{"id":1286,"date":"2012-05-22T16:03:29","date_gmt":"2012-05-22T16:03:29","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1286"},"modified":"2014-10-11T12:59:27","modified_gmt":"2014-10-11T12:59:27","slug":"helga-irmgard-henkel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1286\/helga-irmgard-henkel","title":{"rendered":"Helga Irmgard Henkel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Forst (Lausitz), Mark Brandenburg<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Helga-Irmgard-Henkel1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1287\" title=\"Helga-Irmgard-Henkel\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Helga-Irmgard-Henkel1-208x300.jpg\" alt=\"Mormon Deutsch Helga Irmgard Henkel\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Helga-Irmgard-Henkel1-208x300.jpg 208w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Helga-Irmgard-Henkel1.jpg 292w\" sizes=\"(max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a>Mein Name ist Helga Irmgard Henkel<\/strong>, geborene G\u00e4bler. Ich bin am 21. Mai 1935 in Forst (Lausitz) in der Mark Brandenburg geboren. Mein Vater hie\u00df Bruno Alfred G\u00e4bler, meine Mutter war Martha Schreiber. Etwa zur\u00fcck bis zum dritten Lebensjahr erinnere ich mich an meine Kindheit. Sie war zwar von Armut gepr\u00e4gt, aber trotzdem empfand ich sie als gl\u00fccklich. Mein Vater war von Beruf Steinmetz und Bildhauer, als typische Berufskrankheit trug er eine Staublunge davon und konnte, als ich geboren wurde, nicht mehr arbeiten. Wir wohnten anfangs im Hinterhaus eines gro\u00dfen Mietshauses, das meinem Gro\u00dfvater geh\u00f6rte. Die ganze Familie, ich war das siebente Kind, hatte ein gro\u00dfes Zimmer zur Verf\u00fcgung. An dieses Zimmer erinnere ich mich nicht mehr, ich kenne es nur aus den Erz\u00e4hlungen meiner Geschwister. Ich hatte sechs Geschwister, wovon einer im Krankenhaus an Diphtherie und Scharlach gestorben ist, als meine Mutter mit mir schwanger war.<\/p>\n<p>Als ich etwa drei Jahre alt war, hatten meine Eltern die M\u00f6glichkeit, in Forst-Berge ein Einfamilienhaus zu erwerben. Daran erinnere ich mich gut. Es war viel Platz au\u00dfen herum vorhanden. Eine gro\u00dfe Sandgrube war in der N\u00e4he, aus der man den Sand bzw. Kies zum Bau der H\u00e4user holte. Es war herrlich dort zu spielen. Nach der anderen Seite war Kiefernwald, wo ich mich sehr gern aufgehalten habe. Wirklich gehungert haben wir in den Kriegsjahren nicht. Aber wir mussten auf Vieles verzichten. Schokolade lernte ich erst kennen, als wir nach dem Krieg aus den USA (Utah) Pakete bekamen, wo jedes Kind eine halbe Tafel Schokolade bekam, da war ich zw\u00f6lf Jahre alt. Wir hatten einen Garten. Meine Eltern hielten Ziegen, Schafe, H\u00fchner und bauten Gem\u00fcse an, um die gro\u00dfe Familie ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen. F\u00fcr mich war es furchtbar, wenn ich von den Kohlk\u00f6pfen die Raupen herunter sammeln musste. Aber da gab es kein Pardon, das musste ich tun.<!--more--><\/p>\n<p>Als meine Eltern bereits vier Kinder hatten, wollten sie eigentlich keine mehr. Aber eines Nachts hatte mein Vater einen Traum, der ihn sehr bewegte. Da stand vor ihm ein kleines M\u00e4dchen und sagte: \u201eIch will auch noch zu euch!\u201c Mein Vater war sehr gl\u00e4ubig und \u00fcberredete meine Mutter noch ein Kind zu bekommen. Es war ein Junge. Danach \u00fcberredete er sie noch einmal, es war wieder ein Junge, und erst das siebente Kind war ich, endlich das M\u00e4dchen. Mein Vater liebte mich sehr und hat mir kurz vor seinem Tod diese Geschichte erz\u00e4hlt. Jeder, der mich kennt, wei\u00df, dass das schon so gewesen sein kann. Wenn ich etwas will, dann versuche ich alles so lange, bis ich es bekomme. Es k\u00f6nnte so sein, ich wei\u00df es nicht.<\/p>\n<p>In Deutschland herrschte seit 1939 Krieg. Die Front kam durch den Vormarsch der Russen immer n\u00e4her in die Heimat. Als ich neun Jahre alt war, das war im Winter 1944, ging mein Bruder Zeitungen austragen, und ich ging oft mit ihm. Wir mussten etwa drei Kilometer laufen und dann die Zeitungen dort verteilen. Als die ersten Granaten in Forst einschlugen war mein Bruder Horst allein. Er bekam furchtbare Angst und lief in das Elternhaus meiner Mutter. Mein Gro\u00dfvater war bereits gestorben, aber die Gro\u00dfmutter, die Frau meines Onkels, Tante Dora, und meine Tante Anna wohnten noch dort. Er ging zu dieser Tante Dora und sagte: \u201eTante Dora, ich habe Angst!\u201c Und sie sagte: \u201eHorst, ich bringe dich nach Hause.\u201c Sie zog sich nur eine leichte Jacke an, obwohl es Februar war, und lief mit meinem Bruder durch die Stadt. Sie mussten die Nei\u00dfebr\u00fccke \u00fcberqueren, und von dort waren es etwa noch zwanzig Minuten zu laufen. Als sie noch etwa f\u00fcnf Minuten von unserem Haus entfernt waren fiel ein Schuss vor ihre F\u00fc\u00dfe. \u201eStoi!\u201c rief es. Da kamen Russen aus dem Hinterhalt und hielten sie fest. Die Russen wollten sie nicht durchlassen. Tante Dora gab ihnen aber mit H\u00e4nden und F\u00fcssen zu verstehen, dass sie meinen Bruder, der zu dieser Zeit zw\u00f6lf Jahre war, zu den Eltern bringen wollte. Dann lie\u00dfen die russischen Soldaten sie weitergehen. Sie kamen unversehrt in unser Haus. Alle sa\u00dfen im Keller. Meine Mutter hatte Betten und Eingewecktes in den Keller gebracht. Auf Kohlebergen, die unten im Keller lagerten, hatte sie uns einen Platz geschaffen, auf dem wir liegen konnten. Die Russen begleiteten meinen Bruder Horst und Tante Dora bis in den Keller. Meine Eltern waren froh, dass mein Bruder da war, aber meine Tante lie\u00dfen sie nicht mehr zur\u00fcck. Sie musste bei uns bleiben. Sie konnte auch nicht Nachricht geben, denn Telefon gab es zu dieser Zeit nicht und sie hatte weder Geldbeutel noch Ausweise mitgenommen. Die Russen wollten immer \u201ePapyri, Papyri\u201c sehen, und die hatte sie nicht bei sich. Dann haben sie sie immer wieder hoch geholt und verh\u00f6rt und wollten sie auch vergewaltigen, was zum Gl\u00fcck nicht geschah. Sie hat sich sehr gewehrt und sie haben ihr auch einmal die Pistole auf die Brust gesetzt, um sie gef\u00fcgig zu machen, aber sie hat nicht eingewilligt. Ich kann mich erinnern, als es wieder einmal so schlimm war, sagte sie zu meinem Vater: \u201eBruno, bete f\u00fcr mich!\u201c Und er sagte: \u201eNein, das musst du selbst tun.\u201c Ich muss dazu erkl\u00e4ren, sie war kein Mitglied der Kirche und hat meine Eltern oft angep\u00f6belt. Zu mir war sie immer freundlich, auch zu meinem Bruder, aber dass wir bei der Kirche Jesu Christi waren, das hat ihr \u00fcberhaupt nicht gefallen. Jedoch in ihrer Not hat sie laut gebetet, stotternd wie ich mich erinnere, aber sie hat es getan, und zumindest an diesem Tage wurde es ruhiger.<\/p>\n<p>Dann ist etwas in diesem Keller passiert, was ich nie vergessen werde. Eine Granate schlug in unserem Hof ein und das Haus wackelte. Es war nur ein einfaches Einfamilienhaus. Oben gingen die Scheiben zu Buch und der Putz fiel zum Teil von den W\u00e4nden. Ich hatte Angst und sagte: \u201ePapa, lass uns beten.\u201c Er sagte \u201eJa\u201c, und dann haben wir das getan. Etwas sp\u00e4ter, wie lange das war, wei\u00df ich nicht mehr, kam ein Russe die Treppe herunter getorkelt. Er war betrunken und rief: \u201eFrau, komm!\u201c Alle hatten Angst. Wenn ich mich recht erinnere, hatte er auch ein Gewehr dabei. Pl\u00f6tzlich brach er auf der Treppe zusammen und schlief. Wir waren alle erstaunt. Mein Vater erz\u00e4hlte uns dann sp\u00e4ter, dass er gebetet hat: \u201eVater im Himmel, wir haben immer versucht, das Rechte zu tun, jetzt brauchen wir Deine Hilfe.\u201c Und er h\u00f6rte eine Stimme die sagte: \u201eWas du w\u00fcnschst wird geschehen.\u201c Er hatte gew\u00fcnscht, dass der Soldat auf der Stelle einschlafen m\u00f6ge, und das geschah. Als er aufgewacht war verlangte er aus dem Regal, in dem meine Mutter das Eingeweckte und die mit Wasser gef\u00fcllten Gl\u00e4ser zu stehen hatte, um notfalls etwas zum Trinken zu haben, ein Glas mit Wasser, weil er wohl dachte, dass Wodka darin w\u00e4re. Meine Mutter gab es ihm und er ging nach oben. Einige Zeit sp\u00e4ter kam er wieder herunter und das Gleiche wiederholte sich. Mein Vater w\u00fcnschte diesmal, dass er dienstlich abberufen werden sollte. Die T\u00fcr ging oben auf und sein Vorgesetzter kam und rief ihn heraus. Zwar wehrte er sich, aber dann ging er doch. Es waren Erlebnisse, die mein Leben sehr gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n<p>Es war etwa am 21. oder 22. Februar 1945, da kamen die Russen herunter und sagten uns, wir m\u00fcssten alle raus, wir m\u00fcssten weg, es k\u00e4me ein gro\u00dfen Angriff und dieses Haus werde wahrscheinlich nicht stehen bleiben. Wir m\u00fcssten in ein gr\u00f6\u00dferes Haus. Damit war ein Gesch\u00e4ftshaus gemeint, in das wir h\u00e4ufig einkaufen gegangen sind. Das Haus hie\u00df ironischer weise \u201eFrieden\u201c, und dort brachte man uns in den ersten Stock. Vor dem Haus stand die Stalinorgel. Von dort schoss man \u00fcber das Haus in den anderen Teil meiner Heimatstadt. Es war furchtbar laut. Alle Scheiben gingen zu Bruch. Wir lagen da auf dem Boden und vor lauter Aufregung hatten meine Mutter und ich vergessen, mir etwas Warmes anzuziehen. Als wir dort ein paar Tage waren hat man uns auch dort hinausgetrieben und wir mussten uns mit den anderen Bewohnern aus unserer Strasse vor einem Haus aufstellen, in dem die Russen waren und ihr Maschinengewehr geputzt haben. Sie bewegten es so hin und her, als wollten sie uns alle erschie\u00dfen. Es geschah jedoch nicht.<\/p>\n<p>Man trieb uns weg in Richtung Osten. Wir waren etwa vierzig Personen und man w\u00e4hlte einen F\u00fchrer, der uns wegbringen sollte. Wir liefen durch den Wald und sahen von Ferne, dass die ganze Stadt brannte. Der Himmel war feuerrot. Ich war so m\u00fcde, dass ich bei einer Rast \u2013 ich hatte ja n\u00e4chtelang nicht oder nur kurz geschlafen \u2013 mich auf einen Reisighaufen legte und einschlief. Meine Mutter weckte mich, ich war so m\u00fcde, ich wollte nicht gehen. Aber ich musste mit. Nun begann eine Odyssee durch den Wald. Wir sahen viele tote Pferde, auch tote Soldaten. Einer davon war vor wenigen Tagen bei uns einquartiert gewesen und er hatte gesagt, wenn die Russen kommen werde ich mich erschie\u00dfen<\/p>\n<p>Wir hatte nichts zu essen. Ich sah, dass unser Treckf\u00fchrer bei einigen toten Pferden St\u00fccke herausschnitt und wir ekelten uns furchtbar. Als wir dann in einer Turnhalle irgendwo zur Rast blieben, da hatte er das Fett ausgebraten und von irgendwo her auch Brot aufgetrieben. Jeder bekam eine Scheibe Brot mit diesem Fett. Das haben wir alle gegessen und keiner hat sich mehr geekelt. Er hatte auch ein Glas Eingewecktes, wovon jedes Kind einen L\u00f6ffel voll bekam. Er ging so reihum und die Kinder bekamen so viel, bis das Glas leer war. Dort bleiben durften wir nicht. Man trieb uns weiter \u00fcber Sorau (\u017bary), Sagan (\u017baga\u0144). In Sagan blieben wir f\u00fcr eine Nacht in einer Wohnung. Mein Vater war sehr krank, deshalb war er nicht beim Milit\u00e4r.<\/p>\n<p>Mein Bruder und ich mussten unter dem Tisch schlafen. Man legte eine d\u00fcnne Decke darunter und ich habe f\u00fcrchterlich gefroren. Wir hatten jedoch nichts anderes. Am n\u00e4chsten Tag ging es weiter und letztendlich blieben wir in Petersdorf (Piechowice), das liegt etwa f\u00fcnf Kilometer hinter Sagan. Das ist ein Stra\u00dfendorf, wie es viele dort in der Gegend gibt. Erst gingen alle zu einem gr\u00f6\u00dferen Haus, das war eine Schmiede. Das Dorf selbst war menschenleer. Die Leute, die dort wohnten, waren alle gefl\u00fcchtet und jeder suchte sich, so schnell es ging, eine Bleibe. Nur mein Vater blieb mit uns drau\u00dfen stehen. Ich sagte: \u201ePapa, was ist, wollen wir uns nicht auch ein Zimmer suchen?\u201c Er sagte: \u201eWarte!\u201c Was ihn dazu bewegt hat, hat er mir nie gesagt. Aber dann gingen wir hinein und alle Zimmer waren belegt. Er ging ganz oben auf den Dachboden. Dort gab es ein kleines K\u00e4mmerchen und er sagte: \u201eHier werden wir hineingehen.\u201c Nachts h\u00f6rten wir, wie die Russen kamen und wir h\u00f6rten, wie die Frauen um Hilfe riefen. Wir h\u00f6rten, dass sie bei uns vorbei gingen und bei der T\u00fcr suchten, um den Eingang zu finden. Es war ja dunkel, es gab keinen Strom. Aber sie fanden ihn nicht und wir blieben in dieser Nacht unversehrt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen gab es einen Aufruf, wer von den Einquartierten arbeiten k\u00f6nnte. Gesucht wurde eine Schneiderin, jemand der Schuhe besohlen k\u00f6nnte, und man suchte auch Leute, die auf der Stra\u00dfe arbeiten sollten. Mein Vater konnte nicht viel arbeiten, aber Schuhe besohlen konnte er, denn er hatte immer unsere Schuhe besohlt. Meine Schwester Ilse war N\u00e4herin und auch meine Tante Dora, die bei uns war, sagte sie k\u00f6nne n\u00e4hen. So hat man uns aus dem Haus herausgef\u00fchrt und uns in einem kleinen Bauernhaus einquartiert. Wir hatten auch dort nur ein Zimmer. Nebenan war noch ein kleines Zimmer. Darin war eine junge Frau mit ihrem Kind. Dann gab es eine ganz winzige komische K\u00fcche. Aber wir waren f\u00fcr uns. Allerdings war das an der Strasse und immer wieder bekamen wir Besuch von den Russen. Manchmal waren sie freundlich und haben uns Essen gebracht. Einmal so viel Fleisch, dass wir es gar nicht essen konnten. Aber sie haben uns auch immer wieder bel\u00e4stigt.<\/p>\n<p>Da erinnere ich mich an eine Sache, wo sie sagten: \u201eFrau, komm!\u201c Meine Mutter sagte zu meinem Bruder Horst und mir: \u201eGeht raus und holt Hilfe.\u201c Wir wollten raus, aber ein Russe stellte sich breitbeinig vor die T\u00fcr und breitete die Arme aus, so dass wir nicht hinaus konnten. Ich biss ihn in die Hand, er zog sie weg und dann rannten wir hinaus und haben geschrien.<\/p>\n<p>Die Russen durften es eigentlich nicht. Zumindest die Russen, die bei uns waren. Wenn sie bei einer Vergewaltigung erwischt wurden, hat man sie hart bestraft. Aber sie haben es nat\u00fcrlich trotzdem getan. Als wir so laut geschrien haben, bekamen sie Angst und sind rausgegangen. Mein Vater schrie: \u201eIlse, geh\u2018 ganz schnell weg!\u201c Sie schlief auf einem Sofa vor dem Fenster. Ilse gehorchte und in dem Moment fiel ein gro\u00dfer Stein durch das Fenster. Sie waren so w\u00fctend, dass sie sich auf diese Weise Luft machten. Aber dann hatten wir f\u00fcr diese Nacht Ruhe.<\/p>\n<p>Etwas Lustiges ist auch passiert. Wenn Russen kamen und befahlen: \u201cRabota\u201c, also arbeiten, musste man mitgehen, da konnte man sich nicht verweigern. So kamen sie auch eines Tages, und meine Schwester und meine Tante Dora gingen mit. Wir h\u00f6rten sie von weitem schreien und meine Mutter sagte: \u201eKommt schnell, wir m\u00fcssen nachsehen, was da passiert ist.\u201c Wir rannten hin und sahen meine Tante Dora und Ilse und noch andere junge Frauen auf dem Tisch stehen, und die M\u00e4use, die sich dort eingenistet hatten liefen voller Angst die W\u00e4nde rauf und runter. Die Russen hatten es als Stall und Ablage benutzt. Es war sehr schmutzig und die M\u00e4use hatten sich vermehrt. Vor ihnen hatten die Frauen Angst. Wir waren also froh, dass es nichts weiter war als M\u00e4use, und gingen beruhigt wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Mein Bruder Horst und ich gingen durch das Dorf. Wir hatten einen kleinen Spielzeugwagen gefunden und durchsuchten die H\u00e4user nach etwas Essbarem und nach Kleidung. Meine gro\u00dfe Schwester Anni hatte dort ihr erstes Kind entbunden, den kleinen Peter, ohne Hebamme und ohne Arzt. Eine Bauersfrau stand ihr zur Seite und sie hatte nat\u00fcrlich keinen Kinder-Wagen. So durchsuchten wir den ganzen Ort und fanden auch einen Kinderwagen sowie ein paar Dinge, die man f\u00fcr das Baby benutzen konnte. Manchmal hatten wir Angst und mitunter haben wir uns auch versteckt. Hinterher h\u00f6rten wir von unserem Treckf\u00fchrer, dass er uns gefolgt ist, um uns zu beobachten, was wir da treiben, und der dann unseren Eltern am\u00fcsiert erz\u00e4hlt hatte, was wir alles gemacht haben. Wir haben von allem gekostet, was herum lag, ob es schmeckt oder ob man es m\u00f6glicherweise essen k\u00f6nnte. Manchmal sind wir an Waschpulver geraten, den wir f\u00fcr Puderzucker hielten. Wir tobten in den Scheunen herum, die es gab. Wir sprangen von oben runter in das Heu. Wir waren dort vom Februar bis zum Ende des Krieges im Mai 1945.<\/p>\n<p>Viel Negatives ereignete sich, aber auch Geschehnisse, die wir als Wunder betrachteten, konnten wir erleben. Die Kommandanturen wechselten h\u00e4ufig. Wie ich beobachten konnte, haben sich manche der russischen Soldaten Axelst\u00fccke von meiner Schwester n\u00e4hen lassen, um mehr zu scheinen als sie waren. Sie lie\u00dfen sich auch Hosen n\u00e4hen. Ich erinnere mich noch, dass ein Russe so eine Hose anprobierte. Sie gefiel ihm und er setzte sich voller Freude auf einen Stuhl, sprang aber sofort wieder auf. Meine Schwester hatte wohl eine Nadel darin vergessen und hatte nun Angst, dass er uns erschie\u00dfen w\u00fcrde, aber zu unserem Gl\u00fcck lachte er nur. Als eine der Kommandanturen versetzt wurde, nahmen sie meine Schwester und meinen Vater mit. Die Schwester setzten sie auf einen Panjewagen, einen Pferdegespann mit diesen besonderen mittelgro\u00dfen ausdauernden Pferden. Mein Vater sollte laufen. Meinen Vater schickten sie bald wieder zur\u00fcck, weil sie merkten wie krank er war. Meine Schwester Ilse war damals sechzehn Jahre alt. Sie hatte einen Rucksack gepackt und es gab Zeugen, die gesagt haben, sie h\u00e4tten den Rucksack auf dem Wagen gesehen. Als sie weg waren ging meine Mutter hinaus. Sie war sehr traurig und weinte Tag und Nacht. Da sah sie den Rucksack im Flur. Keiner wei\u00df, wie er dahin gekommen ist, und mein Vater sage: \u201eDas ist ein Zeichen, sie wird wiederkommen!\u201c Sie war einige Zeit weg. \u00dcberraschender Weise brachte ein Russe sie wieder und sagte, er konnte es nicht mit ansehen, wie sie geweint hat, und erz\u00e4hlte uns, dass vor ihrer T\u00fcr immer Wachen standen. Es ist ihr nichts geschehen, obwohl sie allein unter Russen war.<\/p>\n<p>Ich kenne keine vergleichbare Geschichte. Sie war h\u00fcbsch, sie war jung, aber man hat ihr nichts angetan. Dieser Russe, der sie zur\u00fcckbrachte, wurde wahrscheinlich hart bestraft. Er hat es heimlich gemacht, ohne den Vorgesetzten zu benachrichtigen. Was danach mit ihm geschehen ist, wissen wir nicht.<\/p>\n<p>Auch das kam vor in dieser Zeit, dass die Russen hereinkamen und gerufen haben: \u201eHeil Hitler\u201c, um zu sehen, ob meine Eltern mit \u201eHeil Hitler\u201c antworteten. Das war der geforderte Gru\u00df in der \u201ebraunen Zeit\u201c. Meine Eltern haben dem Russen aber nicht mit \u201eHeil Hitler\u201c geantwortet. Der Russe sagte dann nur: \u201eHitler schei\u00dfe, Stalin schei\u00dfe.\u201c W\u00f6rtlich hat er das so gesagt.<\/p>\n<p>Als der Krieg zu Ende war, durften wir wieder nach Hause laufen. Meine Schwester Anni hatte durch die unsachgem\u00e4\u00dfe Entbindung furchtbare R\u00fcckenschmerzen und konnte nicht laufen. So haben wir den Kinderwagen geschoben und sie mit dem Handwagen gezogen. Mehrere Tage waren wir unterwegs und haben irgendwo geschlafen. Es waren sechzig Kilometer bis Forst. Wir waren froh, als wir endlich ein paar Schornsteine sahen. Forst war durch die ans\u00e4ssige Tuchindustrie eine reiche Stadt. Es gab auch eine Ingenieurschule f\u00fcr diesen Industriezweig. Als wir zur\u00fcckkamen war die Innenstadt von Forst zu achtzig Prozent zerst\u00f6rt. Man hatte sechs Wochen lang um Forst gek\u00e4mpft. Die Russen haben von der \u00f6stlichen Seite geschossen und die Deutschen von der westlichen Seite. Als wir schlie\u00dflich zu unserem Haus in Berge kamen, sahen wir, dass es bis auf die Grundmauern abgebrannt war. Man hat uns erz\u00e4hlt, dass es nicht durch Kriegseinwirkungen geschehen ist, sondern durch die Polen, die einen furchtbaren Hass auf die Deutschen hatten und alles verbrennen wollten. Sie haben jedes zweite Haus angez\u00fcndet in der Hoffnung, dass alles andere dann auch abbrennt.<\/p>\n<p>Es sind nicht alle H\u00e4user abgebrannt, aber unseres war eben dabei. Das war eines der traurigsten Erlebnisse meiner Kindheit. Daraufhin hatten wir uns in einem Nachbarhaus einquartiert, das noch stehen geblieben war. Mein Bruder und ich streiften wieder durch die W\u00e4lder, wo die Russen ihre Bunker und Unterst\u00e4nde hatten. Die hatten sie zum Teil mit Tischdecken und Bettlaken ausgekleidet. Diese Sachen holten wir zusammen und kamen dadurch zu einem notd\u00fcrftigen W\u00e4schehaushalt. Mein Vater hatte im Garten Bohnen angebaut. Wo er den Samen her hatte, wei\u00df ich nicht. Vielleicht hatte er ihn im Haus gefunden. Ich wei\u00df, dass sie gebl\u00fcht hatten und schon kleine Bohnen daran waren. Vater und Mutter freuten sich, dass wir schon in einigen Tagen Bohnen ernten k\u00f6nnten. Ich war nicht zu halten. Immer habe ich mich drau\u00dfen herumgetrieben, und da hat mir jemand gesagt: \u201eSag\u2018 deinen Eltern, sie sollen alles zusammenpacken. Ihr m\u00fcsst hier raus!\u201c Ich bin schnell nach Hause gelaufen und habe meinen Eltern das gesagt. Sie haben es mir nicht geglaubt. Sie haben gesagt, das kann gar nicht sein, wir sind erst hier eingezogen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen gegen vier Uhr klopfte es ganz laut an die Haust\u00fcr. \u201eRaus, raus, raus!\u201c Den Polen war unsere Heimat \u00f6stlich der Nei\u00dfe zugesprochen worden. Innerhalb eine viertel Stunde mussten wir das Haus verlassen. Wir waren schlaftrunken, ich habe geweint. Meine Mutter konnte in der kurzen Zeit nicht viel zusammenpacken. Ich hatte so einen Puppenwagen, da hatten sie das Besteck verpackt, das meine Schwester als ihre Aussteuer mitgenommen hatte. Der Wagen war schwer, es hatte geregnet, ich schaffte es nicht, den Wagen zu schieben und heulte. Meine Puppe lag oben drauf. Die ganze Zeit hatte ich sie mitgetragen und dann kam ein Pole und nahm mir den Wagen weg. Er stie\u00df mich weg, ich weinte und wollte wenigstens meine Puppe haben. Nein, er hat sie mir nicht gegeben. So mussten wir \u00fcber die Nei\u00dfe zur\u00fcck in das jetzt deutsche Gebiet. Die Siegerm\u00e4chte hatten es so gewollt.<\/p>\n<p>Wo sollten wir hin? Wir gingen wieder in das Elternhaus meiner Mutter zur\u00fcck. Dort konnten wir erst einmal in der Wohnung meiner Tante Anna bleiben. Sie war nicht mehr da, mit meiner Gro\u00dfmutter war sie nach dem Westen gefl\u00fcchtet. Die Gro\u00dfmutter hatte auf dem Handr\u00fccken eine dicke Geschwulst. Sie war aber nicht bereit zum Arzt zu gehen. So hatte man ihr dort, wo sie vorerst Zuflucht fanden, die Hand amputieren m\u00fcssen und daran war sie gestorben. Schwester Inge Marten, ein Mitglied der Kirche, war auch dort. Sie sagte: \u201eKeiner von den Fl\u00fcchtlingen, die in diesem Krankenhaus operiert wurden, hat \u00fcberlebt.\u201c Ob es gestimmt hat oder nicht, wei\u00df ich nicht. Sie ist eine Schwester, die ehrlich ist. Ich glaube ihr. Ob es menschliches Versagen war oder Absicht l\u00e4sst sich nicht nachvollziehen. So waren die Kriegs- und Nachkriegsereignisse.<\/p>\n<p>Eines Tages stand ich auf dem Hof bei meinem Vater. Es war wahrscheinlich im Jahr 1947. Ich hatte furchtbar Hunger und sagte zu ihm: \u201ePapa, werde ich mich je wieder satt essen k\u00f6nnen?\u201c Und er sagte: \u201eJa, es wird nicht mehr lange dauern!\u201c Wie lange es noch dauerte wei\u00df ich nicht, aber wir bekamen dann vom Wohlfahrtswerk der Kirche Spenden; das waren gro\u00dfe Kisten und Kartons, die bei uns zu Hause angeliefert wurden. Mein Vater war Gemeindepr\u00e4sident und ich wollte nat\u00fcrlich gleich, dass wir sie aufmachten. Er sagte jedoch: \u201eNein, wir warten bis die gesamte Gemeindepr\u00e4sidentschaft und auch die Frauenhilfs-Vereinigungsleitung zugegen ist. Ich m\u00f6chte nicht in den Ruf kommen, mir irgendetwas genommen zu haben, was mir nicht geh\u00f6rt.\u201c Das war in Forst (Lausitz), inzwischen wieder unsere Heimatgemeinde. In den Kisten und Kartons waren Kleidung, Weizenschrot und Konserven. Meine Mutter kochte sofort Weizensuppe mit Pfirsich. Das war einfach herrlich. Man kann es sich heute (im Jahr 2009) gar nicht vorstellen. In den Dosen waren Pfirsiche, Tomaten, Apfelkompott und Schweineschmalz. Auch Vitamintabletten waren dabei, die wir in unserer Dummheit nicht eingenommen haben. Wir wussten gar nicht, was das ist. Und es schmeckte komisch. Ich denke heute, es war Vitamin B. Ich erinnere mich an den Geruch. Wenn meine Mutter genau gewusst h\u00e4tte, was das ist, h\u00e4tten wir es schon nehmen m\u00fcssen. Diese Spenden aus dem Wohlfahrtswerk der Kirche haben uns wirklich vor dem Hungertod bewahrt.<\/p>\n<p>Jahrelang bin ich nur in Kleidern aus diesem Wohlfahrtswerk gelaufen. Es war nicht immer das, was mir gepasst h\u00e4tte, aber wir waren gl\u00fccklich und ich hatte endlich etwas anzuziehen. Die Winter bei uns waren im Januar und Februar sehr hart. Es waren Temperaturen zwischen minus zehn und f\u00fcnfundzwanzig Grad Celsius. Lange Hosen kannten wir gar nicht. Aber da waren Hosen f\u00fcr Jungen dabei, die habe ich angezogen, habe unten in das Hosenbein Schnur eingezogen und zusammengebunden und brauchte nicht frieren. Es waren teilweise sehr sch\u00f6ne Sachen dabei.<\/p>\n<p>Wir sind in Forst geblieben. Ich bin von Pr\u00e4sident Gregory, der in Westberlin residierte, in der damaligen DDR auf Mission berufen worden. Pr\u00e4sident Burkhardt war als Ratgeber des Missionspr\u00e4sidenten in der DDR t\u00e4tig und hielt die Verbindung aufrecht. Meine Missionszeit ging von Oktober 1955 bis Sommer 1957. Sie begann in Magdeburg, dann ging es nach Stendal, wo wir auch Rathenow betreuen mussten, von dort nach K\u00f6then in Sachsen-Anhalt mit Besuchen der Gemeinden Leipzig und Dessau. Anschlie\u00dfend war ich in Nordhausen im Harz. Von dort bin ich dann nach Hause entlassen worden Mein Vater lag in dieser Zeit im Sterben. Er hatte eine Landwirtschaft \u00fcbernommen, dieses so genannte Bodenreformland. Hier m\u00f6chte ich auf die Geschichte vom Traum meines Vaters zur\u00fcckkommen, der noch auf ein M\u00e4dchen wartete. Der Bruder Siegfried, der statt meiner zuerst geboren wurde, ist mit f\u00fcnf Jahren gestorben. Der n\u00e4chste Bruder Horst hat die Landwirtschaft \u00fcbernommen, weil mein Vater es gesundheitlich nicht schaffte. Obwohl Horst mit 14 Jahren noch sehr jung war, pfl\u00fcgte er mit einem Kuhgespann die \u00c4cker. Das machte er so gut, dass sogar die Alteingesessenen ihn wegen seiner geraden Furchen bewunderten. Zu diesem Bruder hatte und habe ich noch ein sehr, sehr gutes Verh\u00e4ltnis. Man hielt uns sogar f\u00fcr ein P\u00e4rchen, was wir nat\u00fcrlich nicht waren. Wir haben alles zusammen unternommen. Sp\u00e4ter hat er meine Freundin geheiratet, die auch Helga hie\u00df. Sie f\u00fchren eine gl\u00fcckliche Ehe und haben sieben Kinder. Alle sind in der Kirche aktiv. Also, im Sommer 1957 musste meine Mutter meinen sterbenden Vater pflegen. Meine Schw\u00e4gerin Helga, die \u00fcblicherweise in der Landwirtschaft mithalf, war hoch schwanger. Es war klar, dass sie die Arbeit nicht schaffen konnten. So bat ich dann den Missionspr\u00e4sidenten Henry Burkhardt, ob man mich fr\u00fcher entlassen k\u00f6nnte, um bei der Landarbeit helfen zu k\u00f6nnen, was dann auch geschah.<\/p>\n<p>Meinen Mann habe ich an Silvester 1954 bei einem Jugendtreffen in Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) kennengelernt. Die Mitglieder in der ehemaligen DDR haben immer wieder am Rande der Legalit\u00e4t Veranstaltungen f\u00fcr Jugendliche organisiert. Meine Schwester wurde zu dieser Zeit von ihrer Mission entlassen und bat mich, sie in Karl-Marx-Stadt anl\u00e4sslich dieses Treffens abzuholen und gleichzeitig daran teilzunehmen. Das habe ich getan. Manfred Henkel tanzte den ganzen Abend mit mir. Seine Cousine riet mir, ihn in Berlin zu besuchen. Ich erkl\u00e4rte ihr jedoch, wenn er was von mir will, dann soll er doch kommen. Es f\u00fcgte sich, dass er etwa zur gleichen Zeit in der ehemaligen DDR auf Mission war wie ich. Hin und wieder haben wir uns kurz zu Missionarsversammlungen getroffen, die Bruder Burkhardt mit allen berufenen Missionaren durchf\u00fchrte. Nach der Mission, im September 1957, wollten wir heiraten, aber da starb mein Vater. So haben wir im Einvernehmen mit den Familien die Hochzeit auf den 13. November verschoben.<\/p>\n<p>Mit vierzehn Jahren musste ich aus der Schule gehen. Ich h\u00e4tte gern die Oberschule besucht, um sp\u00e4ter Musik studieren zu k\u00f6nnen. Als Kind habe ich mir das so sehr gew\u00fcnscht, weil ich gro\u00dfe Freude an der Musik hatte. In der Familie wurde h\u00e4ufig musiziert. Aber es war nicht m\u00f6glich. Mein Vater sagte: \u201eIch kann es nicht bezahlen, und au\u00dferdem bist du ein M\u00e4dchen. Die Jungs konnten nicht studieren. Ich kann es dir nicht erm\u00f6glichen, heirate du und bekomme Kinder!\u201c Das war zur damaligen Zeit eine verbreitete Ansicht. Oft war es jedoch auch aus der Not geboren. Im Stillen war der Wunsch jedoch weiterhin lebendig. Nach unserer Flucht aus der DDR nach Esslingen in Baden-W\u00fcrttemberg wurde ich in der Gemeinde als Organistin berufen und lernte die Blockfl\u00f6ten spielen. Irgendwann kam eine Schwester aus der Gemeinde Esslingen auf mich zu und sagte: \u201eDie Musikschule sucht einen Fl\u00f6tenlehrer, kannst du das nicht machen?\u201c \u201eInge, du spinnst, ich kann das doch nicht gut genug!\u201c \u201eAber besser als der, der es jetzt macht; also bitte tu es.\u201c Dann habe ich mit Zittern und Zagen angefangen Unterricht zu geben. Zumindest f\u00fcr mich habe ich gemerkt, dass ich nicht gut genug bin, und habe zielstrebig weiter gelernt. Schlie\u00dflich war ich vier Jahre bei der St\u00e4dtischen Musikschule Esslingen angestellt.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter haben wir in Bretzfeld gebaut und geh\u00f6rten nun zur Gemeinde Heilbronn. Dort wurde ich wieder Organistin. Zur Gemeinde geh\u00f6rte eine junge Schwester, die in Trossingen Musik studiert hatte. Sie wurde sp\u00e4ter die Frau meines Sohnes Holger, meine Schwiegertochter. Zu der Zeit war jedoch nicht daran zu denken. Sie sagte: \u201eSchwester Henkel, in der privaten Musikschule in \u00d6hringen wird eine Gitarrenlehrerin gesucht. Sie k\u00f6nnen doch Gitarre spielen!\u201c Ich entgegnete: \u201eIch kann ein paar Akkorde, aber nicht viel.\u201c Darauf sie: \u201eDas reicht.\u201c \u2013 Dass Geld konnten wir brauchen. Das Haus war teuer und wir hatten alle f\u00fcnf Kinder noch zu Hause. So habe ich zugesagt: \u201eSagen Sie dem Leiter, ich werde sofort Unterricht nehmen. Ich bin sehr zuverl\u00e4ssig, ich liebe Kinder und kann sehr gut mit Kindern umgehen. Aber im Moment kann ich nicht viel. Wenn er sich darauf einl\u00e4sst werde ich es machen.\u201c So kam es, dass ich auch noch Gitarrenunterricht gab. Ab sofort bin ich jede Woche einmal nach Esslingen gefahren zu Inge Vogel, die mich seinerzeit zum Fl\u00f6tenunterricht bewegt hatte. Sie hat selbst als verheiratete Frau mit drei Kindern Gitarrenmusik studiert und dann mich unterrichtet. Es war eine Gratwanderung. Ich war meinen Sch\u00fclern immer vierzehn Tage im Voraus. Von Inge Vogel erfuhr ich, dass es in Hammelburg jedes Jahr f\u00fcr etwa zehn Tage Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Lehrer gibt. Das nahm ich f\u00fcr einige Jahre in Anspruch. Dort erfuhr ich auch, dass man in Trossingen an der Musikakademie ein Fernstudium f\u00fcr Gitarre absolvieren kann. Ich habe mich angemeldet und bekam schlie\u00dflich eine Zusage. Zu der Zeit war ich bereits f\u00fcnfzig Jahre und die Dozenten waren nicht gerade begeistert davon, ich konnte aber einen guten Abschluss machen. Gleich danach habe ich mich f\u00fcr das Blockfl\u00f6tenstudium angemeldet. Beides ging insgesamt \u00fcber vier Jahre. Seitdem bin ich offiziell legitimiert, Blockfl\u00f6ten- und Gitarrenunterricht zu geben.<\/p>\n<p>Meine Schw\u00e4gerin Karola sprach mich wegen meines vorger\u00fcckten Alters an: \u201eWarum tust du das, du hast doch einen Mann, der f\u00fcr dich sorgt. Warum tust du dir das mit dem Studium noch an?\u201c Ich habe ihr gesagt, ich wei\u00df nicht, ich wei\u00df nur, dass ich es tun soll. \u2013 Im Mai war ich fertig und vier Wochen sp\u00e4ter brach mein Mann zusammen und hat seit dieser Zeit nicht mehr arbeiten k\u00f6nnen. Er hatte einen Tumor im Kopf und musste operiert werden. Jetzt wusste ich, warum ich das Studium machen sollte. Es war, glaube ich, die schlimmste Zeit meines Lebens, einen kranken Mann, meinen Haushalt und nachmittags Unterricht. Aber ich habe es geschafft! Wie, wei\u00df ich heute nicht. Jeden Tag habe ich sechs bis acht Stunden unterrichtet und habe meinen Haushalt trotzdem in Ordnung gehabt. Ich habe im Garten gearbeitet; es ging. F\u00fcr mich ist das auch ein Wunder.<\/p>\n<p>Gegen Ende der Ausbildung hat man uns gefragt, wie viele Sch\u00fcler wir schon unterrichten. Die einen sagten f\u00fcnf, die anderen zehn, andere f\u00fcnfzehn. Ich hatte w\u00e4hrend meines Studiums schon achtzig Sch\u00fcler. Das konnte ich niemandem sagen ohne die Missgunst der anderen heraufzubeschw\u00f6ren. Nach dem Studium hatte ich bis hundertf\u00fcnfzig Sch\u00fcler, die jede Woche kamen. Ich habe so viel dazuverdient, dass wir die Raten f\u00fcr das Haus bezahlen konnten. Wir waren ja erst vor wenigen Jahren eingezogen. Ein Wunder? Das Haus ist inzwischen bezahlt. Wir haben keine Schulden. Wir konnten noch eine Wohnung kaufen, die zur H\u00e4lfte bezahlt ist. Sie ist vermietet. Mit der Miete kann der Kredit getilgt werden. Es gibt keine Verpflichtungen weiter. Wir haben f\u00fcnf wunderbare Kinder. Eine Tochter, die sehr talentiert war, ist gestorben. Wir sind sehr traurig dar\u00fcber, aber ich denke, wir werden sie wieder sehen. Alle Kinder sind sehr begabt und sie lieben uns, auch die angeheirateten Kinder, und sie sind uns willkommen. Zu uns geh\u00f6ren dreizehn Enkel und vier Urenkel. Ich denke, wir sind sehr gesegnet! Wir f\u00fchren es auf das Zahlen eines ehrlichen Zehntens zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Einige S\u00e4tze zu meinen Berufungen: Meine erste Berufung mit zw\u00f6lf oder dreizehn Jahren war Lehrerin in der Kindergartenklasse. Sekret\u00e4rin in der Sonntagsschule Organistin. Das ist eine interessante Geschichte. Mein Schwager Hans Vogt, der zweite Mann meiner Schwester Anni, war Organist. Er konnte gut spielen, aber er verstarb. Da ich mit acht Jahren ein Jahr Unterricht hatte, war mein Vater der Meinung, ich k\u00f6nnte die Kirchenlieder spielen. Ich sage ihm aber: \u201eIch kann es nicht.\u201c Er lie\u00df nicht locker: \u201eDoch, du wei\u00dft wo die Tasten sind und du kennst die Noten.\u201c \u201eAber ich kann es trotzdem nicht.\u201c Dann hat er gesagt: \u201eTu es!\u201c Ich habe es versucht und bin vor den Gottesdiensten ins Gemeindehaus gegangen, habe ge\u00fcbt, und nach den Gottesdiensten wieder. Ein Bruder Kollo, er konnte zwar nicht gut spielen, aber besser als ich, hat mir ein paar Tipps gegeben. Er meinte, man k\u00f6nne mit der linken Hand nur die B\u00e4sse spielen. Sie seien wichtiger als die Tenorstimme. Das habe ich dann auch getan. Ich war froh, dass mich die Gemeinde so toleriert hat, habe es dann aber doch noch einigerma\u00dfen gelernt. Was ich nicht vergessen kann, ist folgende Erfahrung: Wenn ich allein im Gemeindehaus sa\u00df und beim \u00dcben konzentriert auf die Noten sah, hatte ich das Gef\u00fchl, die T\u00fcr gehe auf und es komme jemand herein. Aber wenn ich mich umdrehte um zu sehen, war niemand da. Ich bekam eine G\u00e4nsehaut und furchtbare Angst und hatte das Gef\u00fchl, meine Haare st\u00fcnden zu Berge. Ich warf den Deckel des Klaviers zu und lief hinaus. Das ist mir mehrmals passiert. Trotzdem habe ich immer wieder ge\u00fcbt.<\/p>\n<p>Weitere Berufungen in der Kirche waren Sekret\u00e4rin, Lehrerin, Ratgeberin, Leiterin in der Frauenhilfsvereinigung; Lehrerin, Ratgeberin, Leiterin in der Primarvereinigung; Besuchs-Lehrerin, Arbeitsstundenleiterin, Lehrerin in der Jugendklasse der Sonntagsschule; Chorleiterin; seit mehr als f\u00fcnfzig Jahren Organistin und zur Zeit wieder Primarvereinigungsleiterin.<\/p>\n<p>Hier noch eine Geschichte meines Vaters, die er mir kurz vor seinem Tod erz\u00e4hlt hat. Eigenartigerweise hat er sie nur mir erz\u00e4hlt und nicht meinen Geschwistern. Ich wei\u00df, dass er mich sehr liebte. Mein Vater war als junger Mann, Jahrgang 1896, im ersten Weltkrieg zwischen 1914 und 1918 im Ersten Weltkrieg als Soldat in Russland. Die Deutschen hatten eine Schlacht verloren und waren auf dem R\u00fcckzug. Seine ganze Kompanie rannte, um sich in Sicherheit zu bringen. Er lief mit, h\u00f6rte aber eine Stimme: \u201eBruno bleib stehen.\u201c Er lief weiter, weil er niemanden sah. Dann h\u00f6rte er die Stimme ein zweites Mal: \u201eBruno bleib stehen!\u201c Er schaute sich wieder um und sah niemanden. Er rannte weiter, und h\u00f6rte die Stimme ein drittes Mal: \u201eBruno bleib stehen, du bist zu schade zum Sterben.\u201c Endlich blieb er stehen. Die Russen kamen und nahmen ihn gefangen. Einige Jahre war er in russischer Gefangenschaft und kam danach zur\u00fcck. In seiner Heimat bekam er keine Arbeit. Sein Beruf war Steinmetz und Bildhauer. Er ging nach Forst in die Kreisstadt. Dort lernte er meine Mutter kennen. Sie heirateten und ein paar Jahre sp\u00e4ter lernten meine Eltern die Kirche kennen. Mein Vater war kein guter Redner und auch nicht sehr musikalisch. Eines Tages war er dar\u00fcber sehr traurig. Er kniete sich nieder und bat den Vater im Himmel, ER m\u00f6ge ihm Kinder schenken, die diese Gaben h\u00e4tten, die er an sich vermisste. Von seinen sieben Kindern sind sechs erwachsen geworden. Sie sind alle musikalisch und bis auf einen ganz passable Redner.<\/p>\n<p>Meine Familie umfasst etwa hundertf\u00fcnfzig bis hundertsechzig Personen. Fast alle sind in der Kirche aktiv. Es gab einen Distriktspr\u00e4sidenten, Gemeindepr\u00e4sidenten, Bisch\u00f6fe, Organisten, Missionare aus drei Generationen. Sie alle haben vieles in der Kirche und in ihrem Heimatbereich bewegt. R\u00fcckblickend kann mal wohl verstehen, warum mein Vater nicht sterben sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forst (Lausitz), Mark Brandenburg Mein Name ist Helga Irmgard Henkel, geborene G\u00e4bler. Ich bin am 21. Mai 1935 in Forst (Lausitz) in der Mark Brandenburg geboren. Mein Vater hie\u00df Bruno Alfred G\u00e4bler, meine Mutter war Martha Schreiber. Etwa zur\u00fcck bis zum dritten Lebensjahr erinnere ich mich an meine Kindheit. 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