{"id":1181,"date":"2012-05-14T21:47:16","date_gmt":"2012-05-14T21:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1181"},"modified":"2014-04-18T06:29:37","modified_gmt":"2014-04-18T06:29:37","slug":"ilse-fricke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1181\/ilse-fricke","title":{"rendered":"Ilse Fricke"},"content":{"rendered":"<p><strong>Brotzen, Pommern<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Ilse-Fricke1.png\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1182\" title=\"Ilse-Fricke\" alt=\"Mormon Deutsch Ilse Fricke\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Ilse-Fricke1-214x300.png\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Ilse-Fricke1-214x300.png 214w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Ilse-Fricke1.png 379w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a>Mein Name ist Ilse Fricke<\/strong>, geborene Hoffman. Ich bin geboren am. 14. M\u00e4rz 1929 in Brotzen, Pommern. Mein Vater hie\u00df Georg Hoffmann und meine Mutter Elisabeth n\u00e9e Schulz. Meine Mutter war Mitglied der Kirche aber mein Vater war es nicht. Ich wurde getauft am 9. Februar 1946.<\/p>\n<p>Ein sehr trauriger Tag f\u00fcr meine Gro\u00dfmutter, Helene Schulz und f\u00fcr die ganze Familie war der 31.August 1939, an dem Onkel Willi am sp\u00e4ten Nachmittag vom B\u00fcrgermeister des Dorfes die Nachricht \u00fcberbracht wurde, er m\u00fcsse innerhalb einer Stunde mit der Soldaten Ausbildungsuniform mit Helm und Gewehr, und mit seinem besten und leistungsf\u00e4higsten Pferd am Bahnhof erscheinen. Wir alle weinten beim Abschied und ahnten nichts Gutes.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, um 4,05 Uhr begann der 2. Weltkrieg. Die auf die schnelle zusammengestellten Regimenter marschierten in Polen ein. Onkel Willi war dabei. Die ersten Tage stie\u00dfen sie auf keinen Widerstand mit ihrer Kompanie. Am 4. September 1939, also nach vier Tagen hatte die Artillerie Einheit ihr erstes Gefecht bei Nakel in Polen. Onkel Willi stand am Artillerie-Gesch\u00fctz und sagte zu seinem Kameraden, einem Nachbarn mit Namen Hirsekorn: &#8222;Wenn ich fallen sollte, gr\u00fc\u00dfe bitte meine Mutter und alle Geschwister von mir \u201c. Dann kamen eine Kugel und eine Granate und traf meinen Onkel t\u00f6dlich. Er war der erste Gefallene in der Kompanie im 2. Weltkrieg, und weil Brotzen dicht an der polnischen Grenze lag und er der erste war, brachte der Kompanie-Chef ihn mit seinem PKW nach Hause, wo er ein Soldatenbegr\u00e4bnis auf dem Dorffriedhof erhielt.<!--more--><\/p>\n<p>Wir wollten verhindern, dass meine Gro\u00dfmutter zusammenbricht, denn zu Beginn des 1. Weltkrieges im September 1914, wurde ihr Ehemann, mein Gro\u00dfvater, Otto Schulz, vermisst und gleich zu Beginn des 2. Weltkrieges jetzt ihr \u00e4ltester Sohn. Ich h\u00f6re heute noch den Schrei, den meine Gro\u00dfmutter mitten im Innenhof ausstie\u00df und das anschlie\u00dfende laute Weinen. Immer hatte sie eine b\u00f6se Ahnung und hasste diese Soldaten-Uniform, die im Nebenzimmer an dem gro\u00dfen Kachelofen am Haken hing. In diesem Zimmer lag er nun tot, bis in den n\u00e4chsten Tagen die Beerdigung durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Meine liebe Gro\u00dfmutter war am 17.Oktober 1885 geboren. Sie hat w\u00e4hrend ihres Lebens viel Leid ertragen m\u00fcssen. Im 1. Weltkrieg wurde ihr Mann vermisst, im 2. Weltkrieg fiel ihr erster Sohn, ebenfalls fiel der Ehemann von Tante Trude vor Leningrad in Russland. Und dann kam das Schwerste in ihrem Leben. Mit 59 Jahren musste sie ihren Hof, ihr Hab und Gut, ihre Heimat verlassen und ins Ungewisse fliehen. Es war Anfang Februar 1945 bei Eis, bitterer K\u00e4lte und tiefem Schnee, als sie mit zwei Pferden und einem Wagen, den lebensnotwendigsten Habselig\u00ackeiten und etwas Nahrung ihren Hof verlie\u00df, um vor den russischen Regimentern zu fliehen. Bei dieser unertr\u00e4glichen K\u00e4lte mit Schneefall fuhren sie, das hei\u00dft meine Gro\u00dfmutter, Tante Herta und der Pole, der sie nicht im Stich lie\u00df, Tage und Wochen, um ihr Leben vor den schrecklichen russischen Truppen in Sicher\u00acheit zu bringen. Sie kamen bis nach Krusemarkshagen in Vorpommern und wurden dort auf einem Bauernhof aufgenommen. Dort halfen sie der B\u00e4uerin, deren Mann B\u00fcrgermeister war (und der sp\u00e4ter von den Russen verschleppt und ermordet wurde). Es dauerte nur eine kurze Zeit bis die Russen dieses Gebiet erreicht hatten.<\/p>\n<p>Als meine Gro\u00dfmutter, Tante Herta und der Pole Johann nun mit Pferd und Wagen weiter fliehen wollten, kamen ihnen die russischen Soldaten entgegen. Sie nahmen ihnen sofort den Wagen und das beste Pferd, sagten &#8222;wir brauchen&#8220; und gaben ihnen einen kleinen Panjewagen und lie\u00dfen ihnen den kranken Schimmel mit eingebauter Metall-Luftr\u00f6hre am Hals. Meine Gro\u00dfmutter sprang beim Wechsel auf den Panjewagen und beim Anblick der feindlichen Soldaten so aufgeregt und ungl\u00fccklich vom eigenen Wagen, dass sie einen Oberschenkelhalsbruch erlitt. Tante Herta und der Pole hoben meine Gro\u00dfmutter, die furchtbare Schmerzen hatte, auf den kleinen Panjewagen und fuhren wieder zur\u00fcck zur B\u00e4uerin. In diesen Kriegswirren gab es auf dem l\u00e4ndlichen Gebiet nicht gleich einen Arzt oder ein Krankenhaus, wo Gro\u03b2mutters Bruch sachgem\u00e4\u00df h\u00e4tte geschient und behandelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Niemand wagte sich zu dieser Zeit auf die Landstra\u00dfe, aber Tante Herta fuhr mit dem Schimmel und dem kleinen Panjewagen in ein Nachbardorf zum Arzt. Meine Gro\u00dfmutter war wegen der gro\u00dfen Schmerzen nicht transportf\u00e4hig und Tante Herta wollte den Arzt mitnehmen und auch zur\u00fcckbringen, aber der Arzt weigerte sich mit der Bemerkung: &#8222;Ich kann nicht mit ihnen fahren, ich muss zum Schutz bei meiner eigenen Familie bleiben \u201c. Er gab Tante Herta einige Erkl\u00e4rungen zur Selbstbehandlung, aber was kann ein Laie schon damit anfangen. Bei den holperigen Kopfsteinpflaster-Stra\u00dfen und der kilometerweiten Fahrt mit dem Pferdewagen bis zum Krankenhaus h\u00e4tte Gro\u00dfmutter die Schmerzen sowie die Angst vor Pl\u00fcnderung und \u00dcberfall nicht ertragen und so war sie f\u00fcr den Rest ihres Lebens geh\u00acbehindert. (Am 6.Februar 1949 starb sie in einem Nachbardorf. Onkel Fritz war jetzt aus der Gefangenschaft von Frankreich zur\u00fcckgekehrt.)<\/p>\n<p>Die russischen Vormarsch Truppen haben dort sehr gehaust, gepl\u00fcndert, gestohlen und die Frauen und M\u00e4dchen vergewaltigt. Die ersten vier Tage nach dem Einbruch der Russen blieb der Pole Johan bei meiner Gro\u00dfmutter und Tante Herta, um sie vor den Russen zu besch\u00fctzen. Immer sagte er zu den russischen Soldaten: &#8222;Bitte tut diesen beiden Frauen nichts B\u00f6ses an, sie waren all die Jahre so gut zu mir und es sind sehr liebe Menschen \u201c.<\/p>\n<p>Die feindlichen Truppen hausten dort noch wochenlang. Immer, wenn sie kamen, um Tante Herta, damals 31 Jahre alt, mitzunehmen, sagten die \u00e4lteren Frauen: &#8222;Die lasst nur, die ist nicht ganz normal, die ist krank usw.\u201c. Tante Herta hat sich oft nicht mehr verstecken k\u00f6nnen, und so stand sie dann am Tisch, verdrehte ihre Augen, schielte und bohrte wie eine Bekloppte oder Irre mit dem Zeigefinger in den Z\u00e4hnen oder in der Nase und machte unnormale und un\u00e4sthetische Bewegungen. Das war eine schlimme Zeit f\u00fcr uns und au\u00dferdem anstrengend stundenlang eine Verr\u00fcckte zu spielen, aber auf diese Weise blieb sie verschont.<\/p>\n<p>Tante Frieda und ich hatten eine besondere Aufgabe. Wir fuhren mit dem Fahrrad die vereiste, glatte Stra\u00dfe und den holperigen Landweg sechs Kilometer zum verlassenen Hof meiner Gro\u00df\u00acmutter; denn das Vieh musste zur\u00fcckbleiben und w\u00e4re verhungert in den St\u00e4llen. Tante Frieda und ich f\u00fctterten die Pferde, Schweine und K\u00fche. Die K\u00fche mussten auch gemolken werden, sogar ich tat es in dieser Notlage. Tante Frieda und ich holten den scharfen Torfspaten und schlachteten H\u00fchner, damit meine Mutter davon Essen kochte in Tempelburg, und sie weckte sie ein in Gl\u00e4ser. Eigentlich war dieses Gebiet hinter Tempelburg abgesperrt, weil es zur Beschu\u00dflinie geh\u00f6rte, aber die deutschen Soldaten lie\u00dfen uns gutm\u00fctiger weise zur F\u00fctterung durch. Manchmal schliefen Tante Frieda und ich auch eine Nacht in dem leeren Haus, weil der Weg sehr schwer zu befahren war. So geschah es einmal Ende Februar, dass Tante Frieda, ihr kleiner Sohn Gerhard und ich dort waren. Es war dunkel und sp\u00e4t geworden und wir beschlossen, mein Cousin Gerhard und ich bleiben allein die Nacht in dem Bauernhaus, und Tante Frieda f\u00e4hrt in die Stadt zur\u00fcck, um zu erfahren, wo die russische Front steht und kommt am n\u00e4chsten Morgen wieder.<\/p>\n<p>Am sehr sp\u00e4ten Abend sa\u00dfen Gerhard, ca. f\u00fcnf Jahre alt, und ich bei Kerzenlicht im Zimmer, als es an der T\u00fcr klopfte. Ich \u00f6ffnete, und zwei deutsche Soldaten standen vor der T\u00fcr. Sie fragten, ob es hier K\u00fche g\u00e4be, die sie mitnehmen k\u00f6nnten zum Schlachten, um f\u00fcr die Kompanie essen zu kochen. Selbstverst\u00e4ndlich, sagte ich, nehmen sie mit, was sie brauchen. Die beiden Soldaten fragten mich dann, ob ich ganz allein im Bauernhaus w\u00e4re. Als ich das bejahte, schimpften sie heftig: &#8222;Wie alt sind Sie (ich war 15 Jahre alt), sie sind wohl verr\u00fcckt, hier allein zu bleiben mit dem kleinen Jungen. Die Russen k\u00f6nnen beim ersten Angriff jetzt dieses Gebiet \u00fcberrollen Und was denken sie, was die mit ihnen machen, die hausen wie wilde Tiere. Sehen sie zu, dass sie schnellstens hier fortkommen \u201c. Diese harten und anklagenden, aber gut gemeinten Worte habe ich noch heute in den Ohren. Am fr\u00fchen Morgen kam dann Tante Frieda und mein Vater angefahren. Mein Vater erschoss noch den zur\u00fcckgelassenen Hund Letti, der vor Heimweh und Einsamkeit apathisch und krank dalag. Mein Vater sagte: &#8222;Jetzt ist es h\u00f6chste Zeit, wir m\u00fcssen sofort aufbrechen, die Russen haben einen Angriff geplant \u201c. Das Gr\u00fcne J\u00e4ger-Regiment, das nach Tempelburg beordert wurde, um die Russen zu\u00acr\u00fcckzuschlagen, hatte auch keinen Erfolg, der Krieg war doch bereits verloren. Tante Frieda und ich stellten schwere Steine vor die offene Scheunent\u00fcr, damit sie nicht durch den Wind zugeschlagen werden konnte und warfen viel Futter auf den Boden, damit die Tiere sich selbst bedienen konnten. Dann befreiten wir die Tiere von den Lederriemen, mit denen sie an den Futterkrippen befestigt waren, und \u00f6ffneten ebenfalls die Viehstallt\u00fcren. Eilig verlie\u00dfen wir den Hof und fuhren nach Tempelburg, packten das Notwendigste ein und standen zur Abfahrt bereit. Alle anderen B\u00fcrger hatten inzwischen die Stadt verlassen.<\/p>\n<p>Mein Vater hatte einen guten Freund, der jetzt in Pommern war. Er nahm am fr\u00fchesten Morgen seine eigene Familie, unsere Familie und Tante Frieda mit den beiden S\u00f6hnen Hans und Gerhard in seinen Lastwagen, der damals noch mit Holz beheizt und angetrieben wurde. Wir fuhren an einer Seite aus der Stadt und von der anderen Seite waren die russischen Truppen im Anmarsch. Wir mussten im Zickzack durch Hinterpommern fahren, weil in vielen Ortschaften schon die Russen waren, aber wir erreichten noch Stettin und fuhren \u00fcber die Oderbr\u00fccke, ehe sie gesprengt wurde, um den Russen den \u00dcbergang zu versperren. Den Soldaten und allen kampff\u00e4higen M\u00e4nnern wurde die \u00dcberfahrt \u00fcber die Br\u00fccke versagt, sie sollten die unsinnige und unm\u00f6gliche Tat vollbringen, die Russen aus Deutschland zur\u00fcckzu\u00acdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Wir bekamen nun einige Zimmer in Schwerin zugewiesen. Endlich hatten wir eine Bleibe nach den Fluchtwochen, wo wir in Scheunen und Schulen auf Stroh \u00fcbernachtet hatten oder in Luftschutzbunkern sa\u00dfen. Aber der Krieg war noch nicht zu Ende. Zwei Tage vor der Kapitulation erh\u00e4ngten SS-Leute auf dem Schweriner Bahnhofsplatz noch, eine Frau, eine junge Lehrerin, die sich ge\u00e4u\u00dfert hatte; &#8222;Ein Gl\u00fcck, dass der F\u00fchrer tot ist \u201c. Es war das erste Mal, ich war jetzt 16 Jahre alt, dass ich einen erh\u00e4ngten Menschen sah, es war ein grauenvoller Anblick und eine gemeine Wahnsinnstat. Die SS-Leute hatten ihr einen Zettel um den Hals geh\u00e4ngt, mit der Aufschrift: &#8222;Diese Frau hat gesagt: Ein Gl\u00fcck, dass der F\u00fchrer tot ist \u201c.<\/p>\n<p>Am 1. M\u00e4rz 1945 hatten wir Tempelburg verlassen und am 8. Mai 1945 war die Kapitulation. So war der 2. Weltkrieg zu Ende. Mein Vater erhielt eine Anstellung bei seinem Freund in Schwerin. Bis wieder normale und geordnete Verh\u00e4ltnisse im Alltag einkehrten, vergingen einige Monate. Fritz und ich mussten oft von morgens fr\u00fch bis zum sp\u00e4ten Nachmittag beim B\u00e4cker anstehen, um ein oder zwei Brote zu kaufen und mit anderen Lebensmitteln war es nicht besser.<\/p>\n<p>Bei den Wirren und dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in Schwerin wurden die G\u00fcterz\u00fcge auf dem Bahnhof gepl\u00fcndert. Wir waren auch dabei und haben Mehl, andere Lebensmittel und Geschirr organisiert, denn zu kaufen gab es nichts. Ich denke daran, dass meine Mutter eines Tages jedem Kind eine T\u00fcte in die Hand gab, und wir gingen mit ihr auf die Stoppelfelder und sam\u00acmelten die zur\u00fcckgebliebenen \u00c4hren. Es waren nur wenige, aber abends haben wir mit einer leeren Flasche die K\u00f6rner aus den \u00c4hren gedr\u00fcckt, die K\u00f6rner gemahlen und davon hat meine Mutter eine Suppe f\u00fcr uns gekocht. Vier Monate lang bekamen wir keine Kartoffeln zu kaufen und zu essen, wir ern\u00e4hrten uns nur von dem Schrotmehl, dass Tante Herta uns von weit her in einem Sack vom Lande herangeschleppt hatte. Damit mussten wir sparsam umgehen, wir a\u00dfen nur abwechselnd Mehlsuppe und Mehlkl\u00f6\u00dfchensuppe. Wir hatten immer Hunger und auf dem Abendbrottisch blieb nicht ein einziges Kr\u00fcmelchen liegen. Von Roter Beete wurde Suppe, Gem\u00fcse und Brotaufstrich gemacht.<\/p>\n<p>Schwerin wurde zuerst von den amerikanischen Truppen eingenommen, nach einigen Wochen wurde es von englischen Truppen besetzt und nach dem Jalta-Abkommen wurde dieses Gebiet den Russen \u00fcberlassen. Wir konnten nur wenig Nahrungsmittel kaufen, weil der Russe als Besatzungsmacht zu viel in sein eigenes Land abtransportiere. Als wir einmal von Bad Kleinen nach L\u00fcbstorf gingen, kamen wir an einem Gut vorbei, wo viele deutsche Leute auf dem Feld arbeiteten, und ein russischer Soldat hielt Wache mit aufgepflanztem Bajonett. Wir sahen auf dem Feld Anpflanzungen von Wei\u00dfkohl. Wir beide sahen nicht ein, dass nur die Russen davon profitieren sollten. Und wir rissen im Vorbeigehen schnell einige Wei\u00dfkohlk\u00f6pfe aus der Erde. Gerade, als wir diese in unsere Taschen packen wollten, rief der Wachsoldat: &#8222;He, was macht ihr da\u201d? und schimpfte und drohte uns in Russisch. Wir liefen mit unseren Kohlk\u00f6pfen unterm Arm schnell davon, freuten uns \u00fcber die Essware und waren froh, dass er nicht sein Gewehr benutzt hatte, um uns zu vertreiben.<\/p>\n<p>Es gab um L\u00fcbstorf herum viele Felder mit Zuckerr\u00fcben und wir hatten uns schon einmal, wenn die Feldarbeiter Mittagszeit hatten, einige geholt, um davon Sirup zu kochen als Brotaufstrich. Einmal sahen wir, dass auf dem kleinen Bahnhof ein G\u00fcterzug, beladen mit Zuckerr\u00fcben, zum Abtransport stand, der noch nicht fertig beladen war. Am n\u00e4chsten Morgen standen wir sehr fr\u00fch auf, nahmen einen kleinen Ziehwagen und fuhren vor Tagesbeginn zu den G\u00fcterwagen. Wir f\u00fcllten unseren Ziehwagen mit Zuckerr\u00fcben und zogen den Wagen mit Holzr\u00e4dern polternd auf dem Kopfsteinpflaster mitten auf der Stra\u00dfe, vorbei an dem Polizeigeb\u00e4ude bis nach Hause. Die Angst beim Beladen und die Angst bei dem 5-10 Minuten R\u00fcckweg waren vorbei, und wir kochten tagelang Sirup in riesengro\u00dfen T\u00f6pfen. Die Zuckerr\u00fcben wurden zerkleinert und mussten stundenlang gekocht, ger\u00fchrt und eingedickt werden, um Sirup daraus zu gewinnen.<\/p>\n<p>Auch das Brennholz wurde knapp und wir konnten den Ofen nicht heizen. Da nahmen wir wieder den Ziehwagen, gingen&#8216; in den ca. eine Stunde entfernten Wald und sammelten Holz und f\u00e4llten dabei auch einen kleineren Baum, den wir in lange Enden zers\u00e4gten. Mit dem hochbeladenen Wagen m\u00fchten wir uns wie kleine Ziehpferde ab. Mit einem Mal kamen zwei junge russische Soldaten auf uns, zu und fragten, woher wir das Holz h\u00e4tten. Sie hatten wohl Verst\u00e4ndnis f\u00fcr unsere Lage, gingen den Heimweg mit uns und zogen sogar unseren Ziehwagen bis vor die Haust\u00fcr. Dann verabschiedeten sie sich, &#8220;&#8217;kamen aber in die folgenden Woche noch ein paar Mal und wollten mit uns plaudern und ausgehen. Unsere Familie hatte M\u00fche, sie abzuwehren. Sie sagten, wir w\u00e4ren nicht mehr da und wohnten jetzt in der Stadt.<\/p>\n<p>Wir zers\u00e4gten und spalteten das Holz auf dem Hof, aber es wollte nicht gut brennen, weil es zu feucht war. Schr\u00e4g gegen\u00fcber unserem Haus, auf&#8216; der anderen Stra\u00dfenseite in einem Waldgebiet, entdeckten wir einen ehemaligen Telegrafenmast, der jetzt nicht mehr benutzt wurde und auch frei von Dr\u00e4hten war. Da das Holz sehr trocken war, eignete es sich besonders gut zum Feueranz\u00fcnden. Wir gingen nun mit der S\u00e4ge in der Hand, w\u00e4hrend der Mittagszeit dorthin und s\u00e4gten den Telegra\u00acfenmast unten ab und transportierten ihn auf unseren Hof. Sofort wurde er zers\u00e4gt und in kleine St\u00fccke mit dem Beil gehauen. Aber wir waren noch nicht ganz mit unserer Arbeit fertig, da kam ein Polizist auf den Hof und forderte uns nach langem Debattieren auf, das Holz alles zur Polizeiwache auf den Hof zu bringen, die sich nur einige H\u00e4user weiter in unserer Stra\u00dfe befand. Wir waren schlie\u00dflich bereit, ihm etwas von dem Holz abzugeben, damit auch er seinen Ofen in der Polizeiwache besser anz\u00fcnden k\u00f6nne, aber das, meiste behielten wir und teilten es auf f\u00fcr unsere Familien. Der Polizist beschwerte sich auch nicht \u00fcber das wenige Holz, das wir ihm brachten, denn letztlich hatten wir uns nicht daf\u00fcr abgem\u00fcht, dass er eine warme Stube bekommt.<\/p>\n<p>Ja, diese Zeit nach dem Kriege war eine schlimme Zeit. Die Ernten in den Gebieten, wo gek\u00e4mpft wurde, waren zum Teil vernichtet, die Acker blieben im Fr\u00fchjahr unbestellt und es gab wenig an Nahrungsmitteln zu kaufen. W\u00e4hrend des Krieges hatten wir in Pommern nicht gehungert, denn meine Gro\u00dfmutter hatte einen Bauernhof und mein Vater war selbst\u00e4ndig und seine Kundschaft bestand zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Bauern, die alle mal etwas mitbrachten zum Essen, das war dann zus\u00e4tzlich zu den Lebensmittelmarken. Aber jetzt, nachdem der Krieg zu Ende war, wurde der Hunger und die K\u00e4lte so gro\u00df, dass jeder irgendwie organisierte, wo sich nur eine Gelegenheit dazu bot, oder er ging auf, den schwarzen Markt, um Waren zu tauschen. Als Fl\u00fcchtlinge aus dem Osten konnten wir keine Wertgegenst\u00e4nde gegen Essen eintauschen, denn wir waren froh, dass wir selbst mit dem Leben davon gekommen waren.<\/p>\n<p>Die Frau Kort nebenan hatte uns noch etwas Besonderes anzubieten, sie war Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Sie sprach oft davon und machte uns mit den Lehren dieser Kirche vertraut. Sie war eine Schwester von Schwester Ruwohlt und eine Tante von Lottchen Ruwohlt. Mit Lottchen, die ungef\u00e4hr in meinem Alter war, befreundete ich mich.<\/p>\n<p>Als ich wieder zu meinen Eltern nach Schwerin zur\u00fcckzog, wurde in Schwerin gerade eine Gemeinde unserer Kirche gegr\u00fcndet. Sie bestand aus Fl\u00fcchtlingen von K\u00f6nigsberg und Danzig in Ostpreu\u00dfen sowie aus Schneidem\u00fchl und Stettin in Pommern. Die ersten Missionare kamen in diese Stadt, Bruder B\u00f6hme aus dem Erzgebirge und Bruder Pollesche, und sie \u00fcbernahmen den Rest der Bekehrung. Ich wurde am 9.Februar.1946 im Au\u00dfen-Ziegelsee vom Missionar Walter B\u00f6hme getauft, es war am Geburtstag von Hyrum Smith. Am Rande des Sees lag Eis und Schnee, aber ich habe trotz&#8216; des eiskalten Wassers keine Erk\u00e4ltung bekommen. Meine Mutter wollte nicht mitgehen und so war nur meine Tante Herta, die gerade zum Besuch bei uns war, und nat\u00fcrlich die beiden Missionare mit zur Taufe gegangen. Meine Mutter und mein Bruder G\u00fcnter lie\u00dfen sich dann doch am 16.Juni.1946 taufen und meine Tante Frieda wurde sp\u00e4ter auch getauft. Mein Vater \u00e4rgerte sich sehr dar\u00fcber und war damit nicht einverstanden. Auch Onkel Erich, Tante Friedas Mann, lie\u00df sich nicht taufen. Als er dann einige Monate sp\u00e4ter sehr schwer erkrankte und im Krankenhaus lag, besuchten Tante Frieda und ich ihn und sagten ihm, dass wir jeden Tag f\u00fcr ihn beteten, damit er gesund w\u00fcrde. Dar\u00fcber war er sehr erfreut und er sagte uns, dass er sich auch taufen lassen w\u00fcrde, wenn er wieder gesund w\u00fcrde. Onkel Erich wurde wieder gesund, aber taufen lie\u00df er sich doch nicht. Er starb nach einigen Jahren am Herzinfarkt und hatte nun die Gelegen\u00acheit zur Taufe w\u00e4hrend der zus\u00e4tzlich geschenkten Jahre verpasst, Ich habe diese Verordnung stellvertretend f\u00fcr ihn vollziehen lassen im Tempel.<\/p>\n<p>Mein Vater beantragte zu dieser Zeit die Ausreise in den Westen, in die N\u00e4he von Braunschweig, dorthin, wo sein Freund, der fr\u00fchere Ortsgruppenleiter Herr Dyssak, jetzt lebte, denn f\u00fcr meinen Vater war es aus poli\u00actischen Gr\u00fcnden besser, den russischen Sektor zu verlassen. Ich wollte aber nicht in eine Gegend, wo es keine Gemeinde unserer Kirche gab, und da ich von Schwester Kort und Schwester Ruwohlt wusste, dass es in Hamburg viele gute Gemeinden gab, war es mein Wunsch, dorthin zu kommen. Von diesem Wunsch erz\u00e4hlte ich den Missionaren und Bruder Pollesche sagte zu mir: &#8222;Wenn sie den Wunsch haben, weiterhin zur Kirche zu gehen, so, wird der Herr ihnen helfen, und sie werden den Umzug in diesen Ort nicht machen \u201c. Ich glaubte fest an die Worte des Missionars und dass der Herr es so geschehen lassen w\u00fcrde. Ich begann auch nicht meine Sachen in den Koffer zu packen, als die Zeit der \u00dcbersiedlung herannahte. Meine Mutter hatte schon fast alle Habseligkeiten eingepackt, aber genau zwei Tage vor der Abfahrt erkrankte sie pl\u00f6tzlich an Gelbsucht. Der Arzt verordnete Bettruhe und erkl\u00e4rte sie f\u00fcr reiseunf\u00e4hig, so dass mein Vater die Fahrkarten und Umsiedlungspapiere in den Westen zur\u00fcckgeben musste. Er war sehr b\u00f6se auf mich, schimpfte und tobte und sagte, ich stehe mit dem Teufel im Bunde, denn sonst h\u00e4tte so etwas nicht passieren k\u00f6nnen. Eigenartigerweise wurde sie innerhalb k\u00fcrzester Zeit auch wieder gesund, aber der Abreisetermin war verpasst. Dieses Geschehen war ein gro\u00dfes Zeugnis f\u00fcr mich, dass der Herr wirklich eingreift, wenn wir fest daran glauben. Ich hatte fest daran geglaubt, denn ich holte nicht meine Sachen aus dem Schrank, um sie in den Koffer zu packen. Aber wie das geschehen sollte, wusste ich nicht, und niemals h\u00e4tte ich gedacht, dass meine Mutter oder jemand aus der Familie krank werden w\u00fcrde, so dass die Reise abgesagt werden m\u00fcsste. Ich musste er\u00ackennen, der Herr hat immer seine eigenen Wege.<\/p>\n<p>Mein Vater zog nun zu seiner sehr alten Tante, die in Westberlin wohnte. Er fand dort auch Arbeit im Westen und wir Kinder blieben mit meiner Mutter zun\u00e4chst in Schwerin, weil es unm\u00f6glich war, f\u00fcr uns in Berlin eine Unterkunft zu finden. Berlin war durch Bombenangriffe so stark zerst\u00f6rt, dass selbst geb\u00fcrtige Berliner kaum eine Chance hatten, in ihre Heimatstadt zur\u00fcckzukehren. Meine Freundin Lottchen Ruwohlt war eine geb\u00fcrtige Hamburgerin, sie hatte dort einen Freund in der Hamburger Gemeinde und eine Halbschwester Henny, die Halbj\u00fcdin war und in der N\u00e4he des Ohlsdorfer Friedhofs in Bramfeld wohnte. Sie plante schwarz (das hei\u00dft unerlaubt) \u00fcber die Grenze zu gehen bei L\u00fcchow\/Dannenberg und f\u00fcr zwei Wochen bei ihrer Halbschwester Henny zu wohnen. Lottchen wollte nicht so gern allein das Wagnis machen und so \u00fcberredete sie mich, mit ihr zu gehen. Wir beide gingen nachts mit einigen anderen Grenz\u00fcberg\u00e4ngen in das west\u00acliche Gebiet, ohne einer russischen Patrouille begegnet zu sein. Ich fuhr von Bramfeld aus f\u00fcr einige Tage nach Elmshorn, wo meine Tante Anni, Vaters j\u00fcngste Schwester, wohnte. Tante Anni und Onkel Hans motivierten mich, die Familie in den Westen zu bringen. Ohne Hindernisse passierten Lottchen und ich auch die Grenze auf den R\u00fcckweg. Nun besuchte ich meinen Vater in Berlin und \u00fcberbrachte ihm die Nachricht von Tante Anni.<\/p>\n<p>Mein Vater hatte nur eine Tasche voll Kleidungsst\u00fccke und so war es nicht schwer f\u00fcr ihn \u2013 au\u00dfer Mut, den er aufbringen musste \u2013 nachts \u00fcber die Grenze in den Westen zu gehen. Eines Tages schrieb er uns dann, dass er jetzt bei Tante Anni wohnt und auch in Hamburg-Harburg bei der M\u00f6belfirma Niemerski als Tischlermeister arbeitet.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit h\u00f6rte ich gerade von einem \u00e4lteren Mann in der Nachbarschaft, dass er in einer Woche beabsichtige bei Schlutup\/L\u00fcbeck \u00fcber die Grenze in den Westen zu gehen. Ich fuhr also mit ihm. Unterwegs in der Eisenbahn geseilte sich noch eine \u00e4ltere Frau zu uns, so waren wir zu dritt. Auf der letzten Bahnstation vor der Grenze stiegen wir aus und begaben uns in dem Wald. Da es noch nicht dunkel genug war, lagerten wir eine Zeitlang im Wald und st\u00e4rkten uns, indem wir unsere eingepackten Brotschnitten verzehrten und dazu die Trinkflaschen leerten. Ich erinnere mich noch, dass wir viel lachten, scherzten und Spa\u00df miteinander hatten. Als es nun dunkel genug war, machten wir uns auf den Weg zur Grenze. Wir gingen wieder auf den Hauptweg im Wald, der zur Grenze f\u00fchren sollte. An der linken Seite des Weges war ein Waldgebiet mit hohen Kiefern, das sehr durchsichtig war wegen der hohen, langen St\u00e4mmel und rechts neben uns war eine Schonung mit dicht bepflanzten Tannen. Um nicht auf den ausgefahrenen breiten Sandweg zu geraten gingen wir auf einem schmalen Trampelpfad neben der dichten Schonung und unterhielten uns im Dunkeln wohl so laut und angeregt, dass wir nicht eher die Russenpatrouille mit aufgepflanztem Bajonett hinter uns bemerkten, bis wir sie sprechen h\u00f6rten miteinander. Vor Schreck drehten wir uns um, erkannten die Gefahr, liefen sofort in die Tannenschonung und blieben gleich hinter den ersten Tannen still sitzen, um das Knistern der Zweige zu verhindern. Wir hatten gro\u00dfe Angst und bef\u00fcrchteten, die Russen k\u00f6nnten schie\u00dfen oder mit dem Bajonett in die Tannen stechen und uns t\u00f6ten oder verletzen, aber welch ein Wunder, die beiden russischen Soldaten gingen vorbei und unterhielten sich. Der Vater im Himmel hatte uns jedenfalls auf wunderbare Weise besch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Nach einer langen Wartezeit wagten wir uns dann wieder auf den Weg und marschierten weiter bis zu einer Weggabelung. Wir entschlossen uns, lieber den schmalen unteren Weg durch den Wald zu benutzen anstatt auf die Anh\u00f6he in das beleuchtete H\u00e4uschen zu gehen, um zu fragen, wo wir uns nun eigentlich befinden. Unser Gef\u00fchl hatte uns aber den richtigen Weg gef\u00fchrt, denn schon nach einigen Minuten sprach uns pl\u00f6tzlich ein Mann an, den wir im Dunkeln hinter einem Baum nicht sehen konnten. Er sagte: &#8222;Halt, stehen bleiben, hier ist eine Klingelschnur. Wenn sie die Schnur ber\u00fchren, kommt sofort die russische Wache oben aus dem H\u00e4uschen angelaufen. Bitte geben sie mir nachein\u00acander einzeln die Hand und steigen sie vorsichtig, ohne an die Schnur zu geraten, \u00fcber die Schnur hinweg, dann sind sie schon auf westlichem Gebiet.<\/p>\n<p>Nach einigen Monaten begleitete mich mein sieben Jahre j\u00fcngerer Bruder G\u00fcnter bei einem Grenz\u00fcbergang in Helmstedt. Ich glaube, es war ein Osterbesuch im Jahr 1947 bei meinem Vater. Auf der Hinfahrt in den Westen lief alles programmgem\u00e4\u00df. An den Grenzen gab es jetzt viele Grenzf\u00fchrer, die Zeit und M\u00f6glichkeiten ausgekundschaftet hatten, um Leute in den Westen zu f\u00fchren f\u00fcr einen kleinen Geldbetrag. Aber auf der R\u00fcckreise kam die russische Grenzpatrouille unerlaubterweise sogar ins Niemandsland mit Fahrrad und aufgepflanztem Bajonett und empfing eine ganze Gruppe von Heimreisenden auf einer Wiese am Waldrand. G\u00fcnter war elf Jahre alt und wurde von einem der Russen auf sein Fahrrad gesetzt und den langen Weg bis zur Kommandantur von ihm geschoben. Wahrscheinlich tat es ihm leid, dass der arme kleine Junge so lange laufen musste. Allen wurde der Personalausweis abgenommen und wir wurden eine Nacht auf dem Boden der Kommandantur eingesperrt. Dort durften wir im Sitzen oder Liegen auf den nackten Holzdiehlen \u00fcbernachten. Am n\u00e4chsten Morgen erhielten wir die Ausweise zur\u00fcck und durften unsere Fahrt nach Hause fortsetzen, Ich sagte, als ich meinen Ausweis in der Hand hatte, zum Russen: ich gehe hier wieder einmal \u00fcber die Grenze, das lasse ich mir von ihnen nicht verbieten und mit zum Wachhaus gehe ich dann auch nicht mehr und lasse mich von ihnen einsperren \u201c. Der russische Soldat h\u00f6rte sich das an, ohne ein Wort zu erwidern. Wahrscheinlich hatte er Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, aber er tat auch nur seine Pflicht.<\/p>\n<p>Wieder heil bei meiner Mutter gelandet, verk\u00fcndete ich&#8216; ihr: &#8222;So, nun gehe ich nur noch einmal schwarz \u00fcber die Grenze zum Westen, und dann bleibe ich dort. Es wird immer gef\u00e4hrlicher an den Grenzen. Ihr m\u00fcsst euch nun entschlie\u00dfen mitzukommen, sonst m\u00fcsst ihr sp\u00e4ter allein \u00fcber die Grenze gehen \u201c. Wir vereinbarten einen Termin und eines Tages packten wir die Betten und die notwendigste Kleidung auf einen kleinen Ziehwagen mit vier kleinen Holzr\u00e4dern, die mit Eisenringen umgeben waren, und fuhren mit der Eisenbahn Richtung Grenze. Die Angst begann schon auf dem Bahnhof in Schwerin, denn mit diesem Gep\u00e4ck fiel man unweigerlich bei eventuellen Kontrollen auf. Wir, das waren meine Mutter, meine Br\u00fcder G\u00fcnter und Siegfried und ich, fuhren nun mit diesem Gep\u00e4ck bis nach Helmstedt.<\/p>\n<p>Mein Bruder Fritz blieb, in Schwerin zur\u00fcck, denn er wollte dort seine angefangene Tischler-Lehre beenden und dann zum Westen nachkommen. Bleiben wollte er auf keinen Fall im Osten, denn eine Begegnung mit russischen Soldaten im Jeep hatte ihm gereicht. Fritz ging abends gerade eine Stra\u00dfe entlang, als ein junges M\u00e4dchen auf ihn zukam und ihn bat, ihr zu helfen und sie vor den russischen Verfolgern zu besch\u00fctzen. Fritz sagte zu diesem M\u00e4dchen: &#8222;Ich kann dir nicht helfen, aber lauf in irgendein Haus, bitte um Schutz und warte bis die Russen fort sind \u201c. Das M\u00e4dchen befolgte den Rat, aber Fritz, der seinen Weg nichts ahnend fortsetzte, erhielt die Quittung. Pl\u00f6tzlich kamen die russischen Soldaten, die das beobachtet hatten, mit dem Jeep an meinem Bruder vorbeigefahren, ein Russe sprang heraus, gab Fritz einen Kinnhaken, dass er ca. einen halben Meter weit flog und auf dem Kantstein des B\u00fcrgersteiges landete. Au\u00dfer ein paar Sch\u00fcrfwunden war alles gut gegangen, aber Fritz war so w\u00fctend, dass er nach Hause eilte in die Wismarsche Stra\u00dfe, nicht sehr weit von den russischen Unterk\u00fcnften entfernt. Auf einer Kellertreppe stand unsere unbenutzte, kleine Hexe. In dieser Brenn- oder Kochhexe hatte Fritz eine Pistole versteckt, die er sich nach Kriegsende, als alle deutschen Soldaten ihre Waffen irgendwo wegwarfen, besorgt hatte. Niemand von uns wusste es bisher, er holte die geladene Pistole heraus, ging ans Fenster damit und sagte: &#8222;Wenn jetzt die Russen mit dem Jeep vorbeifahren, schie\u00df ich sie tot \u201c.<\/p>\n<p>Meine Mutter hatte gro\u00dfe M\u00fche, ihn von seinem Vorhaben abzubringen und ihn zu beruhigen. Sie sagte &#8222;Was denkst du dir dabei, die Russen stellen dich und die ganze Familie an die Wand und erschie\u00dfen uns. Wir haben den Krieg verloren und m\u00fcssen so manches erdulden, du hast jetzt keine Rechte \u201c. Fritz lie\u00df sich \u00fcberzeugen, dass wir die Unterlegenen waren und versteckte seine Pistole anderweitig.<\/p>\n<p>Ohne in eine Kontrolle geraten zu sein, kamen wir nun mittags in Helmstedt an. Wir waren, wie \u00fcblich, nicht allein, denn mehrere Menschen wollten die Mittagszeit nutzen, um \u00fcber die Grenze zu gehen. Einer war Kundschafter f\u00fcr alle und kam nach kurzer Zeit mit der Botschaft zur\u00fcck: Wir m\u00fcssen noch eine halbe Stunde warten, denn die beiden Grenzwachen haben ihre Runde noch nicht beendet, danach k\u00f6nnten wir es wagen. Nach einer halben Stunde marschierte die kleine Gruppe von Grenz\u00fcberg\u00e4ngern los, zuerst \u00fcber Kopfsteinpflaster, und das mit unserem schwer beladenen Wagen und den Eisenr\u00e4dern. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass man uns meilenweit h\u00f6ren konnte. Dann kamen wir zum Gl\u00fcck auf einen Sandweg und mit ein wenig Angst und die Augen immer wie ein Sp\u00e4her auf eventuell-pl\u00f6tzlich erscheinende Wachposten gerichtet, gelangten wir in den Westen.<\/p>\n<p>Wir fuhren nach Schlutup bei L\u00fcbeck in ein regul\u00e4res Auffanglager f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge. Dort mussten wir drei Tage bleiben, bis alle Formalit\u00e4ten erledigt waren, d. h. wir erhielten eine Zureisebescheinigung f\u00fcr Westdeutschland. Weil unser Vater bereits hier lebte und arbeitete, die Ausweise w\u00fcrden f\u00fcr den Westen abgestempelt und ge\u00e4ndert, wir z\u00e4hlten nun als Wohnungssuchende beim Wohnungsamt und hatten somit Anspruch auf Lebensmittelmarken.<\/p>\n<p>Nun begann der Kampf mit dem Wohnungsamt um eine Wohnung. Jede Woche verhandelte ich mit den Beamten auf dem Wohnungsamt. Und so fragte ich laufend an, ob irgendwo eine Wohnung f\u00fcr uns frei ist. Durch F\u00fcrsprache des Bankdirektors, wo ich zurzeit als Banklehrling arbeitete, be\u00ackam ich dann zuerst ein Einzelzimmer bei einem \u00e4lteren Ehepaar und als mehrere Monate sp\u00e4ter meine Eltern eine Wohnung in Elmshorn erhielten, zog ich zu ihnen. Mein Bruder Fritz hatte seine Tischlerlehre inzwischen beendet und seine Pr\u00fcfung mit Auszeichnung als einziger von ganz Mecklenburg und Vorpommern bestanden. Er hatte sich auch bei einer Pfahlkonferenz in Dresden taufen lassen und war nun Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Er kam jetzt auch zu uns nach Elmshorn und fand eine Arbeitsstelle in Hamburg bei einer gro\u00dfen M\u00f6belfirma. Er lernte Ursula Schoenrock aus der Gemeinde Wilhelmsburg kennen und wanderte 1952 mit der Familie Schoenrock nach Amerika, nach Salt Lake City, aus. Den Zwi\u00acschenfall in Schwerin mit den Russen hatte er nicht vergessen, denn er sagte: &#8222;Dann bin ich wenigstens ganz weit von den Russen entfernt \u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brotzen, Pommern Mein Name ist Ilse Fricke, geborene Hoffman. Ich bin geboren am. 14. M\u00e4rz 1929 in Brotzen, Pommern. Mein Vater hie\u00df Georg Hoffmann und meine Mutter Elisabeth n\u00e9e Schulz. Meine Mutter war Mitglied der Kirche aber mein Vater war es nicht. Ich wurde getauft am 9. Februar 1946. 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