{"id":1361,"date":"2012-05-23T14:38:00","date_gmt":"2012-05-23T14:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1361"},"modified":"2014-04-18T06:49:39","modified_gmt":"2014-04-18T06:49:39","slug":"christa-bertha-frieda-kleiner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1361\/christa-bertha-frieda-kleiner","title":{"rendered":"Christa Bertha Frieda Kleiner"},"content":{"rendered":"<p><strong>Breslau, Schlesien<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Christa-Bertha-Frieda-Kleiner-Geborene-Bachmann1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1362\" title=\"Christa-Bertha-Frieda-Kleiner-Geborene-Bachmann\" alt=\"Mormon Deutsch Christa Bertha Frieda Kleiner\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Christa-Bertha-Frieda-Kleiner-Geborene-Bachmann1-218x300.jpg\" width=\"218\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Christa-Bertha-Frieda-Kleiner-Geborene-Bachmann1-218x300.jpg 218w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Christa-Bertha-Frieda-Kleiner-Geborene-Bachmann1.jpg 323w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a>Ich hei\u00dfe Christa Bertha Frieda Kleiner<\/strong>, geborene Bachmann, und bin am 19. Januar 1928 in Breslau geboren. Mein Vater hei\u00dft Willi Walter Georg Bachmann und meine Mutter Gertrud Bachmann, geborene Mai. Ich habe in der Zinnastra\u00dfe bis zu unserer Flucht gelebt.<\/p>\n<p>Wir wohnten in einem Siedlungshaus und hatten einen h\u00fcbschen Garten dabei. Als ich klein war, war ich mehr in unserem Garten als in der Wohnung. Es gab noch gleichaltrige Kinder, mit denen ich dort gespielt habe. In der N\u00e4he hatten wir ein wundersch\u00f6nes Schwimmbad. Bei uns in Breslau war es im Sommer immer sehr sch\u00f6n warm, so dass wir viel im Schwimmbad waren. Ich hatte einen Gro\u00dfvater, Artur Eugen Bruno Bachmann, der gerne mit mir spazieren gegangen ist. Wir sind in den Park gegangen und hatten unsere Freude an den sch\u00f6nen B\u00e4umen. Es gab da einen gro\u00dfen dicken Baum, der hohl war, und man konnte sich darin verstecken und die Leute erschrecken, die vorbei kamen. Das haben wir als Kinder gerne gemacht. Die Oder war ganz in der N\u00e4he und wir haben oft dort gesessen und uns gefreut, wenn die K\u00e4hne vorbeigekommen sind, die Schleppk\u00e4hne mit Zucker oder Kohlen und allen m\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Unsere ganze Familie hat da gewohnt. Meine Gro\u00dfeltern, meine Tanten, meine Gro\u00dftanten, alle waren in Breslau zu Hause. Ich hatte zwei Geschwister, einen Bruder, Wolfgang Bachmann, und eine Schwester, Elisabeth Bachmann. 1939 ist meine Schwester gestorben. Seit dieser Zeit war meine Mutter ziemlich krank. Sie hat eigentlich nie verwunden, dass meine Schwester gestorben ist.<!--more--><\/p>\n<p>Ich bin in Breslau in die Schule gegangen. Zuerst war ich auf einer Mittelschule, sie hie\u00df Dorotheenschule. Sp\u00e4ter bin ich auf das Gymnasium umgeschult worden. Das war das K\u00f6nig-Wilhelm-Gymnasium in Breslau. Zuerst bin ich mit dem Fahrrad zur Schule gefahren, danach, in die andere Schule, musste ich mit der Stra\u00dfenbahn fahren, weil sie ganz in der Stadt war.<\/p>\n<p>Der Sommer war eine sch\u00f6ne Zeit, aber der Winter in Breslau war auch sehr angenehm. Da war so ein kleiner See, der zugefroren war, auf dem wir Schlittschuhlaufen waren. Im Park konnte man Skilaufen gehen, nur Langlauf. An den Oderdeichen waren kleine H\u00fcgel, da konnte man auch Abfahrten machen. Es hat Spa\u00df gemacht. Mein Vater ist oft mit uns sonntags spazieren gegangen. Ich wollte ihm gerne einen Igel schenken. Wir haben im Herbst alle Laubhaufen umgedreht, um einen Igel zu finden. Aber wir haben keinen gefunden. Wir haben eine B\u00fcrste in die Tasche getan und als wir heim kamen, haben wir meine Mutter in die Tasche fassen lassen und haben gesagt, dass da der Igel sei. Aber es war nur die B\u00fcrste. Solche kleinen Scherze gab es auch.<\/p>\n<p>Vor unserem Haus fuhr jeden Morgen der Milchwagen vor und auch der Gem\u00fcsewagen. Im Sommer gab es sogenanntes Jungbier. Das war kein vergorenes Bier, sondern das war Bier, das noch unvergoren war, und das war im Sommer sehr sch\u00f6n zu trinken. Es gab auch kleine Eisst\u00e4nde, die mit einer kleinen Karre angefahren kamen. Ganze Trauben von Kindern standen da. Wenn er geklingelt hat, kamen sie alle angerannt und holten sich Eis zum Essen. Damals gab es noch keine K\u00fchlschr\u00e4nke. Aber manche hatten doch K\u00fchlschr\u00e4nke, f\u00fcr die man Blockeis kaufen und das Eis stampfen musste. Das hat man in diese K\u00fchlschr\u00e4nke reingetan und eine Sch\u00fcssel kam unten drunter, f\u00fcr das abgetaute Eis. Man hatte jedenfalls ein sch\u00f6n gek\u00fchltes Fach, in das man seine Sachen abstellen konnte.<\/p>\n<p>Mit zehn Jahren musste man zum Bund Deutscher M\u00e4dchen (BDM). Mittwochs und samstags war Dienst. Oft mussten wir Lieder lernen. Wir sind durch die Stra\u00dfen marschiert und haben die Lieder gesungen, die wir gelernt haben. Im Herbst haben wir angefangen zu basteln. Ich habe viel ausges\u00e4gt. Ich habe eine Schaukel gemacht und viele andere Dinge. Diese Sachen durften wir vor Weihnachten auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen. Verkaufen ist nicht der richtig Ausdruck. Leute, die arm waren, haben Gutscheine bekommen und konnten damit die Sachen erstehen, die wir gebastelt haben. Das Basteln hat mir immer viel Spa\u00df gemacht. Das Marschieren hatte ich weniger gerne, gerade bei der Hitze in der Stadt, das war nicht angenehm. Sport haben wir auch viel gemacht. Wir sind in die Stadien gegangen und mussten Kurzstrecken laufen, werfen, Langstrecken laufen und Hochsprung machen.<\/p>\n<p>Am 1. Januar 1945, an meinem Geburtstag, kam die ganze Familie zusammen. Wir wussten, dass wir weg mussten. Ich bin zum Bahnhof gegangen, um den Menschen, die aus Ober-Schlesien kamen zu helfen, ihre Sachen zu tragen. Ich hatte also Dienst am Bahnhof. Am n\u00e4chsten Tag haben wir in aller Eile unsere Sachen zusammengepackt. Meine Mutter hat komischerweise den Pelzmantel meines Vaters unter den Ofen geschoben. Wir hatten gro\u00dfe Kachel\u00f6fen und darunter war ein kleiner Raum f\u00fcr Holz, das da getrocknet wurde. Dort hat sie den Pelzmantel versteckt, damit er noch da ist, wenn wir zur\u00fcckkommen. Wir glaubten, dass wir nur kurz weggehen. Ich habe ein Glas mit eingeweckten Kirschen geholt und habe das ausgefuttert. Danach war es mir so elend.<\/p>\n<p>Wir sind zum Bahnhof gegangen. Dort war es schwarz von Menschen. Man brauchte von einem Bahnsteig zum anderen etwa eine Stunde, wo man sonst f\u00fcnf Minuten gelaufen ist. Mein Vater hatte vorsorglich, weil er immer an Bomben dachte, eine Wohnung in einer kleinen Stadt gemietet und da sind wir hingefahren. Aber bis wir in dem Zug waren, das war ein Drama. Man konnte gar nicht mehr reinkommen. Wahrscheinlich weil ich ein junges M\u00e4dchen war, haben die Soldaten, die drin waren, das Fenster aufgemacht und haben gesagt: \u201eKommt, wir holen euch durchs Fenster rein.\u201c Wir haben unser Gep\u00e4ck reingeworfen. Sie haben erst meiner Mutter geholfen und am Schluss bin ich durch das Fenster reingekommen. Mein Vater musste in Breslau bleiben, er konnte nicht raus. Der Ort, wo wir hinfahren wollten, hie\u00df M\u00fcnsterberg. Als wir dort ankamen, hat die Frau gesagt: \u201eFrau Bachmann, wir m\u00fcssen auch weg. Wir haben schon den Ausweisungsbefehl bekommen.\u201c In diesem Januar war es bitterkalt. Meine Mutter hat sehr gefroren und sie war sehr herzkrank. Sie war froh, dass sie erst einmal an einem sch\u00f6nen warmen Ofen sitzen konnte. Mich machte damals tief betroffen, als ein Wagen mit Fl\u00fcchtlingen vorbei kam. Auf dem Wagen sa\u00df eine Frau, die ein Baby im Arm hielt, das l\u00e4ngst erfroren war. Es war tot. Man wollte ihr das Kind wegnehmen, aber sie hat es nicht hergegeben.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen haben wir uns wieder fertiggemacht und sind zum Bahnhof gegangen. Wir sind in einen Zug geklettert, der zum Riesengebirge fahren sollte. Anfangs war eine Tasche von mir verloren gegangen, weil alles durch das Fenster reingeworfen wurde. Da war mein Ausweis drin und alles, was f\u00fcr mich besonders wertvoll war. Unterwegs, an einem Bahnhof, wurde einmal angehalten und da gab es aus einer Gulaschkanone Essen. Ich konnte nie etwas essen, wo Mehlklumpen drin herum schwammen. Dieses ganze Essen war voll damit. Aber wenn man Hunger hat, isst man scheinbar alles. Das Essen war grau und undefinierbar, man wusste \u00fcberhaupt nicht, was man isst. Ich habe die Augen zugemacht und alles geschluckt.<\/p>\n<p>Sp\u00e4t abends sind wir in Hirschberg im Riesengebirge angekommen. Dort haben wir einen Zug genommen, der ins Gebirge f\u00fchrte. Da war auch eine Wohnung, wo wir hinkonnten. Wir sa\u00dfen vielleicht schon eine Stunde in dem Zug, da kam die Nachricht: \u201eAlle m\u00fcssen sofort aussteigen. Die Strecke ist kaputt.\u201c Wir sollen zu einem anderen Bahnhof laufen. Meine Mutter konnte nicht so gut tragen. Alles was wir hatten, habe ich gepackt. Alle sind gerannt und wir konnten gar nicht so schnell laufen. Ein junger Franzose kam, hat uns angesprochen und gesagt: \u201eKommt, ich helfe euch.\u201c Das hat mich sehr beeindruckt. Er hat die H\u00e4lfte von unserem Gep\u00e4ck genommen und hat uns geholfen, dass wir zu dem anderen Bahnhof hinkommen k\u00f6nnen. Der Bahnhof in Oberschreiberhau liegt ganz oben auf dem Berg und wir mussten nach unten gehen. Alles war eisglatt gefroren. Ich bin mehr auf meinem Po runtergerutscht als gelaufen. Meine Mutter hat sich am Gel\u00e4nder festgehalten. Endlich waren wir in einer Pension angekommen, die mein Vater besorgt hatte, damit wir eine Unterkunft hatten. Dort ging es meiner Mutter sehr schlecht. Sie hatte f\u00fcrchterliche Blutungen und wir wussten \u00fcberhaupt nicht, was wir machen sollten. Wir haben dann einen Arzt gefunden, der ihr geholfen hat.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter kam endlich mein Vater. Er hatte die M\u00f6glichkeit, aus Breslau rauszukommen. Wir sind dann nach Bad-Warmbrunn gekommen. Dort haben wir eine Wohnung zugewiesen bekommen. Es war eine wundersch\u00f6ne gro\u00dfe Wohnung, in die wir eingezogen sind. Da hatten wir es auch warm. Dort haben wir eine lange Zeit gelebt. Ich war erst mit meiner Mutter alleine. Meine Schwester war tot und mein Bruder wurde eingezogen, er war im Krieg. Sp\u00e4ter kam mein Vater dazu. Wir wussten nicht, wo mein Bruder war, weil uns keine Post mehr erreicht hatte. In Bad-Warmbr\u00fcnn bin ich morgens einkaufen gegangen und habe alles f\u00fcr uns besorgt. Ich habe die Wohnung geputzt und habe mich n\u00fctzlich gemacht. Dann kam Weihnachten. Ich war im Kirchenchor und habe da gesungen. Mit dem Kirchenchor sind wir in die Heime gegangen, in denen alte Leute lebten, und haben gesungen. In der Kirche war etwas Nettes. Da stand ein Korb unter dem Altar und da hat jeder, der ein bisschen Brot \u00fcbrig hatte, das reingelegt, damit sie die alten Leute im Heim ern\u00e4hren konnten. Es gab zu der Zeit nichts mehr. Das Singen zu Weihnachten war wundersch\u00f6n. Die Menschen hatten so viel Freude daran. Das hat mir sehr gefallen. Mein Vater wollte uns einen Christbaum bescheren. Er ist in der Finsternis losgegangen und hat an einer Chaussee ein kleines B\u00e4umchen abgeschnitten. Als er ins Helle kam, hat er gesehen, dass auf der einen Seite keine \u00c4ste waren. Er hat \u00c4ste abschnitten, auf der anderen Seite L\u00f6cher gebohrt und die \u00c4ste dort reingesteckt. So hatten wir einen Christbaum.<\/p>\n<p>Am 1. Mai 1945 wurde aufgerufen, dass alle in den Kurpark kommen sollten. Dort haben sie uns erkl\u00e4rt, dass der F\u00fchrer gefallen sei, dass er den Heldentod gestorben sei und dass der Nationalsozialismus jetzt nach seinem Tod erst recht stark werde, genauso, wie das Christentum erst nach dem Tod von Christus gro\u00df geworden ist. Dieser Vergleich, wir haben uns alle angesehen. Dieser Mann hat sich ganz schnell abgesetzt und am 8. Mai war Schluss, dann kamen die Russen. Da war der auch nicht mehr zu sehen. Er hat seine Uniform ausgezogen und weg war er.<\/p>\n<p>Angefangen hat es mit den Fahnen, da war ich noch ganz klein. Da muss wohl diese Wahl gewesen sein, wo Hitler Reichskanzler wurde. \u00dcberall hingen Fahnen, das wei\u00df ich noch. In den Fenstern standen kleine Hindenburg-Lichter. Eine Zeitlang sind meine Eltern dauernd zur Wahl gegangen. Weil eine Regierung nach der anderen kaputt gegangen ist, waren dauernd Wahlen. In der Schule war das f\u00fcr uns ganz normal, dass wir \u201eHeil Hitler\u201c gesagt haben. Das gab es gar nicht anders. Die Lehrer kamen auch so in die Klasse rein. Das war der \u00fcbliche Gru\u00df. Bei meinem Vater in der Firma gab es ein \u00e4lteres Fr\u00e4ulein, das \u201eHeil Hitler\u201c immer so gedehnt hat, sie hat \u201eHeil Hiiiitler\u201c gesagt. Eines Tages kam die Gestapo. Jemand h\u00e4tte die Frau angezeigt, sie h\u00e4tte nicht \u201eHeil Hitler\u201c gesagt. Die Leute wurden befragt und sie sagten: \u201eDie sagt immer Heil Hiiiitler.\u201c Dadurch, dass sie das so komisch gesagt hatte, hatte sie viele Zeugen und da war die Sache erledigt. Ich hatte auch eine Freundin, deren Tante russischen Frauen geholfen hatte. Sie hat ihnen Brot zugesteckt. Eines Tages sagte meine Freundin, ihre Tante sei im KZ, weil sie den Russen Brot gegeben habe. Es war ein \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrliches Leben.<\/p>\n<p>Die Reichskristallnacht habe ich nat\u00fcrlich auch erlebt. Als ich morgens in die Schule ging, war die Stra\u00dfe voll mit Milch, Butter, Stoffe, alles lag auf den Stra\u00dfen. Das war aus den j\u00fcdischen Gesch\u00e4ften rausgeworfen worden. Alles lag auf der Stra\u00dfe. Wir wussten gar nicht, um was es sich handelte. Die Eltern waren sehr vorsichtig mit uns zu sprechen, weil es oft vorkam, dass Kinder irgendwo anders etwas erz\u00e4hlt haben und dann wurden die Eltern eingesperrt. Deswegen haben die Eltern kaum etwas erkl\u00e4rt, um was es geht. Sie haben einfach gesagt, dass sie auch nicht wissen, was das ist. Wir wussten dann, dass die Synagoge gebrannt hatte, aber warum, das wussten wir nicht. Man h\u00f6rte dann, dass man j\u00fcdische Mitb\u00fcrger abgeholt hatte. Ich habe gefragt: \u201eWarum, wo tun sie denn die hin?\u201c \u201eSie bekommen eine sch\u00f6ne neue Stadt, sie sollen untereinander wohnen. Sie sollen sich gegenseitig betr\u00fcgen. Sie sollen aufh\u00f6ren, uns zu betr\u00fcgen.\u201c Das war die Erkl\u00e4rung, die ich in der Schule daf\u00fcr bekommen habe. Ich habe oft erlebt, dass mein Vater abends am Radio sa\u00df und wenn ich heim kam, hat er immer gedreht. Sp\u00e4ter erst habe ich herausgefunden, dass er den Londoner Sender hatte. Damit ich nichts verraten konnte, hat er weitergedreht und hat gesagt, dass er einen Sender suche.<\/p>\n<p>Wir haben erlebt, dass wir gro\u00dfe Veranstaltungen hatten, zu denen wir singend hinziehen mussten. Wir mussten warten, bis wir in die gro\u00dfe Halle, Jahrhunderthalle in Breslau, rein konnten. Da gab es eine Propaganda-Geschichte, in der der Gauleiter zu uns gesagt hat, dass wir unserem Vaterland gegen\u00fcber verpflichtet seien, hinzugehen und zu berichten, wenn unsere Eltern etwas gegen den F\u00fchrer und das Reich sagten. Wir m\u00fcssten das unbedingt tun, wenn wir unser Land lieben. Es war eine Situation des Misstrauens unter allen B\u00fcrgern. Keiner hat dem anderen mehr vertraut, weil niemand wusste, was passiert. Es gab sehr mutige Leute in Kabaretts, die haben Witze \u00fcber die Regierung gemacht, aber so, dass man ihnen nichts anhaben konnte. Untereinander haben sich manche vieles erz\u00e4hlt. Zum Beispiel gab es den Ausdruck \u201eGr\u00f6faz\u201c (gr\u00f6\u00dfter F\u00fchrer aller Zeiten). Gr\u00f6faz h\u00f6rt sich nat\u00fcrlich b\u00f6se an. Hin und wieder gab es auch Versammlungen im Hause, dann wurde man unterwiesen. Ich sollte ein Melder sein, das hei\u00dft, wenn Alarm k\u00e4me, m\u00fcsste ich einen Hut aufsetzen, eine Meldertasche umh\u00e4ngen und laufen, wenn Feuer zu berichten w\u00e4re oder irgendetwas. Eines Tages sollte mein Vater auch mit zu einer Versammlung kommen und er hat gesagt: \u201eWir haben etwas anderes zu tun. Wir m\u00fcssen f\u00fcr unsere Ern\u00e4hrung sorgen. Meine Frau kocht Sirup. Ihr mit euren bl\u00f6dsinnigen Versammlungen.\u201c Meine Mutter sagte: \u201eBist du still!\u201c Er war froh, dass sie uns nicht angezeigt haben, denn daf\u00fcr h\u00e4tte er weggeholt werden k\u00f6nnen, das war einfach ganz gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Am 8. Mai 1945 kamen die Russen. Der Chef meines Vaters und noch ein Mitarbeiter aus der Firma kamen in unsere Wohnung dazu, weil wir uns alle zusammengetan hatten, wegen der Russen, wir hatten Angst. Sie hatten einen kleinen Jungen. Er war drau\u00dfen rumgelaufen und kam wieder mit einer Handvoll Parteiabzeichen. Mein Vater ganz au\u00dfer sich: \u201eWo hast du die her?\u201c \u201eDie lagen alle auf der Stra\u00dfe, die habe ich gesammelt.\u201c Mein Vater sagte: \u201eMach dass du wegkommst, schmei\u00df die weg!\u201c Der n\u00e4chste Tag, 9. Mai. Alle haben noch versucht, wenn sie Alkohol hatten, den auszutrinken, weil man wusste, dass die Russen sehr trinken. Am Tag dann waren die Russen da. Wir sind gar nicht rausgegangen. Sie haben mit einem Gewehrkolben an die T\u00fcr geschlagen. Die M\u00e4nner hatten sich gerade zum Schlafen hingelegt und die Russen kamen rein und sahen \u00fcberall M\u00e4nner im Bett. Die Russen haben gro\u00dfe Angst vor ansteckenden Krankheiten. Sie hatten Angst, dass wir irgendetwas haben und da sind sie schnell wieder gegangen. So ist uns gar nichts passiert. In dieser Zeit war es ganz furchtbar f\u00fcr die Frauen. Man hat die Frauen unter die Kohlen versteckt und was nicht alles mit ihnen angestellt, aber die Russen haben sie doch gefunden. Man h\u00f6rte dann das Geschrei drau\u00dfen, wenn wieder eine Frau erwischt worden war.<\/p>\n<p>Als es sich ein bisschen beruhigt hatte, kam mein Bruder. Er war zuletzt in Berlin gewesen, beim Kampf um Berlin. Er kam in Frauenkleidern mit einer Mistgabel \u00fcber der Schulter. So war er von Berlin bis ins Gebirge gelaufen. Es hat ihn keiner erwischt. Er wollte nicht von den Russen nach Sibirien verschleppt werden. Wir haben \u00fcberlegt, was wir nun mit ihm tun sollen. Wenn sie ihn hier finden, ist er auch weg. Ich habe damals dar\u00fcber gebetet und der Herr hat mir den Gedanken eingegeben, wir sollen ihn zum Zirkus schicken. Wir kannten die Chefin von dem Zirkus Busch, der in Bad-Warmbr\u00fcnn stationiert war. Wir haben gefragt, ob sie ihn unterbringen k\u00f6nnten als Arbeiter im Zirkus. Sie hat zugesagt. Er hat von den Russen einen Ausweis bekommen, dass er ein Artist ist. Da war er auf Nummer sicher, dass ihm nichts mehr passiert. Er ist sogar bei den Russen in der Kommandantur ein- und ausgegangen und er hat f\u00fcr einen russischen Oberst das Pferd gepflegt. Vom Zirkus hat er manchmal Pferdefleisch gebracht, da haben wir ein bisschen zu essen gehabt.<\/p>\n<p>Meine Mutter war krank und meinen Vater wollten wir nicht raus lassen. Also bin ich mich immer anstellen gegangen, um Essen zu holen. Wir alle haben wei\u00dfe Armb\u00e4nder bekommen, dass wir Deutsche sind. Wir durften vor neun oder vor acht Uhr nicht auf die Stra\u00dfe gehen, aber wir mussten uns doch schon fr\u00fch anstellen. So bin ich immer gegangen. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass ich eine Tarnkappe auf hatte, mich hat keiner erwischt. Ich bin einmal am Tag beim B\u00e4cker gewesen. Hinter der Theke sa\u00df ein Russe mit der B\u00e4ckerin. Er verlangte, dass ich ihm meine Hand gebe und er hat mir einen Handkuss gegeben. Dann ist er zur Kasse gegangen, hat zwanzig Mark rausgenommen und hat sie mir gegeben. Danach ist er nach hinten gegangen. Die B\u00e4ckerin sagte zu mir: \u201eM\u00e4del lauf, lauf!\u201c Ich bin abgehauen. Ich wei\u00df nicht, ob er etwas B\u00f6ses vorhatte. Er wirkte sehr nett. Jedenfalls war es wieder eine Begegnung, die gut ausging.<\/p>\n<p>Sonntags bin ich zur Kirche gegangen. Dort musste ich zeitig zum Singen da sein. Eines Tages stand da ein Pole, der alle Leute angehalten und den Ausweis verlangt hat. Er hat ihnen den Ausweis weggenommen und hat alle um sich herum versammelt. Ich bin immer ohne Ausweis herumgelaufen. Ich habe ihm gesagt, dass ich keinen Ausweis habe. Das alles fand ein St\u00fcck von der Kirche entfernt statt. Der Pole hat wieder eine Frau aufgegriffen und hat mit ihr rumgezankt. In der Zeit bin ich weggelaufen und bin in die Kirche rein gerannt. Die Polen haben eigentlich ziemlich schnell geschossen, wenn man ihnen weggelaufen ist. Aber auch das ist gut gegangen. Ich denke, dass der Herr mich unheimlich besch\u00fctzt hat in dieser Zeit.<\/p>\n<p>Wir haben im Kirchenchor Mozarts Requiem einge\u00fcbt und hatten eine Auff\u00fchrung. Sie war so sch\u00f6n und wurde an einem anderen Tag wiederholt. Bei der zweiten Auff\u00fchrung, w\u00e4hrend wir gesungen haben, waren zwei gro\u00dfe Detonationen. Die Kirche hat gewackelt, aber wir haben uns eigentlich nicht darum gek\u00fcmmert, wir waren so besch\u00e4ftigt mit unserem Requiem. Als wir aus der Kirche rauskamen, gingen alle Leute in meine Richtung. Ich habe gedacht, dass das aber komisch ist, alle Leute laufen dahin, wo ich hin will. Wir kamen die Hauptstra\u00dfe entlang und dann ging es um die Ecke und alle Leute liefen auch dahin. Ich bin seitw\u00e4rts in eine kleine Nebenstra\u00dfe gegangen und dann war ich bei unserem Haus. Inzwischen waren Polen in unserer Wohnung dazugekommen. Wir hatten nur noch ein Zimmer und die Polen hatten die Wohnung. Sie waren aber sehr nett zu uns. Als der Pole die T\u00fcr aufmachte und mich sah, sagte er: \u201eFr\u00e4ulein Christa, wo kommen sie denn her?\u201c \u201eIch kommen von der Kirche.\u201c Er sagte: \u201eDas kann nicht sein, hier kann niemand herkommen. Alles ist abgesperrt.\u201c Deutsche Kinder haben mit polnischen Kindern in einem Garten im Gartenh\u00e4uschen gespielt, in dem Munition gelagert war und die ist losgegangen. Das waren die Detonationen, die wir geh\u00f6rt haben. Die Kinder waren tot. Sie haben alle Deutschen dorthin gejagt, haben die Lattenz\u00e4une rausgerissen und haben sie mit den N\u00e4geln an den Latten auf den Kopf geschlagen. Als wir wieder Kirchenchor hatten, sahen unsere S\u00e4nger schlimm aus. Nur ich bin gut nach Hause gekommen. Es war wieder so als h\u00e4tte ich eine Tarnkappe aufgehabt. Es hat niemand bemerkt, dass ich zur Seite weggegangen bin in unsere Wohnung. Ich hatte einen unwahrscheinlichen Schutz in dieser Zeit.<\/p>\n<p>Die Polen waren sehr nett zu uns. Eines Tages war mein Vater auf den schwarzen Markt gegangen und hat von unseren Sachen etwas verkauft, weil wir Geld zum Leben brauchten. Diese Leute, denen er etwas verkauft hatte, hatten sich seine Adresse geben lassen. Gegen Nachmittag kamen sie zu uns in die Wohnung. Ich lag krank im Bett. Meine Eltern wurden in die K\u00fcche geschickt und sie haben alles ausger\u00e4umt, die Kleidung, alles. Wir hatten eine Tasche, in der unsere Genealogie drin war. Die haben sie genommen. Meine Silberl\u00f6ffel und alles haben sie da rein gesch\u00fcttet. Als meine Eltern wieder zu mir kommen durften und die M\u00e4nner weg waren, habe ich gesagt: \u201eSie haben unsere Ahnen gestohlen.\u201c Meine Mutter sagte: \u201eSie sollen die Ahnen mitnehmen, das ist das wenigste. Aber wir haben nichts mehr f\u00fcr deinen Vater zum Anziehen.\u201c Mein Vater war gerade im Keller und hatte eine ganz alte zerlumpte Hose an. Und er hatte nun nichts mehr zum Anziehen.<\/p>\n<p>Die Leute, bei denen wir gewohnt haben, das war Herr Woytanowitch, sind nach Nimptsch in Niederschlesien gefahren und haben dort Sachen geholt, die meine Eltern ausgelagert hatten. So hatte mein Vater wieder Sachen zum Anziehen. Sie waren wirklich sehr nett und hilfreich. F\u00fcr die habe ich auch manchmal ein bisschen gestrickt, wenn sie Sachen brauchten.<\/p>\n<p>Mein Vater und mein Bruder sind einmal unterwegs gewesen. Da hat man ihnen auf der Stra\u00dfe alle Sachen ausgezogen, Jackett und alles was er hatte. Er kam dann nur noch in Hemd und Hose zu Hause an. Das war in dieser Zeit so. Eines Tages kamen die beiden gar nicht wieder. Es kam eine Frau, die ganz scheu einen Zettel hingehalten hat und hat etwas gemurmelt von Vater und Sohn, dann ist sie weggerannt. Mein Vater und mein Bruder waren von den Polen aufgegriffen worden. Sie kamen in ein Kellerloch, in dem sie alle Deutschen eingesperrt hatten. Da wussten wir wenigstens, wo sie waren, dass sie nicht tot sind. Wir sind dann immer an diesem Keller vorbeigegangen und ich habe das Brot dort reingeworfen, damit sie etwas zu essen hatten. Nach einer Weile kamen sie aber wieder.<\/p>\n<p>An einem Tag wurden sie alle zusammengetrieben. Mein Vater wurde mitgenommen und sie machten einen Adolf Hitler Ged\u00e4chtnismarsch. Man hat sie irgendwohin marschieren lassen. Wir dachten, dass der Vater jetzt weg sei, jetzt k\u00e4me er auch nach Stalingrad oder sonst wohin. Aber nach vierzehn Tagen war er wieder da. Er war ziemlich ausgehungert und sah elend aus, aber er war wieder da. Man wusste nie, was am n\u00e4chsten Tag passierte. Es war ziemlich gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Eines Tages kam ein Mensch von der Universit\u00e4t aus Breslau. Er hatte so eine strahlende Substanz, die sie f\u00fcr die Ger\u00e4te zum Bestrahlen der Leute hatten. Das hat er bei uns in die Toilette oben reingelegt, weil das hei\u00df wird und hat das so sichergestellt. Sp\u00e4ter ist er weitergereist. Von der Strahlung aus war nichts passiert.<\/p>\n<p>Mein Bruder hat sich aufgemacht und ist nach G\u00f6rlitz gegangen. Er ist dort durch die Nei\u00dfe geschwommen, um zu seiner Frau zu kommen. Sie war in Coburg in Bayern. Wir sind aber dort geblieben.<\/p>\n<p>Der Kantor, der den Kirchenchor geleitet hatte, seine Familie, ein junger Mann, meine Eltern und ich sind zusammen nach Lauban gefahren und wollten in den Westen. Die Deutschen wurden inzwischen alle ausgewiesen. Wir haben gesagt, dass wir nicht l\u00e4nger bleiben, wir gehen freiwillig. Unsere Wohnung in Breslau war sowieso zerst\u00f6rt, wir hatten nichts mehr. Wir sa\u00dfen dann am Bahnhof in Lauban und wussten nicht genau, wo wir hingehen sollten. Mein Vater hatte Angst, dass unser letztes Geld wegkommt und hat es den Arbeitern, die an den Gleisen gearbeitet haben, gegeben. Dann kamen die Polen und haben uns alle mitgenommen in das ehemalige braune Haus. Da mussten wir unsere Koffer und unseren Rucksack auspacken. Wir hatten wenig Gep\u00e4ck, hatten aber alles eng gepackt, damit wir so viel wie m\u00f6glich mitnehmen konnten. Ich hatte dreifache Kleidung an. Sie haben alles rausgerissen und gesagt: \u201eIn f\u00fcnf Minuten alles wieder drin. Was nicht drin ist, geh\u00f6rt uns.\u201c Wir haben draufgetreten und alles zusammen gestampft, damit viel rein passte. Sie haben immer mit den Maschinenpistolen rumgefuchtelt und haben die M\u00e4nner geschlagen. Uns haben sie mit den Maschinenpistolen auf den Po geschlagen. Endlich konnten wir gehen.<\/p>\n<p>Es gab einen Stift von katholischen Schwestern. Wir Deutschen haben uns gesagt, dass wir da hingehen sollten, dort haben wir auf der Erde schlafen k\u00f6nnen. Nun war aber unser Geld weg. Der Arbeiter, dem mein Vater das Geld gegeben hatte, war nicht mehr da. Er hatte Feierabend. Mein Vater hat eine Frau dort gefunden, die wusste, wo diese M\u00e4nner wohnten. Er hat sie gebeten, dass sie mit mir dorthin gehe. Aber inzwischen war auch schon wieder Sperrstunde. Eigentlich durften wir gar nicht drau\u00dfen sein. Wir sind aber dahin gerannt und sind auf den Bahngleisen gelaufen. Wir haben die Leute gefunden und ich habe das Geld gebracht. Die Frau hat einen Teil des Geldes bekommen, daf\u00fcr, dass sie mich gef\u00fchrt hatte. Niemand hat uns erwischt. Aber ich wei\u00df noch, dass ich auf den Fu\u00dfboden gefallen war und keinen Ton mehr von mir gegeben habe, weil ich so ersch\u00f6pft war. Ich war fix und fertig.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen haben wir es geschafft, in einen Zug zu kommen, mit dem die Ausgewiesenen raus geschafft wurden. Das waren Viehwagen mit Stroh drin. Das fanden wir ganz gem\u00fctlich, wir konnten uns wenigstens ausstrecken. Wir hatten meistens den Waggon offen und haben die Beine raush\u00e4ngen lassen und haben rausgeschaut. Dann kamen wir an die Grenze zum amerikanischen Sektor und da hielt der Zug. Die Wagen fuhren ein St\u00fcck vor, in den amerikanischen Sektor. Dann wurden sie wieder zur\u00fcckgeschoben. Sie haben abgez\u00e4hlt, welche bei den Russen bleiben und welche zu den Amerikanern kommen. Wir haben gebibbert. Wir wollten nicht bei den Russen bleiben. Endlich kam unser Waggon doch noch r\u00fcber in die amerikanische Zone. Dort wurden wir ausgeladen und wir haben uns gefreut. Wir dachten, dass jetzt alles gut sei. Aber da standen so ganz lange GIs und haben uns nach Geld gefragt. Wir mussten unser Geld zeigen und durften zweihundert Mark behalten. Alles andere haben sie uns weggenommen. Mein Vater hatte unser Geld versteckt. Vor mir stand eine kleine alte Frau und ihr haben sie alles Geld weggenommen. Diese alte Frau konnte doch gar nichts mehr verdienen. Wir wurden dann in eine Halle gef\u00fchrt und wurden ganz ausgezogen. Man hat nachgesehen, ob wir noch Schmuck oder irgendetwas an uns h\u00e4tten. Das haben sie uns weggenommen und das haben die Polen bekommen. Nachdem sie gesehen haben, dass nichts mehr da ist, konnten wir uns wieder anziehen. Dann wurden wir entlaust, indem wir mit Pulver eingespr\u00fcht wurden, obwohl wir gar keine L\u00e4use hatten. Ich wei\u00df noch, dass mein Vater seinen Hut hochgehoben hat und sie ihm auf die Glatze gespr\u00fcht haben. Der junge Mann, der mit uns war, hatte seine Uhr in seinen After gesteckt, damit er sie beh\u00e4lt. Danach hat er sie wieder rausgezogen. Es war schon schlimm, dass wir nicht einmal das behalten durften, was unser Eigentum war. Alles, was von hier kam, geh\u00f6rte den Polen und wurde ihnen zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n<p>Endlich kamen wir in einen Zug mit richtigen Sitzen. Wir sind nach Calveslage in Oldenburg gekommen. In Langf\u00f6rden wurden wir ausgeladen. Das Land Oldenburg geh\u00f6rte zur englischen Zone. Wir bekamen Brote und etwas zu trinken. So etwas hatten wir lange nicht mehr gegessen, Brot mit viel Schinken drauf. Dann wurden wir aufgereiht und standen da wie auf dem Viehmarkt, und die Bauern haben ausgesucht, wen sie zum Arbeiten haben wollen. Wir haben gedacht, jetzt sind wir da und es geht uns gut. Aber uns wollte keiner haben. Mein Vater war ein B\u00fcromensch und kennt nichts von Landwirtschaft, meine Mutter war krank und ich war ein junges M\u00e4dchen. Wir standen noch als Letzte, alle anderen waren schon vergeben. Der gr\u00f6\u00dfte Bauer am Ort, der eine Gefl\u00fcgelfarm hatte, musste uns nehmen. Er hatte einen Raum, in dem F\u00e4sser mit Petroleum gelagert waren. Die hat er rausgenommen und hat zwei Pritschen reingestellt. Auf der einen hat mein Vater geschlafen und auf der anderen meine Mutter und ich. Das war ein ganz feuchter Raum und am n\u00e4chsten Morgen hatte ich keine Stimme mehr. Andere, die dort ein kleines Zimmer auf dem Getreideboden hatten, sind weggezogen. Dort gab es einen Schrank, zwei Betten und Wasser und dort haben wir dann gewohnt. In Lohne bin ich zur Schule gegangen, in die Handelsschule und habe den Abschluss gemacht und eine Lehre habe ich gemacht. Dann habe ich meinen Mann kennengelernt und geheiratet. Wir sind dann wieder normale Menschen geworden.<\/p>\n<p>Solange Krieg war, gab es auch noch Lebensmittel. Aber ab dem 8. Mai war das schlagartig anders. Wir lebten jetzt in einer fremden Wohnung und alle die Vorr\u00e4te, die meine Mutti sorgf\u00e4ltig geh\u00fctet hatte, waren in Breslau geblieben. Die Kartoffeln, die im Keller der Wohnung in der wir zurzeit lebten, waren aufgebraucht. Wir hatten wirklich alle Kartoffeln verwertet, auch wenn sie noch so ausgekeimt und verschrumpelt waren. An einem Freitag, fr\u00fch morgens, erkl\u00e4rte uns meine Mutter, dass wir nun wirklich nichts mehr zu essen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Trotzdem ging ich wie gewohnt daran, unsere Zimmer aufzur\u00e4umen. In meinem Zimmer stand ein wei\u00dfer Kleiderschrank. Mit dem gut ausgewrungenen Wischlappen s\u00e4uberte ich den Boden unter dem Schrank. Da stutzte ich. Was war das? Da f\u00fchlte ich doch etwas Hartes am Rande der Tapete. Ich schaute unter den Schrank und sah den Rand eines Topfdeckels unter der Tapete hervorlugen. Aufgeregt holte ich meine Eltern herbei und berichtete Ihnen von meiner Entdeckung Mein Vater sagte: &#8222;Unsinn, wie soll ein Topfdeckel hinter die Tapete kommen? Ich hatte aber inzwischen schon weiter an dem Rand gezogen und siehe da, ich hatte wirklich einen Deckel in der Hand. Jetzt waren meine Eltern auch gespannt.\u201d Das ist ja eigenartig, sagte Mutti&#8220; \u201eWir werden den Schrank abr\u00fccken&#8220; ordnete mein Vater an. Vorsichtig schoben wir den Schrank beiseite und mein Vater tastete die Tapete an dieser Stelle ab. Er erkl\u00e4rte uns, dass hier ein T\u00fcrrahmen zu tapeziert worden ist. Wir schauten und das Schlafzimmer auf der anderen Seite dieser Stelle an und richtig, da war eine T\u00fcr. Diese T\u00fcr hatten wir bislang nicht bemerkt, weil ebenfalls ein Schrank davor stand. Nun entschlossen sich meine Eltern, die Tapete auf meiner Seite auf zu schneiden.<\/p>\n<p>Der Anblick, der sich uns bot, war f\u00fcr uns als h\u00e4tten wir das Schlaraffenland entdeckt. In die T\u00fcrf\u00fcllung war ein Regal eingearbeitet worden. Auf den Brettern des Regals standen Einkochgl\u00e4ser mit Gem\u00fcse und Obst, ein Sack Mehl, ein Sack Zucker und noch einige andere Lebensmittel. Auch einige Kleidungsst\u00fccke waren da.<\/p>\n<p>Ich hatte mir eigentlich gar keine Sorgen gemacht, weil wir keine Lebensmittel mehr hatten. Nun best\u00e4tigte es sich, dass wir uns keine Sorgen machen mussten. Als wir nichts mehr hatten, lie\u00df mich der Herr diesen kleinen Vorrat finden. Wir kannten damals die Kirche noch nicht, aber wir kannten den Herrn. Wir kannten auch den Abschnitt 38 in LuB Vers 29-30 noch nicht der sagt, dass gro\u00dfe Kriege kommen werden aber wenn ihr bereit seid, werdet ihr euch nicht f\u00fcrchten. Meine Mutter hatte ihren Teil getan. Sie hatte einen Vorrat angelegt, den wir verlassen mussten. Aber der Herr hat f\u00fcr uns gesorgt. Seine Gesetze sind g\u00fcltig, auch wenn man sie gar nicht kennt.<\/p>\n<p>Das war ganz kurios. Da war die W\u00e4hrungsreform und das ganze Geld wurde umgewertet. Mein Vater hat angefangen, wieder ein Gesch\u00e4ft aufzubauen. Er hat seine alten Fabrikanten angeschrieben. Meine Mutter sollte mit etwas Ware zu einem Kunden fahren. Sie war ewig weg und kam gar nicht mehr wieder. Mein Vater hat mich nach Vechta mit dem Fahrrad geschickt, um auf dem Bahnhof nachzusehen, ob sie vielleicht da sitzt. Dort am Bahnhof habe ich nachgefragt. Mein Mann hat \u00fcberall rumgefragt, dass eine alte Frau von f\u00fcnfzig Jahren verloren gegangen sei, ob jemand etwas wisse. Er war bei der Bahnpolizei besch\u00e4ftigt. Das war die erste Begegnung mit ihm. Er hat mir gefallen. Mich hat er nicht besonders wahrgenommen. Es gab eine Einrichtung, die sich Volksbildungswerk nannte. Dort haben sie Theaterfahrten organisiert. Ich habe mich angemeldet und bin dort hingegangen. Da sa\u00df er am Schreibtisch. Ich habe mich dort hingesetzt und habe meine Tasche vor lauter Verlegenheit genau vor seinen Schrank, den er brauchte, hingestellt. Ich sagte, dass ich hingehen wollte, es wurde \u201eWiener Blut\u201c gespielt. Er hat das alles aufgenommen. Dann ist er an einem Tag zu uns ins B\u00fcro gekommen und hat mir die Theaterkarten gebracht, f\u00fcr mich und meine Freundin. Die Fahrt war mit dem Autobus nach Oldenburg zum Theater. Er war auch da. Im Theater hatte er sich die Karte genommen, die eigentlich neben mir sein sollte. Er hat aber auf dem Plan nicht gesehen, dass ein Gang dazwischen ist und da sa\u00df er auf der anderen Seite vom Gang. In der Pause sind wir aber miteinander rumspaziert. Ich wollte dann einmal ins Kino gehen und da stand er in einer Schlange angestellt und er hat mir angeboten, die Kinokarte mitzubringen, damit ich mich nicht anzustellen brauchte. Da sa\u00dfen wir im Kino endlich einmal nebeneinander und nicht mehr getrennt. So hat sie Sache angefangen.<\/p>\n<p>Er hat mich gefragt: \u201eWas f\u00fcr eine Religion haben sie?\u201c Ich habe gesagt, dass ich evangelisch bin und ihn das eigentlich auch fragen wollte. Er sagte: \u201eIch bin auch evangelisch, dann hat es einen Zweck, dann k\u00f6nnen wir uns weiter treffen.\u201c In Vechta waren fast alle Leute katholisch und das war sehr schwierig, wenn evangelische und katholische Leute zusammenkamen.<\/p>\n<p>Wir haben am 3. Januar 1953 geheiratet. Wir wussten nicht, dass in Sachen Rhesusfaktor er positiv und ich negativ bin. Unser erstes Kind ist zu fr\u00fch gekommen und gleich gestorben. Unsere anderen Kinder sind alle gesund zur Welt gekommen. Beim vierten Kind, unserer J\u00fcngsten, hat der Arzt das mit dem Rhesusfaktor festgestellt und gesagt: \u201eDas gibt es doch gar nicht, ist da etwas gemacht worden?\u201c Ich sagte: \u201eNein, gar nichts ist gemacht worden.\u201c Er fragte: \u201eWieso sind die Kinder alle gesund?\u201c Ich sagte ihm, dass ich das auch nicht wisse. Wir haben drei gesunde Kinder bekommen, obwohl normalerweise alle gestorben w\u00e4ren. Ich denke, dass der Herr seine Hand im Spiel hatte. Das war f\u00fcr uns eine ganz besondere Sache.<\/p>\n<p>In Osnabr\u00fcck kamen die Missionare zu uns. Einen Tag davor kamen Vertreter, die mir irgendwelche B\u00fccher angedreht haben. Mein Mann hat zu mir gesagt: \u201eDu machst die T\u00fcr nie wieder auf, dass du das weist. Lass keine Leute in die Wohnung herein.\u201c Er hat diesen Kauf r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht. Dann kamen die Missionare. Die wollte ich aber doch sprechen und ich habe sie herein gelassen, habe aber die T\u00fcr offen gelassen. Sie haben mir von Joseph Smith erz\u00e4hlt und dass sie einen lebenden Propheten h\u00e4tten. Ich habe ihnen gesagt, dass ich mich als Kinde immer gefragt habe, warum Gott so ist, dass er uns nicht liebt, dass er uns keinen Propheten gibt. Ich habe gerne die Geschichten von Jakob und Josef und von dem Segen, den sie bekommen haben, gelesen. Ich wollte auch gerne so einen Segen haben. Ich sagte den Missionaren, dass ich glaube, was sie mir erz\u00e4hlten. Sie sagten aber, dass sie meinen Mann auch sprechen m\u00f6chten. Aber mein Mann arbeitete in Bremen, er war nicht immer da. Die Missionare haben daf\u00fcr gefastet, dass sie ihn einmal sprechen k\u00f6nnen. An einem Tag ist er fr\u00fch zur Arbeit gefahren und es war Nebel. Vor ihm war ein Unfall passiert und er hat sein Auto gerade noch anhalten k\u00f6nnen. Aber es kam einer hinter ihm, der ihn in die anderen Wagen reingeschoben hat. Sein Knie war leicht angeschlagen und man hat ihn nach Hause geschickt, dass er sich auskuriere und dass er keinen bleibenden Schaden habe. Da hatten die Missionare die Gelegenheit, ihn zu sprechen. Ich denke, dass das keine Zuf\u00e4lle sind, sondern dass der Herr schon ein bisschen mitgewirkt hat. Die ersten Missionare waren \u00fcbrigens pl\u00f6tzlich weg, der eine war mit seiner Mission fertig und der andere wurde nach Hause, nach Karlsruhe geschickt, weil er krank war. Dann kam keiner mehr. Ich bin hingegangen, habe dem Missionar, der heute noch unser Freund ist, gefragt: \u201eWarum kommt keiner mehr zu uns?\u201c Er hat mich angesehen, als ob er einen Weltuntergang sieht. Dann hat er sich die Adresse aufgeschrieben und hat uns belehrt. Das ist Bruder Stohrer aus Waiblingen, der heute noch zu uns kommt. 1960 sind wir getauft worden.<\/p>\n<p>Mein Mann hei\u00dft Harald Kleiner. Unsere Tochter, die erst vier Jahre alt war, hat die Missionare hei\u00df und innig geliebt. Sie war jetzt zu Besuch zu meinem Geburtstag da und Bruder Stohrer ist extra gekommen, damit er sie sehen kann. Wir haben eine ganz enge Verbindung, seit wir getauft wurden. Der Herr hat uns drei gesunde Kinder gegeben.<\/p>\n<p>Ich liebe den Herrn sehr. Er hat mich und meine Familie immer gef\u00fchrt. Ich wei\u00df, dass die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage seine Kirche ist. Ich bin vom ganzen Herzen dankbar, dass uns der Herr seine Missionare geschickt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Breslau, Schlesien Ich hei\u00dfe Christa Bertha Frieda Kleiner, geborene Bachmann, und bin am 19. Januar 1928 in Breslau geboren. Mein Vater hei\u00dft Willi Walter Georg Bachmann und meine Mutter Gertrud Bachmann, geborene Mai. Ich habe in der Zinnastra\u00dfe bis zu unserer Flucht gelebt. Wir wohnten in einem Siedlungshaus und hatten einen h\u00fcbschen Garten dabei. 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