{"id":1220,"date":"2012-05-16T14:47:19","date_gmt":"2012-05-16T14:47:19","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1220"},"modified":"2014-04-18T06:27:52","modified_gmt":"2014-04-18T06:27:52","slug":"hildegard-gerlach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach","title":{"rendered":"Hildegard Gerlach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tilsit, Ostpreu\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1221\" title=\"Hildegard-Gerlach\" alt=\"Mormon Deutsch Hildegard Gerlach\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg 225w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Mein Name ist Hildegard Gerlach<\/strong>, geborene Stanull. Ich bin in Tilsit\/Ostpreu\u00dfen geboren und in der Kirche als Baby gesegnet worden. Meine Mutter ist Hedwig Stanull, geborene Neumann. Man Vater ist im Krieg vermisst, er ist durch Geschwister Hubert zur Kirche gekommen. Meine Mutter war nicht in der Kirche, hat sich aber meinem Vater zuliebe taufen lassen. Dann hat er sie auch geheiratet. Meine erste Kindheitserinnerung ist, dass ich bei meiner Mutter auf dem Scho\u00df sa\u00df und schlief und aus der Ferne das Lied h\u00f6rte \u201eWir danken dir Herr f\u00fcr Propheten\u201c. Ich sprang vom Scho\u00df und freute mich, dass es nach Hause ging. (Ich war ca. vier Jahre alt und die Predigtversammlung begann abends um 20.00 Uhr.) Das war die Tilsiter Gemeinde, am \u00f6stlichsten Rand des damaligen Deutschlands, an der Memel. Die Gemeinde habe ich geliebt, es war meine Kirche.<\/p>\n<p>Meine Mutter erz\u00e4hlte mir damals schon, dass es ihr anf\u00e4nglich in der Kirche langweilig war; als Kind habe ich immer dar\u00fcber gelacht, so konnte ich sie mir gar nicht vorstellen. Ich kannte sie nur in der Kirche t\u00fcchtig als Ratgeberin in der Sonntagschule, Ratgeberin in der FHV und Lehrerin in der Kinderklasse. Sie hat sich f\u00fcr die Kirche eingesetzt, sie h\u00e4tte so zu sagen ihr Leben f\u00fcr die Kirche gegeben. Wir geh\u00f6rten zum Distrikt K\u00f6nigsberg. In K\u00f6nigsberg war ich immer zu Konferenzen. Zu einer Konferenz war ich, die sehr bedeutend war. Heber G. Grant, der Prophet, kam nach K\u00f6nigsberg. Wir trafen uns daf\u00fcr in einer sehr gro\u00dfen Halle. Ich konnte noch nicht lesen. Ich fragte meine Mutter, warum \u00fcber der B\u00fchne so ein gro\u00dfes Band gespannt war. Da stand was geschrieben. Meine Mutter las mir vor: \u201eGelobt sei der, der kommt im Namen des Herrn\u201c. Es hat damals schon gro\u00dfen Eindruck auf mich gemacht, so dass ich das bis heute (ungef\u00e4hr 70 Jahre sp\u00e4ter) nicht vergessen habe.<!--more--><\/p>\n<p>Die Kirche war damals in der Schlageter Stra\u00dfe. Unser Gemeindepr\u00e4sident war Bruder Otto Schulzke. Die Versammlungen waren: Predigtversammlung, Sonntagschule und FHV. Priestertum gab es meiner Erinnerung nach au\u00dfer Bruder Schulzke nicht \u2013 die Br\u00fcder waren alle im Krieg. Aber vor dem Krieg waren viele junge Leute in der Gemeinde. Ich z\u00e4hle sie alle auf, so wie ich das als Kind wusste. Die jungen Br\u00fcder waren: G\u00fcnther Schulzke, Heinz Schulzke, Arthur Naujoks, Kurt Braatz, Siegfried Meischu\u00df, Bruno Stroganoff. Kurt Braatz ist im Krieg gefallen, er wurde nach Tilsit \u00fcberf\u00fchrt. An seinem Grab gab es zur Beerdigung Salutsch\u00fcsse. Ich hatte damals Angst davor, deshalb wei\u00df ich das noch so genau. Die Schwester von Siegfried Meischu\u00df war meine Sonntagschullehrerin. Der Gro\u00dfvater von Siegfried Meischu\u00df und Helga Meischu\u00df war nicht in der Kirche.<\/p>\n<p>Zu Bruder Bruno Stroganoff m\u00f6chte ich noch etwas aus seinem Leben erz\u00e4hlen, es erscheint mir jetzt wichtig. Er hat mit 15 Jahren eine Lehre als Drogist begonnen. W\u00e4hrend der \u201eHitler-Zeit\u201c musste er zur SS, weil er Stroganoff hie\u00df. Eines Nachts kam seine Mutter zu uns und weinte, und erz\u00e4hlte uns, dass Bruno von der SS weggelaufen sei und zu Hause angekommen sei. Als sie von uns wieder nach Hause ging, fand sie ihren Bruno nicht mehr zu Hause. Die SS hatte ihn schon abgeholt. Bruder Bruno Stroganoff kam nach Dachau uns KZ. Nach vielen, vielen Jahren, ungef\u00e4hr 1988 h\u00f6rte mein Sohn Manfred bei einem Tempelbesuch, den Namen Stroganoff. Manfred hat das dann vermittelt, dass Bruno und ich uns hier bei uns wieder gesehen haben. Wir haben nun gedacht, er wird viel erz\u00e4hlen, aber hat \u00fcber das KZ nicht gesprochen. Er hat nur erz\u00e4hlt, als der Krieg zu Ende war, war er sehr krank und wurde sofort in ein amerikanisches Krankenhaus in Heidelberg gebracht und operiert.<\/p>\n<p>Als wir noch in Tilsit waren, waren auch amerikanische Missionare in Tilsit. Sie wohnten bei Geschwistern. Schwester Sokuschie\u00df erz\u00e4hlte uns: Ein Missionar hatte sich etwas \u00fcber Mittag hingelegt und erz\u00e4hlte danach, er habe einen f\u00fcrchterlichen Traum gehabt. Die Schwester fragte ihn, ob er krank sei. Dann erz\u00e4hlte er, dass er in dem Traum Zerst\u00f6rungen in Tilsit gesehen habe wie in Sodom und Gomorrah. Dieser Traum wurde Wirklichkeit; meine Mutter und ich haben dies erlebt.<\/p>\n<p>Unsere Nachbarn und die Geschwister meiner Mutter (sie lebten auch in Tilsit und waren keine Mitglieder) haben uns sehr verlacht, dass wir zur Kirche gingen. Als dann sp\u00e4ter die Bombenangriffe kamen, hat keiner mehr gelacht. Wir wohnten oben im Haus und als wir zu Beginn der Bombenangriffe mit unseren Sachen, Koffer usw. runtergingen um einen Luftschutzkeller aufzusuchen, warteten die Nachbarn an ihren T\u00fcren auf uns und gingen nur dorthin, wo auch wir hingingen. Sie hatten wohl das Gef\u00fchl gehabt, dass wir besch\u00fctzt sind. Und wir waren es auch. Im Hause hatten wir keinen Luftschutzkeller, wir mussten uns einen Keller suchen. Alle haben nur das getan, was meine Mutter sagte. Sie haben sich regelrecht an uns geh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Noch vor der Zeit der Bombenangriffe wollte mein Vater ein Haus in Tilsit kaufen. Es stand in der Zeitung, dass nicht weit von uns ein Haus zum Verkauf angeboten wurde. Es war ein gehobenes Viertel, wo ein Haus, wie eine Villa frei wurde. Meine Mutter hat sich um dieses Haus beworben. Wir sind beide hingegangen und sind niedergeschlagen zur\u00fcckgekommen. Ein Interessent vor uns hat das Haus bekommen. In der n\u00e4chsten Fast- und Zeugnisversammlung hat dann meine Mutter gesagte, \u201eich tue ja alles. Ich zahle den Zehnten, ich bin in jeder Versammlung, ich mach alles, was der Herr von uns verlangt, warum habe ich dieses Haus nicht bekommen\u201c? Und dann, kurze Zeit sp\u00e4ter beim ersten gro\u00dfen Bombenangriff am 20. April 1942 (Hitlers Geburtstag) war die Stra\u00dfe, in der die Villa stand, die erste Stra\u00dfe, die fast dem Erdboden gleichgemacht wurde. Und die Menschen, die dort wohnten, waren alle versch\u00fcttet. Sie haben tagelang und die N\u00e4chte geklopft, Helfer haben versucht, mit den H\u00e4nden die Steine wegzur\u00e4umen, aber die Steine fielen immer wieder nach. Alle Bewohner sind dort umgekommen, erstickt.<\/p>\n<p>Meine Mutter hat das immer wieder erz\u00e4hlt, sie war gl\u00fccklich, dass wir das Haus nicht bekommen hatten. Ich habe dann oft geh\u00f6rt, wie sie so sang, \u201eUnd l\u00f6st sich hier das R\u00e4tsel nicht, der Tr\u00e4nen, all&#8216; die du geweint. Einst wirst du sehn, wie Er&#8217;s gemeint\u201c(altes Gesangbuch Nummer, 143). Dar\u00fcber hat sie oft gesprochen. Meine Mutter war auch oft lustig. Sie erz\u00e4hlte. \u201eAls ich noch recht neu in der Kirche war, sah ich eines Tages eine geheimnisvolle Schrift am Himmel. Ich dachte, die Endzeit ist angebrochen und da steht bestimmt die Nachricht vom Herrn \u201eIch komme bald\u201c. Vorsichtig mit gesenktem Haupt und G\u00e4nsehaut auf dem R\u00fccken blickte ich zaghaft zum Himmel und las \u201eP-P-Persil bleibt Persil\u201c. Die Entt\u00e4uschung war gro\u00df. Ein Flugzeug mit einem Reklamebanner flog dort.\u201c Aufgewachsen auf dem Lande in Masuren\/Ostpreu\u00dfen, hatte sie so etwas noch nie gesehen.<\/p>\n<p>Tilsit war mein Tilsit. Die Gemeinde habe ich sehr geliebt. Zur Sonntagschule hatte ich fast immer 8 bis 10 Kinder aus der Nachbarschaft im Schlepptau. Meine Mutter erz\u00e4hlte sp\u00e4ter, dass die Kinder teilweise f\u00fcrchterlich ausgesehen haben, eins hatte einen Wasserkopf, andere waren zerlumpt und andere etwas dumm. Ich habe das nicht bemerkt, obwohl ich sehr ordentlich war. In der Gemeinde waren viele \u00e4ltere Schwestern, die Schneiderinnen waren und auch f\u00fcr mich gen\u00e4ht haben, als w\u00fcrden sie dadurch einen Preis gewinnen. Ein Kleid hatte ich aus Amerika, darauf war ich sehr stolz. In diesem Kleid habe ich dann so mit sechs Jahren in der Kirche zum Muttertag Blumen ausgeteilt. Meine Mutter hatte mich geschm\u00fcckt und die Z\u00f6pfe, die ich normalerweise trug waren ge\u00f6ffnet. Noch heute wei\u00df ich, dass ich mich wie eine Prinzessin f\u00fchlte. Ich hatte auch ein kurzes Gedicht gelernt, vielleicht gefiel es den M\u00fcttern. \u201eDer Mutter, nur der Mutter, die rote Tulpe gilt, der Mutter, nur der Mutter, der Tag so hold und mild. Herr segne unsre M\u00fctter, flehen wir aus Herzensgrund. Lass Gru\u00df\u00b4 und frohe Lieder aus allen unserem Mund zum Muttertag\u201c. Ich denke immer noch an die Liebe unter den Geschwistern in unserer Gemeinde. Sie waren wie meine Verwandtschaft.<\/p>\n<p>Mit f\u00fcnf Jahren oder etwas j\u00fcnger habe ich in der Gemeinde Zweieinhalb-Minuten-Ansprachen gehalten. Eine hatte den Titel \u2013 und daran kann ich mich noch genau erinnern \u2013 \u201eJesus stillt den Sturm\u201c. Sie sehr gut gewesen sein, denn die Geschwister haben sogar geklatscht. Das habe ich nie wieder erlebt, dass in einer Versammlung in der Kirche geklatscht wurde.<\/p>\n<p>Meine beste Freundin war Eva Schulzke. Es gab noch Ella Naujoks; alle ein bisschen \u00e4lter als ich. Eva hatte immer so gerne Bonbons gekocht; sie hatte schon ganz schlechte Z\u00e4hne. Bei Schulzkes auf dem Hof hatten wir im Winter einen Iglu gebaut. Es war herrlich, so bei -25\u00b0C im Iglu. Unser Gemeindepr\u00e4sident Bruder Schulzke hatte vier Kinder: G\u00fcnther, Heinz, Ruth und Eva. Bruder Schulzke war der Vater der Gemeinde. Er war Gefangenenaufseher in einem Gef\u00e4ngnis in Tilsit. Den Gefangenen hat er das Evangelium verk\u00fcndet und auch das Buch Mormon verteilt. Man konnte mit allen Sorgen und N\u00f6ten zu ihm gehen. Von seiner Tochter Ruth m\u00f6chte ich noch einiges berichten: Sie war Lehrerin in Tilsit an einer Schule. Eines Tages wurde sie zu einer gro\u00dfen Parteiversammlung der Hitler-Partei gerufen. Sie wurde gefragt, was sie am Sonntag mache. Sie musste vorgehen zum Pr\u00e4sidium. Es waren sehr viele Parteigenossen anwesend. Sie erw\u00e4hnte, dass sie am Sonntag in der Kirche war. Dann hat man ihr gesagt, dass sie keinen Platz mehr in der Schule h\u00e4tte, und sie hat ihren Beruf verloren.<\/p>\n<p>Bruder Schulzke ist jeden Morgen ganz fr\u00fch schon durch die Stadt gelaufen, wenn Bombenangriffe vor\u00fcber waren. Er hat geschaut, ob alle Geschwister noch leben. Einige Mitglieder-Familien wohnten eng zusammen. Geschwister Schulzke wohnten bei uns an der Ecke, gegen\u00fcber Geschwister Mamat mit Tochter und Enkelin Angelika. Angelika und die Tochter hie\u00df sp\u00e4ter Biel. Irgendwie hatten sie nach Amerika Beziehungen. Wenn meine Erinnerung mich nicht t\u00e4uscht, war eine Tochter in Amerika verheiratet. Von meiner Mutter habe ich ja viel von der Gemeinde geh\u00f6rt. So auch, dass wir 80 Geschwister in der Kirche waren, davon waren 60 immer anwesend (vielleicht hat sie damit auch etwas \u00fcbertrieben?) Innerhalb der Verwandtschaft meiner Mutter waren wir nur \u201eAuss\u00e4tzige\u201c. Wir h\u00f6rten nur immer \u201ena, gibt\u2019s ein Schn\u00e4pschen bei euch, dann kommen wir auch mit in die Kirche\u201c. Meine Mutter hatte noch 13 Geschwister. Davon sind einige schon als Kleinkinder gestorben. Keiner war in der Kirche. Von der Verwandtschaft meines Vaters war auch niemand in der Kirche.<\/p>\n<p>Unsere Gemeinde in der Schlageter Stra\u00dfe war f\u00fcr mich, wie in einem gr\u00e4flichen Domizil. Erst 1988 h\u00f6rte ich von Bruno Stroganoff, dass es ein \u201eLokal\u201c gewesen sei, wor\u00fcber ich entt\u00e4uscht bin. Mein Kindheitseindruck war anders. Die R\u00e4umlichkeiten waren sehr gut f\u00fcr uns. Vorne, wenn man zur T\u00fcr hereinkam, war ein gro\u00dfer Raum mit Schiebet\u00fcren. Hier war immer die Sonntagschule. Dann kam dazwischen noch ein Raum, der war ohne Fenster, aber gut beleuchtet. An der einen Seite war ein Garderobenst\u00e4nder. Dann folgte noch eine Schiebet\u00fcr zu einem gro\u00dfen Raum nach hinten. Hier war immer abends die Predigtversammlung. Wir hatten gut Platz. In der Kirche selbst wurden wir von der Partei und den Nazis in Ruhe gelassen und nicht bel\u00e4stigt.<\/p>\n<p>Bevor wir Tilsit und die Kirche in Tilsit nun verlassen, m\u00f6chte ich noch von einer Begebenheit erz\u00e4hlen: Ich erw\u00e4hnte bereits, dass der junge Bruder Kurt Braatz im Krieg gefallen ist. Siegfried Meischu\u00df und Helga Meischu\u00df, meine Sonntagschullehrerin, waren irgendwie mit Braatz verwandt. Der Gro\u00dfvater von Kurt Braatz geh\u00f6rte nicht der Kirche an. Missionare sind dort bei der Familie Wachsmuth sehr oft gewesen. Der Gro\u00dfvater war blind. Ich habe meine Mutter damals gefragt, warum der Mann nicht sehen kann. Meine Mutter erz\u00e4hlte mir, dass er, als er noch sehen konnte, gesagt habe, den Missionaren m\u00fcsse man die Augen ausstechen. Er konnte die Missionare und ihre Botschaft nicht leiden. Dann sei er in der Folge von einer Sekunde auf die andere blind geworden sei, ohne vorheriges Augenleiden. Diese Geschichte erz\u00e4hlte ich auch meinem Mann. Ich selbst zweifelte schon, ob vielleicht meine Mutter da etwas durcheinander gebracht hatte. Ungef\u00e4hr vor 3 Jahren waren wir bei Geschwister Sch\u00f6nrock aus der Gemeinde Hamburg-Wilhelmsburg eingeladen. Und ich erz\u00e4hlte, dass Herr Wachsmuth den Missionaren gegen\u00fcber sehr geh\u00e4ssig war und sie nicht leiden konnte, obwohl die ganze Familie in der Kirche war; und nachdem er in seinem Hass meinte, den Missionaren m\u00fcsste man die Augen ausstechen, sei er kurze Zeit sp\u00e4ter selbst pl\u00f6tzlich erblindet. Zu meiner Verwunderung best\u00e4tigte Bruder Sch\u00f6nrock diese Geschichte, obwohl er nie in Tilsit war. Bruder, Sch\u00f6nrock erz\u00e4hlte dann, dass eine Tochter der Familie Wachsmuth in Hamburg ei den Eltern von Geschwister Sch\u00f6nrock wohnte , und eines Tages nach Tilsit reisen musste, weil ihr Vater pl\u00f6tzlich erblindet sei. So bekam ich eine Best\u00e4tigung der Geschichte meiner Mutter. (Vor einigen Monaten, sagte Bruder Sch\u00f6nrock, dass Herr Wachsmuth sagte: \u201eAuf mir lastet ein Fluch\u201c, er soll sp\u00e4ter getauft worden sein.)<\/p>\n<p>Im Juli 1944 verlie\u00dfen wir endlich Tilsit. Frauen und Kinder mussten sofort Tilsit verlassen. Als wir Tilsit verlassen mussten war ich zehn Jahre alt. Ich war aber noch nicht getauft. Wir h\u00e4tten auch schon ein Jahr vorher Tilsit verlassen k\u00f6nnen. Bruder Schulzke war in Zwickau und hatte f\u00fcr uns schon eine Wohnung besorgt. Aber meine Mutter hing so sehr an Tilsit, damals wollte sie noch nicht weg. Damals hie\u00df es: \u201eHaltet euch ans Priestertum\u201c. H\u00e4tten wir das getan, w\u00e4re uns viel Leid erspart geblieben.<\/p>\n<p>Einiges habe ich noch vergessen. \u00dcber die Jugend der Kirche habe ich vieles geh\u00f6rt. Bruder G\u00fcnther Schulzke war bei uns zu Hause und hatte etwa repariert. Er war im heiratsf\u00e4higen Alter. Meine Mutter fragte ihn, warum er nicht heirate. Er sagte, hier in der Gemeinde sei niemand, die er heiraten k\u00f6nne. Auf den Vorschlag meiner Mutter, jemanden au\u00dferhalb der Kirche zu heiraten und dann in die Kirche zu bringen, entgegnete er: \u201eJa, und wenn das nicht klappt, soll ich wegen des bisschen Gl\u00fcck meine Seligkeit verspielen? Das mache ich nicht.\u201c Bruder Arthur Naujoks ist in Amerika ein gro\u00dfer Maler geworden. Ich habe in Zeitungen Bilder von ihm gesehen. Viel hat er gemalt \u00fcber Tilsit. Bruder Bruno Stroganoff hat ihn in Amerika besucht. Er hatte ein sehr gro\u00dfes Haus; war aber zu den Zeitpunkt allein, weil seine Frau gestorben war. Aber er war in Amerika zu Ruhm und Ehre gekommen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df noch, als w\u00e4re es vor kurzer Zeit. Wenn die Kirche abends im Sommer aus war, sind wir durch die Teichanlagen nach Hause gegangen. Bei einer Unterhaltung h\u00f6rte ich wie meine Mutter zu Schwester Schulzke sagte: \u201eAch Schwester Schulzke, wie sollen eigentlich die Eisberge schmelzen (zur Sammlung der verlorenen St\u00e4mme)\u201c? Schwester Schulzke: \u201eIch sch\u00e4tze mit Atom\u201c. Meine Mutter wusste bestimmt nicht, was Atom ist. Ich glaube wir wussten es alle nicht. Das war aber ein Thema, endlos f\u00fcr die Beiden. Und jetzt haben wir die Zeit, wo die Eisberge schmelzen, auch ohne Atomenergie.<\/p>\n<p>Wenn ich gespielt habe, habe ich immer zugeh\u00f6rt, was die Erwachsenen sich unterhalten haben. Es war ja gut so, sonst w\u00fcsste ich heute nichts \u00fcber Tilsit und die Kirche. Im Versammlungsraum der Kirche hing ein gro\u00dfes Bild vom Propheten Joseph Smith, dort wo die Predigtversammlung abgehalten wurde. Es war sehr sch\u00f6n, in Farbe. Der Prophet sa\u00df auf einem Stuhl und hielt das Buch Mormon in der Hand. Es hing vorne und man schaute ihn immer an, w\u00e4hrend der Versammlung. Nun etwas Lustiges von mir: Wir hatten einen Geldbrieftr\u00e4ger, der oft zu uns kam und Geld brachte. Sein Name war Schmid. Ich hatte immer kindlich gedacht, es sei der Prophet. Da war ich noch nicht \u00e4lter als vier Jahre. Meine Mutter fragte mich immer, warum ich den Geldbrieftr\u00e4ger so anstrahle. Ich habe es ihr nicht erz\u00e4hlt, was ich dachte, es war mein Geheimnis.<\/p>\n<p>Tilsit war eine sehr sch\u00f6ne Stadt mit viel Wasser. Am Himmel, am Horizont, sah man oft einen Silberstreifen, es war die Ostsee. Ich habe sehr geweint, als wir von Tilsit weg mussten. \u00dcberall sah man, was die Bombenangriffe angerichtet hatten. Tr\u00fcmmer \u00fcber Tr\u00fcmmer. Und an den H\u00e4usern, deren Fassaden nur noch standen, sah man die Transparente: \u201eUnsere Mauern brechen, aber unsere Herzen nicht\u201c! Die Herzen der Tilsiter waren aber alle gebrochen. Wir sa\u00dfen in unserer Wohnung nur noch zwischen Ru\u00df, Glasscherben, aufgeschlitzten Federbetten und Brandgeruch. Uns gegen\u00fcber brannte ein ganzer Stra\u00dfenzug 14 Tage lang. Die Menschen sind fast alle verbrannt. Meine Mutter bracht mich viel zu Verwandten, die au\u00dferhalb von Tilsit wohnten. Ich sollte mal schlafen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jetzt werde ich \u00fcber den Ort schreiben, zu dem wir evakuiert wurden. Die Stadt hie\u00df Zinten, bei K\u00f6nigsberg. Dort gab es viel gr\u00f6\u00dferes Leid, was uns erwartete. Unsere Kirche gab es dort nicht. Es war eine kleine Stadt. In K\u00f6nigsberg war die n\u00e4chste Gemeinde. Es war aber zu weit, um dort hinzufahren. Wir erfuhren, dass mein Vater in K\u00f6nigsberg in einer Kaserne war. Wir besuchten ihn dort. Wir hatten ihn einige Jahre nicht mehr gesehen. Er hatte seit Langem keine gro\u00dfe Lust mehr, in die Kirche zu gehen. Aber dort bei unserem Besuch, fragte er, ob wir in die Kirche gehen. Meine Mutter war sehr erstaunt dar\u00fcber und sagte mir sp\u00e4ter, dass er sich sehr ver\u00e4ndert habe. Er war in Russland lange im Kessel gewesen und hat viel Leid, Hunger, gro\u00dfe K\u00e4lte, durchmachen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Kirche in K\u00f6nigsberg war in einem Mietshaus untergebracht, auf einem Hof. Wie wir dort ankamen, sahen wir dieses Mietshaus von Tr\u00fcmmern umgeben. Um dort hinzukommen, mussten wir \u00fcber diese Tr\u00fcmmer klettern, Steine, verbrannte H\u00e4userblocken und Berge von Ger\u00f6ll. Wir sind aber angekommen, sehr schmutzig, die H\u00e4nde schwarz und es war uns peinlich in den Versammlungsraum so zu gehen. Als wir dort hineingingen, sahen wir, dass die \u00fcbrigen Mitglieder nicht besser aussahen. Nach der Versammlung haben wir uns dann getrennt. Wie oft sehe ich jetzt den Platz in B\u00fcchern oder Zeitungen, wo wir meinen Vater das letzte Mal gesehen haben und er uns sagte: \u201eDer Herr m\u00f6ge Euch besch\u00fctzen, bis auf ein Wiedersehen\u201c! Das Wiedersehen gab es nicht mehr. Mein Vater ist in die Kaserne gefahren und wir beide sind zur\u00fcck nach Zinten, unsere zweite Heimat.<\/p>\n<p>Noch in Zinten h\u00f6rten wir Kanonendonner und sahen abends den roten Horizont, wie K\u00f6nigsberg brannte. Stadtrat und B\u00fcrgermeister lie\u00dfen bekannt geben, dass die ganze Stadt Zinten nicht fl\u00fcchten sollte, sondern dass alle B\u00fcrger bleiben sollten, wenn der Russe kommt. Man sagte, so schlimm werde es nicht werden, die Russen seien doch auch nur Menschen. Aber wie man sp\u00e4ter h\u00f6rte, wurden sehr viele Frauen und Kinder ermordet. Zuvor haben wir Zinten verlassen. Bei einem Bombenangriff fielen die Bomben auch in unseren Garten, die ganze Stadt war ein Flammenmeer. Ich schlief, wir wohnten oben im Haus. Meine Mutter versuchte mich zu wecken. Dann fragte sie mich, ob ich nicht zur Toilette m\u00fcsse. Auf dem Arm trug sie mich nach unten Ich im Nachthemd. Als wir unten angekommen waren, schlug eine Bombe in unser Haus ein. Die H\u00e4lfte des Hauses war sofort zusammengebrochen, mit meinem Bett und Nachttisch. Dann klappte das \u00fcbrige Haus zusammen und begrub uns. Soldaten haben uns gleich herausgeholt. Ich stand bei 25\u00b0 K\u00e4lte im Nachthemd und barfu\u00df auf der Stra\u00dfe. Hinter unserem Haus ging es bergab und am Ende war ein Hohlweg. Wir sind dann in diesen Hohlweg, weil wir von Tieffliegern mit Bordwaffen beschossen wurden. Der Hohlweg war voller Schnee und auf dem Schnee floss Blut und aufgeschlitzte Kinder lagen dort. Meine Mutter sagte immer zu mir, schau in eine andere Richtung, guck nicht dorthin. Aber ich habe die Kinder gesehen, man konnte die D\u00e4rme kochen sehen, alles dampfte.<\/p>\n<p>Eines ist mir aber im Ged\u00e4chtnis geblieben, als w\u00e4re es vor kurzem gewesen, es war ein wundersch\u00f6ner, klarer Tag, der Schnee blitzte wie Brillanten und flimmerte wie Silber. Die Sonne schien auf die toten Kinder. Ich habe gedacht, der herrliche Schnee, die glei\u00dfende Sonne, sie strahlte herrlich, alles passte nicht zusammen. Alles empfand ich mit meinen zehn Jahren als irgendwie ungerecht. Wir liefen weiter und kamen an ein gro\u00dfes Tal. Es wurde schon dunkel. Die ganze Stadt war dort versammelt. Soldaten, die wir kannten, sie waren in unserem Haus einquartiert, sind nochmals in das kaputte Haus gegangen und haben uns Kleidung und Schuhe gebracht. In dieser Nacht, die anbrach, waren Christb\u00e4ume am Himmel. Ich durfte mich nicht bewegen, ich lag auf einer Decke und hatte sogar Angst Luft zu holen. Meine Mutter sagte zu mir immer, bewege dich nicht, bewege dich nicht, wenn wir uns bewegen, sehen uns die Piloten aus dem Flugzeug und werfen Bomben auf uns. Dann h\u00f6rten wir, es klang wie ein gro\u00dfer, ja riesengro\u00dfer Chor, wie fast die ganze Stadt sang: \u201eWer unter dem Schirm des Allm\u00e4chtigen sitzet und unter dem Schatten des Allm\u00e4chtigen bleibet, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe\u201c.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag sind wir weiter gezogen. Unterwegs hatte ich einen Schuh verloren, als wir in eine kleine Stadt kamen. Auf dem Marktplatz war ein Schuhgesch\u00e4ft. Ein gro\u00dfes Schild auf dem Schaufenster warnte \u201eWer pl\u00fcndert, wird erschossen\u201c. Und meine Mutter ging einfach in das Gesch\u00e4ft und hat mir Schuhe gebracht. Wir sind dann weiter in der Nacht, ob es etliche Tage und N\u00e4chte waren, wei\u00df ich nicht mehr. Am Abend sind wir dann an das Wasser gekommen, das Haff. Es war dichter Nebel und sehr, sehr kalt. Es kamen auch viele Pferdewagen, das waren Bauern, die hatten viel Hab und Gut geladen. Aber jeder Bauer musste jemanden auf dem Wagen mitnehmen, so wie es die Pferde noch ziehen konnten. Ich kam auf einen Wagen und meine Mutter auf den nachfolgenden Wagen. Wir wussten auch, dass das Eis schon sehr m\u00fcrbe war, denn es ging schon ein halbes Jahr, dass Pferdewagen in drei Spuren \u00fcber das Eis gefahren sind. Und au\u00dferdem kamen noch Tiefflieger und haben Bomben auf das Eis geworfen. Es m\u00fcssen Millionen Menschen unterwegs gewesen sein, denn nach Berichten sind zwei Millionen allein umgekommen. Aber es war der einzige Weg in den Westen, damit man nicht in russische Gefangenschaft kam; davor hatten wir alle Angst.<\/p>\n<p>Wir sind dann mit den Wagen \u00fcbers Eis gerollt. Aus dem Nebel heraus h\u00f6rten wir viele Hilfeschreie von Einbrechenden und Ertrinkenden. Dann brach mein Wagen ein. Ich rief meine Mutter, die kam und rettete mich auf ihren Wagen. Ich sa\u00df auf dem Wagen, wo vorher schon meine Mutter mitgefahren ist, bis auch er einbrach. Zu meiner Mutter sagte ich: \u201eRuf doch um Hilfe\u201c, aber meine Mutter antwortete, \u201eWer soll uns von einem sinkendem Wagen runterholen\u201c? Also rief ich dann um Hilfe. Dann kam ein Mann. Er nahm mich vom Wagen auf seinen Arm. Trug mich durch das Wasser und sagte zu meiner Mutter, sie m\u00fcsse selbst durchs Wasser laufen. So sind wir gerettet worden. Wir sind auf die Landzunge, die Nehrung hei\u00dft, gelaufen. Sie trennt die Ostsee vom Haff. Am Rande der Nehrung habe ich mich etwas hingelegt, der K\u00f6rper war an Land und die Beine und F\u00fc\u00dfe waren auf dem Eis. Meine Mutter ist die ganze Nacht hin- und hergelaufen und sagte nur immer \u201eSchlaf nicht ein. Schlaf nicht ein, sonst erfrierst du. \u201eBis zur n\u00e4chsten Nacht sind wir auf der Nehrung gelaufen, dort war Wald. Soldaten waren auch auf dem R\u00fcckmarsch. Sie haben uns ein gro\u00dfes Loch gegraben, sowie zwei Gr\u00e4ber und dort drin haben wir geschlafen. Vorher haben sie Feuer gemacht, damit wir uns etwas w\u00e4rmen konnten und die nasse Kleidung trocknen. Das Feuer war nicht von langer Dauer, die Flieger waren wieder zur Stelle und haben uns beschossen.<\/p>\n<p>Wir haben dann in diesem gro\u00dfen Loch geschlafen. Morgens als wir erwacht sind, waren wir eingeschneit. Nach der Befreiung von dem Schnee, sah ich \u00fcber mir F\u00fc\u00dfe h\u00e4ngen. Als ich n\u00e4her hinschaute, sah ich, dass ein Soldat erh\u00e4ngt am Baum hing. Auf seiner Brust war ein Schild: \u201eIch war zu feige zu k\u00e4mpfen\u201c. Dann ging es weiter, an der Ostsee entlang. Meine Mutter trug mich auf dem R\u00fccken, sackte aber mit jedem Schritt tief im Sand ein. An der Ostsee ging das so nicht weiter. Es war zu schwierig. Wir sind vielleicht an einem Tag ein Kilometer vorangekommen. Wir mussten wieder aufs Eis. Ich hatte gro\u00dfe Angst, aber es half nichts. Auf dem Eis kam ein Pferdewagen, so ein Leiterwagen mit einem Soldaten. Auf dem Wagen war viel Stroh. So richtig f\u00fcr uns geschaffen. Der nahm uns mit. Er durfte aber keine Zivilisten mitnehmen. Zu uns sagte er: \u201eIch habe auch Frau und Kind zu Hause, und ich hoffe, dass der Herr auch meine Familie besch\u00fctzt\u201c. Wir sa\u00dfen tagelang auf dem Wagen und schliefen, es war ja warm im Stroh. Zu essen gab es ja nichts. Der Soldat hat sich und uns von Schokolade ern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Nach 14 Tagen erreichten wir dann Danzig. Von dort aus ging es nach Pommern in den Kreis Stolp. Dort ging es uns gut. Meine Mutter was Wirtschafterin bei einem polnischen Landrat. Er war ein sehr gerechter Mann. Er kam aus Warschau aus einem Konzentrationslager. Er war aber zu allen Menschen gut, auch zu uns Deutschen. (Sp\u00e4ter sagten die Polen, er sei Vater der Deutschen.) Unter dem polnischen Volk war er dann nicht mehr beliebt.<\/p>\n<p>Nach 2\u00bd Jahren sind wir dann nach Deutschland gekommen. Meine Mutter wollte dorthin, wo die Kirche war. Wir kamen dann nach Torgau\/Elbe. (Dort haben sich 1945 der Amerikaner und der Russe getroffen.) In Torgau was auch gro\u00dfe Hungersnot. Aber wir Mitglieder der Kirche bekamen ja, aus Amerika, Weizenbrot, B\u00fcchsenmilch und Pfirsichb\u00fcchsen. Auch wunderbare Kleider gab es. Wir wurden \u00fcberall beneidet. Viele Menschen haben sich dann auch taufen lassen, wegen der Lebensmittel und Kleider. Das waren dann die \u201eB\u00fcchsenmitglieder\u201c.<\/p>\n<p>1948 war eine gro\u00dfe Konferenz in Berlin \u201eFreud Echo\u201c. Alma Sonne war gekommen. Es war gro\u00dfartig. Wir waren erst vier Wochen vorher aus Polen gekommen. In meinem Kopf war immer: \u201eIch bin in Deutschland, ich darf Deutsch sprechen, und ich verstehe alles, was gesprochen wird\u201c. Auch war ich ein paar Jahre sp\u00e4ter im Zeltlager der Kirche. Bruder Walter Stover hatte das Zeltlager finanziert. Es hat eine Million Dollar gekostet. Als der damalige Pr\u00e4sident der Kirche, David O. McKay, in Berlin-Dahlem war, war ich auch dabei. Es war ein gro\u00dfer Andrang am Kirchengeb\u00e4ude. Jeder wollte ihm die Hand geben. Es war so voll und wir standen so eng bei einander, dass von meinem Kost\u00fcm alle Kn\u00f6pfe abgerissen waren.<\/p>\n<p>1953 habe ich dann in Torgau geheiratet. Mein Mann war Politoffizier. Er war nicht in der Kirche und er hat geraucht und getrunken. Ich habe viel Kummer gehabt. Mit zwei Kindern sind wir 1957 in den Westen geflohen. Wir kamen nach Bremen ins Fl\u00fcchtlingslager, wo 27 Personen in einem Zimmer wohnen mussten. Aber in Bremen war auch die Kirche. Mein Mann wurde am 31, Dezember 1957, Sylvester, dank der Arbeit unserer Missionare getauft. Man muss wohl Not und Elend kennen lernen, um den Weg zur Kirche zu finden.<\/p>\n<p>Mit meinem Bericht m\u00f6chte ich jetzt schlie\u00dfen. Wir waren vom Herrn immer beh\u00fctet und besch\u00fctzt. Sei es in Zinten auf dem Haff, in Pommern oder in Torgau. Auch in Tilsit, w\u00e4hren der Bombenangriffe sind wir verschont worden. Ich habe Leute getroffen, die auch \u00fcbers Haff gefl\u00fcchtet sind. Sie hatten F\u00fc\u00dfe oder H\u00e4nde abgefroren, sie waren halbe Behinderte ihr Leben lang.<\/p>\n<p>Meine Mutter habe ich w\u00e4hrend des Krieges gefragt: \u201eMami, was ist der Frieden, was ist das\u201c? Sie antwortete mir: \u201eFrieden ist, wenn K\u00fche auf der Wiese stehen und keine Bomben mehr fallen, alle Menschen zu essen haben und niemand mehr Angst zu haben braucht. Und auch die Schule ist wieder ge\u00f6ffnet\u201c. Mein Zeugnis vom Evangelium ist in meinem Herzen tief eingebrannt. Es ist nicht mehr zu entfernen. Das Samenkorn ist schon in Tilsit ges\u00e4t worden. Durch Krieg und Elend nicht verloren gegangen, sondern zu einem Felsen angewachsen. Alles hat dazu beigetragen, dass ich wei\u00df, dass die Kirche, die Kirche des Herrn ist. Und dass der Herr uns beh\u00fctet und besch\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tilsit, Ostpreu\u00dfen Mein Name ist Hildegard Gerlach, geborene Stanull. Ich bin in Tilsit\/Ostpreu\u00dfen geboren und in der Kirche als Baby gesegnet worden. Meine Mutter ist Hedwig Stanull, geborene Neumann. Man Vater ist im Krieg vermisst, er ist durch Geschwister Hubert zur Kirche gekommen. Meine Mutter war nicht in der Kirche, hat sich aber meinem Vater [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[12,65],"tags":[],"class_list":["post-1220","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-g","category-ostpreusen"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Hildegard Gerlach - Mormonengeschichte<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Hildegard Gerlach - Mormonengeschichte\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Tilsit, Ostpreu\u00dfen Mein Name ist Hildegard Gerlach, geborene Stanull. Ich bin in Tilsit\/Ostpreu\u00dfen geboren und in der Kirche als Baby gesegnet worden. Meine Mutter ist Hedwig Stanull, geborene Neumann. Man Vater ist im Krieg vermisst, er ist durch Geschwister Hubert zur Kirche gekommen. Meine Mutter war nicht in der Kirche, hat sich aber meinem Vater [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Mormonengeschichte\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2012-05-16T14:47:19+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2014-04-18T06:27:52+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Guest Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Guest Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"24 Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach\"},\"author\":{\"name\":\"Guest Author\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\"},\"headline\":\"Hildegard Gerlach\",\"datePublished\":\"2012-05-16T14:47:19+00:00\",\"dateModified\":\"2014-04-18T06:27:52+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach\"},\"wordCount\":4844,\"commentCount\":4,\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2012\\\/05\\\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg\",\"articleSection\":[\"G\",\"Ostpreu\u00dfen\"],\"inLanguage\":\"de-AT\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach\",\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach\",\"name\":\"Hildegard Gerlach - Mormonengeschichte\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2012\\\/05\\\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg\",\"datePublished\":\"2012-05-16T14:47:19+00:00\",\"dateModified\":\"2014-04-18T06:27:52+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de-AT\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-AT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach#primaryimage\",\"url\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2012\\\/05\\\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg\",\"contentUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2012\\\/05\\\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1220\\\/hildegard-gerlach#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Hildegard Gerlach\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/\",\"name\":\"Mormonengeschichte\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de-AT\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\",\"name\":\"Guest Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-AT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Guest Author\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/author\\\/guestauthor\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Hildegard Gerlach - Mormonengeschichte","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Hildegard Gerlach - Mormonengeschichte","og_description":"Tilsit, Ostpreu\u00dfen Mein Name ist Hildegard Gerlach, geborene Stanull. Ich bin in Tilsit\/Ostpreu\u00dfen geboren und in der Kirche als Baby gesegnet worden. Meine Mutter ist Hedwig Stanull, geborene Neumann. Man Vater ist im Krieg vermisst, er ist durch Geschwister Hubert zur Kirche gekommen. Meine Mutter war nicht in der Kirche, hat sich aber meinem Vater [&hellip;]","og_url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach","og_site_name":"Mormonengeschichte","article_published_time":"2012-05-16T14:47:19+00:00","article_modified_time":"2014-04-18T06:27:52+00:00","og_image":[{"url":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg","type":"","width":"","height":""}],"author":"Guest Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Guest Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"24 Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach"},"author":{"name":"Guest Author","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287"},"headline":"Hildegard Gerlach","datePublished":"2012-05-16T14:47:19+00:00","dateModified":"2014-04-18T06:27:52+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach"},"wordCount":4844,"commentCount":4,"image":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg","articleSection":["G","Ostpreu\u00dfen"],"inLanguage":"de-AT","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach","url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach","name":"Hildegard Gerlach - Mormonengeschichte","isPartOf":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg","datePublished":"2012-05-16T14:47:19+00:00","dateModified":"2014-04-18T06:27:52+00:00","author":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach#breadcrumb"},"inLanguage":"de-AT","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de-AT","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach#primaryimage","url":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg","contentUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Hildegard-Gerlach1-225x300.jpg"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1220\/hildegard-gerlach#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Hildegard Gerlach"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#website","url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/","name":"Mormonengeschichte","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de-AT"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287","name":"Guest Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de-AT","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","caption":"Guest Author"},"url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/author\/guestauthor"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1220"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1913,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1220\/revisions\/1913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}