{"id":1274,"date":"2012-05-16T18:15:19","date_gmt":"2012-05-16T18:15:19","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1274"},"modified":"2014-04-18T06:42:03","modified_gmt":"2014-04-18T06:42:03","slug":"erika-ilse-alma-hartmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann","title":{"rendered":"Erika Ilse Alma Hartmann"},"content":{"rendered":"<p><strong>Misdroy, Usedom, Pommern<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1275\" title=\"Erika-Ilse-Alma-Hartmann\" alt=\"Mormon Deutsch Erika Ilse Alma Hartmann\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg\" width=\"217\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg 217w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1.jpg 356w\" sizes=\"(max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/a>Ich hei\u00dfe Erika Ilse Alma Hartmann<\/strong>, geborene Haelke, und bin am 16. Februar 1931 in Misdroy Kreis Usedom Wollin in Pommern geboren. Misdroy ist ein Ostseebad und wir haben haupts\u00e4chlich von den Ferieng\u00e4sten gelebt. Mein Vater ist Friedrich Richard Ernst Haelke und meine Mutter hei\u00dft Ida Alma, geborene Richter. Mein Vater ist auch in Pommern geboren, in Finkenwalde Kreis Ramdow, das ist mehr in Hinter-Pommern. Meine Mutter kommt aus Mei\u00dfen\/in Sachsen.<\/p>\n<p>Meine Mutter, junges M\u00e4dchen, kam als K\u00fcchenhilfe nach Misdroy und hat dort meinen Vater kennengelernt, geheiratet und ist da geblieben. Ich habe noch drei Geschwister. Ich bin die Einzige, die zur Kirche geh\u00f6rt. Wenn ich in Misdroy geblieben w\u00e4re, wei\u00df ich nicht, ob ich heute Mitglied der Kirche w\u00e4re. In meiner Jugend und Kindheit war diese Kirche nicht bekannt. Weit und breit wusste niemand davon.<\/p>\n<p>Ich hatte eine sch\u00f6ne Jugend. Meine Eltern waren lieb und treu ihren Kindern ergeben. Sie haben daf\u00fcr gesorgt, dass es uns Kindern gut ging. Mein Vater hat immer gearbeitet, damit es uns gut gehen soll und meine Mutter hat mitgeholfen.<!--more--><\/p>\n<p>Als der Krieg kam, war ich gerade acht Jahre alt. Ich hatte keine gro\u00dfe Vorstellung, was Krieg \u00fcberhaupt bedeutet, aber ich wei\u00df, dass meine Eltern sehr ernst waren. Als wir h\u00f6rten, dass Krieg ist, schickte mein Vater meine Mutter zum Schuhmacher und sagte ihr: \u201eGeh und kaufe den Kindern noch ein paar Schuhe\u201c. Weil ich nun acht Jahre alt war und wir nicht wussten, wie lange der Krieg dauern w\u00fcrde, sollte ich ganz bequeme Schuhe bekommen. Ich sagte aber, dass ich ein Paar f\u00fcr junge Damen haben m\u00f6chte, weil ich meinte, wenn ich in der evangelischen Kirche konfirmiert werde, br\u00e4uchte ich ein paar Pumps. So haben wir alle ein Paar Schuhe bekommen.<\/p>\n<p>Mein Vater ist nicht gleich eingezogen worden. Er ist 1900 geboren, war also schon neununddrei\u00dfig Jahre alt. Wir waren aber trotzdem in Sorge. Mein Vater hatte immer englische Sender geh\u00f6rt, damit er genau unterrichtet war. 1941 wurde mein j\u00fcngster Bruder geboren und mein Vater wurde dann auch zum Milit\u00e4r eingezogen. Ich ahnte schon, dass es eine gef\u00e4hrliche Sache war und habe angefangen, abends in meinem Gebet den Vater im Himmel darum zu bitten, dass die M\u00e4nner aus unserer Familie, die im Krieg waren, wieder nach Hause kommen, dass sie nicht sterben. Diese Bitte hat mir der Vater im Himmel tats\u00e4chlich erf\u00fcllt. Aus unserer Familie ist niemand im Krieg gefallen.<\/p>\n<p>1945 war der Krieg fast zu Ende und uns war klar, dass er f\u00fcr uns Deutsche verloren war. In Pommern waren die Russen im Anmarsch. Wir h\u00f6rten die vielen Ger\u00fcchte, was die Soldaten machten, wenn sie in die deutschen St\u00e4dte und D\u00f6rfer kommen. Wir hatten gro\u00dfe Angst davor. Meine Schwester war schon verheiratet, ihr Mann war bei der Marine. Er war auf einem Schnellboot-Begleitschiff in Swinem\u00fcnde, das ist dreizehn Kilometer von Misdroy entfernt. Dort war er stationiert. Eines Abends kam er und sagte, dass wir als seine Familie irgendwann weggeholt w\u00fcrden, er w\u00fcsste aber nicht genau wann. Wir k\u00f6nnten vor den Russen fl\u00fcchten. Es hat uns gefreut, dass wir vor den Russen fl\u00fcchten konnten. Wir haben das Notwendige gepackt. Wir hatten ganz viele Kaninchen und H\u00fchner und meine Mutter fing an, alle Tiere abzuschlachten und diese mit uns zu essen. Als das letzte Kaninchen gebraten auf dem Tisch stand und wir essen wollten, kam ein LKW auf den Hof gefahren und holte uns ab. Das war am 8. M\u00e4rz 1945. Wir waren so aufgeregt und haben nat\u00fcrlich den Braten auf dem Tisch stehen lassen. Wir haben unser Gep\u00e4ck genommen und sind auf den LKW gestiegen und sind mitgefahren. Zu der Zeit waren die Stra\u00dfen in unserem Ort vollkommen verstopft mit Pferdegespannen aus Ostpreu\u00dfen. Das waren die Deutschen, die gefl\u00fcchtet waren und nicht mehr weiter konnten. Als wir im Sommer zur\u00fcckkamen, erz\u00e4hlte unsere Nachbarin, dass am selben Abend diese Leute, die schon wochenlang auf ihrem Pferdegespann \u00fcbernachtet hatten, nat\u00fcrlich bei uns gleich eingezogen sind und in unseren Betten geschlafen haben. Das kann man ja verstehen.<\/p>\n<p>Wir sind vierzehn Tage auf diesem Kriegsschiff auf der Ostsee gefahren. Wir haben miterlebt, wie ein anderes Fl\u00fcchtlingsschiff bombardiert und versenkt wurde. Dann kamen ganz viele Fl\u00fcchtlinge mit auf unser Schiff. Nach vierzehn Tagen wurden wir in Kiel ausgeladen und dann hie\u00df es: \u201eSie k\u00f6nnen sich aussuchen, wo sie hin wollen. Entweder zu Verwandten, wenn sie aber keine Verwandten haben, k\u00f6nnen sie in D\u00e4nemark untergebracht werden\u201c. Meine Mutter sagte: \u201eIch will zu meiner Mutter nach Mei\u00dfen\u201c. So sind wir alle mit dem Zug nach Mei\u00dfen gefahren. Das war der gr\u00f6\u00dfte Fehler! Wir waren gerade vierzehn Tage dort, da war der Russe auch im Anmarsch und wir waren wieder in derselben Situation. Die Deutschen fingen an, die Elbbr\u00fccken zu sprengen. Meine Gro\u00dfmutter wohnte ganz dicht an einer Elbbr\u00fccke und als die gesprengt wurde, mussten wir in den Keller gehen. Vor dem Keller war eine feuerfeste T\u00fcr, trotzdem kamen die Flammen durch die Ritzen in den Keller rein.<\/p>\n<p>Meine Mutter hatte eine Schwester und deren Mann hatte ungef\u00e4hr sechs Kilometer von Mei\u00dfen eine F\u00e4hre \u00fcber die Elbe und einen Ausflugsdampfer, mit dem er im Sommer Ausflugsfahrten in die S\u00e4chsische Schweiz machte. Man hat ihm gesagt, wenn er seine Schiffe nicht verlieren wolle, m\u00fcsse er sie in Bewegung setzen. Wenn er sie am Ufer stehen lie\u00dfe, w\u00fcrden sie auch gesprengt. Mein Onkel hat gesagt, dass er sie nicht so ohne weiteres sprengen lassen und sie in Bewegung setzen wollte. Er hat uns alle mitgenommen mit seinem ganzen Hausrat und wir sind die Elba aufw\u00e4rts den Russen entgegengefahren. Jedes Mal in Dresden und auch sp\u00e4ter, wenn wir durch eine Br\u00fccke mussten, sagten wir: \u201eHoffentlich wird sie nicht jetzt gerade gesprengt\u201c. Wir sind bis Pirna gefahren und dort durften wir nicht weiter, weil uns jeden Moment der Russe einholen konnte. Acht Tage waren wir dort, dann kam das Kriegsende. Nachdem es sich ein bisschen beruhigt hatte, durften wir wieder zur\u00fcckfahren. Weil die Russen die Frauen vergewaltigt haben, hat mein Onkel nachts sein Schiff in der Mitte der Elbe geankert. Wir dachten, wenn sie erst durch das Wasser schwimmen m\u00fcssen, dann werden sie sich das vielleicht noch \u00fcberlegen. Das ist dann auch gut gegangen.<\/p>\n<p>Wir sind dann wieder dorthin zur\u00fcckgefahren, wo mein Onkel sein Haus hatte. Sp\u00e4ter sind wir wieder nach Mei\u00dfen zu meiner Gro\u00dfmutter gegangen. Damals waren die Lebensmittel rationiert, wir bekamen Lebensmittelkarten, also zugeteilt, was wir im Monat kaufen konnten. Weil die Tschechen die Deutschen aus ihrem Land ausgewiesen hatten und alle nach Sachsen gebracht wurden, hie\u00df es, dass alle, die nicht hier her geh\u00f6ren und nicht aus der Tschechei sind, wieder dahin gehen m\u00fcssen, wo sie hergekommen sind. Sie haben uns keine Lebensmittelkarten mehr gegeben und wir mussten weg. Das war im Juli 1945. Was sollten wir machen? Wir hatten ein kleines Brett mit vier Eisenr\u00e4dern, auf dem wir unser Gep\u00e4ck aufgeladen hatten. Damals fuhr die Bahn noch nicht \u00fcberall und wir konnten nur streckenweise mit der Bahn fahren. Dann sind wir wieder zu Fu\u00df gegangen, bis wir nach ungef\u00e4hr zehn Tagen in unserem Misdroy wieder angekommen sind.<\/p>\n<p>Wir waren vielleicht vier Wochen dort, da hie\u00df es, die Polen kommen hier her, der Pole hat das eingenommen. Zwar mussten wir f\u00fcr die Polen arbeiten, aber wir hatten kein Einkommen. Damals war ich sechzehn Jahre alt. Mich haben sie zum Saubermachen der Polizeir\u00e4ume geholt. Wenn Polen kamen, die bei uns angesiedelt werden sollten, meldeten sie sich bei der Polizei. Meistens kamen sie bei Nacht, dann bummerten sie an unsere Fensterl\u00e4den, bis wir vor Angst aufmachten. Sie haben uns aus unseren Betten rausgeholt und haben sich in unsere Betten gelegt. Weil wir im Sommer immer Ferieng\u00e4ste hatten, hatten wir noch zwei Bettgestelle auf dem Boden. Die konnten wir uns runterholen und in einem anderen Zimmer aufstellen. Sonst h\u00e4tten wir auf dem Fu\u00dfboden schlafen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir hatten bei den Polen getauscht, ein Tischtuch oder einen Bettbezug oder was wir entbehren konnten, und haben das gegen Lebensmittel eingetauscht. Ich war sechzehn Jahre alt und musste bei einer polnischen Familie das Haus sauber halten und manchmal auch kochen. Wenn ich abends nach Hause ging, durfte ich die Reste mitnehmen oder die Kartoffelschalen. So haben wir uns durchgeschlagen. Im Sommer haben wir Brennnessel gegessen. Im Herbst ist meine Mutter als Erntehelferin zu den Polen gegangen. Sie hatte sich unter dem Rock eine Tasche gen\u00e4ht und hat darin heimlich ein paar Weizenk\u00f6rner mitgenommen. Dann ist sie zu den Fischern gegangen und hat geholfen, die Fischernetze sauber zu machen f\u00fcr den n\u00e4chsten Fischfang. Wenn sie vom Fischen zur\u00fcckkamen, haben sie die Eingeweide entfernt. Vom Dorsch, oder man sagt auch Kabeljau, haben sie auch die Leber weggeworfen und das ist das Beste. Die hat meine Mutter dann mitgebracht. So haben wir uns vor dem Verhungern bewahrt.<\/p>\n<p>Mein Vater war in englische Kriegsgefangenschaft gekommen und hatte sich heimlich bei Nacht und Nebel durchgeschlagen, immer an der Ostsee entlang. 1946, kurz von Weihnachten, war er dann zu uns gesto\u00dfen. Das war zu einem Zeitpunkt, wo wir nichts mehr zu essen hatten. Wir hatten nichts mehr, was wir noch eintauschen k\u00f6nnten. Ich wei\u00df noch, dass meine Mutter an einem Abend noch ein St\u00fcckchen Brot hatte. Wir waren vier Leute und meine Mutter hat jedem eine dicke Scheibe gegeben und hat gesagt: \u201eDas ist das Letzte. Was Morgen wird, das wissen wir nicht\u201c. Wir waren evangelisch, aber wir sind nie zur Kirche gegangen. Ich wurde zwar konfirmiert, aber sonst sind wir nie zur Kirche gegangen. Mein Vater, der eigentlich nie an Religion interessiert war, sagte: \u201eNa ja, der liebe Gott wird uns schon helfen\u201c. Da wusste er, wo er sich Hilfe erhoffen durfte. Am anderen Morgen ging er aus dem Haus auf die Stra\u00dfe und kam an einem B\u00e4cker vorbei. Das war auch ein Pole. Er stand am Zaun und sagte: \u201eKomm mal her, ich brauche Holz zum Brotbacken. Kannst du mir Holz machen? Du bekommst ein Brot daf\u00fcr\u201c. Nat\u00fcrlich wollte mein Vater das machen. Er hat dann den ganzen Tag Holz in St\u00fccke ges\u00e4gt und gehackt und hat am Abend ein Brot bekommen. Da war unsere Ern\u00e4hrung wieder gesichert. Es kamen dann immer mehr Polen und der B\u00e4cker musste mehr backen, so dass das Holz nicht mehr ausreichte, das mein Vater gehackt hatte. Der B\u00e4cker sagte dann zu meinem Vater: \u201eDu musst dir noch einen dazu nehmen, damit ihr mehr Holz machen k\u00f6nnt!\u201c Mein Vater hat sich dann meine Mutter dazu genommen und sie bekamen zwei Brote. Nun konnten wir nicht jeden Tag zwei Brote essen, so hat er sich Mehl geben lassen. Aber wir haben immer alles ohne Salz, ohne Zucker, ohne Gew\u00fcrze gegessen.<\/p>\n<p>Das ging zwei Jahre lang, bis der Pole anfing, die Deutschen auszuweisen. Zwei Transporte gingen nach Burgdorf bei Hannover und zwei Transporte nach Neum\u00fcnster. Wir konnten nicht mitfahren, weil meine Gro\u00dfmutter, die Mutter meines Vaters, im Sterben lag, sie war nicht transportf\u00e4hig. Mein Vater sagte: \u201eIch lasse meine Eltern hier nicht alleine. Entweder sie kommen mit oder wir bleiben hier, solange, bis die Mutter gestorben ist\u201c. Nachdem meine Gro\u00dfmutter gestorben war, sind wir mit dem letzten Transport, mit den letzten Deutschen, ausgewiesen worden und wir kamen nach Th\u00fcringen, in die ehemalige DDR.<\/p>\n<p>Man sagte uns, dass wir alles mitnehmen d\u00fcrften, was wir wollten. So sehr viel hatten wir ja nicht mehr. Was wir noch hatten, haben wir auf einen gro\u00dfen Handwagen geladen. Am Abend mussten alle Deutschen zur Turnhalle kommen. Wir sollten unsere Wagen drau\u00dfen stehen lassen und in der Turnhalle \u00fcbernachten. Nat\u00fcrlich haben wir nur das Handgep\u00e4ck mitgenommen. Als wir am anderen Morgen raus kamen, waren alle Wagen weg. Sie hatten uns das alles weggeschafft.<\/p>\n<p>In dem Dorf in Th\u00fcringen war nichts, keine Arbeitsm\u00f6glichkeit. Die Bauern hatten schon genug Fl\u00fcchtlinge als Arbeitskr\u00e4fte. Die konnten uns also auch nicht gebrauchen. Der B\u00fcrgermeister sagte zu meinem Vater: \u201eGehen sie mal da in die M\u00fchle, da k\u00f6nnen sie ein bisschen aufr\u00e4umen\u201c. Was n\u00fctzte das, er wollte doch etwas verdienen, damit wir uns was kaufen konnten. In der M\u00fchle gab es in der Ecke einen kleinen Haufen Weizen, der vollkommen mit Kornk\u00e4fern und Maden durchsetzt war. Mein Vater hat diese K\u00f6rner mitgebracht und meine Mutter hat die gekocht, damit wir sie essen konnten, mit K\u00e4fern, mit Maden. Hauptsache wir hatten etwas zu essen.<\/p>\n<p>Mein Vater hatte drei Schwestern in Berlin wohnen. Mit ihnen hatten wir Kontakt aufgenommen. Eine Schwester hat geschrieben, dass es in Berlin eine Firma gebe, die f\u00fcr die Russen eine Bosch-Filiale demontieren muss. Die Russen hatten doch alles nach Russland abgeschleppt. Die Firma brauche Arbeitskr\u00e4fte und wenn mein Vater das machen wollte, dann bek\u00e4me er auch eine Zuzugsgenehmigung. Damals konnte man nicht einfach irgendwohin gehen und sagen: \u201eHier wohne ich jetzt!\u201c Dazu musste man eine Erlaubnis haben. Das war in Kleinmachnow, einem Vorort von Berlin. Wir sind gekommen und wurden in einem kleinen Behelfsheim untergebracht. Als der Chef mich sah \u2013 ich war noch ein wenig zur\u00fcckgeblieben \u2013 sagte er: \u201eWas will die Kleine denn, die kann doch nicht. Die kann in meinen Garten gehen und Unkraut zupfen\u201c.<\/p>\n<p>Wir hatten meinen Gro\u00dfvater dabei und er sollte bei meiner Tante, die in Berlin lebte, unterkommen. Eines Tages habe ich ihn dorthin gebracht. Als ich in der Mittagszeit dorthin kam, kam eine Frau zu meiner Tante, die sich vierzehn Tage vorher selbst\u00e4ndig gemacht und ein Gesch\u00e4ft er\u00f6ffnet hatte. Meine Tante sagte zu ihr: \u201eNa, Wanda, wie geht es dir denn mit deinem Gesch\u00e4ft?\u201c \u201eAch, es geht gut. Aber ich kann das nicht aushalten, den ganzen Tag nur in dem Laden stehen. Ich nehme mir jetzt eine Verk\u00e4uferin, ein junges M\u00e4dchen oder eine Frau, die mich abl\u00f6sen kann, damit ich beweglich bin\u201c. Meine Tante sagte dann: \u201eMeine Nichte ist gerade aus Polen gekommen. Kannst du sie nicht nehmen?\u201c Ich hatte sch\u00f6nes blondes Haar und meine Tante hatte mir die erste Dauerwelle verpassen lassen. Die Frau schaute mich an und sagte: \u201eJa, sie soll einmal mit ihrer Mutter kommen\u201c. Ich bin mit meiner Mutter hingegangen. Sie war eine alleinstehende Frau. Sie sagte dann, dass ich bei ihr arbeiten k\u00f6nne. Ich wohnte bei meiner Schwester, die auch in Berlin lebte, denn bis nach Kleinmachnow zu meinen Eltern war es zwei Stunden mit der S-Bahn. Das w\u00e4re schlecht gewesen, jeden Tag zwei Stunden hin und zwei Stunden zur\u00fcck. Ich habe mich gut mit der Frau verstanden, bei der ich gearbeitet habe und sie sagte zu mir, dass ich sie Wanda nennen sollte. Ich sagte, dass ich das nicht k\u00f6nne. Sie war doch so viel \u00e4lter als ich. Tante Wanda, das ginge schon eher. Sie bot mir an, dass ich bei ihr wohnen sollte. Es hat sich so ergeben, dass ich f\u00fcr sie wie ihr Kind wurde. Sie war gut zu mir und hat mich verw\u00f6hnt. Da habe ich gut mir ihr gelebt. Sie war eine sehr gl\u00e4ubige Frau. Sie war 1914 mit ihren Geschwistern und mit der Mutter sogar nach Russland verschleppt worden, bis an die Wolga. Nach Jahren war sie zur\u00fcckgekommen. Sie hat mich gelehrt, wenn man sich zum Essen an den Tisch setzt, dass man auch f\u00fcr die Speise dankbar sein sollte, dass man betet. Wir sind auch zusammen zur Kirche gegangen. Manchmal sonntags, aber meistens mittwochs zur Bibelstunden in die evangelische Kirche. Der Pastor hat einen Vers aus dem Neuen Testament genommen und das besprochen. Wenn man dann so richtig aufger\u00fcttelt war, dachte man, da musst du wohl in deinem Leben etwas \u00e4ndern, da stimmst du nicht mit \u00fcberein. Am Schluss sagte er immer, das war sein letztes Wort: \u201eWir k\u00f6nnen sowieso nichts machen, es geschieht ja alles aus Gnade\u201c. Wir sind nach Hause gegangen und haben gesagt: \u201eWenn alles aus Gnade geschieht, brauchen wir nichts zu machen\u201c. Das hat uns nicht befriedigt. Wir sind dann zu anderen Gemeinschaften gegangen, Adventisten, Neuapostolische. Zeugen Jehovas sind zu uns ein halbes Jahr gekommen. Aber das war alles nichts.<\/p>\n<p>Dann wurde bei uns im Gesch\u00e4ft eingebrochen und ganz viel gestohlen. Wir waren bei der Allianz-Versicherung versichert, die ihren Sitz in West-Berlin hatte. Damals ging das noch, dass man westliche Versicherungen in Anspruch nehmen konnte. Der Herr, der den Schaden aufnehmen musste, kam zu uns und hat alles aufgeschrieben. Irgendwie kamen wir auch auf Religion und Glauben zu sprechen. Er sagte: \u201eAm Sonntag ist hier in Lichtenberg, in ihrer N\u00e4he, eine Konferenz von unserer Kirche. Ich lade sie ein, dahin zu kommen\u201c. Von den Mormonen, Kirche Jesu Christi, hatten wir keine Ahnung. Allerdings wusste ich schon, dass diese Kirche existiert, weil die Tante meines Schwagers im Tabernakel-Chor war. Als 1955 in der Schweiz der Tempel geweiht wurde, kam sie mit nach Deutschland. Da habe ich das erste Mal durch meinen Schwager von der Kirche geh\u00f6rt. Aber nur das Negative. Jedenfalls hat er uns eingeladen und wir sind zu dieser Konferenz gegangen. Das war in einem Kino. Was so gesagt wurde, war sehr sch\u00f6n und hat uns auch gefallen. Aber wir hatten weiter keinen Kontakt. Es kamen keine Missionare zu uns oder auch der Herr von der Allianz hat uns nicht angesprochen oder gefragt, ob wir noch mehr wissen wollten.<\/p>\n<p>Ich habe immer f\u00fcr mich alleine abends gebetet, ohne dass meine Eltern mich dazu angehalten haben. Diese Gebete habe ich auswendig gelernt, wie: \u201elieber Vater mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm\u201c, und \u201eabends wenn ich schlafen geh\u2018, vierzehn Engel bei mir steh&#8217;n\u201c. Am Schluss habe ich immer gesagt: \u201eAber lieber Vater, lass meine Verwandten, die M\u00e4nner, die im Krieg sind, nicht sterben, lass sie wieder nach Hause kommen\u201c. Als ich konfirmiert wurde, mussten wir uns f\u00fcr die Konfirmation einen Bibelspruch selber aussuchen. Ich hatte das f\u00fcr den n\u00e4chsten Unterricht vergessen. Das war mir sehr peinlich und ich sagte zu meinen Freundinnen: \u201eIch habe meinen Spruch nicht, ich habe das vergessen. Zeigt doch einmal eure Spr\u00fcche, vielleicht kann ich mir davon einen aussuchen\u201c. Ich habe ein paar gelesen und der eine hat mich vollkommen angesprochen. Das war der Psalm 23 \u201eHerr weise mir deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz, dass ich deinen Namen f\u00fcrchte\u201c. Von da an habe ich das noch dazu gebetet. Elf Jahre ging das so. Zum gro\u00dfen Teil war das meine Schuld. Wir waren sehr besch\u00e4ftigt. Wir hatten das Gesch\u00e4ft und am Wochenende sind wir rausgefahren, Berlin hat viele Seen. Dort haben wir uns \u00fcber das Wochenende ein sch\u00f6nes Leben gemacht. Dann kam dieses Hin und Her in Berlin. Berlin war in vier Teile geteilt. Dann hie\u00df es: \u201eDiesen Herbst wird Berlin Eins, dann kommen wir zum Westen\u201c. Es wurde Herbst und es war wieder nichts. Dann hie\u00df es: \u201eIm Fr\u00fchjahr, dann ziehen die Russen ab, dann wird Berlin ganz dem Westen angeschlossen\u201c. Das ging so von einem Jahr zum anderen. Die Kommunisten haben dann auch die privaten Gesch\u00e4ftsleute vollkommen ausgeschaltet, sie wollten nur ihre staatlichen Gesch\u00e4fte. Meine Tante verdiente nicht mehr genug. Sie sagte dann zu mir, dass sie mich nicht mehr besch\u00e4ftigen k\u00f6nne, ich m\u00fcsse mir eine andere Arbeit suchen. Das habe ich auch gemacht.<\/p>\n<p>Meine Schwester ist mit ihrer Familie von Berlin nach Hildesheim gefl\u00fcchtet. Sie haben uns gesagt, wenn sie Fu\u00df gefasst und eine Wohnung haben, dann soll ich nachkommen. So war es auch. Um Ostern herum sind sie gefl\u00fcchtet und im Oktober bekamen sie eine Wohnung. Dann sagten sie mir, dass ich kommen k\u00f6nne. Damals konnte man sich noch besuchsweise bei Verwandten in Westdeutschland aufhalten, man bekam die Erlaubnis. Das habe ich beantragt und bin besuchsweise hingefahren und bin dageblieben. Zu der Zeit konnte ich nur Wintersachen mitnehmen, weil man kontrolliert wurde, bevor man \u00fcber die Grenze fuhr. Ich habe meine Sommersachen und meine Aussteuer (Bettw\u00e4sche usw.) um den K\u00f6rper gebunden und einen weiten Mantel angezogen und habe das alles vorher nach West-Berlin gebracht. Dort hatte meine Tante eine Nichte, zu der ich das gebracht habe. Von da haben wir diese Sachen mit der Post nach Westdeutschland geschickt. Wir haben genau ausgekl\u00fcgelt, wann die DDR-Polizei die S-Bahn-Z\u00fcge kontrolliert. Wir haben festgestellt, am Sonntag in der Mittagszeit sind die S-Bahn-Z\u00fcge ganz voll, \u00fcberall stehen sie in den G\u00e4ngen, da kommen sie nicht rein. Ich habe Koffer mit meinen Federbetten genommen und habe alles vorher r\u00fcbergebracht. Am 4.\/5. November 1956 bin ich besuchsweise nach Westdeutschland gefahren und bin da geblieben. Meine Tante hatte mich nicht abgemeldet, wir waren nicht verwandt, ich war nur ihre Angestellte. Sie hat so getan, als wenn sie nicht w\u00fcsste, was mit mir ist. Nach acht Wochen, als die Zeit abgelaufen war, kam die Polizei und fragte, wo ich denn w\u00e4re. \u201eDie ist doch nach Westdeutschland gefahren. Dort hat sie einen Mann kennengelernt und kommt nicht wieder, sie heiratet da\u201c. Das stimmte gar nicht, aber das hat sie gesagt. Sie musste f\u00fcnfhundert Mark Strafe zahlen, weil sie das nicht gemeldet hatte.<\/p>\n<p>Nun war ich ganz alleine in Hildesheim. Ich hatte da keine Freunde. Zwar hatte ich meine Schwester mit ihrer Familie, aber sonst niemanden. Ich dachte mir, dass ich sonntags einmal in die evangelische Kirche gehe. Hildesheim ist sehr katholisch, aber ich ging zur evangelischen Kirche. Was dort ablief, war mir so fremd. Ich dachte bei mir: \u201eBist du hier bei den Katholiken?\u201c Jedenfalls hat es mir \u00fcberhaupt nicht gefallen. \u201eDa gehst du nicht wieder hin\u201c, dachte ich mir. Im November war ich in Hildesheim angekommen. Anfang Dezember kamen wir abends von der Arbeit, mein Schwager und ich, da sagte meine Schwester: \u201eHeute waren hier zwei amerikanische Missionare, die wollen uns etwas von den Mormonen erz\u00e4hlen und sie wollen wiederkommen, wenn die Familie zusammen ist\u201c. Ich habe gesagt, dass sie am Sonnabend kommen m\u00fcssen. Mein Schwager war ein ganz Ungl\u00e4ubiger, er wollte nichts davon wissen. Er hat aber nichts dagegen gesagt. Am Samstag kamen die Missionare und was die sagten, das ging mir und auch meiner Schwester runter wie \u00d6l. Am meisten hat mich beeindruckt, als sie sagten, dass wir wieder einen lebenden Propheten haben, zu dem Gott spricht. Ich wollte immer mehr wissen und hatte immer das Gef\u00fchl: \u201eJa, das kommt dir so bekannt, so vertraut vor\u201c. Sie haben uns dann eingeladen, zur Kirche zu kommen. Als wir den ersten Sonntag zur Kirche gingen, war eine Fast- und Zeugnisversammlung. Meine Schwester und ich sa\u00dfen da und h\u00f6rten die Zeugnisse und wir f\u00fchlten, dass diese Menschen, die mit einfachen Worten ihr Zeugnis gaben, etwas besa\u00dfen, was wir nicht hatten, das uns aber sehr kostbar erschien. Das hat uns so begeistert und auch in der Sonntagsschule, wenn sie gesprochen haben, war das meistens etwas, womit wir uns gerade besch\u00e4ftigt hatten. Wir fragten uns, wie das kam, sie konnten doch gar nicht wissen, dass wir uns gerade damit besch\u00e4ftigt hatten. Wieso sprechen sie jetzt gerade dar\u00fcber? Das war wunderbar. In Hannover war dann eine Konferenz, zu der ich auch mitgefahren bin. Eine alter Schwester aus Hildesheim sagte zu mir: \u201eNa Fr\u00e4ulein Haelke, wann lassen sie sich denn taufen?\u201c Ich sagte, dass ich mich schon ganz gerne taufen lassen w\u00fcrde, aber was dann alles von mir verlangt w\u00fcrde und ich wisse nicht, ob ich das alles halten k\u00f6nne. Wenn ich etwas mache, dann muss ich das auch richtig machen. Sie sagte, dass das gar kein Problem sei. Wenn ich getauft w\u00fcrde, bek\u00e4me ich den Heiligen Geist und dann k\u00f6nne ich alles schaffen. \u201eSo einfach ist das\u201c, sagte ich. Als die Missionare wiederkamen, sprachen sie wieder von der Taufe und ich sagte: \u201eJa, ich m\u00f6chte mich taufen lassen\u201c. Aber, da war noch ein Haken, der Zehnte. Meine Schwester hatte ihre Wohnung mit M\u00f6beln und allem einrichten m\u00fcssen und das alles auf Kredit. Wir arbeiteten in einer Fabrik, die Fernsehger\u00e4te und Autoradios herstellte. Zu Weihnachten haben sie an die Belegschaft Auslaufger\u00e4te, oder wo ein kleiner Fehler dran war am Geh\u00e4use oder so, ganz billig verkauft. Da gab es auch eine Musiktruhe, in der ein Fernseher, Radio und Plattenspieler drin war, f\u00fcr f\u00fcnfhundert D-Mark. Wir hatten aber diese f\u00fcnfhundert D-Mark nicht, h\u00e4tten aber gerne so ein Ding gehabt. Ins Kino konnten wir nicht gehen, wir hatten weiter nichts. Mein Schwager sagte aber, dass wir nicht noch mehr Schulden machen k\u00f6nnen. Ich sagte: \u201eKauf dir die Truhe und ich gebe euch so lange, bis die f\u00fcnfhundert Mark bezahlt sind, alles, was ich verdiene\u201c. Ich brauchte ja nichts, ich brauchte kein Taschengeld. Einhundert-f\u00fcnfundzwanzig Mark bekamen sie von mir f\u00fcr Wohnen und Essen. Den Rest, den ich dar\u00fcber hinaus verdiente, wolle ich geben, bis das bezahlt sei. Irgendwann k\u00f6nnten sie mir das wiedergeben.<\/p>\n<p>Ich wollte mein Versprechen halten, damit sie das bezahlen k\u00f6nnen. Ich sagte zu den Missionaren: \u201eTut mir leid, ich m\u00f6chte mich gerne taufen lassen, aber\u2026\u201c. Ich habe das ein bisschen hinausgez\u00f6gert. Dass ich kein Geld hatte, um den Zehnten zu zahlen, wollte ich nicht sagen, weil ich mich gesch\u00e4mt hatte. Kurz darauf, an einem Samstag, als wir gerade in die Stadt zum Einkaufen gehen wollten, kommt der Postbote und sagte, dass er f\u00fcr Erika Haelke einen Einschreibebrief h\u00e4tte. Ich staunte: \u201eF\u00fcr mich?\u201c Der war von Tante Wanda aus Berlin. Sie schickte mir in diesem Einschreibebrief dreitausend DM Westgeld \u2013 damals stand das Ostgeld zum Westgeld eins zu vier \u2013 mit der Begr\u00fcndung, ich h\u00e4tte bei ihr einen Wohnzimmerschrank stehen lassen, den ich habe nicht mitnehmen k\u00f6nnen, und einiges andere, und daf\u00fcr wollte sie mich entsch\u00e4digen. Da konnte ich meiner Schwester alles geben, was sie f\u00fcr das Fernsehger\u00e4t noch brauchte und ich hatte noch so viel \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Am 26. Mai 1957 wurde ich in einem Hallenbad in Hildesheim getauft. Das war so wunderbar f\u00fcr mich. Meine Schwester ist noch eineinhalb Jahre mitgegangen. Sie wollte sich auch gerne taufen lassen, aber damals war es so, dass der Mann die Einwilligung geben musste. Er hat gesagt, dass er keine Mormonin zur Frau haben wolle, er gebe die Einwilligung nicht. Sie war genauso begeistert wie ich. Wir haben das Buch Mormon verschlungen. Sie war zu Hause und hat das Buch Mormon gelesen und hat mir dann erz\u00e4hlt, was sie gelesen hatte. Sie sagte aber, dass sie ein Zeichen haben m\u00f6chte, sie m\u00f6chte wissen, ob das alles stimmt. Als wir eines Tages nachts halb zw\u00f6lf von unsere Schicht nach Hause kamen, war sie noch wach und sa\u00df im Wohnzimmer ganz ver\u00e4ngstigt und ich fragte: \u201eWas ist denn los?\u201c \u201eIch habe heute Abend etwas Furchtbares erlebt. Ich wollte gerade schlafen gehen \u00fcber den Flur zum Schlafzimmer, da stand eine Gestalt auf dem Flur. Die sah furchtbar aus. Sie war ganz grau und h\u00e4sslich und zusammengekr\u00fcmmt\u201c. Das war die andere Seite, von der sie wahrscheinlich ein Zeichen bekommen hat. Jedenfalls ein Himmelsbote war es nicht. Der ist immer leuchtend und hell. Wir sollen ja auch keine Zeichen verlangen. Jedenfalls sind die nach eineinhalb Jahren von Hildesheim nach Hanau bei Frankfurt gegangen. Dort hat sie den Kontakt zur Kirche nicht wieder gesucht. Heute will sie \u00fcberhaupt nichts mehr davon wissen. Ich bin die einzige aus unserer Familie geblieben.<\/p>\n<p>Ich war so erf\u00fcllt von dem, was ich jetzt hatte. Eigentlich war ich kein Fr\u00fchaufsteher, es fiel mir immer schwer, fr\u00fch aufzustehen. Aber an einem Morgen lag ich noch, schaute zur Uhr und sagte mir, dass ich noch Zeit habe, dass ich noch nicht aufstehen m\u00fcsse. Ich dachte wieder dar\u00fcber nach, was mir geschehen ist und dachte, wenn ich nicht nach Westdeutschland gekommen w\u00e4re, dann h\u00e4tte ich immer noch nicht die Kirche kennengelernt. Auf einmal h\u00f6rte ich eine Stimme, die mir etwas ins Ohr fl\u00fcsterte. Ich habe es aber nicht verstanden. Dann habe ich gebetet: \u201eVater im Himmel, ich habe geh\u00f6rt, dass mir jemand etwas ins Ohr gefl\u00fcstert hat, aber ich wei\u00df nicht, was es bedeutet. Ich w\u00fcsste aber gerne, was es bedeutet\u201c. Nach einem Moment h\u00f6rte ich wieder, wie eine Stimme fl\u00fcstert: \u201eGesegnet bist du!\u201c Ich habe dar\u00fcber nachgedacht: \u201eJa, ich bin wirklich gesegnet!\u201c Ich habe die Wahrheit, die Kirche gefunden, habe den Sinn meines Lebens erkannt und was Jesus Christus mir bedeutet, was der Vater im Himmel alles f\u00fcr seine Kinder getan hat. Dann habe ich erst einmal mein Leben zur\u00fcckverfolgt. Ich wusste nicht genau, wer Gott war und was Jesus Christus f\u00fcr mich bedeutet, weil ich nie dar\u00fcber belehrt wurde. Jetzt erst habe ich gesehen, wie sehr er mich besch\u00fctzt, gef\u00fchrt und gesegnet hat in so vielen Momenten. Danach habe ich noch viel mehr Zeugnisse davon erhalten, wie der Herr unsere Gebete erh\u00f6rt, wie er immer f\u00fcr uns da ist und dass er mich genau kennt und wei\u00df, was ich brauche.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfmutter meines Mannes ist 1923 zur Kirche gekommen. Die Gemeinde war hier in Stadthagen, fr\u00fcher noch in einem anderen Dorf. Sie haben sich in einem Pferdestall versammelt. Au\u00dferhalb von Stadthagen, in Wenthagen, lebten seine Gro\u00dfeltern. Der Gro\u00dfvater ist nicht zur Kirche gekommen, er trank gerne Alkohol. Dadurch ist nat\u00fcrlich auch mein Schwiegervater, der Vater meines Mannes, zur Kirche gekommen und auch die Mutter meines Mannes. Mein Mann und seine Schwester wurden mit acht Jahren getauft und sind in der Kirche aufgewachsen.<\/p>\n<p>Ich war in Hildesheim und er war in Stadthagen. Zu der Zeit haben sich die \u00c4ltesten einmal im Jahr getroffen und haben einen Ausflug gemacht. Damals war Hannover noch kein Pfahl, die \u00c4ltesten geh\u00f6rten zu dem Distrikt. Einmal sind sie nach Bremen gefahren, einmal nach Hamburg und so weiter. 1960 fuhren sie nach Goslar, nahe der Grenze zur DDR. In Hildesheim gibt es eine Familie Jensen. Bruder Jensen war Patriarch im Pfahl Hannover. Sie haben gesagt, dass sie wieder \u00c4ltestenkollegiums Treffen haben und dass sie mich mitnehmen wollen. Ich habe gesagt, dass ich dabei doch nichts zu suchen habe, das sei doch nur f\u00fcr die \u00c4ltesten. Aber sie wollten mich mitnehmen. Sie und auch meine Schwiegereltern und mein Mann haben es nie zugegeben, aber ich glaube, dass sie etwas gekungelt haben. Jedenfalls bin ich mitgefahren und als wir in Goslar ausstiegen, kam gleich mein Mann zu uns gelaufen und begr\u00fc\u00dfte uns alle. Er beschlagnahmte mich gleich und lud mich zum Eis essen ein. Als wir dann noch woanders hingefahren sind, sollte ich mit in seinen Bus kommen, da war noch Platz. Die Schwiegermutter hat Mettbr\u00f6tchen ausgepackt. Das kam mir schon komisch vor, er kannte mich doch gar nicht.<\/p>\n<p>Nach eineinhalb Jahren haben wir geheiratet. Mein Mann hat auch ein ganz gro\u00dfes Zeugnis. Er ist 1989 an Krebs erkrankt. Erst hatte er Darmkrebs und sp\u00e4ter Leberkrebs. Er hatte vier Operationen. Bei der letzten Operation hatte er Bauchschmerzen und wurde hier in Stadthagen ins Krankenhaus eingeliefert. Sie haben ihn operiert, weil sie dachten, es sei ein Darm- oder Magendurchbruch oder Blinddarm. Sie haben aber festgestellt, dass er einen Tumor an der Leber hatte und der hat f\u00fcrchterlich geblutet und sie konnten das Blut nicht stillen. W\u00e4hrend der Narkose wurde er in einem Hubschrauber nach Bad Oeynhausen in eine Spezialklinik gebracht. Das sind ungef\u00e4hr f\u00fcnfzig\/sechzig Kilometer von hier. An dem Tag war es so nebelig, dass sie nicht am Krankenhaus landen konnten. Sie sind auf dem Feld runter gegangen und er wurde im Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Dieser Akt war im Krankenhaus nat\u00fcrlich eine Sensation. Am anderen Morgen, bei der Visite, sagte der Arzt zu meinem Mann: \u201eSie haben sich gestern vielleicht etwas geleistet. Das ganze Krankenhaus spricht von ihnen!\u201c Mein Mann wusste von nichts, er war doch in der Narkose. Der Arzt hat ihm dann alles erz\u00e4hlt. Dann dachte er: \u201eMeine G\u00fcte, mein Leben hing doch am seidenen Faden. Warum bin ich nicht gestorben?\u201c Er hat das auch den Vater im Himmel gefragt. Mein Mann sagte, dass da eine Stimme zu ihm gekommen sei und gesagte habe: \u201eIch wollte dir meine Liebe erweisen!\u201c<\/p>\n<p>Ich habe gefragt, wie lange mein Mann noch zu leben hatte. Der Arzt sagte, dass man das nicht sagen k\u00f6nne. Auf mein Dr\u00e4ngen sagte er: \u201eNa ja, ich sage einmal sechs Monate\u201c. Als mein Mann wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, ging es ihm sehr gut. Er hatte keine Schmerzen, konnte essen, ist Autogefahren. Bis auf den letzten Tag. Nach f\u00fcnf Monaten ist er gestorben. Mein Mann hei\u00dft Karl Heinrich Gottfried Hartmann.<\/p>\n<p>Als ich zehn Jahre alt war, bekam ich noch einen Bruder. Damals gab es noch keine Papierwindel, die Mutter musste die Windeln waschen. Das habe ich ihr abgenommen. Meine Mutter und die Verwandten haben gefragt: \u201eWarum machst du das? Warum w\u00e4schst du die Windeln?\u201c Ich sagte, dass ich das gerne mache, dass es mir Spa\u00df mache. Sie fragten, ob ich auch einmal Kinder haben m\u00f6chte. Ich habe gesagt, dass ich vierzehn Kinder haben m\u00f6chte. \u201eWarum gerade vierzehn?\u201c Ich wusste auch nicht warum, aber das kam mir gerade in den Sinn. Sp\u00e4ter habe ich gedacht, wenn ich vierzehn Kinder bekommen h\u00e4tte, das w\u00e4re ein bisschen viel geworden.<\/p>\n<p>Als ich mich der Kirche angeschlossen hatte, war ich f\u00fcnfundzwanzig Jahre alt. Die Gemeinden hier waren sehr klein. Es gab zum Beispiel in Hildesheim keine Menschen in meinem Alter. Ich war die einzige mit f\u00fcnfundzwanzig Jahren. Wir hatten auch nicht solche Veranstaltungen, wie die Jugendlichen heute, so regelm\u00e4\u00dfig, wo die Jugendlichen in der Kirche zusammenkamen. Ich dachte: \u201eWenn ich mich der Kirche anschlie\u00dfe, werde ich \u00fcberhaupt nicht heiraten\u201c. Ich wollte doch einen in der Kirche heiraten. So hatte ich mich schon damit abgefunden, dass ich nicht heiraten w\u00fcrde. Aber, hundertprozentig wohl doch noch nicht. Weil ich nun auch gelernt hatte, wie wichtig die Familie ist und wie wichtig die ewige Ehe ist, wollte ich unbedingt heiraten und auch Mutter sein. Von da an habe ich immer darum gebetet: \u201eVater im Himmel, ich m\u00f6chte so gerne heiraten und Kinder haben, und wenn es nur von jeder Sorte eins ist!\u201c Das habe ich bekommen. Ich habe einen Jungen und ein M\u00e4dchen. Ich war schon f\u00fcnfunddrei\u00dfig und bekam meine Tochter und elf Monate sp\u00e4ter meinen Sohn. Dann war Schluss, dann kam nichts mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Misdroy, Usedom, Pommern Ich hei\u00dfe Erika Ilse Alma Hartmann, geborene Haelke, und bin am 16. Februar 1931 in Misdroy Kreis Usedom Wollin in Pommern geboren. Misdroy ist ein Ostseebad und wir haben haupts\u00e4chlich von den Ferieng\u00e4sten gelebt. Mein Vater ist Friedrich Richard Ernst Haelke und meine Mutter hei\u00dft Ida Alma, geborene Richter. Mein Vater ist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[13,56],"tags":[],"class_list":["post-1274","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-h","category-polen"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Erika Ilse Alma Hartmann - Mormonengeschichte<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Erika Ilse Alma Hartmann - Mormonengeschichte\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Misdroy, Usedom, Pommern Ich hei\u00dfe Erika Ilse Alma Hartmann, geborene Haelke, und bin am 16. Februar 1931 in Misdroy Kreis Usedom Wollin in Pommern geboren. Misdroy ist ein Ostseebad und wir haben haupts\u00e4chlich von den Ferieng\u00e4sten gelebt. Mein Vater ist Friedrich Richard Ernst Haelke und meine Mutter hei\u00dft Ida Alma, geborene Richter. Mein Vater ist [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Mormonengeschichte\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2012-05-16T18:15:19+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2014-04-18T06:42:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Guest Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Guest Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"29 Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann\"},\"author\":{\"name\":\"Guest Author\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\"},\"headline\":\"Erika Ilse Alma Hartmann\",\"datePublished\":\"2012-05-16T18:15:19+00:00\",\"dateModified\":\"2014-04-18T06:42:03+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann\"},\"wordCount\":5842,\"commentCount\":0,\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2012\\\/05\\\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg\",\"articleSection\":[\"H\",\"Polen\"],\"inLanguage\":\"de-AT\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann\",\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann\",\"name\":\"Erika Ilse Alma Hartmann - Mormonengeschichte\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2012\\\/05\\\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg\",\"datePublished\":\"2012-05-16T18:15:19+00:00\",\"dateModified\":\"2014-04-18T06:42:03+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de-AT\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-AT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann#primaryimage\",\"url\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2012\\\/05\\\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg\",\"contentUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2012\\\/05\\\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/1274\\\/erika-ilse-alma-hartmann#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Erika Ilse Alma Hartmann\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/\",\"name\":\"Mormonengeschichte\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de-AT\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\",\"name\":\"Guest Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-AT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Guest Author\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/author\\\/guestauthor\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Erika Ilse Alma Hartmann - Mormonengeschichte","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Erika Ilse Alma Hartmann - Mormonengeschichte","og_description":"Misdroy, Usedom, Pommern Ich hei\u00dfe Erika Ilse Alma Hartmann, geborene Haelke, und bin am 16. Februar 1931 in Misdroy Kreis Usedom Wollin in Pommern geboren. Misdroy ist ein Ostseebad und wir haben haupts\u00e4chlich von den Ferieng\u00e4sten gelebt. Mein Vater ist Friedrich Richard Ernst Haelke und meine Mutter hei\u00dft Ida Alma, geborene Richter. Mein Vater ist [&hellip;]","og_url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann","og_site_name":"Mormonengeschichte","article_published_time":"2012-05-16T18:15:19+00:00","article_modified_time":"2014-04-18T06:42:03+00:00","og_image":[{"url":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg","type":"","width":"","height":""}],"author":"Guest Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Guest Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"29 Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann"},"author":{"name":"Guest Author","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287"},"headline":"Erika Ilse Alma Hartmann","datePublished":"2012-05-16T18:15:19+00:00","dateModified":"2014-04-18T06:42:03+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann"},"wordCount":5842,"commentCount":0,"image":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg","articleSection":["H","Polen"],"inLanguage":"de-AT","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann","url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann","name":"Erika Ilse Alma Hartmann - Mormonengeschichte","isPartOf":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg","datePublished":"2012-05-16T18:15:19+00:00","dateModified":"2014-04-18T06:42:03+00:00","author":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann#breadcrumb"},"inLanguage":"de-AT","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de-AT","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann#primaryimage","url":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg","contentUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Erika-Ilse-Alma-Hartmann1-217x300.jpg"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1274\/erika-ilse-alma-hartmann#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Erika Ilse Alma Hartmann"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#website","url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/","name":"Mormonengeschichte","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de-AT"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287","name":"Guest Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de-AT","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","caption":"Guest Author"},"url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/author\/guestauthor"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1274"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1274\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1968,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1274\/revisions\/1968"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}