{"id":1137,"date":"2012-05-14T20:29:59","date_gmt":"2012-05-14T20:29:59","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1137"},"modified":"2014-04-18T06:18:44","modified_gmt":"2014-04-18T06:18:44","slug":"hilde-emmerlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1137\/hilde-emmerlich","title":{"rendered":"Hilde Emmerlich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sprindacker, Schlo\u00dfberg, Ostpreu\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hilde-Emmerlich1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1138\" title=\"Hilde-Emmerlich\" alt=\"Mormon Deutsch Hilde Emmerlich\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hilde-Emmerlich1-241x300.jpg\" width=\"241\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hilde-Emmerlich1-241x300.jpg 241w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hilde-Emmerlich1.jpg 421w\" sizes=\"(max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><\/a>Mein Name ist Hilde Emmerlich<\/strong>, geborene Schindelmeiser. Ich bin in Sprindacker [jetzt Krasilovo], in Kreis Schlo\u00dfberg in Ostpreu\u00dfen geboren. Ostpreu\u00dfen ist bekannt wegen seiner vielen W\u00e4lder und Seen. Meine Eltern hatten einen Bauernhof mit rund 40 Morgenl\u00e4ndern. Es gab auch noch einen Erbhof von meinen Gro\u00dfeltern. Ich durfte einige sch\u00f6ne Kinderjahre dort verleben. Wir haben viel drau\u00dfen spielen k\u00f6nnen und konnten uns immer besch\u00e4ftigen. Wir formten Vieles aus Lehm und spielten mit einfachen Dingen, die in der Natur vorhanden waren.<\/p>\n<p>Unser Papa war ein ruhiger und flei\u00dfiger Mann. Er hatte den Hof von seinem Vater \u00fcbernommen und Opa Schindelmeiser, lebte bis zu seinem Tod auf seinem Altenteil. Vater hie\u00df Johannes Schindelmeiser. Mutter hie\u00df Minna, geborene Kaeding. Papa hatte immer viel Arbeit. Bei einigen Dingen halfen sich die Nachbarn gegenseitig. Zum Beispiel beim Schlachten eines Tieres. Zu jener Zeit besch\u00e4ftigten viele Bauern russische oder polnische Kriegsgefangene, als billige Arbeitskr\u00e4fte. Unser Papa wollte das aber nicht. Im Winter, wenn es nicht mehr so viel zu tun gab, schnitzte Papa uns sch\u00f6ne Dinge aus Holz, Messerchen, manchmal auch Holzschuhe. Ich erinnere mich ebenfalls an sch\u00f6ne Spazierg\u00e4nge mit Papa. Wir gingen sonntags immer eine Weile spazieren und Papa erz\u00e4hlte uns einiges. An unsere Gespr\u00e4che kann ich mich leider nicht viel erinnern. Ich kann aber auch nicht erinnern, dass Papa laut oder b\u00f6se war.<!--more--><\/p>\n<p>Unsere Mama war ziemlich couragiert. Sie k\u00fcmmerte sich um alles und konnte auch alles. Jedenfalls empfand ich damals so. An Nahrungsmittel wurde fast alles selbst hergestellt. Auch Sauerkraut wurde gestampft. Obst und Gem\u00fcse wurden eingekocht, Marmeladen und S\u00e4fte wurden selbst hergestellt. In der R\u00e4ucherkammer hingen die Dauerw\u00fcrste, Brot und Kuchen wurden laufend gebacken. Den Geschmack habe ich bis heute nicht vergessen. Mama k\u00fcmmerte sich auch um das Schriftliche und ging zu den Beh\u00f6rden. Sie konnte gut schneidern und handarbeiten. Sie war der Mittelpunkt der Familie, nahm alles in die Hand und hatte ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, wo jemand Hilfe brauchte.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich, im Winter sa\u00dfen wir gerne auf der Bank vor dem hei\u00dfen Kachelofen. Im Ofenfach lagen die Beutel mit den Kirschsteinen, die wir als W\u00e4rmeflasche benutzten. Wir lebten so richtig hinter dem Mond. Heute erscheint uns das aber ganz romantisch. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden die Petroleumlampen angez\u00fcndet. Wasser hatten wir aus einer gro\u00dfen Pumpe, die auf dem Hof stand. Wir hatten sogar ein Radio, den so genannten Volksempf\u00e4nger. Da durften wir die Kinderstunde h\u00f6ren. Ich konnte sehr sp\u00e4t laufen und wurde auf Rachitis behandelt.<\/p>\n<p>Auf unserem Hof gab es eine Menge Tiere, Pferde, K\u00fche, Schweine, G\u00e4nse, H\u00fchner, zeitweise Schafe. Meine Schwester und ich, wir bemutterten die Tiere sehr gerne und f\u00fctterten sie. Wenn gemolken wurde, dann warteten unsere vielen Katzen auf ihre Sch\u00fcsselmilch.<\/p>\n<p>Die Freiheit auf dem Lande in einem Landleben ist wirklich etwas sehr Sch\u00f6nes, was man nicht vergisst. Zum Beispiel, wenn man im Herbst barfu\u00df \u00fcber die Stoppelfelder l\u00e4uft. Zur Zeit der Ernte brachten wir Kinder oft den Vesperkorb aufs Feld. In diesem Zusammenhang denke ich immer an den R\u00e4derkuchen, den meine Mutter gebacken hatte. Das Klima in Ostpreu\u00dfen war damals noch viel intakter, als wir es heute kennen. Zum Beispiel sch\u00f6ne lange Sommer und sehr kalte Winter. Im Haus hatten wir Doppelfenster. Zur Weihnachtszeit wurden die Zwischenr\u00e4ume mit Tannengr\u00fcn ausgelegt und festlich geschm\u00fcckt. Aus Krepp-Papier bastelten wir sch\u00f6ne Blumen, und der Schmuck f\u00fcr den Weihnachtsbaum wurde auch von uns selbst gefertigt. Die Eisblumen an den Fenstern waren echt, denn es war sehr kalt.<\/p>\n<p>In der sch\u00f6nen Jahreszeit wurde alles drau\u00dfen gemacht. Wir wurden drau\u00dfen gebadet. Es bl\u00fchte Flieder, Jasmin, Schneeball, wir hatten einen wundersch\u00f6nen Garten; alles bl\u00fchte zu seiner bestimmten Jahreszeit, auch Pfingstrosen und Maigl\u00f6ckchen sind f\u00fcr mich eine duftende Erinnerung. Wir hatten einen sch\u00f6nen Obstgarten mit vielen Apfel und Birnb\u00e4umen, Pflaumenb\u00e4umen, Kirschen und Himbeeren und andere Strauchbeeren. Es gab auch einen Gem\u00fcsegarten und Blumengarten.<\/p>\n<p>Ich schlief in demselben Zimmer, wie unser Papa. Ich hatte ein sch\u00f6nes, wei\u00dfes Sprossenbett. Fr\u00fchmorgens schlich Papa mit der Laterne in den Stall, um das Vieh zu versorgen. Von meinem Bettchen aus blickte ich auf einen Balken im Zimmer, auf dem die Marmeladengl\u00e4ser standen. Auch die von mir so geliebte Kirschkleide [Marmelade]. Nat\u00fcrlich von Mama selbst hergestellt. Alles war damals viel vollwertiger und schmeckte dementsprechend.<\/p>\n<p>Auf dem Bauernhof ist nat\u00fcrlich nicht alles nur angenehm. Wenn ein Tier geschlachtet wurde- Zudecke \u00fcber den Kopf und nichts h\u00f6ren und sehen. Wir litten auch sehr, wenn kleine K\u00e4tzchen ertr\u00e4nkt wurden. M\u00e4use und Fr\u00f6sche waren nicht gerade unsere Freunde. Unser Kartoffelkeller war mehr ein Erdloch als ein Keller, wie wir ihn heute kennen. Wenn man Pech hatte, erwischte man, statt einer Kartoffel eine fette Kr\u00f6te.<\/p>\n<p>Die St\u00f6rche auf dem Dach liebte ich. Sie kehrten jedes Jahr zur\u00fcck und nisteten auf unserer Scheune. Das war eine Geklapper. Es war ein sch\u00f6ner Anblick, wenn sie durch diese feuchten Wiesen stolzierten.<\/p>\n<p>Unsere Eltern waren gute, evangelische Christen. Bei Tisch wurde immer gebetet. Papa hielt auch eine Andacht und las ab und an aus der Bibel vor. Der Sonntag war Ruhetag, nur das Vieh wurde versorgt. Meistens fuhren wir zum Kirchdorf Malwen, um den Gottesdienst zu besuchen. F\u00fcr uns Kinder gab es auch die Sonntagsschule. In Ostpreu\u00dfen waren wohl fast alle evangelisch. Unsere Vorfahren kamen aus der Salzburger Gegend. Wegen religi\u00f6ser Verfolgungen mussten sie ihre Heimat verlassen und sie siedelten sich in Ostpreu\u00dfen an.<\/p>\n<p>Eine sch\u00f6ne Erinnerung aus unserer Jugend waren die Besuche bei den Cousinen Liesbeth und Ella. Unsere Eltern und ihre Eltern hatten ein besonders gutes Verh\u00e4ltnis zueinander. Tante Emma war Vaters Schwester. Sie hat bis zu ihrer Heirat bei uns auf dem Hof gelebt und war auch mit Mutter sehr befreundet. Die Kleinkinder spielten gern mit unseren Cousinen. Und es gab einen Pferdewagen, den wir sonntags benutzten. Und wir spannten an und fuhren Besuch nach Lauterbrucken zu unseren Cousinen und ihren Eltern.<\/p>\n<p>Ich selbst bin noch ein Jahr auf unserer Dorfschule gewesen. Danach musste ich fl\u00fcchten. Unser Lehrer hatte es nicht leicht. Er musste alle Altersstufen gleichzeitig unterrichten. Gute Sch\u00fcler durften manchmal abfragen. Wir Schindelmeisers waren alle gut in der Schule und wir waren auch alle brav. Zu jener Zeit stand der Stock noch in der Ecke. Ein Schlag auf die Hand war harmlos. Es wurde auch Feste geschlagen und an den Ohren gezogen.<\/p>\n<p>Gegr\u00fc\u00dft wurde damals mit Heil Hitler. Der Schultag begann mit einem Fahnenappell. Eine gesunde Idee war, jeder musste Rohkost vorweisen. Wer nichts hatte, bekam aus dem Schulgarten. Im Winter mussten wir oft mit dem Pferdeschlitten zur Schule gebracht werden, wegen des hohen Schnees und der klirrenden K\u00e4lte. Darin wechselten sich die Nachbarn ab.<\/p>\n<p>Jetzt kommt unsere Flucht. Wir lebten ca. 30 Kilometer von der litauischen Grenze entfernt. Im Oktober 1944 mussten wir vor dem Einmarsch der russischen Truppen fliehen; der Winter stand vor der T\u00fcr. Auf unserem Hof waren zu der Zeit deutsche Soldaten einquartiert und sie \u00fcbernahmen erstmal alles. Unsere wichtigsten Sachen wurden auf unseren Leiterwagen gepackt und mit zwei Pferden davor verlie\u00dfen wir die Heimat. Was unsere Eltern damals empfanden, kann ich heute, nach Jahrzehnten ein wenig nachvollziehen. Unser ganzes Dorf zog geschlossen fort. Alles war gut organisiert. Leider machten unsere Pferde unterwegs schlapp und wir blieben zur\u00fcck. Papa wurde unterwegs noch zum Volkssturm eingezogen. Er wollte sich so schnell wie m\u00f6glich melden. Aber wir haben nie mehr etwas von ihm geh\u00f6rt. Es kann sein, dass er ziemlich schnell gefallen ist. So ergaben es auch die Ermittlungen des Roten Kreuzes nach Kriegsende.<\/p>\n<p>Wir kamen st\u00fcckweise voran, bis nach Stolp in Pommern und bekamen eine sch\u00f6ne Wohnung zugewiesen. Die Vermieter waren n\u00e4mlich schon gefl\u00fcchtet. Wahrscheinlich glaubte unsere Mama immer noch an die gro\u00dfe Wende und an die Deutschen Wunderwaffen. Die Russen waren \u00fcber Nacht in Stolp, und obwohl sich die Stadt ergeben hatte, wurde sie in Brand gesteckt. Und das war am 8. M\u00e4rz 1945. Mit ein paar Habseligkeiten flohen wir aus der brennenden Stadt. Wir suchten erst mal Schutz am G\u00fcterbahnhof. Aber auch dort wurde immer zu geschossen.<\/p>\n<p>Aus mangelnder politischer \u00dcbersicht entschied unsere Mutter, dass wir versuchen sollten, wieder nach Hause zu kommen. Papa w\u00fcrde sicher auch dorthin kommen, wenn alles vor\u00fcber war. So hatte es jedenfalls im Ersten Weltkrieg funktioniert. Aber noch war der Krieg ja nicht zu Ende und viele hofften immer noch auf den Umschwung. Wenn Mama politisch besser informiert gewesen w\u00e4re, h\u00e4tten wir doch alles Stehen und liegen lassen m\u00fcssen, um westw\u00e4rts zu ziehen, als man immer noch mit leichtem Handgep\u00e4ck mit dem Zug entkommen konnte.<\/p>\n<p>Von den Russen hatten wir doch eine schlimme Vorstellung. Eine schwere Zeit, voller Tr\u00fcbsal und \u00c4ngste, begann nun. Nach monatelangen Wanderungen, abseits der Stra\u00dfen und gro\u00dfen Entbehrungen, standen wir im Sommer 1945 wieder vor unserem abgebrannten Zuhause. Als Mutters das sah, konnte sie sich gar nicht mehr beruhigen und alles Leid brach aus ihr heraus.<\/p>\n<p>Mit meinem kindlichen Sinn nahm ich nur wahr, dass Teile meines sch\u00f6nen wei\u00dfen Sprossebettes, als Steg benutzt worden war. Im Garten entdeckte ich ein paar reife Himbeeren und a\u00df davon. Wir suchten zun\u00e4chst Zuflucht im alten Haus der Gro\u00dfeltern, das nicht vernichtet war. Aber wir waren dort nicht sicher.<\/p>\n<p>Unterwegs hatten wir alle die Ruhr gehabt. Eine polnische Familie hat uns versteckt gehalten und gepflegt. Nun erkrankte Mama, Heinz und Christl an Typhus. Ich mit meinen acht Jahren wusste mir kaum zu helfen. Aus verwilderten G\u00e4rten pfl\u00fcckte ich Beeren f\u00fcr die im Fieberwahn Liegenden. Nachts kamen Russen pl\u00fcnderten und rissen den Kranken die Decken weg. Heinz und ich hatten sp\u00e4ter Malaria. Heinz besonders schlimm. Eigentlich ist es ein riesiges Wunder, dass wir das alles \u00fcberlebt haben.<\/p>\n<p>Die deutschen Wiederkehrer wurden in Kolchosen zusammengefasst. So nannten diese Gruppen die russischen Befehlshaber. Wir mussten f\u00fcr die Russen arbeiten und bekamen nur ganz wenig zu essen. Wir waren nur noch Haut und Knochen und waren von L\u00e4usen und Fl\u00f6hen \u00fcbers\u00e4t.<\/p>\n<p>Und die Tante Berta, die mit auf der Flucht war, starb als Erste. Wir hatten in der Heimat auch die ganze Familie Brandt getroffen. Das ist unser Onkel, der die Schwester von unserem Papa geheiratet hatte. Au\u00dfer Cousine Ella sind dort alle umgekommen. Onkel Hugo wurde bei der Arbeit versch\u00fcttet. Cousine Liesbeth, dreizehn Jahre alt damals, wurde von den jungen Russen verschleppt und auf grausame Weise ermordet. Wir fanden sie erst nach Monaten. Tante Emma starb an Gram und Unterern\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Unsere Mama starb am 6. Juli 1957 an den Folgen des Hungers und der vielen Strapazen. Ich war damals gerade zehn Jahre alt geworden. Ich war noch mit Mama unterwegs, um Beeren zu suchen. Es kam ein starker Sturm auf und Mama wurde immer schw\u00e4cher. Wir schleppten uns noch bis zu einer deutschen Familie, dann verlor sie das Bewusstsein. Vorher hatte sie mir noch gesagt, dass sie es nicht mehr schafft und dass ich Heinz, unsere \u00e4ltere Bruder, und Christl gr\u00fc\u00dfen soll. Die Familie brachte Mama zu unserer Unterkunft. Sie erlangte das Bewusstsein nicht. Am n\u00e4chsten Morgen starb sie unter langem St\u00f6hnen. Heinz und unser \u00e4lterer Bruder wollten ihr hei\u00dfen Tee einfl\u00f6ssen, aber sie hat sich nur gewehrt dagegen. Wie viel musste unsere Mutter doch ertragen und nun waren wir alle Waisenkinder. Bekannte halfen uns dann Mama in einen provisorischen Sarg zu beerdigen. Besonders ber\u00fchrt uns die Tatsache, dass das St\u00fcckchen Brot, das wir hingelegt hatten, das wir von unseren Nachbarn erbettelt hatten, nicht mehr da war. Es war wie ein Zeichen f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Die russischen Soldaten benahmen sich in der ersten Zeit nach Kriegsende oft wie Tiere, und deutsche Frauen waren erlaubtes Freiwild f\u00fcr sie bis eine russische Kommandantur eingesetzt wurde, die f\u00fcr mehr Ordnung sorgte. Unsere Mama wurde mehrmals in unserem Beisein von den Soldaten vergewaltigt. Junge Frauen wurden verschleppt. Einige nahmen sich das Leben. Manchmal lie\u00dfen sie sich freiwillig mit den Russen ein.<\/p>\n<p>In den schlimmen Jahren waren wir oft dem Tode nah. Einmal stellte uns ein Russe alle der Reihe nach auf und wollte uns gerade erschie\u00dfen, als er von einem Vorgesetzten zur\u00fcckgerufen wurde. Unser Hunger war so gro\u00df, dass wir es mit den Bl\u00e4ttern von den B\u00e4umen versuchten. Weggeworfene Kartoffelschalen von den Russen waren eine Delikatesse f\u00fcr uns. Wir kochten de Schalen und knabberten die Reste ab. Fr\u00fchmorgens schlichen wir Kinder auf die Felder und versuchten Kartoffel und Kohl zu stehlen. Wenn wir erwischt wurden, gab es Schl\u00e4ge. Mama wurde auch mehrmals zusammengeschlagen, als sie ein bisschen Weizen unter den Kleidern versteckte. Nach dem Tod unserer Mutter, hielten wir Kinder uns mehrmals versteckt, denn es hie\u00df, an wolle uns in ein Kinderheim nach Russland schicken.<\/p>\n<p>Cousine Ella, die ja nun auch alleine war, war bei uns geblieben. Bruder Heinz war damals 17 Jahre alt und trug nun die Verantwortung f\u00fcr uns, f\u00fcr Christl, Cousine Ella und ich gingen in der darauf folgenden Zeit mehrmals nach Litauen, um zu betteln. Wir durften oft kleine Arbeiten verrichten und bekamen etwas zu essen daf\u00fcr, manchmal sogar alte Kleidungsst\u00fccke. Viele waren gut zu uns. Aus dieser Zeit stammt eine breite Narbe an meiner rechten Wade. Die Wunde eiterte monatelang, weil sie nie behandelt wurde. Nun brauchte ich nicht mehr ganz so schrecklich hungern, Aber ich erinnere mich an Zeiten der Ersch\u00f6pfung, wo ich glaubte, nicht mehr leben zu k\u00f6nnen. Einmal legte ich mich hin und wartete auf einen gn\u00e4digen Tod. Ich gl\u00e4ttete meine Kleider, die ja Lumpen waren, damit auch alles ordentlich sein w\u00fcrde, wenn sie mich finden. Aber ich lebte weiter.<\/p>\n<p>Als es mit unseren Kopfl\u00e4usen so schlimm geworden war, dass es gef\u00e4hrlich wurde, schnitt unser Bruder Heinz uns die Haare mit einer alten Schere ganz ab. Unter den vielen Wunden nisteten die L\u00e4use. Als Mama noch lebte, hatte sich einmal ein Floh in meinem Ohr verirrt. Das war ein ganz furchtbares Gef\u00fchl und ich schrie laut. Mama schaffte es mit viel Geduld an einem Haar den Floh herauszubekommen sie steckte immer wieder ein l\u00e4ngeres Haar ins Ohr, bis der Floh sich daran festhielt und herausgezogen werden konnte. St\u00e4ndig machten wir Jagd auf Fl\u00f6he und auf L\u00e4use. Die Fl\u00f6he streiften wir oft ganz schnell von unseren nackten Beinen in eine Sch\u00fcssel Wasser.<\/p>\n<p>1948 mussten alle deutschen Ostpreu\u00dfen verlassen, weil sich russische Familien jetzt dort ansiedelten. Wir wurden in einen G\u00fcterzug gezw\u00e4ngt, der jeden Tag eine gewisse Strecke vorankam. Wir kamen bis nach Erfurt in Th\u00fcringen. Dort kamen wir zun\u00e4chst in eine Quarant\u00e4ne und wurden gr\u00fcndlich entlaust, eine Zeit lang waren wir dort auch in einem Kinderheim. Cousine Ella kam zu Verwandten nach L\u00fcbz in Mecklenburg. Christl und ich kamen nach Mecklenburg in ein Kinderheim, denn Frieda wohnte dort in der N\u00e4he und hatte uns wieder gefunden. Heinz war schon zu alt f\u00fcr ein Kinderheim er blieb eine Weile in Wittenburg und nahm dort eine Stelle an, ging dann aber schon 1949 in den Westen, mit einem F\u00fchrer, wie es damals \u00fcblich war, nachts \u00fcber die schwarze Grenze. Man hatte ihm Arbeit in einem Bergwerk zuweisen wollen. Aber das h\u00e4tte er gesundheitlich nie geschafft. Heinz ging nach Herne, weil er dort Familie Schm\u00e4ling unsere Nachbarn aus Ostpreu\u00dfen und Familie Mertins kannte.<\/p>\n<p>Die Russenzeit hat bei uns ihre Spuren hinterlassen, auch gesundheitlich. In den wichtigsten Wachstumsjahren mussten wir zu viel darben. Aber auch die vielen \u00c4ngste und das ganze Elend kann man nur schwer verdr\u00e4ngen. Einmal sprach ich mit meinem Bruder Heinz dar\u00fcber, ob man nicht die Ereignisse dieser schlimmen Jahre nicht niederschreiben sollte, ich selbst kann mich ja nicht an alle Einzelheiten erinnern, aber mein Bruder Heinz hat ein besonders gutes Ged\u00e4chtnis. Ich wollte nach seinen Angaben die ganze Geschichte niederschreiben, zu sehen auch als Ermahnung an die Nachwelt. Wir fingen auch an; aber wir mussten dieses Vorhaben schnell wieder aufgeben, da Heinz dieses Nacherleben seelisch nicht verkraftete. Wir lassen es also ruhen.<\/p>\n<p>Ich denke aber, dass Heinz auch noch einige Notizen hat. Das war so grob die Flucht. Dann kam das Kinderheim und die Schule usw. und wir sind dann in den Westen gefl\u00fcchtet und ich war damals 16 Jahre alt. Wir hatten ja w\u00e4hrend des Krieges vier Jahre Schule vers\u00e4umt. Ich konnte aber, weil ich flei\u00dfig war, zwei Jahre aufholen. Immer zwei Schuljahre in einem machen und so zwei Jahre aufholen. Ich war dann aber trotzdem 16 Jahre alt, als ich die Grundschule verlie\u00df.<\/p>\n<p>Wir sind dann alle in den Westen gegangen nach dem Schulabschluss. Meine \u00e4lteste Schwester hatte schon eine Arbeit. Aber wir wollten dort nicht bleiben, weil wir auch so Vieles eingetrichtert bekamen was wir politisch nicht gut hei\u00dfen konnten. Damals gab es die M\u00f6glichkeit besuchsweise in den Westen zu fahren mit einem kleinen Handgep\u00e4ck. So vier Wochen konnte man eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen, wenn man dort einen Verwandten hatte. Und wir blieben dann nat\u00fcrlich einfach hier. Und mein Bruder war ja in Herne.<\/p>\n<p>So sind wir alle in Herne geblieben und lernten durch meinen Bruder und durch unsere Nachbarn, die auch schon Mitglieder der Kirche waren, dann die Kirche kennen. Ich war 16 damals, als ich die Kirche kennenlernte. Da die Missionsarbeit damals ganz anders war, die Missionare waren wohl da, aber wir bekamen keine Lektionen. Und nachher haben wir, nach einem Jahr, meine Schwester und ich, selbst darum gebeten, dass wir getauft werden konnten. Da war ich dann 17 Jahre alt. Seit der Zeit bin ich immer in der Gemeinde Herne gewesen und die Kirche ist meine geistige Heimat. Das ist viel wichtiger, als die Heimat in Ostpreu\u00dfen, die vermisst man nicht mehr so sehr. Man hat eine neue Heimat und sieht es auch von anderen Gesichtspunkten, dass das Leben auch so richtig ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sprindacker, Schlo\u00dfberg, Ostpreu\u00dfen Mein Name ist Hilde Emmerlich, geborene Schindelmeiser. Ich bin in Sprindacker [jetzt Krasilovo], in Kreis Schlo\u00dfberg in Ostpreu\u00dfen geboren. Ostpreu\u00dfen ist bekannt wegen seiner vielen W\u00e4lder und Seen. Meine Eltern hatten einen Bauernhof mit rund 40 Morgenl\u00e4ndern. Es gab auch noch einen Erbhof von meinen Gro\u00dfeltern. 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