{"id":1289,"date":"2012-05-22T16:06:23","date_gmt":"2012-05-22T16:06:23","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1289"},"modified":"2014-04-18T06:33:28","modified_gmt":"2014-04-18T06:33:28","slug":"manfred-hermann-henkel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1289\/manfred-hermann-henkel","title":{"rendered":"Manfred Hermann Henkel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt an der Oder<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Manfred-Hermann-Henkel1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1290\" title=\"Manfred-Hermann-Henkel\" alt=\"Mormon Deutsch Manfred Hermann Henkel\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Manfred-Hermann-Henkel1-207x300.jpg\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Manfred-Hermann-Henkel1-207x300.jpg 207w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Manfred-Hermann-Henkel1.jpg 331w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a>Mein Name ist Manfred Hermann Henkel<\/strong>. Ich bin am 8. Dezember 1933 in Frankfurt an der Oder geboren. Mein Vater hei\u00dft Hermann Heinrich Henkel und meine Mutter Marie Frieda Hofmann. Die ersten Jahre meiner Kindheit habe ich in Frankfurt (Oder) gelebt. Dort bin ich auch in die achtklassige Volksschule, in die Pestalozzischule, gegangen. In der Kirche haben meine Geschwister und ich die Primarvereinigung besucht. Ab 1939 war der gr\u00f6\u00dfte Teil der M\u00e4nner und V\u00e4ter bereits zur Wehrmacht eingezogen. Sie wurden ausgebildet und entweder an die Front geschickt oder \u2013 vor allem gesuchte Handwerker \u2013 als Nachhut oder Besatzer eingesetzt. Die ersten Kriegsjahre waren in unsere Gegend verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ruhig. Allerdings, Fliegeralarm gab es h\u00e4ufig. In k\u00fcrzester Zeit musste die Mutter mit vier Kindern in den Schutzraum im Keller sein. Und das aus der dritten Etage des Hauses. Frankfurt (Oder) ist nur 80 Kilometer von Berlin entfernt. Die Luftangriffe auf Berlin und andere gro\u00dfe St\u00e4dte h\u00e4uften sich. Es blieb nicht aus, dass auch kleinere St\u00e4dte und D\u00f6rfer davon betroffen waren. Wir konnten oft den Feuerschein am Himmel vom brennenden Berlin sehen.<\/p>\n<p>Im Februar 1944 schlugen bei einem Luftangriff in der Leipziger Stra\u00dfe, etwa 80 Meter von unserer Wohnung im dritten Stock des Hauses entfernt, Sprengbomben ein. Makaber dabei war, dass es sich bei dem getroffenen Geb\u00e4ude um ein vierst\u00f6ckiges Haus mit einem Sarggesch\u00e4ft und Sargtischlerei handelte. Zeitweilig hatte Bruder Walter Krause, im ehemaligen Distrikt Spreewald gut bekannt, seine kleine Tischlerei im Hinterhof des Anwesens. Zu der Zeit war ich zehn Jahre alt. Auf dem Flur stehend schrie ich ver\u00e4ngstigt zum Himmlischen Vater, er m\u00f6ge uns verschonen. Wir h\u00f6rten sehr lautstark die Bomben auf uns herab kommen und sie schlugen neben uns ein. Seitdem hatte ich nur einen Wunsch, am 14. Februar des n\u00e4chsten Jahres wollte ich nicht in Frankfurt (Oder) sein.<!--more--><\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Fensterscheiben der Wohnung und Glasteile in der Wohnung waren entzwei. Die Wohnung konnte nicht beheizt werden. So nahmen uns vor\u00fcbergehend die Gro\u00dfeltern auf dem Vorwerk Lietzen auf. Dort gingen wir im tiefen Schnee in Holzpantoffeln etwa vier Kilometer nach Dorf Lietzen zur Schule. Es handelte sich um eine zweistufige Volksschule. Das hei\u00dft, die erste bis vierte Klasse wurden zusammen unterrichtet; und die f\u00fcnfte bis achte Klasse ebenfalls. Zu der Zeit war es noch \u00fcblich, dass der Lehrer alle F\u00e4cher einschlie\u00dflich Religion unterrichtete und Ordnung mit dem Rohrstock schaffte. Ich habe ihm einmal eine lange Nase gezeigt und daf\u00fcr Schl\u00e4ge bekommen. Er hat uns als Katechismuslehrer auf jeden Fall erkl\u00e4rt, wie die Dreieinigkeit zu verstehen ist, und zwar auf folgende Weise: \u201eSeht mich an, ich bin Vater, Lehrer und K\u00fcster, alles in einer Person, und so m\u00fcsst ihr euch auch die Dreieinigkeit vorstellen.\u201c In der Primarvereinigung hatte ich jedoch gelernt, dass das nicht stimmen konnte. Die Zeit ging vor\u00fcber, die Fenster wurden repariert und nach vielen Wochen konnten wir zur\u00fcck nach Frankfurt (Oder) gehen.<\/p>\n<p>Mit zehn Jahren wurde ich Pimpf. Das war eine vormilit\u00e4rische Jugendorganisation der NSDAP. Die russische Front r\u00fcckte n\u00e4her und n\u00e4her. Vom Sp\u00e4therbst und Winter 1944\/45 kamen laufend Trecks von Fl\u00fcchtlingen aus Ostpreu\u00dfen, Westpreu\u00dfen, Pommern und Schlesien durch Frankfurt (Oder). Auf Grund des nahenden Unheils konnte die Jugendorganisation nicht mehr so straff gef\u00fchrt werden. Wir Pimpfe wurden jedoch zur Verteilung von Lebensmitteln und warmen Getr\u00e4nken an die Fl\u00fcchtlinge beordert. Wer vor Hunger selbst ein Brot davon a\u00df, wurde als Volkssch\u00e4dling verurteilt und nachhaltig bestraft.<\/p>\n<p>Lange hielt dieser Zustand nicht an. Frankfurt (Oder) wurde Frontstadt und Festung und man wollte die Zivilbev\u00f6lkerung aus der Stadt haben. In der N\u00e4he, bei Kunersdorf, wo Friedrich der Gro\u00dfe vor Jahrzehnten eine entscheidende Schlacht gewann, wurde schwer gek\u00e4mpft und Boden verloren. Die Stalinorgeln mit ihrem typisch nervenaufreibenden schrecklichen Sound beschossen bereits die Stadt. Auch schwere Kaliber lie\u00dfen die H\u00e4user wackeln. Schlie\u00dflich kam der Zeitpunkt, an dem wir unser Heim, Stube und K\u00fcche, verlassen mussten.<\/p>\n<p>Meine Mutter und Ihre Schwester stammten aus Buchholz-Annaberg im Erzgebirge. Sie hatten zwei Br\u00fcder geheiratet. Die M\u00e4nner waren nicht erreichbar. So entschlossen sie sich, zu ihrem Vater nach Buchholz zu reisen. Schwester Krause mit drei T\u00f6chtern kam mit ihnen, da sie kein anderes Ziel kannte und in der Gemeinde Frankfurt stark mit ihnen verbunden war.<\/p>\n<p>Mit einem der letzten Z\u00fcge sind wir aus der Stadt heraus gekommen. Mit h\u00e4ufigen Unterbrechungen der Fahrt kamen wir bis Dresden, wo wir die heftigsten Luftangriffe erlebten. Nur wenige Stunden, bevor Dresden in Schutt und Asche gelegt wurde, konnte die Mutter einen Zug ausfindig machen, der uns weiter nach Buchholz bringen sollte. Mit ihren vier Kindern, die J\u00fcngste war zwei Jahre alt, erreichten wir den Zug, kamen nach verschiedenen Aufenthalten wegen Tieffliegerbeschuss schlie\u00dflich nach Buchholz und dachten, dass wir dort erst einmal Ruhe finden k\u00f6nnten. Der Gro\u00dfvater m\u00fctterlicherseits konnte uns entgegen der Hoffnung von Mutter und Tante nicht aufnehmen, da die NSDAP die Wohnung, die er f\u00fcr sie frei gehalten hatte, an Leute aus dem Ruhrgebiet vergeben musste, die vor den fortw\u00e4hrenden Bombenangriffen fl\u00fcchteten. Der Gemeindepr\u00e4sident der Gemeinde Buchholz-Annaberg, Willi Schramm, hat sich unserer angenommen und bei Mitgliedern untergebracht. Wir kamen zu einem Ehepaar Seifert. Der Mann war bei der Zeitung besch\u00e4ftigt. Sie haben uns Zimmer und K\u00fcche zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Das w\u00e4hrte jedoch nicht lange. Genau ein Jahr nach dem wir in Frankfurt unsere durch Sprengbomben besch\u00e4digte Wohnung vor\u00fcbergehend verlassen mussten, wurden wir in Buchholz durch Luftangriff mit Brandbomben unserer letzten Habseligkeiten beraubt. Wir konnten nur noch aus dem Keller fl\u00fcchten. Der gesamte Geb\u00e4udekomplex, zu dem eine Zeitungsdruckerei mit den \u00fcblichen Vorr\u00e4ten an Papier, Farben, Waschbenzin usw. geh\u00f6rten, brannte vollst\u00e4ndig aus. Das Feuer brannte tagelang. Willi Schramm, der Gemeindepr\u00e4sident der Gemeinde Buchholz-Annaberg, war auch Feuerwehrmann. Er war bis zur Ersch\u00f6pfung im Einsatz. Eine Schwester der Gemeinde, die auch in dem Haus wohnte, lie\u00df sich nicht von den Luftschutzbeauftragten davon abhalten, noch w\u00e4hrend des Bombardements in ihre Wohnung zu gehen, um einen Teil ihrer Habe zu retten. Dabei sah sie eine nicht detonierte Brandbombe in ihren Ehebetten liegen. Sie nahm sie kurz entschlossen in die Hand und warf sie aus dem Fenster. Ich habe gelernt, dass man Vorahnungen nicht entgehen kann.<\/p>\n<p>Etwa zweihundert Meter \u00fcber den schr\u00e4g gelegenen Marktplatz wohnten Mitglieder, die froh waren, dass ihnen nichts passiert war, Die nahmen uns vorerst auf. Die Wohnung war aber sehr klein, wir konnten nicht dort bleiben. Wieder hat sich der Gemeindepr\u00e4sident um uns gek\u00fcmmert. Wir wurden f\u00fcr eine gewisse Zeit in Geyersdorf bei Mitgliedern untergebracht. Dann kamen wir wieder in Buchholz auf der H\u00f6he bei einem alleinstehenden \u00e4lteren Bruder unter. Dort hatten wir einen Raum oder besser eine Kammer, in der wir schlafen und essen konnten. Mit dem Essen gab es zu dieser Zeit schon schwere Probleme. Wir waren fremd und hatten keine Beziehungen. Es gab wohl Lebensmittelkarten, aber die Ware daf\u00fcr war nicht vorhanden.<\/p>\n<p>Meine Mutter f\u00fchlte sich nat\u00fcrlich verantwortlich f\u00fcr uns vier Kinder. Sie ist mitunter betteln gegangen und hat dann zwei, drei Scheiben Brot bekommen, die dann aufgeteilt werden mussten. Die Not war so gro\u00df, dass der Bruder, bei dem wir wohnten, und der auch Hunger hatte, zu uns ins Zimmer kam, wenn er dachte, dass wir schliefen, um bei uns irgendetwas Essbares zu finden. Das war sehr unliebsam, aber es war eine Zeit, in der jeder gehungert hat. Ich kann mich noch daran erinnern: Wenn gar nichts mehr ging, dann haben wir die Schalen von Pellkartoffeln gesammelt, sie getrocknet und mit der Hand zerrieben. Wenn es irgendwo ausgekochten Kaffee-Ersatz gab, haben wir ihn mit den Schalen vermischt und auf der Ofenplatte, die mit dem Stearin einer Kerze eingerieben wurde, aufgebacken und gegessen. Es gab noch mehrere solche Notrezepte. Aber man denkt nicht gerne an diese Dinge zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nach dem Ende des Krieges konnten wir nicht in Buchholz bleiben. Es hie\u00df, alle, deren Wohnplatz westlich von Oder und Nei\u00dfe war, m\u00fcssen wieder zur\u00fcck. Nach Frankfurt (Oder) konnten wir nicht zur\u00fcck; denn unsere Wohnung war durch andere Leute belegt worden. Die mit uns gefl\u00fcchtete Tante wohnte auf der anderen Seite der Oder, heute Polen, sie stand nicht unter dem Druck, zur\u00fcckgehen zu m\u00fcssen. Meine Mutter hatte sich nach Cottbus gewandt. Dort waren wir bekannt. Bruder Fritz Lehnig war Pr\u00e4sident des Distriktes Spreewald. Er arbeitete h\u00e4ufig mit den Br\u00fcdern der Frankfurter Gemeinde zusammen. Er war es, der am Ende des Krieges das Cottbuser Gemeindehaus umr\u00fcstete, so dass Mitglieder, die als Fl\u00fcchtlinge aus Schlesien oder Ostpreu\u00dfen oder Pommern oder Posen kamen dort erst einmal eine Bleibe fanden oder Familien an diesem Ort wieder zusammengef\u00fchrt werden konnten. Bruder Walter Krause war einer der Ersten, der aus dem Krieg zur\u00fcckkam. Er hat intensiv mit Bruder Lehnig zusammengearbeitet, organisiert, Betten gebaut, die doppel- oder sogar dreist\u00f6ckig waren, um mehr Leute unterbringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Von Cottbus wollten wir urspr\u00fcnglich wieder nach Frankfurt (Oder) gehen. Aber unsere ehemalige Mietwohnung war von anderen Leuten besetzt. Die wenigen M\u00f6bel wurden von ihnen benutzt. Auf dem Klageweg konnte die Mutter nicht viel erreichen. B\u00fccher, vor allem Kirchenliteratur und Exemplare der Zeitschrift \u201eDer Stern\u201c waren auf dem Boden (S\u00fcddeutsch B\u00fchne) abgelegt. Die hatten wir, soweit sie zu tragen waren, in alten Koffern eingepackt und mit nach Cottbus genommen. Auf dem Cottbuser Bahnhof setzte ich mich auf einen der Koffer, um ihn nicht stehlen zu lassen. Das half jedoch wenig. Russische Soldaten kamen, stie\u00dfen mich weg, und liefen mit dem Koffer davon. In einem Bahnabteil konnte ich sehen, wie sie sich mit dem Koffer zu schaffen machten. M\u00f6glicherweise waren sie entt\u00e4uscht von dem Inhalt, haupts\u00e4chlich Kirchenliteratur in deutscher Sprache. Zu der Zeit war ich etwa 11 Jahre alt.<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Monaten ergab sich eine M\u00f6glichkeit, nach Wolfsgr\u00fcn im Erzgebirge zu gehen. Die verantwortlichen Br\u00fcder f\u00fcr die vertriebenen und gefl\u00fcchteten Mitglieder der Kirche suchten nach M\u00f6glichkeiten, sie unterzubringen. In Wolfsgr\u00fcn gab es eine gr\u00f6\u00dfere Villa, die von den Nazis benutzt worden war und nach dem Zusammenbruch frei wurde. Ein russischer Kommandant hatte die Genehmigung erteilt, dass die Mitglieder in diesem Geb\u00e4ude unterkommen konnten. Dort haben wir l\u00e4ngere Zeit gelebt und dort bin ich und die Geschwister im entsprechenden Alter einige Monate zur Schule gegangen. In Wolfsgr\u00fcn wurde eine Gemeinde organisiert. Unter dem Gemeindepr\u00e4sidenten Arnold Schmidt habe ich meine ersten Schritte im Aaronischen Priestertum gemacht, Ansprachen gehalten, Abendmahl vorbereitet und ausgeteilt usw. Die Ern\u00e4hrungslage f\u00fcr die dort untergebrachten Menschen war prek\u00e4r. Es gab jedoch im Herbst 1946 im Wald so viele Pilze, dass wir sie eimerweise holen konnten. Eine \u00e4ltere Schwester Naujoks aus Ostpreu\u00dfen kannte sich hervorragend mit Pilzen aus. Sie gab jeweils an, wie bestimmte Pilze zuzubereiten waren. Das hat sehr zur Ern\u00e4hrung der Leute beigetragen.<\/p>\n<p>Wolfsgr\u00fcn war keine endg\u00fcltige L\u00f6sung. Das Heim musste ger\u00e4umt werden. Einige Mitglieder zogen nach Westdeutschland weiter. Andere wanderten nach den USA aus. Unsere Mutter versuchte mit uns Kindern zur\u00fcck nach Frankfurt (Oder) zu gehen. Sie hat es geschafft. Wir haben zuerst bei unserer Gro\u00dftante mit unserer Familie gelebt. Sie ist von dort aus jeden Tag unterwegs gewesen, um eine eigene Wohnung zu finden. Schlie\u00dflich haben wir in der Ebertusstra\u00dfe eine Kellerwohnung bekommen. Diese Wohnung war nicht sehr erbaulich, aber wir waren froh, dass wir erst einmal f\u00fcr uns waren. Nachts rumorten Ratten hinter den W\u00e4nden auf der Suche nach Nahrung. Und in der N\u00e4he des Verschiebebahnhofs gelegen, lungerten russische Soldaten herum, denen die Zeit w\u00e4hrend des Aufenthalts ihrer Transporte lang wurde, und versuchten zu stehlen oder Frauen zu finden, die sie vergewaltigen konnten. Wir hatten das gro\u00dfe Gl\u00fcck, dass uns nichts passierte; doch wir sahen oft die Stiefel und die Uniformen der Soldaten aus den Fenstern der Kellerwohnung.<\/p>\n<p>In Frankfurt (Oder) ging ich schlie\u00dflich zur Schule. Durch die Kriegsjahre und die Flucht verlor ich ein Schuljahr. Aber in der obersten Klasse gab es einen Lehrer, der gerne am Gymnasium unterrichten wollte. Er hat bei uns Volkssch\u00fclern versucht, etwas von dem Lehrstoff des Gymnasiums zu vermitteln, um sich darin zu \u00fcben. Dadurch hatten wir den Vorteil, einen etwas erweiterten Horizont zu erlangen. Ich hatte die M\u00f6glichkeit, zur Oberschule zu gehen. Doch auf Grund der famili\u00e4ren Situation ohne Vater war das nicht durchzuhalten. Die Mutter hatte andere Sorgen. Es gab keinen Platz zum Lernen. Ich selbst war zwar motiviert, hatte aber von zu Hause keine Unterst\u00fctzung, und wirtschaftlich war es schlie\u00dflich nicht machbar.<\/p>\n<p>Nach diesem Anlauf habe ich versucht, eine Lehrstelle zu bekommen. Doch die waren sehr knapp oder \u00fcberhaupt nicht vorhanden. Man hat mich erst einmal als Bursche eingestellt mit dem Hintergrund, mich nach einem halben Jahr in ein Lehrverh\u00e4ltnis zu \u00fcbernehmen. Das ist auch so geschehen. Ich habe dann Dreher gelernt, ohne vorher \u00fcberhaupt zu wissen, was ein Dreher macht. Man hat mir erkl\u00e4rt, gedreht wird alles, was rund ist, und das war es dann. Die Lehre selbst konnte auf Grund des Fachkr\u00e4ftemangels fr\u00fchzeitig abgeschlossen werden. F\u00fcr einen Privatbetrieb war das nat\u00fcrlich nicht interessant, denn anstatt einer Ausbildungsbeihilfe musste nach bestandener Pr\u00fcfung Gesellenlohn gezahlt werden. Mir wurden Schwierigkeiten beim Anfertigen des Gesellenst\u00fcckes gemacht, indem einfach der Strom abgeschaltet wurde und die Maschinen nicht mehr liefen. Dadurch entstand ein Fehler im Werkst\u00fcck. Ich habe diesen Umstand der Pr\u00fcfungskommission geschildert. Trotzdem habe ich meine Pr\u00fcfung mit der Note \u201ezwei\u201c abgeschlossen und eine zus\u00e4tzliche Auszeichnung als bester Dreher des Kreises erhalten. Sp\u00e4ter habe ich auf Grund der Unterschriften herausgefunden, dass mein Pr\u00fcfer f\u00fcr die Gesellenpr\u00fcfung der gleiche war, der meinem Vater einige Jahre vorher die Pr\u00fcfung zum Sattlermeister abgenommen hatte.<\/p>\n<p>Die Nachkriegsjahre waren wirtschaftlich \u00e4u\u00dferst schwierig. Meine Mutter versuchte, bei den \u00c4mtern Hilfe zu bekommen. Ihr wurde gesagt: \u201eDas war ein faschistischer Krieg, damit haben wir nichts zu tun. Da m\u00fcssen sie sich schon selbst darum k\u00fcmmern.\u201c Sie ist also trotz ihrer vier Kinder arbeiten gegangen. Die j\u00fcngste Schwester war etwa f\u00fcnf Jahre alt. Sehr hilfreich war es, als die ersten Pakete von der Kirche mit Nahrungsmitteln und gebrauchter Kleidung kamen. Die Verteilung ging von Berlin aus zu uns nach Frankfurt (Oder). Wir bekamen Weizenschrot, Gries, Zucker, Milchpulver, Aprikosen-, Tomaten- und andere Konserven. Das waren alles Dinge, die uns \u00fcber diese schlechte Zeit hinweg geholfen haben.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr 35 Kilometer von uns entfernt lebten die Eltern v\u00e4terlicherseits auf dem Lande. Sie waren ausgebombt und hatten alles verloren. Als Fl\u00fcchtlinge kamen sie nach Lietzen-Vorwerk zur\u00fcck und haben in einem kleinen Zimmer unter dem Dach gelebt. Da sie aber in der Gegend beheimatet waren und sich ihr Leben lang um gute Nachbarschaft bem\u00fcht hatten, konnten sie uns wiederholt einige Kartoffeln, und wenn es gl\u00fccklich lief, auch ein paar Eier zukommen lassen. Um diese Nahrungsmittel zu bekommen, mussten wir mit dem Zug fahren, zu der Zeit meistens in G\u00fcterwagen, und dann noch eine Stunde laufen. Mit gef\u00fclltem Rucksack ging es den gleichen Weg zur\u00fcck. Wenn sich die Gro\u00dfmutter danach f\u00fchlte, hat sie uns die Last mit dem Fahrrad zum Bahnhof geschoben und ist zur\u00fcckgefahren. Unterwegs in der Bahn haben mein j\u00fcngerer Bruder und ich gebetet, dass meine j\u00fcngste Schwester inzwischen nicht sterben m\u00f6ge vor Hunger. Sie sah so elend aus, dass wir sie Spinne nannten.<\/p>\n<p>Nach bestandener Gesellenpr\u00fcfung habe ich in Frankfurt (Oder) Arbeit als Dreher gefunden. Die Arbeitszeit verlief in drei Schichten: Fr\u00fch-, Sp\u00e4t- und Nachtschicht. Das war sehr belastend. Die Bezahlung war nicht besonders gut. Von dort bin ich als Dreher zur Grube Finkenherd gegangen, wo man im Tagebau Braunkohle f\u00f6rderte. Man konnte mit der Bahn dorthin fahren. Doch ich bin meistens die zw\u00f6lf Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Einmal habe ich mich unterwegs an einem Kilometerstein mit dem Fahrrad \u00fcberschlagen. Ein anderes Mal wurde einem Kollegen kurz nach dem ich die Gleise \u00fcberquerte von einer Lokomotive der Arm abgefahren. Es war nicht immer ungef\u00e4hrlich. Zu der Zeit war ich etwa 19 Jahre alt. In Finkenherd habe ich herausgefunden, dass in F\u00fcrstenberg (Oder), heute Eisenh\u00fcttenstadt, ein gro\u00dfes Stahlwerk aufgebaut wurde. Das Erz kam aus der UdSSR und wurde im Stahlwerk gesintert und weiter verarbeitet. Dort wurde ich als Dreher in der Reparaturwerkstatt besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Im Eisenh\u00fcttenkombinat habe ich von einem Kollegen erfahren, dass in Wildau, Vorort von Berlin, eine Schiffskurbelwellendreherei aufgebaut wurde. Ich habe mich dorthin beworben und wurde eingestellt. Ich war damit besch\u00e4ftigt, an einer gro\u00dfen Drehbank die geschmiedeten Rohlinge an zwei Supporten bis zu einem Aufma\u00df so weit zu drehen, dass sie weiter bearbeitet werden konnten. In Wildau wurde auch in Schichten gearbeitet. Trotzdem habe ich versucht, die Versammlungen der Kirche in der Gemeinde Friedrichshain in Ostberlin zu besuchen. Mit der S-Bahn ging das recht gut. Es war allerdings eine ganze Stunde Fahrzeit und man musste noch ein gutes St\u00fcck zu Fu\u00df gehen. Das ging so \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum. Irgendwie war ich jedoch auf mich gestellt und begann, mich einer Volkstanzgruppe der damaligen Jugendorganisation FDJ zu n\u00e4hern. In der Gemeinde Friedrichshain war ich Ratgeber in der Sonntagschule, sp\u00e4ter Sonntagsschulleiter. Ich wohnte in einer waldreichen Umgebung. Ein Teil des Waldes war frisch geschlagen. Dort ging ich hin, um f\u00fcr meine Zukunft zu beten. Wenig sp\u00e4ter hat mich der Gemeindepr\u00e4sident Bruder Alfred G\u00e4rtner f\u00fcr eine Mission vorgeschlagen. Von Missionspr\u00e4sident Herold L. Gregory bekam ich die Berufung, in der damaligen DDR auf Mission zu gehen.<\/p>\n<p>Zuerst ging es nach Halberstadt. Weitere St\u00e4dte waren Halle, Aschersleben, Meerane, Gera und Gotha. Gera galt unter der Hand als \u201eMissionarsgrab\u201c, weil die wenigen \u00c4ltesten am Ort den jungen Missionaren das Leben schwer machten. Ein Bruder wurde um eine Ansprache in der Abendmahlsversammlung gebeten. Er predigte das Evangelium von Adam bis in die Neuzeit. Damit war die regul\u00e4re Zeit ausgef\u00fcllt. Jeder war gespannt, wie ich, der junge Missionar, als Gemeindeleiter reagieren w\u00fcrde. Ich lie\u00df trotz noch anderer geplanter Sprecher das Schlusslied singen und das Gebet sprechen. In der Folgezeit lief die Arbeit reibungslos.<\/p>\n<p>Zu unseren Aufgaben geh\u00f6rte auch, die Mitglieder in den kleineren Gemeinden in der N\u00e4he zu betreuen, da dort h\u00e4ufig keine oder nur wenige geeignete Br\u00fcder waren. Das galt f\u00fcr Bernburg, Quedlinburg, M\u00fchlhausen, P\u00f6\u00dfneck und andere. Die Strecken dorthin wurden h\u00e4ufig mit dem Fahrrad zur\u00fcckgelegt. Das waren durchaus vierzig und mehr Kilometer am Tag.<\/p>\n<p>Am 15. August 1957 wurde ich entlassen. Mir war klar, dass ich nach der Mission wenige M\u00f6glichkeiten hatte, wieder ins Berufsleben zu kommen. In meinem K\u00fcndigungsschreiben vor der Mission hatte ich als K\u00fcndigungsgrund die Mission f\u00fcr die Kirche angegeben. Man hat mich damals schon sehr beargw\u00f6hnt, da ich nicht in der FDJ (Freie Deutsche Jugend) war. Die deutsch-sowjetische Freundschaft habe ich f\u00fcr Unsinn gehalten, weil wir nie pers\u00f6nlichen Kontakt mit Russen haben konnten. Und von der NVA (Nationale Volksarmee) wurde ich in Ruhe gelassen, wahrscheinlich weil mein Vater im Zweiten Weltkrieg gefallen war und meine Mutter mit vier Kindern auf sich gestellt war. M\u00f6glicherweise wollte man auch den m\u00e4nnlichen Nachwuchs der Familie erhalten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Mission habe ich meine Frau mit geb\u00fchrendem Abstand kennengelernt. Jedenfalls konnte ich sie in aller Ruhe beobachten. Sie ist eine geborene G\u00e4bler und kommt aus einer gl\u00e4ubigen und flei\u00dfigen Mitgliederfamilie. Bald nach der Entlassung von unserer Mission wollten wir heiraten. Das sollte im Oktober 1957 geschehen. Doch dann ist ihr Vater gestorben und wir haben die Hochzeit mit Zustimmung der Familien um einen Monat verschoben. Nach allgemeinen gesellschaftlichen Vorstellungen ist das nicht lange genug. Doch beide Familien waren Mitglieder der Kirche, sie hatten Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, und so stand einer Eheschlie\u00dfung im November 1957 nichts im Wege.<\/p>\n<p>Nach der Heirat haben wir zuerst bei meiner Mutter in Cottbus in einem Zimmer gewohnt. Wohnraum war knapp. Ich habe mich um Arbeit bem\u00fcht. Meine Kaderakte (Personalakte) ging von Betrieb zu Betrieb. Jeder Arbeitgeber konnte sich \u00fcber meine religi\u00f6se Einstellung informieren. Ich bekam also immer wieder Absagen auf meine Bewerbungen. Um \u00fcberhaupt eine Familie ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen, bin ich schlie\u00dflich Lumpen pressen und Papier erfassen gegangen. Danach habe ich Gardinenstangen genagelt. Eines Tages las ich in der Zeitung, dass die \u201eLausitzer Rundschau\u201c, Zentralorgan der SED bzw. Tageszeitung, dringend Maschinensetzer ben\u00f6tigt. Ich hatte keine klare Vorstellung, was das beinhaltete. Aber ich hatte mich beworben und bin zu einem Gespr\u00e4ch eingeladen worden. Man hat mich ein Diktat aus der aktuellen Zeitung schreiben lassen, in dem ich einen Fehler hatte. Es ging darum, dass die SED-Leute die \u201eInternationale Fahrt f\u00fcr den Frieden\u201c international als Eigenwort gro\u00df geschrieben haben wollten. Ich schrieb es als Eigenschaftswort klein. Danach hat man sofort einen Vertrag mit mir gemacht. Wahrscheinlich hatte man meine Kaderakte noch nicht in H\u00e4nden. Der Personalangestellte erw\u00e4hnte noch, dass sich vor mir ein Fris\u00f6r beworben hatte. Der h\u00e4tte aber vierzig Fehler in seinem Diktat gemacht und war dadurch f\u00fcr den Maschinensatz nicht geeignet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner Mission hatte ich mir von meinem Geld eine Schreibmaschine gekauft und das Zehn-Finger-System erlernt. Da kirchliche Literatur nicht eingef\u00fchrt werden durfte, waren wir intern darauf angewiesen, viel mit Durchschl\u00e4gen auf der Schreibmaschine abzuschreiben. Das habe ich getan, und so war eine gewisse Beweglichkeit mit den Fingern vorhanden. Es kam mir bei der Arbeit an der Setzmaschine sehr entgegen. Au\u00dferdem war es aus meinem Beruf als Dreher heraus kein Problem, mit Maschinen und Metallen umzugehen. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt hat jemand, der m\u00f6glicherweise Journalist werden wollte, die Leute der Kaderabteilung bei der \u201eLausitzer Rundschau\u201c darauf aufmerksam gemacht, dass ich Mitglied der Kirche sei. Es kam zu einem Gespr\u00e4ch zwischen den Herren Garke und Franke oder Franz. Sie haben mir erkl\u00e4rt, dass es so nicht gehen k\u00f6nne. Ich m\u00fcsste Stellung beziehen, wenn ich bei einer SED-Zeitung arbeite. Es gehe nicht an, dass ich Zehnten bezahlen w\u00fcrde von dem Geld, das ich bei einer SED-Zeitung verdiene. Auch k\u00f6nnte ich als Agent oder Saboteur t\u00e4tig werden. Man m\u00fcsse sich trennen. \u201eGut\u201c, sagte ich, \u201eaber ich habe einen Arbeitsvertrag.\u201c \u2013 Ich wusste, dass aus dieser Druckerei eine kleine Setzmaschine nach Forst (Lausitz) in die Kreisdruckerei verkauft werden sollte. Daher habe ich den Herren vorgeschlagen, mich zusammen mit der Setzmaschine zu \u201everkaufen\u201c. So ist es dann auch geschehen. Im Laufe der Zeit wurde ein Mitarbeiter auf mich angesetzt, um mich zu \u201ebeobachten\u201c. Ein anderer Kollege hatte mir das mitgeteilt. F\u00fcr mich war es jedoch erst einmal wichtig, zu arbeiten und Geld zu verdienen.<\/p>\n<p>Inzwischen hatten wir eine Tochter. In Forst (Lausitz) bem\u00fchten wir uns um eine annehmbare Wohnung. Es gab ein Wohnungsbauprogramm, das waren die sogenannten Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaften. Dort bewarben wir uns um eine Zwei-Zwei-Halb-Zimmer-Wohnung. Doch man sagte mir, dass mir diese Wohnung mit Frau und einem Kind nicht zust\u00e4nde. Darauf antwortete ich: \u201eSorgen sie daf\u00fcr, dass ich die Wohnung bekomme, und ich sorge daf\u00fcr, dass wir noch ein zweites Kind bekommen.\u201c Man lie\u00df sich darauf ein. Es war mit 600 Stunden unbezahlter Arbeitszeit und einigen Hundert Mark Genossenschaftsanteile verbunden. Die Wohnung war fast bezugsfertig. Die Belastung und Bedr\u00e4ngnis durch Bespitzelung wurde jedoch so unertr\u00e4glich, dass wir m\u00f6glichst ohne aufzufallen das Geringste unserer Habseligkeiten gepackt haben. Meine Frau ist mit dem Kinderwagen mehrmals nach Westberlin gefahren und brachte auf diesem Wege einige wenige Dinge weg. Eine Schwester in Westberlin gestattete ihr, sie dort abzustellen. Man konnte aber nie sicher sein, ob sie zur\u00fcckkommt oder nicht. Ich habe in Bahnhofsn\u00e4he versteckt auf sie gewartet, bis sie kam und die Luft rein war.<\/p>\n<p>Am achten Mai war in der damaligen DDR der sogenannte \u201eTag der Befreiung\u201c, an dem auftragsgem\u00e4\u00df demonstriert wurde. Um nicht aufzufallen, bin ich mit dem Fahrrad an der Hand mitgegangen. Als die Demonstration vorbei war, konnte ich damit schneller zu Hause sein. Am n\u00e4chsten Morgen haben wir unser Zuhause, unsere Angeh\u00f6rigen und was wir sonst angeschafft hatten, verlassen mit der Gewissheit, dass damit jeder Kontakt auf ungewisse Zeit abgebrochen war. Es war der neunte Mai 1961. Meine Frau fuhr mit dem Kinderwagen mit der Bahn. Ich hatte meine \u00e4ltere Tochter bei mir und konnte mit einem Fahrzeug \u00fcber die Autobahn bis Ostberlin mitfahren. Von dort ging es mit der U-Bahn an der Zentrale der SED-F\u00fchrung vorbei nach Westberlin. \u00dcberall in der Bahn gr\u00fcne (Stasi-)Leute! Ich war froh, dass meine Tochter nicht gesprochen hat. Ich habe mein Funktion\u00e4rsgesicht aufgesetzt. Und so sind wir auf die westliche Seite Berlins gekommen. Mit erheblicher Versp\u00e4tung allerdings. Wir hatten unseren Treffpunkt bei einer Schwester ausgemacht, die auch aus der DDR fortgegangen war. Sie war uns sehr behilflich damit und ihr geb\u00fchrt unser Dank. Von da aus ging der offizielle Weg \u00fcber Marienfelde, Tempelhof und \u00fcber Rastatt und schlie\u00dflich nach Esslingen am Neckar zur Eingliederung. Unser Eingliederungsverfahren verlief regul\u00e4r mit der Anerkennung der Zwangslage als Sowjetzonen-Fl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<p>Meine Frau ist sehr besch\u00fctzt gewesen, als sie damals die Reisen nach Westberlin gemacht hat. Wir hatten versucht, in der damaligen DDR zurechtzukommen. In Forst (Lausitz) hatten wir ein Grundst\u00fcck erworben mit etwa 1200 Quadratmeter. Wir hatten dort einen Garten angelegt. Wir hatten eine Genossenschaftswohnung mit 600 Arbeitsstunden geschaffen. Es scheint mir im Nachhinein, dass wir vorangekommen sind. Nur politisch war es unertr\u00e4glich f\u00fcr uns. Wir wollten nicht, dass unsere Kinder in dieser Unfreiheit aufwachsen. Deshalb hielten wir es f\u00fcr einen guten Entschluss. Obwohl die Mitglieder der Gemeinde Esslingen wenig oder keine Erfahrungen mit Fl\u00fcchtlingen hatten, wurden wir von ihnen freundlich aufgenommen. Gewisse Missverst\u00e4ndnisse konnten wir durch unsere Verhaltensweise aus der Welt schaffen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner Zeit in der DDR hatte ich Berufungen als Ratgeber und Leiter der Sonntagschule in der Berliner Gemeinde Friedrichshain. Nach der Mission in Cottbus wurde ich Sonntagsschullehrer und hatte andere Berufungen inne. Im Cottbuser Wohlfahrt-Programm hielten die Schwester unter anderem H\u00fchner. Sie trauten sich aber nicht, sie zu schlachten, so habe ich den H\u00fchnern die K\u00f6pfe abgeschlagen. Das war keine hochoffizielle Berufung, aber sie war notwendig, man wollte schlie\u00dflich au\u00dfer Eiern einen weiteren Nutzen von den H\u00fchnern haben und sie nicht an Altersschw\u00e4che sterben lassen. Auch ein sogenannter Wohlfahrtsgarten wurde bearbeitet mit einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Brombeerernte als Ertrag. Der Garten war sehr verwildert. So wurden zum Beispiel die Brombeeren stark zur\u00fcckgeschnitten. Als Reaktion darauf haben sie \u00fcber und \u00fcber Fr\u00fcchte hervorgebracht. Meine hochschwangere Frau hat viele davon gepfl\u00fcckt Sie wurden bei den Mitgliedern der Gemeinde abgesetzt. F\u00fcr den Erl\u00f6s hat man f\u00fcr die Cottbuser Musikgruppe ein Akkordeon angeschafft. Georg Dr\u00e4ger hat damit musiziert. Meine Frau und ich sind sp\u00e4ter nach Forst gegangen. In Forst wurde ich Ratgeber zum Gemeindepr\u00e4sidenten G\u00fcnter G\u00e4bler. Das ist so geblieben, bis wir in den Westen \u201eumgezogen\u201c sind. Manche sagen auch \u201efl\u00fcchten\u201c dazu. Ich war in der Zeit nie ohne Berufung.<\/p>\n<p>Im Sp\u00e4tsommer 1961 waren wir schlie\u00dflich in Nellingen-Parksiedlung, oberhalb von Esslingen, auf den Feldern, untergebracht. In einer regul\u00e4ren Wohnung waren je nach Zimmern drei bis vier Familien mit gemeinsamer K\u00fcche untergebracht. Das war eine schwierige Zeit. Arbeit bekam ich bald bei der \u201eEsslinger Zeitung\u201c. Dort wurde auch die \u201eBild-Zeitung f\u00fcr die Region hergestellt. Die Arbeitsstelle war gut f\u00fcr uns. Leider wurde in zwei Schichten gearbeitet, und zwar auch am Sonntag und Feiertag. In der Regel konnte ich vormittags die Versammlungen besuchen. Aber um 14.00 Uhr begann die Sp\u00e4tschicht. Alle Versammlungen, die am Nachmittag oder Abend stattfanden, konnten nicht besucht werden. Auch die Familie litt darunter. Den Sonntag nicht heiligen zu k\u00f6nnen belastete uns. Da wir jedoch mit nichts in der Tasche ankamen, brauchten wir die Einnahmequelle. Die n\u00e4chste Entscheidung, die wir zu treffen hatten, war der Zehnten. Wir brauchten praktisch jeden Pfennig. Ich setzte mich mit meiner Frau zusammen und fragte sie bezahlen wir den Zehnten oder nicht. Der Entschluss war schnell gefasst. Wir wollten von Anfang an den Zehnten auch hier in der Wahlheimat bezahlen. Bis heute bin ich der festen \u00dcberzeugung, dass der HERR uns tats\u00e4chlich gesegnet hat. In den achtundvierzig Jahren, die wir jetzt hier in der Bundesrepublik leben, sind uns f\u00fcnf k\u00f6rperlich und geistig gesunde Kinder herangewachsen. Sie alle haben eine gute Ausbildung. Vier davon haben studiert. Einer hat die mittlere Reife und die Meisterpr\u00fcfung. Er ist selbst\u00e4ndiger Handwerker. Die drei S\u00f6hne haben insgesamt sieben Jahre in der Bundeswehr gedient. Die Motivation war vor allem, dass wir hier in der Bundesrepublik in eine freiheitliche Demokratie gekommen sind und sie wollten auf diese Weise ihren Dank abtragen. Sie sind alle gut verheiratet und haben uns dreizehn Enkel beschert. Inzwischen sind vier Urenkel geboren. Alles ist dran. Die Augen und H\u00e4nde wollen die Umgebung erkunden. Beide Schwiegers\u00f6hne sind Bisch\u00f6fe. Einer davon ist als erwachsener Mann zur Kirche gekommen. Ein Sohn hat promoviert und ist selbst\u00e4ndiger Jurist. T\u00f6chter und Schwiegert\u00f6chter haben sich in ihren Gemeinden und Pf\u00e4hlen stark engagiert. Es gelang uns, hier zu bauen. Das Haus ist trotz Kopfoperation und Herzinfarkte bezahlt und wir sind schuldenfrei. Das alles macht uns nicht \u00fcberheblich. Es erf\u00fcllt uns mit tiefer Dankbarkeit und sagt uns, dass der HERR seinen Teil f\u00fcr ehrliches Zehntenzahlen einh\u00e4lt.<\/p>\n<p>In Esslingen war ich f\u00fcnf Jahre Bischof und konnte mit den Mitgliedern zusammen etwa 80000,00 DM zusammenbringen f\u00fcr den Bau oder Ausbau eines langersehnten Gemeindehauses. F\u00fcr mich war die Zeit auch eine Art Dank an die Gemeinde f\u00fcr die freundliche Aufnahme als Fl\u00fcchtlinge. Im Pfahl Stuttgart war ich als Hoher Rat t\u00e4tig. 1979, nach unserem Umzug nach Bretzfeld, wurde ich f\u00fcr etwa f\u00fcnf Jahre Bischof in Heilbronn. Danach nochmals f\u00fcr eine gewisse Zeit als \u00dcberbr\u00fcckung, weil der nachfolgende Bischof in Schwierigkeiten kam. Es war nicht ganz einfach, da ich meinen Arbeitsplatz im Stuttgarter Raum hatte und in Schichten gearbeitet habe. Au\u00dferdem war die Gemeinde klein und bestand vorwiegend aus \u00e4lteren Schwestern. Man dachte zeitweilig sogar ans Schlie\u00dfen. Aber die \u201eHungerjahre\u201c wurden \u00fcberstanden und die Gemeinde hat sich immer wieder konsolidiert. Es war sogar so, dass Mitglieder, die sp\u00e4ter wegzogen, in anderen Gemeinden gute Arbeit geleistet haben. Die Spendenbereitschaft der wenigen Mitglieder f\u00fcr den Bau der Gemeinde in den beginnenden siebziger Jahren und f\u00fcr den Bau des Tempels in Friedrichsdorf war gro\u00dfartig.<\/p>\n<p>Etwa 1990 war ich durch eine Kopfoperation wegen eines Tumors gesundheitlich stark eingeschr\u00e4nkt. Wenige Jahre sp\u00e4ter kamen noch Herzinfarkte dazu. Das alles konnte ich mit der Hilfe des HERRN und meiner Frau \u00fcberstehen und habe seit 1994 bis 2008 f\u00fcr f\u00fcnfzehn Jahre die Familienforschungsstelle in Heilbronn (auch f\u00fcr Nichtmitglieder) geleitet und viele gute Erfahrungen gemacht. Der Geist des Elia hat wahrlich viele Menschen ber\u00fchrt. Eine junge Schwester hat sogar ihren russischen (armenischen) Gro\u00dfvater gefunden, was f\u00fcr die riesige Sowjetunion schon ein Ereignis ist. Er war seinerzeit als Rotarmist beim Sturm auf Berlin beteiligt und daf\u00fcr mit dem Orden des Roten Banners ausgezeichnet worden. Auf Befehl und unter Androhung von Sanktionen musste er nach dem Krieg seine deutsche Geliebte samt seinen kleinen Sohn verlassen, und man hatte seitdem nie mehr etwas von ihm geh\u00f6rt. Durch dieses Werk sind nicht nur die Toten gesegnet, sondern auch die Lebenden, indem sie ihre Wurzeln wiederfinden.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Ratschl\u00e4ge der verantwortlichen Br\u00fcder in der Kirche, einen eigenen Garten zu bearbeiten, oder sich vorausschauend zu Verhalten (Wohlfahrtswerk) waren wir immer gut beraten. Aber nur deshalb, weil wir es ernst genommen haben. Ohne \u00dcbung gibt es auch auf diesem Gebiet nichts geschenkt. Es macht Freude, die eigenen Kartoffeln, Bohnen, Beeren oder Zinsen zu ernten. Sogar Wasser ernten macht in regenarmen Zeiten Spa\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt an der Oder Mein Name ist Manfred Hermann Henkel. Ich bin am 8. Dezember 1933 in Frankfurt an der Oder geboren. Mein Vater hei\u00dft Hermann Heinrich Henkel und meine Mutter Marie Frieda Hofmann. Die ersten Jahre meiner Kindheit habe ich in Frankfurt (Oder) gelebt. 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