit auch auf Tempelmission war, hat mich auf die Trude aufmerksam gemacht: \u201eIch sagte: \u201eWas soll ich alter Esel mit der h\u00fcbschen Amerikanerin?\u201c Aber wenn man gemeinsam im Tempel arbeitet, hat man zumindest Augenkontakt. Sie hat mich immer wieder angel\u00e4chelt. Beim Siegeln hat sie unter dem Schleier so besonders hervor geschaut. Ich sagte mir: \u201eAha, irgendwo scheine ich Anklang gefunden zu haben.\u201c Auf den Missionartreffen hat man sich auch schon einmal geneckt. Und ich habe auch geschummelt, damit sie gewinnt oder verliert. Dann kam sie am elften August 1999, das war zw\u00f6lf Tage vor meiner Entlassung, setzt sich neben mich und fragte: \u201eKannst du treu sein?\u201c Ich antwortete ihr: \u201eWas hei\u00dft treu sein. Ich war mit meiner Frau 49 Jahre verheiratet. Warum sollte ich nicht treu sein?\u201c Doch da merkte ich, was los war. Ich habe mir gedacht, am n\u00e4chsten Tag fragst du sie, ob sie deine Frau werden will. Mehr als \u201enein\u201c kann sie ja nicht sagen. Am n\u00e4chsten Tag im Tempel sah ich sie auf einer Bank sitzend in einen Liahona lesen. Ich bin auf sie zugegangen, vor ihr stehen geblieben, habe ihre Hand genommen und sie gek\u00fcsst und sie gefragt: \u201eW\u00fcrdest du einen so alten Esel wie mich heiraten? \u201cSir sagte \u201eJa.\u201c Daraufhin habe ich einen roten Kopf bekommen und bin weggelaufen. Am liebsten h\u00e4tte ich sie gek\u00fcsst; aber das ging im Tempel ja nicht. Am Abend sind wir dann auf dem Tempelgrundst\u00fcck spazieren gegangen, und ich sagte: \u201eWei\u00dft du Trude, ich bin ein armer Rentner und ich habe nicht viel Geld. Ich kann dir auch keinen Verlobungsring kaufen. Aber ich habe eine Siegelring, den ich dir geben m\u00f6chte, als Zeichen meiner Liebe.\u201c Diesen Ring hat sie lange um den Hals getragen.<\/p>\n<p>Zu der Zeit hatte ich den goldenen Schl\u00fcssel, was bedeutet, dass ich morgens als erster im Tempel sein musste, um alles zu \u00f6ffnen, damit die Tempelarbeit getan werden kann. Als dann die Missionare kamen und fragten, ob es etwas Neues g\u00e4be, da sagte ich ihnen, dass die Trude und ich uns verlobt haben. Ihre Freude war gro\u00df, und sie meinten, so h\u00e4tte ihr Fasten und Beten daf\u00fcr doch etwas gen\u00fctzt. Dann habe ich den Tempelpr\u00e4sidenten Bruder Borcherding angerufen, um auszuschlie\u00dfen, dass er \u00fcber andere Kan\u00e4le davon erf\u00e4hrt. Ich bat ihn auch, dass er seiner Frau mitteilte, dass Schwester Ews und ich im n\u00e4chsten Jahr am sechsten April 2000 in Wien heiraten werden. Alle waren sehr erfreut. Am achtundzwanzigsten August wurde ich entlassen und bin mit den Jugendlichen aus Wien mit dem Autobus zur\u00fcck nach Wien gefahren. Der Abschied voneinander war von Tr\u00e4nen begleitet. In der Zeit bis zur Entlassung meiner Verlobten aus dem Missionsdienst im Tempel haben wir sehr viel miteinander telefoniert. Wir hatten lange Gespr\u00e4che. Sie hat mich einmal in dieser Zeit besucht, weil ich mich ins Krankenhaus begeben musste, um mich einer Gallenoperation zu unterziehen. Sie hat sich alle Papiere schicken lassen, die f\u00fcr eine Eheschlie\u00dfung erforderlich sind und wir erledigten alle Vorbereitungen f\u00fcr die standesamtliche Trauung. Die Standesbeamtin war so freundlich und hat keine \u00dcbersetzung der amerikanischen Papiere verlangt. Sie hat alles so akzeptiert.<\/p>\n<p>Ich bin noch f\u00fcr die Monate Februar-M\u00e4rz zum Tempel gefahren, weil ihre Kinder Ende M\u00e4rz kommen wollten, um ihre Mutter abzuholen. Doch es war ja nun so, dass sie mit mir gehen w\u00fcrde. Es musste auch noch ein Kennenlernen zwischen den Kindern und mir stattfinden. Als wir auf dem Flugplatz waren und die Kinder ankamen, w\u00e4re ich am liebsten davon- gelaufen. Doch ich bin geblieben. Die Freude der Kinder war nicht gerade \u00fcberschw\u00e4nglich, was man ja verstehen kann. Aber man nahm mich an. Heute bin ich das Liebchen der Familie und pendele zwischen Wien und Amerika hin und her, denn meine Frau hat f\u00fcnf Kinder, und ich habe eine Tochter. Und wir wollen gerne allen gerecht werden. F\u00fcr mich gibt es immer die Schwierigkeit, dass ich in Amerika nicht versichert bin. So muss ich alle meine gesundheitlichen Dinge immer in Wien erledigen. Doch wenn das geregelt ist, freue ich mich immer darauf, zu dieser h\u00fcbschen Dame nach Amerika in Oregon zu fahren.<\/p>\n<p>Ich danke dem Herrn f\u00fcr diese wunderbare Gef\u00e4hrtin mit der ich gemeinsam seit 2000 jedes Jahr zwei bis drei Monate im Frankfurt Tempel als Siegler und Tempelverordnungsarbeiter dienen darf solang mir der Vater im Himmel die Gesundheit schenkt dies tun zu d\u00fcrfen in seinem Werk die Unsterblichkeit und das ewige Leben der Menschen zustand zubringen. Ich bin dankbar f\u00fcr die gro\u00dfe Familie, die ich nun haben darf und es ist mein Wunsch meine geliebte Frau wieder in die Gegenwart unseres Vaters zu bringen, obwohl wir nicht gesiegelt sind, weil ein Teil der Kinder es nicht erlaubt. Ehre sei dem Herrn, dass er mir einen Engel an die Seite gestellt hat, um meine Arbeit in seinem Werk tun zu d\u00fcrfen. Danke f\u00fcr alles und Ihm sei alle Ehre im Namen Jesu Christi. Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wien, \u00d6sterreich Mein Name ist Friedrich Bogner, geboren am 17. April 1928 in Wien. Meine Mutter hie\u00df Elisabeth Anna Bogner und mein Vater Matthias Walter. Ich bin ein uneheliches Kind und wurde von der Gemeinde Wien zu Pflegeeltern gegeben, weil meine Mutter als Dienstm\u00e4dchen in Stellung war und mich nicht bei sich haben durfte. 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