{"id":1383,"date":"2012-05-23T14:57:58","date_gmt":"2012-05-23T14:57:58","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=1383"},"modified":"2014-04-18T07:09:33","modified_gmt":"2014-04-18T07:09:33","slug":"helga-ida-martha-kopischke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/1383\/helga-ida-martha-kopischke","title":{"rendered":"Helga Ida Martha Kopischke"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wolletz, Angem\u00fcnde, Brandenburg<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Helga-Ida-Martha-Kopischke1.png\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1384\" title=\"Helga-Ida-Martha-Kopischke\" alt=\"Mormon Deutsch Helga Ida Martha Kopischke\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Helga-Ida-Martha-Kopischke1-213x300.png\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Helga-Ida-Martha-Kopischke1-213x300.png 213w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Helga-Ida-Martha-Kopischke1.png 338w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a>Mein vollst\u00e4ndiger Name ist Helga Ida Martha Kopischke<\/strong>. Mein M\u00e4dchenname ist Helga Haupt. Geboren bin ich am 31. Dezember 1934 in Wolletz, einer kleinen Stadt in der sch\u00f6nen Uckermark, im Kreis Angerm\u00fcnde in Brandenburg. Meine leiblichen Eltern waren Wilhelm Ernst Franz Haupt und Ella Ida Martha J\u00e4hnke. Als ich acht Jahre alt war, heiratete mein Vater ein zweites Mal. Die Mutter, die mich gro\u00dfgezogen hat, hie\u00df Martha Haupt, geborene R\u00f6ske. Ich habe insgesamt 4 Halbgeschwister, die ich allerdings nur in fr\u00fchster Kindheit kennen gelernt habe.<\/p>\n<p>Wir haben ungef\u00e4hr zwei Jahre in Wolletz gewohnt und sind dann auf ein kleines Gut in Diko, in der N\u00e4he des heute polnischen Neuenburgs, gezogen. Sp\u00e4ter sind wir dann direkt nach Neuenburg gezogen, wo auch meine Gro\u00dfeltern wohnten.<\/p>\n<p>1939 brach der Krieg aus. Vielleicht lag es daran, dass meine richtige Mutter nicht so gut zu mir war. Das wei\u00df ich nicht. Sie lie\u00df meinen Vater und mich zur\u00fcck und suchte ihr Gl\u00fcck wo anders. Eleanor und Manfred, meine beiden ersten Halbgeschwister nahm sie mit. Meinen Vater machte das sehr traurig. Weil meine Mutter so Hals \u00fcber Kopf gegangen ist und ich noch sehr jung war, wohnte ich \u00fcbergangsweise bei der Schwester meiner Mutter, Minna Wiese. Sp\u00e4ter brachte mich mein Vater zu meiner Tante und meinem<!--more--><\/p>\n<p>Onkel, Anni und Emil Krause nach Berlin, wo ich mehr sehr wohl f\u00fchlte. Hier verbrachte ich das sch\u00f6nste Jahr meiner Kindheit. Meine Tante und mein Onkel gingen oft mit mir ins Theater, in ein Konzert, in den Tierpark oder in den Zirkus. Ich war sehr gl\u00fccklich zu dieser Zeit. Leider konnte ich aufgrund von zunehmenden Bombenangriffen nicht in Berlin bleiben.<\/p>\n<p>Nach der Scheidung meiner Eltern nahm mich mein Vater 1942 mit zu seiner neuen Frau, einer B\u00e4uerin aus der n\u00e4heren Umgebung. Als mein Vater in den Krieg eingezogen wurde, lebten wir in Kleefeld, im Kreis Soldin, in der N\u00e4he von Landsberg an der Warthe, f\u00fcnfzig Kilometer von Stettin entfernt. Ab und zu hatte ich Kontakt zu meiner leiblichen Mutter. Aber ich f\u00fchlte mich dort nie sehr wohl. Ich bekam noch zwei Halbgeschwister, die Zwillinge Margot uns Ingrid, zu denen ich genau wie zu Eleanor und Manfred nur sehr, sehr selten Kontakt hatte.<\/p>\n<p>1941 bin ich w\u00e4hrend des Krieges eingeschult worden. Leider war meine Schulzeit sehr bald vorbei, da im September 1944 alle Schulen mit Fl\u00fcchtlingen belegt wurden. Die Schulen in den St\u00e4dten waren als Lazarette eingerichtet worden und in den D\u00f6rfern wurden die Fl\u00fcchtlinge in den Schulen untergebracht. Der Schulunterricht f\u00fcr die Kinder fiel aus.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Krieges und in der kurzen Zeit nach dem Krieg, bis die russischen Soldaten kamen, ging es uns relativ gut. Wir mussten kein Hunger leiden und hatten auch sonst das N\u00f6tigste, was man zum Leben brauchte. Mein Vater hatte auf unserem Hof mehrere Verschl\u00e4ge aus Holz gebaut. In einem war Roggen, in einem anderen war Weizen, in noch einem anderen war Gemenge, in einem anderen war Hafer gelagert. Damit konnten wir die Tiere f\u00fcttern und hatten auch selbst genug zu essen. In der N\u00e4he war auch eine M\u00fchle.<\/p>\n<p>Nachts am 30. Januar 1945 kamen die ersten Russen durch unser Dorf. Das war eine sehr schlimme Zeit. Die meisten russischen Soldaten waren in Ordnung. Sie sind \u201enur\u201c durch die D\u00f6rfer gejagt und haben gek\u00e4mpft. Am dritten oder vierten Tag wurde unsere Scheune in Brand gesteckt. Obwohl meine Mutter den Soldaten aus Angst um ihr Leben reichlich zu Essen gegeben hatte \u2013 wir hatten gerade vorher geschlachtet \u2013 sind sie rausgegangen und haben unsere Scheune niedergebrannt. Der halbe Hof ist dabei zerst\u00f6rt worden. Als wir sie fragten, warum sie denn unsere Scheune niederbrennen w\u00fcrden \u2013 schlie\u00dflich konnten sie sich alles nehmen, was sie wollten, antworteten sie nur, dass sie die Soldaten der Front w\u00e4ren und die Nachhut wissen m\u00fcsse, wie weit sie schon vorger\u00fcckt sind. Durch niedergebrannte H\u00f6fe haben die Soldaten ihren Weg markiert. Diese Soldaten haben uns aber ansonsten nichts weiter angetan. Doch es gab einige Soldaten, die viel Leid \u00fcber uns brachten. Sie pl\u00fcnderten und machten vor niemandem Halt. Sie qu\u00e4lten und dem\u00fctigten alte M\u00e4nner, Frauen und Kinder. Noch heute verschl\u00e4gt mir der Gedanke an die erlebte Grausamkeit die Sprache.<\/p>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter wurden wir Zeuge einer weiteren schrecklichen Geschichte. Ein Panzer kam durch unser Dorf. Er kam an zwei H\u00e4usern vorbei, die direkt nebeneinander lagen. In dem einen Haus wohnte der Kutscher vom Gut, das andere Haus war das Doktorhaus. Dieser Doktor ist in seiner Wut auf die Russen mit einem Gewehr auf den Panzer zu gerannt und hat den Leutnant, der aus dem Panzer schaute, erschossen. Was dann folgte, werde ich wohl nie vergessen. Die russischen Soldaten nahmen Rache, indem sie die gesamte Familie des Doktors und den Doktor selber in sein Haus brachten und dieses anz\u00fcndeten. Der Doktor, der erst Mitte f\u00fcnfzig war, das \u00e4ltere Fr\u00e4ulein Kaiser, das j\u00fcngere Fr\u00e4ulein Kaiser und die noch sehr kleinen Kinder wurden bei lebendigem Leibe verbrannt. Die markersch\u00fctternden Schreie drangen bis in unser Haus. Noch heute kann ich ihre Schreie in meinem Kopf h\u00f6ren. Doch der Rachedurst dieser russischen Soldaten war noch nicht gestillt. Sie z\u00fcndeten das Dorf an sieben weiteren Stellen an und gingen durch den Ort und erschossen wahllos zwanzig weitere Menschen. Sowohl alte Leute als auch Kinder. Einen Tag sp\u00e4ter ist ein Pferdefuhrwerk gekommen. Sie wollten den Arzt holen, weil eine Frau im Nachbardorf ein Baby erwartete, und die Geburt wohl ziemlich schwer war. Die H\u00e4user waren verbrannt und die Russen standen drum herum und erg\u00f6tzten sich an ihrem Rachewerk. Dann kam dieser unschuldige Mann, der eigentlich nur Hilfe holen wollte. Sie haben einfach den Mann und das Pferd erschossen. Wir als Kinder mussten mit ansehen, wie der freundliche Mann pl\u00f6tzlich tot auf der Stra\u00dfe lag.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit besa\u00dfen wir noch einen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Hof von etwa vierzig Morgen. Das wurde uns alles weggenommen und davon haben wir auch nie wieder etwas gesehen. Wir hatten Pferde und vier K\u00fche. Die russischen Soldaten haben uns all unsere Pferde und drei K\u00fche weggenommen. Eine Kuh durften wir behalten. Dar\u00fcber freuten wir uns sehr, denn damit hatten wir nicht gerechnet. Wir durften auch zwei oder drei H\u00fchner behalten. Die restlichen H\u00fchner haben sie weggeholt und geschlachtet. Das war die schlimmste Zeit, die man sich im Leben vorstellen kann. Dazu kamen die Bilder des Krieges, die sich in meinem Kopf unausl\u00f6schlich festgesetzt haben: tote Tiere auf den Stra\u00dfen, schlimmer noch: tote Menschen. Kinder die mit einfach so herumliegender Munition spielten und sich dann daran schwer verletzten.<\/p>\n<p>Obwohl der Krieg gerade vorbei war, ging im Sommer 1945 das Grauen weiter. Durch viele Fl\u00fcchtlinge herrschte eine unvorstellbare Enge. Auch bei uns wohnte eine Fl\u00fcchtlingsfamilie mit im Haus. Hunger und ein Mangel an Reinigungsmitteln f\u00fcr die Hygiene waren Alltag. Auf Grund dieser unhaltbaren Zust\u00e4nde brach eine Typhus-Epidemie aus. Die Krankheit verbreitete sich sehr schnell. Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland erkrankten daran. Es gab keine \u00c4rzte bzw. irgendeine Art von medizinischer Betreuung und auch keine Medizin. Der Arzt in unserem Dorf wurde ja get\u00f6tet. Es gab nur zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder man \u00fcberlebte, oder man starb. Sehr viele Menschen starben in diesem Sommer. Als ich Typhus bekam, war ich elf Jahre alt. Ich habe die Krankheit gl\u00fccklicherweise \u00fcberlebt. Ich musste sechs Wochen im Bett liegen. Durch die fehlende medizinische Betreuung war es nicht sicher, ob ich \u00fcberleben w\u00fcrde. Ich war durch das lang anhaltende hohe Fieber k\u00f6rperlich sehr geschw\u00e4cht. Als ich mich nach einigen Wochen zum ersten Mal im Bett aufrecht hinsetzen konnte, hatte ich endlich wieder etwas Appetit. Und zwar auf Salzgurken. Meine Stiefmutter hatte einen gro\u00dfen Teller voll mit Salzgurken, die sie selber eingelegt hatte, auf den Tisch gestellt. Ich konnte ja nicht laufen, aber zum Gl\u00fcck stand der Tisch ziemlich nahe. Ich habe mir den Tisch mit der Tischdecke angezogen und habe dann gen\u00fcsslich Salzgurken gegessen. Meine Mutter hat geschimpft, voll Angst, dass ich wieder krank werden k\u00f6nnte. Aber ich habe keinen R\u00fcckfall erlitten. Mein K\u00f6rper hat wohl die Mineralstoffe der Gurke gebraucht, so dass er alles aufgenommen und zum Aufbau des K\u00f6rpers verwendet hat. Es hat dann allerdings noch einige Monate gedauert, bis ich wieder richtig laufen konnte und vollkommen gesund war. Aber die lange Genesungszeit war typisch f\u00fcr diese Krankheit.<\/p>\n<p>1945 wurde Ostpreu\u00dfen Polen zugesprochen. Vertreibung stand auf der Tagesordnung. Wir erlebten dies an eigenem Leib. Weil der Pole meinte, Anspruch darauf zu haben, mussten wir aus unserem Haus raus. Auch unsere letzte Kuh haben sie uns weggenommen. Wir hatten nun fast nichts mehr. Wir galten als Gefangene.<\/p>\n<p>Wir sind in eine kleine Wohnung in der N\u00e4he gezogen, die nicht schwer zu finden war, da es nach dem Krieg und der Typhus-Epidemie aufgrund der vielen Toten viele leer stehende Wohnungen gab. Meine Mutter hatte im M\u00e4rz, nachdem die Russen in unser Dorf eingefallen waren, ihre zwei Schwestern zu uns geholt. Die eine Schwester hatte eine kleine Tochter, Elfriede, die drei Jahre j\u00fcnger war als ich. Wir wohnten mit der Gro\u00dfmutter, meiner Stiefmutter, mit den beiden Tanten und meiner Cousine in einem kleinen Zimmer. Zus\u00e4tzlich gab es noch eine kleine K\u00fcche. Im Raum gab es zwei Fenster. Ein Fenster hatten wir mit einem Schrank zugestellt, weil sonst nirgendwo Platz war &#8211; das andere Fenster war frei.<\/p>\n<p>In dieser Wohnung erlebte ich im Dezember 1946 etwas Wunderbares. Wenn mich heute meine Kinder, Enkel und Urenkel nach meiner \u201esch\u00f6nsten Weihnachtsgeschichte\u201c fragen, erz\u00e4hle ich ihnen folgende Begebenheit: Meine Cousine Elfriede und ich sa\u00dfen auf der Fensterbank. Ich wei\u00df nicht mehr, ob es ein Tag vor Weihnachten war oder Heiligabend. Zu der Zeit gab es nichts. Wie alle Kinder warteten auch wir auf Geschenke. Wir beide sa\u00dfen da und waren so traurig und sagten: \u201eKeine Geschenke, keine S\u00fc\u00dfigkeiten, kein Obst, kein Kuchen\u201c. Wir schauten raus und sagten wehm\u00fctig: \u201eund noch nicht einmal Schnee.\u201c Abends sind wir fr\u00fch zu Bett gegangen. Es war kalt und wir hatten kaum etwas, womit wir heizen konnten. Die einzige Licht- und W\u00e4rmequelle war eine Karbidlampe. Am n\u00e4chsten Morgen riefen die Frauen: \u201eElfriede, Helga, steht mal auf und seht aus dem Fenster!\u201c Der Anblick war herrlich! Alles war wei\u00df und glitzerte. Noch heute \u00fcberkommt mich das gleiche Gef\u00fchl wie damals, wenn ich aus dem Fenster schaue und entdecke, dass es geschneit hat. Wenn die Sonne scheint und dadurch der Schnee glitzert und alle B\u00e4ume bedeckt von Schnee sind, dann habe ich immer noch ein Gef\u00fchl in mir, das so \u00fcberw\u00e4ltigend ist, dass ich nicht wei\u00df, ob ich nun lachen oder weinen soll. Daher kann ich heute sagen, dass es mein sch\u00f6nstes Weihnachtsgeschenk in meinem Leben war, als wir rausschauten und diese Schneepracht sahen. Meine Oma, meine Mutter und meine Tanten kamen sp\u00e4ter ins Zimmer und brachten einen Teller mit Kuchen. Der Kuchen war zwar so hart wie Stein, dass man sich damit ein Loch in den Kopf h\u00e4tte hauen k\u00f6nnen, doch auch hierf\u00fcr fanden die durch den Krieg kreativ gewordenen Frauen eine L\u00f6sung. Sie hatten Gerste in einer Pfanne ger\u00f6stet, haben es gemahlen und davon Kaffee gekocht. Gl\u00fccklich sa\u00dfen wir nun auf der Fensterbank, haben die Schneelandschaft bewundert, haben unser St\u00fcck Kuchen in den Kaffee gestippt und genussvoll unser Weihnachtsmahl gegessen. Ich erhielt unerwartet das sch\u00f6nste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekommen hatte.<\/p>\n<p>Ab 1947 fing es allm\u00e4hlich an, wieder etwas aufw\u00e4rtszugehen. W\u00e4hrend es zum Beispiel direkt nach dem Krieg so gut wie keine Lebensmittel gab, konnten wir nun als Arbeiter auf den Feldern und Gutsh\u00f6fen ein paar Zloty verdienen. Davon konnten wir uns mal ein Pfund Salz oder einen Liter \u00d6l kaufen. Bis 1947 konnten wir noch in Kleefeld wohnen bleiben.<\/p>\n<p>Im August 1947 mussten wir unsere Heimat verlassen. Wie alle Deutschen in der Gegend waren wir nun Fl\u00fcchtlinge. Wir sind zu Fu\u00df in die nahe gelegene Stadt Soldin [My\u015blib\u00f3rz] gegangen. Die Frauen haben aus Handt\u00fcchern Rucks\u00e4cke gen\u00e4ht. Das waren nat\u00fcrlich keine Frottierhandt\u00fccher, wie wir sie heute haben, sondern Handt\u00fccher aus Leinen oder Baumwolle. Die Riemen wurden aus Geschirrhandt\u00fcchern gebunden. Wir Kinder bekamen eine Umh\u00e4ngetasche. In der neuen Heimat angekommen, wurden Rucks\u00e4cke und Umh\u00e4ngetaschen aufgetrennt, und wieder als Handt\u00fccher benutzt. Wie gesagt. In Kriegszeiten wurden die Menschen kreativ, wenn es um allt\u00e4gliche Dinge ging.<\/p>\n<p>Bevor die Reise losging, backten die Frauen Zwieback und Wei\u00dfbrot, welches im Backofen ger\u00f6stet wurde. Wir Kinder bekamen jeder ein St\u00fcck Brot in unsere Tragetasche, damit wir, falls wir von den Gro\u00dfeltern oder Tanten getrennt wurden, nicht hungern mussten. Dass Kinder von ihren Verwandten getrennt werden k\u00f6nnten oder verloren gingen, war eine gef\u00fcrchtete Situation. In Soldin sind wir f\u00fcr eine Nacht in gro\u00dfen H\u00e4usern untergebracht worden.<\/p>\n<p>Dann ging es weiter zum Bahnhof. In Viehtransportwagen sind wir dann Richtung Westen gebracht worden. Obwohl es sich bei der Strecke nur um ein paar Kilometer handelte, hat die Fahrt, weil die Gleise teilweise zerst\u00f6rt waren, eine Woche gedauert. Damit sich keine Krankheiten ausbreiteten, sind wir unterwegs oft entlaust worden. Das war f\u00fcr uns Kinder nicht so schlimm. Aber f\u00fcr die alten Leute war das eine schreckliche Tortur. Alle mussten sich nackt ausziehen. Dann wurden die Sachen mit dem gr\u00f6\u00dften Kleidungsst\u00fcck zu einem B\u00fcndel geschn\u00fcrt und abgegeben. W\u00e4hrend die Kleidung durch Erhitzung gereinigt wurde, mussten wir nackt auf B\u00e4nken sitzen und warten, bis wir unsere Sachen wieder bekamen. Die M\u00e4nner wurden gesondert von uns entlaust. So war es nicht so peinlich. Die kleinen Jungs bis 12 Jahre durften bei ihren M\u00fcttern bleiben. Nach etwa ein bis zwei Stunden war die Reinigungsprozedur abgeschlossen. Allerdings sahen wir danach aus wie Schneem\u00e4nner. Unsere Kleidung war voll von wei\u00dfem Pulver und unsere Haare standen, ebenfalls voll von wei\u00dfem Pulver, in alle Richtungen ab.<\/p>\n<p>Unser Ziel war vorerst Rudolstadt in Th\u00fcringen. Dort gab es eines von vielen Quarant\u00e4nelagern, in dem Deutsche gesammelt wurden. Von dort ist man entweder, wenn man Gl\u00fcck hatte, von Verwandten abgeholt worden, oder wurde mit Z\u00fcgen in verschiedene deutsche St\u00e4dte verteilt. In diesem Lager waren wir zwei Wochen. Nach dem Krieg 1947 gab es nicht viel zu essen. Jede Person bekam eine dicke Scheibe Brot f\u00fcr den ganzen Tag und mittags gab es einen viertel Liter Kohlsuppe. Man konnte die Kartoffeln und die Kohlbl\u00e4tter darin z\u00e4hlen, alles andere war Wasser. Aber wenigstens hatten wir etwas, womit wir unseren Hunger stillen konnten. Die Kinder bekamen zus\u00e4tzlich eine kleine Tasse Milch. Hier konnten wir uns auch endlich richtig waschen. Nach zwei Wochen kamen zwei Tanten von mir \u2013 unter anderem meine geliebte Tante Anni aus Berlin und holten meine Stiefmutter, meine Gro\u00dfmutter und mich ab. Da meine Tante und meine Cousine keine direkten Verwandten hatten, mussten sie in Rudolstadt bleiben. Sie sind von dort aus in die N\u00e4he von Berlin gebracht worden.<\/p>\n<p>Dann bin ich nach Wilsickow gekommen. Wilsickow liegt zwischen Strasburg und Pasewalk im hohen Nordosten von Deutschland. Die n\u00e4chsten gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte, Neubrandenburg und Stettin, befinden sich ca. 50 Kilometer entfernt. Mein Vater, der nach einj\u00e4hriger Kriegsgefangenschaft wieder zur\u00fcckgekehrt war, erwartete uns dort. Was f\u00fcr eine Freude es war, ihn nach mehr als f\u00fcnf Jahren endlich wieder zu sehen!<\/p>\n<p>Nach den f\u00fcrchterlichen Jahren des Krieges und der Vertreibung begann dort nun eine sch\u00f6ne und ruhige Zeit f\u00fcr uns. Mein Vater hatte im Zuge der \u201eDemokratischen Bodenreform\u201c einen Hof zugeteilt bekommen, zu dem vierzig Morgen Land geh\u00f6rten und den wir bewirtschaften durften. Um eine Existenzgrundlage zu schaffen, wurde das Eigentum von Kriegsverbrechern, Kriegsschuldigen und aktiven Nazis an Landarbeiter und Vertriebene verteilt.<\/p>\n<p>Ich ging nun auch wieder zur Schule. Mit 13 Jahren kam ich in die dritte Klasse der Volksschule Wilsickow, weil ich mit dem Lernen da ankn\u00fcpfen musste, wo ich 1944 aufgeh\u00f6rt hatte. Weil ich parallel aber auch immer auf dem Hof helfen musste, war f\u00fcr die Schule nicht so viel Zeit. Nach der Volksschule besuchte ich noch die f\u00fcnfte Klasse der Hauptschule in Milow. Obwohl meine Lehrer sich f\u00fcr mich einsetzten, war danach die Schulzeit f\u00fcr mich vorbei. Ich wurde auf dem Hof als Arbeitskraft gebraucht. Manchmal bereue ich es, dass ich nicht l\u00e4nger zur Schule gehen durfte \u2013 vor allem weil mir dadurch mein Traum Kinderg\u00e4rtnerin zu werden, versagt blieb. Um mein Wissen \u00fcber die Landwirtschaft zu vertiefen, ging ich dann aber noch drei Jahre zur landwirtschaftlichen Berufsschule in Milow. Die Landwirtschaft ist bis heute noch etwas, woran ich mich erfreuen kann. Heute ist es zwar nicht mehr die Arbeit auf dem Hof und dem Feld \u2013 aber der eigene Garten ist nach wie vor ein gepflegtes Hobby.<\/p>\n<p>In meiner Jugendzeit gab es auch endlich wieder Zeit f\u00fcr sch\u00f6ne Dinge. So verbrachte ich viel Zeit mit meinen Freunden. Wir spielten leidenschaftlich gerne Theater und gestalteten bunte Abende im Dorf. Oft gingen wir tanzen. Wir gingen gemeinsam zur Schule, arbeiteten gemeinsam auf dem Feld, gingen gemeinsam zur Konfirmation und teilten Freud und Leid. 1950 wurde ich mit 16 Jahren zur Maik\u00f6nigin gekr\u00f6nt. Ich war beliebt und f\u00fchlte mich unter meinen Freunden sehr wohl.<\/p>\n<p>Die Bilder des Krieges konnte ich nie aus meinem Kopf bekommen. Angst war, trotz immer besserer Zeiten, ein h\u00e4ufiger Begleiter. Aber wir versuchten nicht so viel dar\u00fcber zu nachzudenken oder zu sprechen und einfach das Beste aus unserem Leben zu machen. So verdr\u00e4ngten wir langsam den Schrecken des Krieges.<\/p>\n<p>1951, als ich 17 Jahre alt war, trat Kurt Kopischke in mein Leben. Es war auf einem Tanzabend der Maschinenausleihstation (wir nannten sie einfach nur MAS), als ich ihn zum ersten Mal bewusst wahrnahm. Kurt, der bei der MAS als Motorenschlosser f\u00fcr Landmaschinen arbeitete, ging, genau wie ich und meine Freunde, gerne zu den geselligen Veranstaltungen, die regelm\u00e4\u00dfig von der MAS organisiert wurden. Ich kann mich noch an den ersten Gedanken erinnern, den ich hatte, als Kurt Kopischke mich zum Tanzen aufforderte. \u201eSo schlecht sieht er ja gar nicht aus\u201c, sagte ich sp\u00e4ter auch zu meiner Freundin Irmgard. Weil Irmgard im gleichen Haus wohnte, wie die jungen Arbeiter der MAS, fragte ich sie \u00fcber diesen Kurt aus. Sie erz\u00e4hlte mir nur Positives \u00fcber ihn, sagte, er sei die \u201egro\u00dfe Ausnahme\u201c. Er sei nicht so ordin\u00e4r wie die anderen Jungs aus dem Dorf, er sei nett, zuvorkommend und h\u00f6flich. Als ich ihn dann das n\u00e4chste Mal sah, war es um mich geschehen. Ich fand ihn umwerfend. Wir fingen an, uns zu unterhalten und Zeit miteinander zu verbringen. So verging der ganze Sommer. Zum Erntefest im Oktober kam Kurt extra wegen mir nach Wilsickow. Anfangs war er noch z\u00f6gerlich \u2013 er brauchte bis 03.30 Uhr morgens, bis er sich endlich traute, mich aufzufordern. Ich kann mich noch genau an \u201eunser Lied\u201c erinnern: die Band spielte \u201eWer wei\u00df wann wir uns wieder sehn, am gr\u00fcnen Strand der Spree\u201c. An dem Morgen begleitete er mich zum ersten Mal nach Hause. Wir schrieben und trafen uns regelm\u00e4\u00dfig. Langsam entwickelte sich unsere Liebe. Vier Wochen nach dem Erntefest erz\u00e4hlte er mir bei einem Treffen in Pasewalk, dass er Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sei. Er erkl\u00e4rte mir, was es bedeute, ein Mitglied der Kirche zu sein. Was mich dabei sehr beeindruckte, war das Gesetz der Reinheit. Mir wurde klar, dass, wenn ich Kurt heiraten w\u00fcrde, niemals Angst haben m\u00fcsse, dass er mir untreu werden w\u00fcrde. Weil Kurt durch seine Religion die Ehe als etwas Heiliges ansah, konnte ich sicher sein, dass mir so etwas, wie es meinem Vater mit meiner leiblichen Mutter passiert ist, nicht widerfuhr. Wenn ich mich entschlie\u00dfen k\u00f6nne Mitglied der Kirche zu werden und warten k\u00f6nne, bis er seinen Dienst bei der Armee absolviert h\u00e4tte, wollte er mich heiraten. Auch wenn ich oft daran zweifelte, ob ich wirklich gut genug f\u00fcr ihn bin, wollte ich auf ihn warten.<\/p>\n<p>Eigentlich h\u00e4tte Kurt gerne Maschinenbau in Leipzig studiert. Daraus wurde allerdings nichts, weil er als \u201eFreiwilliger\u201c 3 Jahre lang f\u00fcr den Dienst in der Armee verpflichtet wurde. Kurt lud mich nach Strasburg ein, wo seine Familie wohnte. Da Strasburg nur 7 Kilometer von Wilsickow entfernt war, konnte ich ihn und seine Familie oft besuchen. Durch die vielen Besuche, vor allem in der Zeit, als Kurt bei der Armee war, entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zwischen mir und Meta Kopischke, seiner Mutter. Durch ein R\u00fcckenleiden, welches zu dieser Zeit entstand, musste ich oft nach Strasburg zum Arzt. Dadurch war ich noch \u00f6fters bei den Kopischkes. Meta erz\u00e4hlte mir sehr viel \u00fcber die Kirche. Sie belehrte mich, indem sie mit mir die Lieder aus dem Gesangbuch sang, im Buch Mormon las und die Kirchengeschichte studierte. Ich genoss diese Zeit mit \u201eMutti\u201c, wie ich sie sp\u00e4ter nennen durfte, sehr. Mein Zeugnis wurde mit der Zeit immer st\u00e4rker. Alle vier Wochen nahm sie mich mit zur Kirche nach Prenzlau. Weil der Weg so weit war, konnten wir nur einmal im Monat diese Strecke auf uns nehmen. Wenn wir unseren \u201eKirchensonntag\u201c hatten, verlie\u00dfen wir morgens um 05.30 Uhr das Haus und kamen erst abends \u2013 wenn wir Gl\u00fcck hatten und der Zug nicht unterwegs kaputt ging \u2013 um 21.30 Uhr zur\u00fcck. Mein Glaube wuchs von Tag zu Tag.<\/p>\n<p>Ein ewiges Prinzip, welches sich in dieser Zeit sehr in mein Herz brannte, war das des Betens. Ich durfte immer wieder erkennen, dass der Herr Gebete beantwortete, auch wenn ich nicht wusste, wie das funktionieren sollte. Das eindr\u00fccklichste Erlebnis hiermit war etwas, was letztendlich auch zu meiner Taufe gef\u00fchrt hat. Im Sommer 1954 betete ich viele Wochen lang jeden Abend zum Vater im Himmel, dass ich doch gerne \u00fcberraschend getauft werden w\u00fcrde. Ich traute mich aber nicht, jemanden darauf anzusprechen. Ich w\u00fcnschte mir, dass man auf mich zukam. Nach meinem Verst\u00e4ndnis aber war es f\u00fcr mich klar, dass ich es jemandem sagen muss, wenn ich getauft werden will. Denn wer kann schon Gedanken lesen?! Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie es funktioniert, dass Gott Gebete erh\u00f6rt und auch beantwortet. Aber ich betete weiter, weil da diese Ahnung war, dass Gott Wunder bewirken kann. Ich k\u00e4mpfte also mit meinem Wunsch getauft zu werden und meiner Angst jemanden anzusprechen. Trotz meiner Zweifel und \u00c4ngste, bereitete ich mich auf die Taufe gut vor.<\/p>\n<p>Am 19. September 1954 fuhren meine zuk\u00fcnftige Schwiegermutter und ich zur Distriktskonferenz nach Neubrandenburg. In der Mittagspause kam der Distriktspr\u00e4sident Bruder Walter Krause zu uns. Er begr\u00fc\u00dfte uns freundlich und sagte: \u201eAch, Fr\u00e4ulein Helga, sie haben den Wunsch, sich taufen zu lassen?\u201c Ich sagte \u00fcberrascht einfach nur \u201eja\u201c. Ich war ziemlich sprachlos. Er fragte mich, ob ich denn alles mitgebracht h\u00e4tte, worauf sich meine Freude beinah wieder in Luft aufl\u00f6ste. Denn mein Taufhemd, das ich zwar schon gen\u00e4ht hatte, lag zu Hause. Aber er beruhigte mich. Er erz\u00e4hlte mir, dass ein kleiner Junge von elf Jahren heute getauft werden solle, und es sich bestimmt arrangieren lie\u00dfe, auch mich heute zu taufen. Ich konnte das alles gar nicht fassen und war \u00fcbergl\u00fccklich. Ich fragte mich, wie er darauf kam, mich gerade heute zu fragen. Erst sp\u00e4ter wurde mit bewusst, dass seine Frage eine Antwort auf meine Gebete war. Mein Zeugnis wurde noch unersch\u00fctterlicher, als ich sp\u00e4ter seine Ansprache h\u00f6rte. Er berichtete, dass er aufgrund von Krankheit eigentlich nicht an der Konferenz h\u00e4tte teilnehmen k\u00f6nnen. Er hatte hohes Fieber und musste das Bett h\u00fcten. Er entschuldigte sich im Gebet und sagte dem himmlischen Vater, dass er sich zu krank und elend f\u00fchle. Da h\u00f6rte er eine Stimme, die ihm sagte, dass er auf die Konferenz gehen m\u00fcsse, weil ihn dort jemand braucht. Nachdem ihm der Geist ein zweites Mal zufl\u00fcsterte, dass er unbedingt auf der Konferenz gebraucht wird, hat er zwei Tabletten genommen und seine letzten Kraftreserven mobilisiert. Ich bin im Nachhinein so dankbar f\u00fcr diesen glaubenstreuen Distriktspr\u00e4sidenten, da er damals der Einzige war, der so spontan meine Taufe veranlassen konnte. Missionare gab es nicht. Bruder Krause hat ein paar Geschwister aus der Gemeinde Neubrandenburg zusammengetrommelt, mit denen wir zum nahe gelegenen Tollensesee gegangen sind. Meine zuk\u00fcnftige Schwiegermutter war skeptisch. Man brauchte doch Taufkleidung, Handt\u00fccher und so weiter. Es sah so aus, als ob niemand etwas dabei h\u00e4tte und lediglich der kleine Junge heute getauft werden w\u00fcrde. Als es aber so weit war, zog einer der M\u00e4nner eine Decke aus seiner Aktentasche, hinter der ich mich umziehen konnte. Ein anderer zauberte ein Taufhemd aus der Tasche, der n\u00e4chste frische Unterw\u00e4sche f\u00fcr mich. Die Br\u00fcder hatten am Wasser eine wundersch\u00f6ne, von Wald umgebene Stelle ausgesucht. In der Ferne konnte man eine kleine Insel sehen. Es war sehr idyllisch. Ich wurde von Bruder Hans Polzin getauft. Er hatte mir vergessen zu sagen, dass ich unter Wasser keine Luft holen durfte. Weil ich sehr wenig Erfahrung mit Wasser hatte, verschluckte ich mich. Aber er hat mich gut festgehalten. Es war ein wundersch\u00f6ner Septembernachmittag. Nachdem wir uns umgezogen hatten, kehrten wir ins Gemeindehaus zur\u00fcck, um einen Taufgottesdienst abzuhalten. Bruder Krause fragte mich, ob ich einen Liedwunsch h\u00e4tte. Ich w\u00fcnschte mir das Lied Nummer 92 im Gesangbuch: \u201eWie s\u00fc\u00df die Stund, da frei von Sorg die Seele in sich geht; wenn vor dem Herrn im K\u00e4mmerlein ich kniee im Gebet\u201c. Ich wusste jetzt, dass Gott tats\u00e4chlich unsere Gebete h\u00f6rt. Nach dem Lied bin ich konfirmiert worden. Ich war nun ein richtiges Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Obwohl Kurt w\u00e4hrend seines Armeedienstes \u00f6fters vor allem am Wochenende zu Hause war, konnte er bei meiner Taufe leider nicht dabei sein. Aber er hat sich sehr gefreut, als ich ihm in einem Brief von meinem Tauferlebnis berichtete.<\/p>\n<p>An einem Wochenende, als Kurt zu Hause war, erz\u00e4hlte er mir die Geschichte, wie er zur Kirche kam. Weil diese Geschichte unsere sp\u00e4tere Familie auf so wunderbare Weise pr\u00e4gte, m\u00f6chte ich sie hier mit aufnehmen:<\/p>\n<p>1942: Als kleiner Junge wohnte Kurt mit seinen Eltern in Stettin. Einer seiner besten Freunde hie\u00df Otto Dreger. Aus Spa\u00df nannte Kurt ihn immer \u201eOtto Dreger Gustav Ernst.\u201c Der zehnj\u00e4hrige Otto wurde jeden Sonntag von seiner Oma abgeholt, um mit ihr zur Sonntagsschule zu gehen. Eines Tages fragte Otto seinen gleichaltrigen Freund Kurt, ob er nicht mal mit ihm zur Sonntagsschule kommen wolle. Nachdem Kurt die Erlaubnis seiner Mutter hatte, fuhren sie beide gemeinsam zur Kirche. [In der Sonntagsschule lernten Kurt und Otto, dass sie Kinder Gottes waren. Sie sangen Lieder und lernten zu beten. Kurt ging gerne zur Kirche, denn er f\u00fchlte dort etwas Besonderes, n\u00e4mlich Frieden und Freude. Er bat seine Eltern und seine Schwester, ihn zu begleiten. Die Mutter von Kurt hatte schon immer nach der Wahrheit gesucht. Sie war evangelisch, f\u00fchlte aber bald dasselbe, wovon Kurt sooft erz\u00e4hlte, n\u00e4mlich einen besonderen Frieden und Freude im Herzen. Im September 1942 haben sich Kurt, seine Mutter und seine Schwester Anni taufen lassen. Als Kurt mir diese Geschichte erz\u00e4hlte, war ich sehr dankbar f\u00fcr den jungen Otto Dreger, der schon mit 10 Jahren das Herz eines Missionars besa\u00df und einfach seinen Freund fragte, ob er ihn zur Sonntagsschule begleiten wolle.<\/p>\n<p>Im Sommer 1955 hatte Kurt seine drei Jahre Armeezeit absolviert. Ich war sehr froh, ihn endlich wieder regelm\u00e4\u00dfig zu sehen. Wir wollten Weihnachten heiraten. Da allerdings Kurts Vater im November verstarb, mussten wir die Hochzeit verschieben. Am Samstag, den 11. Februar 1956 haben Kurt und ich geheiratet. Da wir nicht viel Geld hatten, gab es keine Hochzeitsfeier, wie wir es heute kennen. Wir sind einfach zum Standesamt nach Strasburg gegangen und haben uns trauen lassen. Unser \u201eHochzeitsmahl\u201c waren gebratene Flundern. Am Montag hat Kurts Mutter eine Torte gekauft, welche sie dann bei unseren Bekannten und Freunden verteilt hat \u2013 mit der Information, dass wir geheiratet haben. Am Sonntag in der Gemeinde hat Bruder Walter Krause unsere Ehe gesegnet, indem er uns beiden einen Segen gab. Eine Siegelung im Tempel war f\u00fcr uns zu dieser Zeit noch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Dann kam die Zeit, in der jede Woche die Polizei oder Leute von der Stasi vor unserer T\u00fcr standen. Sie wollten Kurt anwerben, f\u00fcr sie zu arbeiten. Nachdem man ihn aber drei Jahre lang verpflichtet hatte, wollte er mit der Armee, der Polizei oder \u00c4hnlichem, nichts mehr zu tun haben. Etwa zur gleichen Zeit schrieb uns meine Schw\u00e4gerin Anni R\u00f6hl aus Elmshorn, ob wir sie nicht mal besuchen wollten. Sie deutete an, dass im Nachbarhaus eine kleine Wohnung frei w\u00e4re. Wir fassten den Entschluss in den Westen zu fliehen. Die Flucht bereiteten wir so gut wie m\u00f6glich vor. Im Sommer 1956 stellten wir einen offiziellen Ausreiseantrag f\u00fcr 3 Wochen Urlaub in Westdeutschland. Ich war zu der Zeit im f\u00fcnften Monat mit meinem ersten Kinde schwanger. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck verkaufte Kurt alles, was wir nicht mitnehmen konnten, wie zum Beispiel sein Motorrad. Vor der eigentlichen Flucht packten wir viele Koffer, die wir mit dem Zug von Strasburg nach Westberlin brachten. Dort wurden sie aufgegeben und nach Hamburg geschickt, wo Anni sie dann abholte. In den Koffern verstauten wir all unsere Kleidung, W\u00e4sche, Handt\u00fccher, unser Bettzeug und allerhand Kleinkram \u2013 alles, was wir eben in Koffer packen konnten. Einmal war ich mit meiner Schwiegermutter unterwegs, um einen gro\u00dfen Koffern nach Berlin zu bringen. Die \u201egef\u00e4hrliche\u201c Station war Bahnhof Friedrichstra\u00dfe, eine Station vor dem Westen. An dieser Station wurden die meisten Fl\u00fcchtlinge aus dem Zug gezogen. Jeder, der auch nur auff\u00e4llig aussah, wurde kontrolliert und, wenn er Pech hatte, verhaftet. Man sagte, dass viele Familien in gro\u00dfes Ungl\u00fcck gest\u00fcrzt wurden, weil sie versucht hatten, zu fliehen. Ich stand also \u00e4ngstlich an der Zugt\u00fcr, w\u00e4hrend meine Schwiegermutter im Abteil sa\u00df. Als die Soldaten mit aufgepflanzten Gewehren kamen, um jedes Abteil zu kontrollieren, bedeckte Meta den Koffer mit ihrem Kleid. Ich stellte mich mit meinem schwangeren Bauch so breit ich konnte in die Abteilt\u00fcr. Wir schickten etlichen Sto\u00dfgebete in den Himmel. Als die Soldaten an unser Abteil kamen, schauten sie allerdings nicht in das Abteil, sondern scannten mit ihren Augen nur die Kofferablagen \u00fcber unseren K\u00f6pfen. Sie lie\u00dfen uns in Ruhe und wir konnten aufatmen. Wieder einmal hatte der Vater im Himmel unsere Gebete erh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Im Juli 1956 verlie\u00dfen mein Mann und ich dann endg\u00fcltig die DDR. Da wir eine offizielle (Urlaubs-) Ausreisegenehmigung hatten, konnten wir relativ unbehelligt die Strecke von Strasburg nach Elmshorn zur\u00fccklegen. Ein mulmiges Gef\u00fchl hatten wir nat\u00fcrlich trotzdem. Erst als wir Anni am Bahnhof auf uns zukommen sahen, konnten wir endlich aufatmen. Kurts \u00e4ltere Schwester Anni und ihr Mann Horst wohnen (auch heute noch) in Klein Nordende, einer zum Kreis Pinneberg geh\u00f6renden Ortschaft, die nur ein paar Kilometer s\u00fcdlich von Elmshorn liegt. Hier hatten sie eine kleine Wohnung f\u00fcr uns gefunden. Kurts und meine erste gemeinsame eigene Wohnung! Das war ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl. Unser neues Leben konnte beginnen.<\/p>\n<p>Mein Mann fand sofort Arbeit als Schlosser in einer Autowerkstatt. Auch in der Gemeinde in Pinneberg fanden wir schnell Anschluss. Es war zwar nur ein kleiner Zweig mit gerade mal 18 Mitgliedern, aber wir f\u00fchlten uns dort sehr wohl. Vor allem freuten wir uns, dass wir jetzt regelm\u00e4\u00dfig in die Kirche gehen konnten. Wir hatten nunmehr die Gelegenheit, die Kirche und das Evangelium richtig kennen zu lernen.<\/p>\n<p>Am 20. Oktober 1956 ist unser Erich geboren. Da er f\u00fcnf Wochen zu fr\u00fch auf die Welt kam, durften wir ihn in den ersten drei Tagen nicht sehen. Das war schrecklich f\u00fcr mich. Der Arzt, der nach der Geburt zur Visite kam, war ziemlich kalt und herzlos. Wie man uns sp\u00e4ter erz\u00e4hlte, war er w\u00e4hrend des Krieges als KZ-Arzt t\u00e4tig. Er verunsicherte mich, indem er sagte, ich sei ja noch eine junge Mutter und k\u00f6nne noch genug Kinder zur Welt bringen. Von den Strapazen der Geburt ersch\u00f6pft, und verunsichert durch die Worte des Arztes, weinte ich stundenlang. Kurt tr\u00f6stete mich, so gut er konnte, indem er mir sagte, dass Erich es bestimmt schaffen w\u00fcrde. Nach drei Tagen konnten mein Mann und ich unseren Jungen das erste Mal sehen. Wir waren so gl\u00fccklich. Erich musste noch vier Wochen im Krankenhaus bleiben, weil er zu wenig wog. Erst wenn die Kinder sechs Pfund auf die Waage brachten, durften sie von den Eltern mitgenommen werden. Ende November konnte ich ihn endlich nach Hause holen.<\/p>\n<p>Eine sch\u00f6ne Zeit brach f\u00fcr uns an. Als kleine Familie engagierten wir uns in der Gemeinde. Neben dem sonnt\u00e4glichen Kirchenbesuch, gingen wir jeden Mittwoch zur GFV. Dort wurden wir belehrt, machten gemeinsam Sport, spielten und gestalteten bunte Abende. Sonntags fanden die Sonntagsschule und der Gottesdienst statt. Hierf\u00fcr mussten wir eine Stunde zur Bahn laufen, 20 min. mit der Bahn fahren und dann noch mal eine halbe Stunde zum Gemeindehaus gehen. Das war sehr m\u00fchsam, vor allem im Winter. Doch aufgrund unseres immer fester werdenden Zeugnisses, wollten wir die Kirche nicht missen. Die PV machten wir zu Hause und f\u00fcr die FHV fuhr ich mit dem Fahrrad zu einer Schwester aus Elmshorn. Ich habe in dieser Zeit sehr viel \u00fcber das Evangelium gelernt.<\/p>\n<p>Am 21. Januar 1958 wurde unser zweites Kind geboren. Wir bekamen eine kleine Tochter, die wir Erika nannten. Ich bl\u00fchte in meiner Rolle als Mutter und Ehefrau richtig auf und genoss es Hausfrau zu sein. Nun waren wir jeden Sonntag mit zwei Kinderwagen unterwegs. Wenn im Winter viel Schnee lag, konnten wir allerdings oft nicht zur Kirche gehen. Daf\u00fcr war der Weg zu m\u00fchsam. Der Schnee setzte sich alle paar Meter in den Kufen des Kinderwagens fest und behinderte uns, vorw\u00e4rtszukommen. Mein Mann und ich entschieden, dass ich an solchen Tagen zu Hause zu blieb. Das bek\u00fcmmerte mich, vor allem wenn manche Schwestern zu mir sagten, ich m\u00fcsse nur mehr Glauben haben.<\/p>\n<p>Eine weitere Glaubenspr\u00fcfung war, dass ich mit meinen Kindern w\u00e4hrend der Versammlungen auf dem Flur stehen musste. Der Gemeindepr\u00e4sident hatte damals kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass es im Gottesdienst eventuell laut oder unruhig werden k\u00f6nnte. Er wollte nicht, dass Freunde der Kirche durch Kinderl\u00e4rm \u201eabgeschreckt\u201c werden. Kurt und ich waren kurz davor, nicht mehr nach Pinneberg in die Gemeinde zu gehen. Wir wollten lieber in eine Gemeinde gehen, wo wir mit unseren Kindern in den Gottesdienst gehen konnten. Doch wohin? Auch hier hat der Herr uns in unserer Not geholfen.<\/p>\n<p>Zu einer gro\u00dfen Regionalkonferenz, kam Pr\u00e4sident Ezra Taft Benson, der damals noch Apostel war, zu Besuch nach Hamburg. Diese Versammlung wollten wir uns nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen. Erich hatten wir dabei, Erika blieb bei meiner Schwiegermutter zu Hause, weil sie zu klein war. Ich erinnere mich noch heute, wie sehr sich die Worte des Apostels in mein Herz brannten, und mir au\u00dferdem eine gro\u00dfe Last von den Schultern fiel. Er sprach in seiner Ansprache \u00fcber M\u00fctter. Er war \u00fcberrascht, dass er so wenige Kinder sah. Er verdeutlichte die schweren Aufgaben einer Mutter und betonte die Heiligkeit dieser Berufung. Er rief die Mitglieder auf, vor allem die jungen M\u00fctter zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Seit dem hat mir der Gemeindepr\u00e4sident nie wieder gesagt, dass ich w\u00e4hrend der Abendmahls-Versammlung rausgehen soll. Wir brauchten keine andere Gemeinde suchen, sondern konnten weiterhin in unsere eigentlich geliebte Gemeinde gehen. Die Ansprache kam in dem Moment, als wir sie dringend brauchten, und erreichte auch die richtigen Leute. Mein Herz war von Dankbarkeit erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Im Mai 1959 hatten wir ein Erlebnis, welches ich auch heute noch als mein geistigstes Erlebnis betrachte. Der Tempel in der Schweiz hatte ein paar Jahre zuvor seine Tore ge\u00f6ffnet. Nun hatten wir endlich genug Geld gespart, um gemeinsam mit Erich und Erika nach Zollikofen zu fahren, um aneinander gesiegelt zu werden. Die Zugfahrt dauerte \u00fcber 15 Stunden. Als wir in den Tempel gingen und die heiligen Handlungen an uns vollzogen wurden, erf\u00fcllte mich ein sehr friedevolles Gef\u00fchl. Kurt und ich wurden aneinander gesiegelt. Unsere Ehe war nun eine, die G\u00fcltigkeit f\u00fcr Zeit und Ewigkeit hatte. Als man uns unsere Kinder brachte, die ebenfalls wei\u00dfe Kleider trugen, schwoll mein Herz fast \u00fcber. Nach der Siegelung waren wir eine ewige Familie. Das war die Erf\u00fcllung unserer W\u00fcnsche. Wir wussten, dass wir f\u00fcr immer zusammengeh\u00f6rten. Wir wussten, dass die Kinder, die sp\u00e4ter noch geboren werden, im Bund geboren werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die wunderbaren Gef\u00fchle, die ich an diesem Tag hatte, kann ich auch heute noch kaum in Worte fassen. Von da ab machten wir es uns zur Gewohnheit, jedes Jahr f\u00fcr eine Woche zum Tempel zu fahren. Anstatt in den Urlaub zu fahren, sparten wir unser Geld f\u00fcr diese Fahrt. Unsere Kinder sollten von Anfang an lernen, wie wichtig der Tempel f\u00fcr uns ist.<\/p>\n<p>1960 kauften wir uns unser erstes Auto. Ich sehe noch heute das pink- und rosafarbene Auto mit einem beigefarbenen Dach vor meinem inneren Auge. Das Auto war von der Marke Lloyd. Ich hatte in einem Zeitungsvertrieb eine kleine Arbeitsstelle angenommen, damit wir uns das Auto \u00fcberhaupt leisten konnten. Aber mit einem Auto ging alles leichter. Wir konnten damit zur Kirche fahren und auch zum Tempel.<\/p>\n<p>1963 erlebten wir mit diesem Auto ein Wunder. Wir waren auf dem Weg zum Tempel. In H\u00f6he von Hannover fing das Auto pl\u00f6tzlich an langsamer zu werden und Angst einfl\u00f6\u00dfende Ger\u00e4usche zu machen. Trotz des kaputten Autos fuhren wir langsam weiter. Wir wussten, dass der Satan es immer wieder versuchte, uns von unseren Tempelfahrten abzuhalten. Wir fasteten und beteten, bis wir am n\u00e4chsten Tag in der Schweiz waren. Dort brachten wir das Auto in eine Werkstatt. Als wir das Auto abholten, fragte uns der Werkstattarbeiter, wo uns das Auto kaputt gegangen sei. Als wir ihm erz\u00e4hlten, dass das bei Hannover war, sch\u00fcttelte er immer wieder den Kopf und sagte \u201eunm\u00f6glich\u201c \u2013 er fragte uns mehrmals, weil er es einfach nicht glauben konnte, dass wir es bis in die Schweiz geschafft hatten. Aufgrund eines defekten Zylinders, wie wir dann erfuhren, war eine ausreichende Motorenleistung eigentlich nicht mehr m\u00f6glich. Wir wussten, dass genau wie die Handkarren der Pioniere damals, unser Auto von Engeln geschoben wurde. Wir hatten ein Wunder erlebt.<\/p>\n<p>Die sechziger Jahre waren f\u00fcr unsere Familie genauso sch\u00f6n aber auch turbulent, wie die ersten Ehejahre. Unsere Familie wurde immer gr\u00f6\u00dfer, wodurch ich nat\u00fcrlich auch immer mehr zu tun hatte. Dazu kam, dass Kurt neben seiner Arbeit auch Berufungen erhielt, die ihn sehr in Anspruch nahmen. Nachdem er zwei Jahre lang Gemeindepr\u00e4sident war, wurde unsere Gemeinde eine Bischofsgemeinde, in der er als Bischof eingesetzt wurde. Nach sechsj\u00e4hriger Amtszeit, war er noch zwei weitere Jahre als Hoher Rat in Hamburg unterwegs. Ich war also viel allein zu Hause. Aber nach wie vor, genoss ich es, Ehefrau und Mutter zu sein. Ich bem\u00fchte mich au\u00dferdem, Kurt, so gut ich konnte, in seinen Berufungen zu unterst\u00fctzen. Wir bekamen in der Zeit noch drei weitere S\u00f6hne. Herbert wurde am 7. Februar 1961, geboren, Bernd am 8. Juli 1964. Klaus, unser blondes Nesth\u00e4kchen, erblickte am 11. August 1967 das Licht der Welt. Wir waren inzwischen umgezogen, weil die 24 m\u00b2 gro\u00dfe Wohnung in Klein Nordende f\u00fcr sechs Personen einfach viel zu klein war. Wir wohnten nun in Elmshorn und f\u00fchlten uns dort auch sehr wohl. Die 77 m\u00b2 gro\u00dfe Wohnung, war f\u00fcr uns wie ein Palast. In dieser Wohnung lebten wir mit unseren f\u00fcnf Kindern von 1965 bis 1979.<\/p>\n<p>Diese 14 Jahre in Elmshorn waren gepr\u00e4gt von allerlei Trubel. Die Kinder wuchsen auf, und gingen zur Schule. Ich war froh, dass meine Schwiegermutter einmal in der Woche zu mir kam, um mir im Haushalt zu helfen, da es doch eine ganze Menge war, was ich zu bew\u00e4ltigen hatte. Ich versuchte meine Kinder immer so gut ich konnte zu unterst\u00fctzen. Ich las viel mit ihnen und animierte sie, regelm\u00e4\u00dfig ihre Hausaufgaben zu machen. Wenn sie in der PV Ansprachen vorzubereiten hatten, lie\u00df ich sie ihre Gedanken selber formulieren und aufschreiben. Aber nicht nur ich unterst\u00fctzte die Kinder, sondern sie Kinder unterst\u00fctzten auch umgekehrt mich. So profitierte ich als Mutter von den St\u00e4rken, die meine Kinder in das Familienleben einflie\u00dfen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Erich war zum Beispiel der Streitschlichter der Familie. Er versuchte oft daf\u00fcr zu sorgen, dass Frieden und Harmonie unter allen herrschte. Nicht nur dadurch war er f\u00fcr seine Geschwister stets ein Vorbild. Au\u00dferdem war Erich jemand, auf den ich mich immer verlassen konnte. An seiner Ernsthaftigkeit und Liebe zum Evangelium konnten wir uns alle ein Beispiel nehmen.<\/p>\n<p>Erika war die \u201ezweite Mutter\u201c der Familie. Wo sie nur konnte, unterst\u00fctzte sie mich, wenn es darum ging, auf die Kinder aufzupassen, die Kleinen zu f\u00fcttern oder zu wickeln. Dass wir die einzigen beiden weiblichen Personen im Haushalt waren, verband uns nat\u00fcrlich. Ich versuchte ihr eine Freundin zu sein und ihr au\u00dferdem ein Vorbild darin zu sein, eine gute Mutter zu sein. Wenn ich sie heute betrachte, wie sie mit ihren Kinder umgeht, bin ich sehr stolz auf sie.<\/p>\n<p>Herbert war der Handwerker der Familie. Schon mit elf Jahren zeigte ihm mein Mann, wie man z. B. kaputte Kabel reparierte oder Stecker montierte. Egal ob Staubsauger, Kassettenrekorder oder Fernseher \u2013 wenn etwas nicht mehr funktionierte, schaute sich das zuerst unser Herbert an. Meistens brachte er die Gegenst\u00e4nde wieder zum Laufen. Eine weitere Sache, die Herbert auszeichnete, war seine Ausdauer und sein Gehorsam, auch wenn ihm etwas schwer fiel. Als \u201eQuerkopf\u201c der Familie war er zwar oft Ursache f\u00fcr Trubel, aber gleichzeitig lernte ich durch ihn, eine geduldigere, liebevollere und verst\u00e4ndnisvollerer Mutter zu sein.<\/p>\n<p>Bernd war der Sonnenschein der Familie. Er machte oft Spa\u00df und brachte alle zum Lachen. Er verstand es, schwierigen Situationen die Schwere zu nehmen, und mir deutlich zu machen, dass etwas mehr Leichtigkeit das Leben doch tats\u00e4chlich einfacher macht. Ganz der Gentleman war Bernd ein Vorbild an H\u00f6flichkeit. Schon als kleines Kind verstand er es, mich mit seinem Charme um den Finger zu wickeln. So brachte er mich zum Beispiel zum Schmunzeln, als er \u2013 obwohl er gerade eine Tracht Pr\u00fcgel von mir erhalten hatte \u2013 verzweifelt schluchzte: \u201eDu bist doch meine charmante Mutti!\u201c<\/p>\n<p>Klaus war ein \u00e4u\u00dferst wissbegieriges Kind. Oft unterhielt ich mich mit ihm, \u00fcber Themen des Evangeliums oder des Alltags. Er diskutierte gerne mit mir und es war mir eine Freude, ihm Rede und Antwort zu stehen. So sa\u00dfen wir beispielsweise einmal am Esstisch, als der sechsj\u00e4hrige Klaus mich fragte, wo wir denn herkommen w\u00fcrden. Ich erz\u00e4hlte ihm vom vorirdischen Dasein, vom Rat im Himmel und dass wir uns schon im Himmel dazu entschlossen h\u00e4tten, in unsere Familie zu kommen. Ich war erstaunt, wie interessiert er mir zuh\u00f6rte und mit seinem kindlichen Glauben all das annahm, was ich ihm erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Etwas, was all unsere Kinder gemeinsam hatten, war die Liebe zur Musik. Auch wenn wir nicht viel Geld hatten, war es Kurt und mir wichtig, dass die Kinder lernten, ein Musikinstrument zu spielen. So spielten Erika und Herbert Gitarre, Erich Akkordeon und Bernd und Klaus Klavier. Vor allem an den Heimabenden aber auch zu vielen anderen Gelegenheiten musizierten oder sangen wir gemeinsam. Ich liebte es, mit Kurt zusammen alte Heimatlieder zu singen \u2013 und erfreute mich daran, wenn unsere Kinder uns dabei begleiteten.<\/p>\n<p>Eine besondere Herausforderung war f\u00fcr mich, wenn ich merkte, dass meine Kinder um ein Zeugnis k\u00e4mpften. Wie jede Mutter w\u00fcnschte ich mir, dass meine Kinder gl\u00fccklich sind. Deshalb war es f\u00fcr Kurt und mich sehr wichtig, dass Erich, Erika, Herbert, Bernd und Klaus an den Veranstaltungen der Kirche teilnahmen. So fuhr mein Mann sie regelm\u00e4\u00dfig mit dem Auto dorthin. Wir hielten unsere Kinder dazu an, am Seminarprogramm der Kirche teilzunehmen. In der Zeit, als das Seminar fr\u00fch morgens in der Gemeinde stattfand, nahm Kurt die Jungen um 05.00 Uhr morgens auf dem Weg zur Arbeit mit. Sie legten sich dann in der Gemeinde in eine stille Ecke und schliefen noch ein wenig, bevor das Seminar schlie\u00dflich losging. Wenn ein Kind partout keine Lust hatte, am Seminar teilzunehmen, las ich mit ihm im Buch Mormon. Die Auseinandersetzung mit dem Evangelium, die Teilnahme an Kirchenveranstaltungen, der Familienheimabend und das Familiengebet, sollten eine Grundlage sein, auf der die Kinder ihr Zeugnis vom Evangelium aufbauen konnten.<\/p>\n<p>Zeitlich zwar eine Herausforderung, aber letztlich ein Segen, waren die Berufungen, die ich erhielt. So war ich in verschiedenen \u00c4mtern in der PV zust\u00e4ndig, Lehrerin in der Sonntagsschule und Ratgeberin in der FHV-Leitung. In diesen Berufungen lernte ich vieles, was Organisation und Belehrung anging. Ich wurde sehr dadurch gesegnet, dass ich diese Berufungen annahm, und versuchte sie gro\u00df zu machen.<\/p>\n<p>Alle vier Jungs und auch Erika beendeten ihre Schullaufbahn erfolgreich und erlernten f\u00fcr sie interessante Berufe. Erich, Herbert, Bernd und Klaus bereiteten sich au\u00dferdem darauf vor, auf Mission zu gehen. Sie alle kehrten ehrenvoll von ihrer Mission zur\u00fcck. Kurt und ich waren sehr stolz auf sie. Ein Sohn, der eigentlich nicht vor hatte auf Mission zu gehen, bedankte sich sp\u00e4ter in einem Brief, indem er schrieb, dass er langsam anfange zu erfassen, wie viel er mir verdanke \u2013 er hatte sich vorgenommen, ein guter Missionar und Sohn zu sein. Das bewegte und r\u00fchrte mich zu Tr\u00e4nen Die Briefe, die die Jungen mir schickten, erf\u00fcllten mein Herz stets mit Dankbarkeit und Freude.<\/p>\n<p>Erich und Erika heirateten 1978 jeweils einen wunderbaren Partner. Ich war sehr dankbar und froh zu sehen, dass meine Kinder einen Partner, bzw. eine Partnerin w\u00e4hlten, die das Evangelium genauso liebten wie sie selbst. Ich war zutiefst gl\u00fccklich, meine Kinder in den Tempel begleiten zu k\u00f6nnen, als sie ihre Ehe f\u00fcr Zeit und alle Ewigkeit besiegeln lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Erika hie\u00df nun mit Nachnamen Lange. Ihr Mann Hans-Werner Lange, zog mit ihr in die N\u00e4he seiner Eltern, nach Niedernw\u00f6hren. Die kleine Ortschaft liegt etwa f\u00fcnfzig Kilometer nordwestlich von Hannover. Erich heiratete vier Monate sp\u00e4ter Christiane Gl\u00fcck. Auch Erich verschlug es Richtung Hannover. Er arbeitete f\u00fcr Bruder Udo Klemusch aus der Gemeinde Stadthagen als Vertreter. Sowohl Erich als auch unser Schwiegersohn Hans-Werner \u00fcberzeugten uns, auch in diese Gegend zu ziehen. Sie hatten ein Haus in Niedernw\u00f6hren gefunden, welches wir kauften und im Sommer 1979 bezogen. Das Haus war noch im unfertigen Rohzustand, als wir dort einzogen. Dennoch waren wir gl\u00fccklich, endlich ein eigenes Haus zu haben. Ein Heim f\u00fcr die Familie. Bis das Haus endlich so war, dass wir uns darin wohl f\u00fchlten, vergingen noch zwei Jahre.<\/p>\n<p>Die haupts\u00e4chliche Arbeit beim Hausbau leisteten Kurt und Hans-Werner. Nach und nach deckten sie zuerst das Dach, zogen W\u00e4nde, verlegten Fu\u00dfb\u00f6den, und setzten T\u00fcren und Fenster ein. Rechtzeitig zum Winter war auch die Heizung fertig. Da wir Weihnachten 1979 noch kein Wohnzimmer hatten, feierten wir mit Erich und Christiane in ihrer Wohnung. Sie hatten eine winzige Wohnung schr\u00e4g gegen\u00fcber gemietet. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wurden die R\u00e4ume so fertig gestellt und renoviert, dass wir sie auch bewohnen konnten. W\u00e4hrend des Baus erlebten wir zahlreiche Pannen aber auch witzige Geschichten. So lachten wir noch lange \u00fcber eine Szene, die wir erlebten, als Kurt, Erika, Hans-Werner und ich einmal in der Diele standen. Die Decke war noch nicht fertig. Durch ein gro\u00dfes Loch konnten wir bis zum Dach sehen. Pl\u00f6tzlich fiel durch dieses Loch eine Maus vor unsere F\u00fc\u00dfe. Erika und ich schrien und h\u00fcpften wie von Taranteln gestochen auf die Treppe. Kurt reagierte blitzschnell und bef\u00f6rderte die Maus mit einem Tritt ins Jenseits, da M\u00e4use die unliebsamen Bewohner unseres Hauses waren. Die Zeit des Baus war im wahrsten Sinne des Wortes eine turbulente Zeit.<\/p>\n<p>Als wir gerade mal vier Wochen in der Gemeinde Stadthagen waren, bat mich Bruder Klemusch, der zu der Zeit Gemeindepr\u00e4sident war, in sein B\u00fcro. Er er\u00f6ffnete mir, dass er und seine Ratgeber das starke Gef\u00fchl h\u00e4tten, dass ich die n\u00e4chste FHV-Leiterin sein sollte. Da ich noch niemanden in der Gemeinde kannte, war ich etwas verwundert und auch ein bisschen \u00e4ngstlich. Aber er sagte, dass er mir helfen wollte, Ratgeberinnen zu finden. Er gab mir eine Liste mit Namen von Schwestern, die w\u00fcrdig sind. Das war eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr mich. Als ich am Nachmittag im Gottesdienst sa\u00df, betete ich w\u00e4hrend des Abendmahls: \u201eVater im Himmel, wen soll ich mir denn blo\u00df als Ratgeberin nehmen? Ich kenne die Schwestern hier doch alle nicht.\u201c Pl\u00f6tzlich stand im Geist eine Schwester vor mir. Ich erinnerte mich daran, dass das die Schwester war, die den Gesang leitete. Ich kannte mich mit Offenbarungen noch nicht sehr gut aus. Ich lernte erst im Laufe der Jahre, wie der Herr diesbez\u00fcglich mit uns arbeitet. Dann wurde das Wasser gesegnet und wieder habe ich gebetet: \u201eVater im Himmel, zeige mir, wen ich als Ratgeberin nehmen soll.\u201c Wieder stand Schwester Lorke vor meinem geistigen Auge. Da kam mir der Gedanke, dass das eventuell schon eine Antwort auf mein Gebet war. Als Kurt und ich nach Hause fuhren erz\u00e4hlte ich ihm von meinem Erlebnis und fragte ihn, wie das mit pers\u00f6nlichen Offenbarungen funktionierte. Er schlug mir vor, einen Tag auszusuchen, an dem ich fastete und betete, um ein deutlicheres Gef\u00fchl zu bekommen, wer meine Ratgeberin werden solle. Ich nahm mir seinen Ratschlag zu Herzen. Als ich am n\u00e4chsten Sonntag in die Gemeinde kam und Schwester Lorke die Hand gab, f\u00fchlte ich sehr deutlich, dass sie meine Ratgeberin sein sollte. Ich hatte wieder einmal die Erfahrung gemacht, dass der Herr uns f\u00fchrt, wenn wir ernsthaft im Gebet um F\u00fchrung bitten. Als ich der Gemeinde als neue FHV-Leiterin vorgeschlagen wurde, sank mir das Herz in die Hose. Ich hatte pl\u00f6tzlich gro\u00dfe Angst, der Berufung nicht zu gen\u00fcgen oder der Verantwortung nicht gewachsen zu sein. Auch hier h\u00f6rte der Vater im Himmel mein stilles Flehen. Wir sangen das Lied Nr. 68 \u201eDer Herr ist mein Hirte\u201c. Besonders r\u00fchrte mich ein Satz an: \u201eWenn dein Stab mich leitet, dann f\u00fcrcht ich mich nicht; \u2026\u201c. Ich hatte pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl, dass jemand zu mir sagte: \u201eHier ist mein Stab, halte dich fest. Wenn du dich daran festh\u00e4ltst und deinen Teil tust, dann tue ich meinen dazu.\u201c Ich war sehr erleichtert, weil ich wusste, dass der Vater im Himmel hinter mir stehen w\u00fcrde. Ich diente schlie\u00dflich sechs Jahre lang in dieser Berufung.<\/p>\n<p>Die ersten zwei Jahre in Niedernw\u00f6hren, bzw. die zwei Jahre des Baus, waren f\u00fcr mich eine sehr anstrengende Zeit, da ich gleichzeitig versuchte meinen S\u00f6hnen eine gute Mutter zu sein und au\u00dferdem meine Berufung gut zu erf\u00fcllen. Kurt war mit der Arbeit und seiner Berufung ebenfalls sehr eingespannt. Aber ich lernte auch, dass der Vater im Himmel mir immer die Kraft gab, die ich brauchte \u2013 wenn ich ihn nur darum bat.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1981 hatten wir dann endlich zwei Wohnungen mit jeweils einem Wohnzimmer, Schlafzimmern, K\u00fcche und Bad gr\u00f6\u00dftenteils fertig. Erika und Hans-Werner konnten, auch wenn noch nicht alles komplett fertig war, im Sommer 1980 die obere Wohnung beziehen. Wir waren froh, dass es endlich wieder sauber um uns herum war. Der viele Staub und Dreck \u2013 unser Flur diente als Baumateriallager \u2013 waren doch ziemlich unangenehm.<\/p>\n<p>Zu Hause wohnten nun nur noch Bernd und Klaus. Erich und Erika waren verheiratet und Herbert war auf Mission. An die Zeit mit Bernd und Klaus erinnere ich mich sehr gerne zur\u00fcck. Vor allem an die Sonntage. Jeden Sonntag nach dem Mittagessen sa\u00dfen wir mindestens eine Stunde zusammen und sprachen \u00fcber Themen des Evangeliums. Die Jungen stellten oft Fragen, wenn sie in der Kirche etwas nicht verstanden hatten. Kurt holte dann die Schriften und erkl\u00e4rte ihnen anhand von Schriftstellen die Prinzipien des himmlischen Vaters. Auch wenn den Jungen etwas nicht passte, bzw. sie mit Aussagen, die in Klassen oder Ansprachen getroffen wurden, nicht konform gingen, diskutierten wie dies gemeinsam. Wir wuchsen eng zusammen und nicht nur Bernd und Klaus, sondern auch ich als Mutter, lernte in dieser Zeit sehr viel.<\/p>\n<p>1981 kehrte Herbert von Mission zur\u00fcck. Er heiratete 1982 Tanja Romaniuk. 1987 heiratete Bernd Karin Ludwig. Wir waren, nach allem, was wir mit den beiden erlebt hatten, sehr stolz auf sie, dass sie ihre Mission erfolgreich abgeschlossen hatten und au\u00dferdem eine liebe Frau im Tempel heirateten. Klaus heiratete drei Jahre sp\u00e4ter Tanja Heinke. Alle Kinder hatten nun im Tempel geheiratet. Es ist nach wie vor ein unbeschreiblich sch\u00f6nes Gef\u00fchl, wenn ich daran denke, dass alle w\u00fcrdig genug waren, ihre Ehe im Tempel siegeln zu lassen. Denn ich wusste inzwischen, welch gro\u00dfer Segen auf einer Tempelehe liegt.<\/p>\n<p>Etwas was mir au\u00dferdem immer viel Freude bereitete, war unser Garten und unsere Tiere. Schon seit Beginn unserer Zeit in Niedernw\u00f6hren hatten wir zahlreiches Kleinvieh. Da es immer unser Wunsch war, als Selbstversorger m\u00f6glichst unabh\u00e4ngig zu sein, bes\u00e4ten wir unseren gro\u00dfen Garten mit Obst und Gem\u00fcse, nutzen einen Teil des Gartens als Acker f\u00fcr Kartoffeln und bauten St\u00e4lle und Gehege f\u00fcr die Tiere. Wir hatten H\u00fchner, Kaninchen, Enten, G\u00e4nse und Puten. Anfangs hatten wir auch noch Schweine und Schafb\u00f6cke, die wir aber abschafften, da der Platz zu eng wurde. Trotz vieler M\u00fchen und Arbeit, erfreute uns die Aufzucht der Tiere, auch wenn wir dadurch nie spontan in den Urlaub fahren konnten. Die Erzeugnisse unseres \u201eMini-Bauernhofes\u201c, sei es das Fleisch der Tiere, die Eier, das Obst oder das Gem\u00fcse, war uns ein guter Vorrat, von dem sowohl wir selbst als auch die Verwandtschaft zehrte. Klaus, der als Beruf Fleischer gelernt hatte, half uns dabei, die Tiere zu schlachten und leckere Wurst herzustellen. Sp\u00e4ter war uns das zu aufwendig und wir brachten die Tiere zu einem \u00f6ffentlichen Schlachthof. Ich wurde ein Profi darin, Marmeladen zu kochen und Obst einzuwecken. Genau wie die Salzgurken meiner Stiefmutter vor 40 Jahren waren meine Salzgurken eine Leibspeise f\u00fcr die ganze Familie.<\/p>\n<p>Inzwischen wohnte keines der Kinder mehr zu Hause. Trotzdem hatte ich mit meiner Rolle als Ehefrau und Hausfrau, dem Garten, den Tieren und meiner Berufung stets viel zu tun. Au\u00dferdem wurden nach und nach die ersten Enkelkinder geboren. Es war seltsam \u2013 schlie\u00dflich war ich gerade mal 45 Jahre alt, als die erste Enkeltochter das Licht der Welt erblickte \u2013 aber doch sehr sch\u00f6n pl\u00f6tzlich eine Gro\u00dfmutter zu sein. In den 80er Jahren kam daher eine neue Aufgabe auf uns zu: Babysitter f\u00fcr unsere Enkelkinder. Wann immer die Kinder in den Tempel fahren wollten, kurzen Urlaub brauchten oder einfach Not am Mann war, fuhren Kurt und ich zu ihnen und halfen aus. Ich genoss die Rolle als Gro\u00dfmutter sehr und erfreute mich an meinen Enkelkindern, f\u00fcr die ich entweder \u201eOma\u201c oder \u201eMutti\u201c hie\u00df.<\/p>\n<p>1989 meldete sich pl\u00f6tzlich meine leibliche Mutter Ella bei mir. Wir hatten \u00fcber die Jahre sporadischen Briefkontakt, und ein paar Mal hatten wir uns auch gegenseitig besucht. Sie fragte mich, ob sie bei uns wohnen k\u00f6nne. Ich war etwas verwundert, doch ich stimmte zu. Ich muss zugeben, dass sie mir fremd war, aber ich wollte mein Bestes geben, da sie schlie\u00dflich meine leibliche Mutter war. Sie lie\u00df sich 1990 taufen, was mich sehr freute. Sie wohnte 5 Jahre bei uns. In dieser Zeit lernte ich sie n\u00e4her kennen und sch\u00e4tzen. In Bezug auf meine Kindheit und Jugend hatte ich haupts\u00e4chlich negative Erinnerungen an sie. Deshalb bin ich dankbar f\u00fcr die Zeit, in der ich auch positive Seiten an ihr entdecken durfte. Im August 1994 entschloss sie sich zu ihren anderen T\u00f6chtern zur\u00fcckzukehren. Ich war sehr traurig, da es mich an alte Zeiten erinnerte, als sie mich schon einmal verlassen hatte. Zwei Monate sp\u00e4ter starb sie. Noch heute sind die Gef\u00fchle bez\u00fcglich meiner leiblichen Mutter gemischt \u2013 was mich oft sehr traurig macht.<\/p>\n<p>Zu wem ich bis zum Schluss ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis hatte, war meine Schwiegermutter Meta. Die besuchte uns oft in Niedernw\u00f6hren. 1991 starb sie mit 93 Jahren. Ich bin dem Vater im Himmel sehr dankbar, sie als \u201eMutter\u201c, Schwiegermutter, Lehrerin und Freundin gehabt zu haben.<\/p>\n<p>1996 \u00e4nderte sich mein Leben drastisch. Ich erkrankte ich an Magenkrebs. Diese Diagnose schockierte mich und ich hatte das Gef\u00fchl, den Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu verlieren. Als ich nach dem Arztbesuch nach Hause kam, fiel ich meinem Mann in die Arme und wir weinten gemeinsam. Kurt versuchte mich zu tr\u00f6sten, indem er mir immer wieder sagte, dass ich mir doch keine Sorgen machen solle \u2013 es w\u00fcrde alles gut gehen. Trotz eines Krankensegens, konnte ich kaum Trost finden. Meine sehr negativ gef\u00e4rbten Gedanken kreisten st\u00e4ndig um den Tod und das Abschiednehmen. Das machte mich sehr traurig. Ich weinte viel. Einmal riefen Christiane und ihre Kinder mich an und sangen am Telefon \u201eIch bin ein Kind des Herrn\u201c. Die Gebete der Familie waren in dieser Zeit die einzige Kraftquelle. Drei Tage vor dem Operationstermin, durfte ich am Wochenende nach Hause. Ich hatte das Gef\u00fchl Abschied nehmen zu m\u00fcssen. Ich wollte ein Testament schreiben, doch das konnte ich nicht. Ich versp\u00fcrte eine gro\u00dfe Leere in meinem Kopf. Die Gedanken an den Tod rissen nicht ab. Ich bat Kurt um einen zweiten Segen. Darin wurde mir verhei\u00dfen, dass ich zur Ruhe kommen werde. Kurt sagte mir au\u00dferdem sehr oft: \u201eEr hat dich nicht vergessen. Du wirst sehen: Am Ende wird dein Zeugnis st\u00e4rker sein als je zuvor!\u201c Am Tag vor der Operation wurde ein Venenkatheder gelegt. Ich musste eine Weile auf einer Liege liegen und warten, bis alles f\u00fcr die Operation vorbereitet war. Pl\u00f6tzlich h\u00f6rte ich in meinem Kopf einen Chor singen: \u201eWie gro\u00df bist du \u2013 Wie gro\u00df bist du!\u201c und die Worte eines Gedichtes kamen in meinen Sinn: \u201eGeliebtes Kind, nie lie\u00df ich dich allein, schon gar nicht in Zeiten der Angst und Not. Wo du nur ein paar Spuren in dem Sand erkennst, sei ganz gewiss: Ich habe dich getragen.\u201c. Ich f\u00fchlte pl\u00f6tzlich ganz deutlich, dass der Herr die ganze Zeit \u00fcber bei mir gewesen ist und noch immer war. Dieses f\u00fcr mich hochgeistige Erlebnis erf\u00fcllte mich mit einem tiefen inneren Frieden. Die Angst war verschwunden und ich war ruhig und gelassen, als dann die Operation begann. Nach der Operation musste ich noch drei Tage auf die Intensivstation. Es sollten drei schwere Wochen, zwei Kuren und ein weiteres halbes Jahr dauern, bis meine Kr\u00e4fte wieder vollst\u00e4ndig wiederhergestellt waren. In den Kuren lernte ich mit der neuen K\u00f6rpersituation umzugehen. Man hatte mir den Magen, einen Leberlappen, die Milz, die Gallenblase, ein Teil der Darmnetzhaut, eine Kleinniere und Lymphknoten entfernt. Ich f\u00fchlte mich wie ausgeschlachtet. Dennoch betrachtete ich es im Nachhinein als Wunder, dass mein K\u00f6rper trotz der Entnahme dieser Organe weiter gut funktionierte. Mein Arzt f\u00fchrte es sp\u00e4ter auf die \u201esolide Lebensweise\u201c zur\u00fcck \u2013 doch ich wusste, dass es das Wort der Weisheit und der Halt meiner Familie waren, die mich so schnell wieder genesen lie\u00dfen. Die Verhei\u00dfungen aus den Krankensegen hatten sich erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Im Jahre 2000 schockierte uns eine weitere Schreckensnachricht. Kurt war ebenfalls an Magenkrebs erkrankt. Genau wie vier Jahre zuvor, kam dieses Mal er vom Arzt nach Hause. Wieder fielen wir uns in die Arme und weinten gemeinsam. Selbst der Arzt zeigte sich betroffen, als er die Diagnose aussprach. Der Unterschied zu meinem Krebs war, dass sich bei Kurt bereits Metastasen gebildet hatten. Er musste ebenfalls operiert werden. Doch bei ihm verschwand der Krebs nicht. Ein halbes Jahr sp\u00e4ter waren wieder Metastasen sichtbar. Er erhielt eine Chemotherapie, die gl\u00fccklicherweise auch anschlug. Wir erlebten wunderbare eineinhalb Jahre, in denen wir gemeinsam bewusst lebten, unsere Kinder besuchten und in den Tempel fuhren. Wir beide profitierten in dieser Zeit von den Erfahrungen meiner Krankheit. Ich begriff langsam, warum ich vier Jahre zuvor Krebs bekommen musste. Ich konnte ihm helfen und ihn verstehen. Manchmal brauchte es keine Worte. Wir wussten, wie der andere sich f\u00fchlte. Ich glaube er ahnte bereits, dass er nicht mehr lange leben w\u00fcrde. Im Februar 2002 war der Krebs so weit fortgeschritten, dass die zweite Chemotherapie abgebrochen werden musste. Er hatte keinen Hunger mehr und wurde von Tag zu Tag schw\u00e4cher. In den Wochen vor seinem Tod konnte er kaum mehr aufstehen. Ich weinte sehr viel mit ihm. Er machte sich Sorgen, weil er mich alleine zur\u00fccklassen musste. Trotz Krankheit und Schmerzen vermochte er es, mich zu tr\u00f6sten und mich mit liebevollen Worten auf seinen Tod vorzubereiten. Ich war sehr dankbar, dass die gesamte Familie kam, um sich zum einen von ihm zu verabschieden und zum anderen um mich zu unterst\u00fctzen. Am 02. Mai 2002 starb Kurt mit 69 Jahren im Kreise seiner Familie. Trotz aller Traurigkeit war ich dankbar, dass wir vorher noch die Gelegenheit hatten, eine kleine \u201eAbendmahlsversammlung\u201c abzuhalten. Kurt nahm sich f\u00fcr jedes seiner Kinder kurz Zeit, um ein paar letzte Worte zu sagen. Wir nahmen vom Abendmahl. Es war ein sehr geistiges Erlebnis und schwei\u00dfte unsere Familie sehr eng zusammen. Er schlief friedlich ein, w\u00e4hrend ich seine Hand hielt und Erich ihn in Armen hielt. In diesen schweren Stunden war ich sehr froh, dass so viele Familienmitglieder da waren. Ich f\u00fchlte mich getragen. In den ersten Tagen nach Kurts Tod betete ich viel, dass die Angst, die ich f\u00fchlte, verschwinden m\u00f6ge. Ich vermisste die Gespr\u00e4che mit ihm und den Gesang. Ich vermisste es, ihn um mich zu haben und die Sorgen des Alltags mit ihm zu teilen.<\/p>\n<p>Die Kinder halfen mir dabei, Kurts Tod zu verarbeiten. Sie waren oft bei mir und h\u00f6rten mir zu. Jedes Kind half mir auf seine Art, so erkl\u00e4rte mir Erich, dass ich darum beten k\u00f6nne, dass Kurt bei mir ist, bzw. mir beisteht, wenn ich mich einsam und traurig f\u00fchle. Erika war einfach immer da, wenn ich sie brauchte. Und das war oft in dieser Zeit. Herbert erz\u00e4hlte die lustigen Geschichten, die wir mit \u201eVati\u201c, wie wir ihn immer nannten, erlebt hatten, und heiterte mich damit auf. Bernd erkl\u00e4rte mir, dass ich nicht zum Friedhof fahren muss, um mich mit Kurt zu unterhalten. Ich lernte in Gedanken mit meinem Mann zu sprechen. Ich schrieb Briefe an ihn, um meine Gedanken in Worte zu fassen. Klaus und seine Familie riefen mich ebenfalls oft an. Er gab mir praktische Tipps, wenn die Traurigkeit mich wieder einholen wollte. Eine Aussage, die mich seitdem begleitet und die ich an verschiedenen Stellen in meiner Wohnung aufgeh\u00e4ngt habe, m\u00f6chte ich hier wiedergeben, da es mit zur Grundlage meines Glaubens geworden ist:<\/p>\n<p>\u201eDie glaubenstreuen Menschen, die uns in die Geisterwelt vorausgegangen sind, haben nicht aufgeh\u00f6rt uns zu lieben, um uns besorgt zu sein, f\u00fcr uns zu beten oder in unserem Sinne zu wirken. Der Tod kann die Familienbande derer, die durch die Macht des Priestertums gesiegelt sind, nicht zerrei\u00dfen. Der glaubenstreue Mensch, der im Erdenleben vor allem danach gestrebt hat, seine Familie zu besch\u00fctzen und ihr Segen zu bringen, wird diesen Wunsch jenseits des Schleiers in noch viel gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe versp\u00fcren. Wir sind nicht allein.\u201c<\/p>\n<p>Ich hatte das Gef\u00fchl, dass unsere Familie enger zusammengewachsen war. Kurt war es immer wichtig, dass wir starke Familienbande hatten und dass ich mich gut aufgehoben f\u00fchlte. Und es war so. Langsam kehrte der Alltag ein und ich gew\u00f6hnte mich daran, allein zu sein. Ich fuhr oft zu meinen Kindern und verbrachte Zeit mit ihnen und ihren Kindern.<\/p>\n<p>Ein besonderes Erlebnis hatte ich, als Erich von 2003-2006 Missionspr\u00e4sident in Berlin war. Als ich ihn und seine Familie einmal besuchte, fragte er mich, ob ich ihn nicht nach Neubrandenburg begleiten wolle und in der Versammlung mein Zeugnis geben w\u00fcrde. Ich stimmte zu. Ich erz\u00e4hlte dann der Gemeinde die Geschichte meiner Taufe. F\u00fcnf oder sechs Geschwister erkl\u00e4rten sich bereit, mit mir zu der Stelle zu fahren, wo ich getauft worden bin. Nach 50 Jahren habe ich an der Stelle gestanden, wo ich getauft wurde. Das war wundersch\u00f6n und ein tiefes Gef\u00fchl der Dankbarkeit f\u00fcr die Entscheidung, die ich damals getroffen hatte, und die so sehr mein Leben beeinflusst hatte, erf\u00fcllte mich.<\/p>\n<p>2005 erhielt ich meine letzte Berufung: Ein Ratgeber aus der Bischofschaft bat mich in sein B\u00fcro und fragte mich, ob ich mich bereit f\u00fchlte, Lehrerin bei den Jugendlichen zu sein. Ich sollte die Vierzehn- bis Sechzehnj\u00e4hrigen unterrichten. Als ich meine S\u00f6hne und Erika anrief, um ihnen davon zu erz\u00e4hlen, sagten fast alle nur: \u201eOh, das ist aber eine Herausforderung.\u201c Ich fragte mich, warum alle nur \u201eoh\u201c sagten. Vielleicht war es besser so, dass mir nicht vorher bewusst war, wie schwer es ist, mit Jugendlichen zu arbeiten. Ich bereitete mich manchmal eine ganze lang Woche vor. Ich versuchte wirklich ein gutes Thema zu geben. Aber den pubert\u00e4ren Verhaltensweisen von Jugendlichen f\u00fchlte ich mich mit 70 Jahren nicht mehr gewachsen. Nach einem Jahr wurde ich wieder entlassen, wof\u00fcr ich, auch wenn ich sehr viel gelernt hatte, dankbar war.<\/p>\n<p>2006 war ich mit einem Gro\u00dfteil der Gro\u00dffamilie in Friedrichsdorf beim Tempel. Ich passte auf zwei Kinder auf, als eine Schwester kam und uns fragte, ob wir nicht eine Tempelf\u00fchrung f\u00fcr die Kinder machen wollten. Ich war \u00fcberrascht, weil ich nicht wusste, dass das m\u00f6glich war. Wir stimmten alle drei begeistert zu. Im Gang hingen Bilder von vielen verschiedenen Tempeln. Ich erz\u00e4hlte den Kindern, was unsere Familie mit einzelnen Tempeln verband. So ich zeigte ihnen z. B., wo ich und ihr Opa oder ihre Eltern geheiratet haben. Wir kamen in einen Vorraum des Tempels, wo die Kinder voller Andacht das gro\u00dfe Bild von Christus betrachteten. Pl\u00f6tzlich kam Bruder Wiborny und lud uns ein, mit ihm zu kommen. Er f\u00fchrte uns zu den Ochsen, die das Taufbecken tragen. Die Kinder und ich durften die Ochsen ber\u00fchren, w\u00e4hrend oben die Geschwister, Cousins und Cousinen an einer Taufsession f\u00fcr Verstorbene teilnahmen. Ich habe diese Kinder vorher und nachher nie wieder so and\u00e4chtig erlebt. Ich war zu Tr\u00e4nen ger\u00fchrt, weil ich sp\u00fcrte, dass der Tempel nicht nur auf mich solch gro\u00dfe Wirkung hatte. Auch die Kinder konnten den besonderen Geist, der in der Wohnst\u00e4tte Gottes herrscht, sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Kurt ist nun schon seit sieben Jahren nicht mehr bei mir. Ich vermisse ihn nach wie vor sehr oft. Schlie\u00dflich haben wir 46 Jahre lang miteinander gelebt: Wir haben gemeinsam gearbeitet, gesungen, gelacht und geweint. Wir sind durch zahlreiche H\u00f6hen und Tiefen gegangen, die das Band der Liebe zwischen uns immer enger gemacht haben. Ich bin dem Vater im Himmel sehr dankbar f\u00fcr die Zeit, die ich mit Kurt hier auf der Erde verbringen durfte. Ich freue mich schon auf den Tag, wenn mein Mann mich wieder in die Arme schlie\u00dfen wird. Ich bin dankbar, das feste Zeugnis zu haben, dass Familien ewigen Bestand haben. Ich habe in meinem Leben so viel lernen d\u00fcrfen, wof\u00fcr ich dem himmlischen Vater sehr dankbar bin. Kurz bevor mein Mann starb, sagte er mir, dass ich noch eine Aufgabe zu erledigen h\u00e4tte. Ich glaube, dass ich langsam anfange zu erkennen, wie diese Aufgabe aussieht. Ich habe neben meinen eigenen f\u00fcnf Kindern, 29 wunderbare Enkelkinder und sieben Urenkel. Ich f\u00fchle mich reich gesegnet und sp\u00fcre, dass es meine Aufgabe ist, f\u00fcr sie da zu sein. Ich m\u00f6chte meine Erfahrungen und mein Zeugnis mit ihnen teilen, vor allem wenn ich merke, dass sie mich brauchen. Obwohl ich inzwischen 74 Jahre alt bin, w\u00e4chst mein Zeugnis immer noch. Weil es die Grundlage meines Lebens ist, m\u00f6chte ich meine Lebensgeschichte mit meinem Zeugnis beenden:<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass Gott lebt. Ich habe ein Zeugnis davon, dass Jesus Christus unser Erl\u00f6ser ist. Ich wei\u00df, dass Joseph Smith ein wahrer Prophet war und dass Pr\u00e4sident Thomas S. Monson derjenige ist, der heute dazu eingesetzt ist, ein Prophet Gottes zu sein. Ich bin dankbar, dass ich immer noch lernen kann. Ich bete, dass ich treu bleiben kann und die Kraft habe, bis ans Ende auszuharren. Denn das m\u00f6chte ich tun, solange ich noch auf dieser Erde bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolletz, Angem\u00fcnde, Brandenburg Mein vollst\u00e4ndiger Name ist Helga Ida Martha Kopischke. Mein M\u00e4dchenname ist Helga Haupt. Geboren bin ich am 31. Dezember 1934 in Wolletz, einer kleinen Stadt in der sch\u00f6nen Uckermark, im Kreis Angerm\u00fcnde in Brandenburg. Meine leiblichen Eltern waren Wilhelm Ernst Franz Haupt und Ella Ida Martha J\u00e4hnke. 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