{"id":299,"date":"2011-10-25T17:08:06","date_gmt":"2011-10-25T17:08:06","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=299"},"modified":"2014-04-11T09:14:43","modified_gmt":"2014-04-11T09:14:43","slug":"rolf-wilhelm-ernst-maichel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/299\/rolf-wilhelm-ernst-maichel","title":{"rendered":"Rolf Wilhelm Ernst Maichel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rostock, Vorpommern<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Rolf-Wilhelm-Ernst-Maiche.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-183\" title=\"Rolf Wilhelm Ernst Maichel\" alt=\"\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Rolf-Wilhelm-Ernst-Maiche.jpg\" width=\"200\" height=\"268\" \/><\/a>Mein Name ist Rolf Wilhelm Ernst Maichel<\/strong>. Ich bin der \u00e4lteste Sohn des staatlich gepr\u00fcften Landwirts Wilhelm Max Johann Gustav Maichel und seiner Ehefrau Ursula Anna Emma Momber und wurde am 13. August 1941 in Rostock geboren. Meine Eltern waren Dom\u00e4nenp\u00e4chter der Staatsdom\u00e4ne Althof im Kreis Bad Doberan in Mecklenburg. Mein Vater (Jahrgang 1913) ist gleich zu Kriegsbeginn eingezogen worden. Er hatte schon in den drei\u00dfiger Jahren eine erste milit\u00e4rische Ausbildung bei der sogenannten Schwarzen Reichswehr bekommen und hat dann als Wehrpflichtiger seine milit\u00e4rische Laufbahn bei dem Kavallerie Regiment Reiter 14 in Ludwigslust begonnen. W\u00e4hrend des Krieges war er eine Weile in Frankreich eingesetzt und war dort sogar mal Stadtkommandant der Stadt Carcassonne. Die meiste Zeit war er aber in Russland eingesetzt. Ungef\u00e4hr zur Zeit meiner Geburt bekam er einen Kniedurchschuss. Als Invalide ist er dann bis zur v\u00f6lligen Genesung nach Hause geschickt worden. Als er schon fast wieder gesund war, hat er in der Scheune bei der Arbeit geholfen und ist dabei vom ersten Stock herunter gest\u00fcrzt. Dabei ist seine Wirbels\u00e4ule so schwer verletzt worden, dass er sieben cm kleiner wurde. Von diesem Sturz und seinen Folgen hat er sich aber auch noch so weit erholt, dass er wieder kriegsdienstverwendungsf\u00e4hig wurde und erneut nach Russland geschickt wurde. Zuletzt hat er dort als Hauptmann gedient.<!--more--><\/p>\n<p>Wohl als Folge seiner Wirbels\u00e4ulenverletzung kam es dann zu epileptischen Anf\u00e4llen, die zu einem erneuten Heimaturlaub f\u00fchrten. Das muss ungef\u00e4hr im Dezember 1944 gewesen sein. So haben meine Eltern die letzten Monate des Krieges zusammen erlebt. Die Dom\u00e4ne Althof wurde gemeinsam von meinem Gro\u00dfvater Wilhelm Leonhard Maichel und meinem Vater bewirtschaftet. Da mein Gro\u00dfvater schon lange im Rentneralter war, hat meine Mutter mit ihm zusammen w\u00e4hrend der Abwesenheit meines Vaters den Betrieb auf dem Gut in Gang gehalten. Wir hatten mehrere franz\u00f6sische und russische Kriegsgefangene, die uns f\u00fcr die Arbeit zugeteilt worden waren. Mit den Franzosen hatten meine Eltern ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis, weil sie mit ihnen auf Franz\u00f6sisch kommunizieren konnten. Meine Mutter stammte von der Staatsdom\u00e4ne Bredentin bei G\u00fcstrow. Meine Gro\u00dfmutter Irmgard Momber war Witwe und hat uns in Althof oft besucht. So war sie auch kurz vor dem Zusammenbruch noch einmal in Althof und hat dort mit meinen Eltern besprochen, was sie tun w\u00fcrde, um nach Westen zu fliehen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter haben wir erfahren, dass sie ihrer Schwester einen Brief geschrieben hatte, in dem sie sagte \u201eDer Kapit\u00e4n verl\u00e4sst sein Schiff nicht!\u201c So hat sie also Bredentin ganz bewusst nicht verlassen, wohl auch in der Hoffnung, dass es nicht so schlimm kommen w\u00fcrde, wie es dann kam. Wie viele andere Menschen zu der Zeit hatte sie jedoch auch Gift im Haus und hat letzten Endes beim Einmarsch der Russen ihrem Leben ein Ende bereitet. Zu dem Zeitpunkt war sie nicht im sogenannten Herrenhaus, sondern bei der Dienerfamilie in deren kleinem Haus. Sie ist also an dem Gift gestorben. Die Familie des Dieners hatte Angst, dass sie Probleme bekommen w\u00fcrden, wenn man den Leichnam bei ihnen finden w\u00fcrde und hat meine Gro\u00dfmutter in den Garten gebracht. Die Russen haben sie dort sp\u00e4ter gefunden und selbst den Leichnam noch vergewaltigt. In dem Buch \u201e<em>DIE JUNKER \u2013 Adel und Bauer im deutschen Osten<\/em>\u201c von Walter G\u00f6rlitz (1964) wird das Schicksal meiner Gro\u00dfmutter bei der Vielzahl von \u00e4hnlichen Geschichten nur mit einem Satz erw\u00e4hnt: \u201eFrau Momber-Bredentin wurde v\u00f6llig nackt, von zahlreichen Bajonettstichen durchbohrt, im Park ihres Gutes aufgefunden.\u201c (S. 423) Die ersten Hinweise auf dieses schreckliche Ende haben wir erst ein Jahr sp\u00e4ter erhalten.<\/p>\n<p>Meine Eltern wollten eigentlich schon nach Westen fliehen, aber in Mecklenburg bestand Treckverbot, was bedeutete, dass man seinen Wohnort nicht verlassen durfte. Bei uns kamen aber viele Trecks aus Ostpreu\u00dfen und Pommern an, die jeweils f\u00fcr eine Nacht oder wenige Tage bei uns untergebracht und so gut wie m\u00f6glich versorgt werden mussten. Diese Trecks hatten alle Treckpapiere, aus denen hervorging, wie viele Menschen, wie viele Tiere und wie viele Wagen zu dem Treck geh\u00f6rten, damit man alle mit dem N\u00f6tigen versorgen konnte, denn schlie\u00dflich gab es alle Nahrung nur auf Lebensmittelmarken. Einmal war ein Treck aus Ostpreu\u00dfen bei uns, der auf den Papieren f\u00fcnf Wagen, aber in Wirklichkeit nur noch drei Wagen hatte. Die Leiter dieses Trecks luden meine Eltern ein, sich ihnen anzuschlie\u00dfen, denn so w\u00fcrden wir doch gar nicht auffallen. Anfangs z\u00f6gerten meine Eltern, weil mein Vater zu krank war, um einen Wagen vorzubereiten und richtig zu beladen, geschweige denn die Pferde zu versorgen auf dem weiteren Weg. Da meldeten sich unsere franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen zu Wort und boten an, mit uns zu gehen und alle notwendige Arbeit zu tun. So wurde beschlossen, dass wir einen gro\u00dfen Gummiwagen f\u00fcr uns fertig machen w\u00fcrden, und ein weiterer Wagen w\u00fcrde meiner Tante Annemarie Mattfeld, der Schwester meines Vaters, deren Mann im Balkan vermisst war und die auf der anderen Seite von Bad Doberan in K\u00fchlingsborn wohnte, angeboten werden. Der Stellmacher auf dem Gut zimmerte schnell ein Ger\u00fcst als Dach f\u00fcr die Wagen, die mit Teppichen beh\u00e4ngt wurden zum Schutz vor Wind und Wetter. Mein Vater sagte: \u201eAlle Soldaten tarnen ihre Wagen mit gr\u00fcnen Zweigen. Das sollten wir also nicht tun.\u201c So wurden au\u00dfen um das Ger\u00fcst Leinen gespannt, auf die die Windeln von meiner Schwester Karin, die 1943 geboren worden war, zum Trocknen geh\u00e4ngt wurden.<\/p>\n<p>Unser Wagen war so gro\u00df, dass er von vier Pferden gezogen werden musste. Der Wagen meiner Tante war etwas kleiner und wurde von zwei Pferden gezogen. Als Reserve hatten wir noch ein zus\u00e4tzliches Pferd an ihren Wagen hinten angebunden. Die Wagen wurden in aller Eile mit Lebensmitteln f\u00fcr einige Tage aus den Vorr\u00e4ten des Kellers und mit Bettzeug und etwas Kleidung beladen. Sp\u00e4ter zeigte sich, dass meine Eltern sich ihrer Meinung nach bei vielen Dingen falsch entschieden hatten, aber es musste schnell gehen, und viel Platz war schlie\u00dflich auch nicht. So bestand unser kleiner Treck also aus zwei Wagen mit sieben Pferden. Meine Tante hatte ihre beiden S\u00f6hne (12 und 10 Jahre alt) und ihre Stieftochter (16) bei sich. Wir hatten die Wirtschafterin des Gutes (22), vier franz\u00f6sische Kriegsgefangene und meine Eltern, meine Schwester und mich auf dem Wagen. Meine Gro\u00dfeltern konnten sich nicht vorstellen, dass die Russen bis zu uns kommen k\u00f6nnten, und wenn sie denn doch k\u00e4men, w\u00fcrden sie so schnell wieder verschwunden sein, wie sie gekommen sind. So wollten sie zu Hause bleiben.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Sorge meines Vaters hatte mit der Stra\u00dfensperre in Bad Doberan zu tun, bei der alle Trecks kontrolliert wurden. Man w\u00fcrde unsere Wagen als aus der Nachbarschaft stammend erkennen und uns zur\u00fcckschicken. Die Franzosen fanden auch daf\u00fcr eine L\u00f6sung. Sie weihten andere franz\u00f6sische Gefangene in ihren Plan ein, und die verursachten einen kleinen Auflauf an der Sperre, der nicht so wichtig war, dass die Wachsoldaten h\u00e4tten schie\u00dfen m\u00fcssen, aber sie doch so weit ablenkte, dass wir mit den ostpreu\u00dfischen Wagen inzwischen unkontrolliert durch die Sperre fahren konnten.<\/p>\n<p>An mein Elternhaus habe ich nur noch vage Erinnerungen, k\u00f6nnte aber auf einem Grundriss zeigen, wo unsere Zimmer waren und wo meine Gro\u00dfeltern wohnten. Ich kann mich noch an das letzte Weihnachtsfest erinnern, bei dem ich einen sehr gro\u00dfen Teddyb\u00e4r geschenkt bekam, und an einen Nachtalarm, bei dem wir alle in den Keller gehen mussten, weil \u00fcber unser Haus zahllose Flugzeuge flogen, entweder auf dem Weg nach Berlin oder auf dem Heimweg. Das sind so ziemlich meine einzigen Erinnerungen an Althof.<\/p>\n<p>Wir haben sp\u00e4ter ausgerechnet, dass wir diese Flucht am1. Mai 1945 angetreten haben m\u00fcssen, denn meine Mutter konnte sich nicht mehr an das Datum erinnern. Auf unserer Flucht haben wir aber einen Fixpunkt erlebt, von dem man immer wieder in den Medien h\u00f6rt und auf den ich sp\u00e4ter noch zu sprechen komme. Wir haben noch zweimal in Mecklenburg \u00fcbernachtet, einmal in einer Scheune, die meine Eltern sp\u00e4ter noch einmal gesehen haben. An der Stelle, an der wir geschlafen haben, war ein gro\u00dfes Loch im Dach, das von einer Bombe stammte. Diese Bombe muss kurz nach unserem Aufbruch auf die Scheune gefallen sein, denn schon zwei Tage danach wurden alle Kampfhandlungen eingestellt, und es durften eben auch keine Bomben mehr abgeworfen werden. Von Unterwegs kann ich nur zwei Dinge erinnern. Unser Weg f\u00fchrte uns durch Wismar, und die Glocken der Hauptkirche l\u00e4uteten sehr laut. Da ich auf dem Lande gelebt hatte, war mir dieser m\u00e4chtige Klang fremd und hat sich entsprechend tief eingepr\u00e4gt. Au\u00dferdem erinnere ich noch, dass wir in einer sehr lang gestreckten Kurve auf der Seite acht erschossene Pferde liegen sahen, was mich als Kind nat\u00fcrlich auch sehr bewegt hat.<\/p>\n<p>Wir kamen schlie\u00dflich nach Travem\u00fcnde. Auf dem Weg dorthin hatte es immer mal wieder Fliegeralarm gegeben, weil die Trecks von englischen Tieffliegern angegriffen wurden. Wir mussten dann schnell die Wagen verlassen und in den Stra\u00dfengr\u00e4ben Schutz suchen. Uns ist aber nichts passiert, vielleicht, weil wir durch die Windeln auf der Leine doch auch von weit her als ziviles Fahrzeug zu erkennen waren.<\/p>\n<p>Um in den eigentlichen Ort Travem\u00fcnde zu gelangen, musste man mit einer F\u00e4hre die Trave \u00fcberqueren. Vor dem F\u00e4hranleger war die Stra\u00dfe so breit, dass es drei Fahrspuren gab, die alle mit Fl\u00fcchtlingswagen und Milit\u00e4rfahrzeugen hoffnungslos verstopft waren. Es war also abzusehen, dass es noch sehr lange dauern w\u00fcrde, bis wir auf die F\u00e4hre k\u00e4men. An dem Anleger dirigierte ein Leutnant den Verkehr. Mein Vater hat sich dann seine Hauptmannsuniform angezogen und ist zu dem Leutnant gegangen, um mit ihm zu besprechen, wie man das Durcheinander ordnen k\u00f6nne. Da mein Vater den h\u00f6heren Dienstgrad hatte, konnte er dem Leutnant Anweisungen geben. Er schlug ihm vor, eine Spur frei zu r\u00e4umen, indem die Fahrzeuge auf dieser Spur bevorzugt auf die F\u00e4hre geleitet w\u00fcrden, damit auch der Gegenverkehr, den es noch immer gab, ungehindert abflie\u00dfen konnte. Unsere beiden Wagen standen in der mittleren Spur. Mein Vater hatte mit meiner Mutter verabredet, dass sie, sobald die eine Spur frei sei, in diese Spur vorpreschen sollte, was sie auch tat.<\/p>\n<p>Mein Vater spielte den entsetzten und ver\u00e4rgerten Leiter und beauftragte den Leutnant, \u201edie Frau\u201c zur Rede zu stellen und auszuschimpfen. Dann einigte er sich mit dem Leutnant, dass die beiden Wagen nun wohl auch \u201egegen seine \u00dcberzeugung\u201c auf die F\u00e4hre dirigiert werden m\u00fcssten, weil ein Umdrehen eines so langen Gespannes bei dem beschr\u00e4nkten Platz nicht m\u00f6glich war und die Spur doch frei sein sollte. So kamen unsere beiden Wagen auf die F\u00e4hre. Mein Vater fuhr mit der gleichen F\u00e4hre mit, \u201eum auf der anderen Seite nach dem Rechten zu sehen.\u201c So sind wir \u00fcber die Trave gekommen. Zehn Minuten sp\u00e4ter wurde die F\u00e4hre bombardiert und ist versunken. Wir sind also gerade noch vor einem gro\u00dfen Ungl\u00fcck bewahrt worden.<\/p>\n<p>Nun waren wir auf der schleswig-holsteinischen Seite. Wir wollten zu Verwandten nach Flensburg fahren und zogen also schnell weiter nach Norden. Der n\u00e4chste Ort war Niendorf\/Ostsee. Zwischen den beiden Orten liegt ein Endmor\u00e4nenr\u00fccken, von dem aus man einen sch\u00f6nen Blick auf die L\u00fcbecker Bucht der Ostsee hat. In dieser Bucht lagen drei gro\u00dfe Schiffe, die \u201eCap Arcona\u201c, die \u201eThielbeck\u201c und die \u201eDeutschland IV\u201c, die mit KZ-H\u00e4ftlingen aus dem KZ Neuengamme und mit deren Wachmannschaften beladen waren. Als wir Richtung Niendorf unterwegs waren, konnten meine Eltern sehen, wie die Schiffe von Flugzeugen der RAF angegriffen, in Brand geschossen und versenkt wurden. Bei Wikipedia hei\u00dft es, dass \u201erund 6.400 der etwa 7.000 Insassen dieser Schiffe verbrannten, ertranken oder erschossen wurden.\u201c Da dieser Angriff am 3. Mai stattfand, konnten wir zur\u00fcckrechnen und so den Tag unserer Flucht ermitteln. Warum die Schiffe angegriffen wurden, konnte bis heute nicht ermittelt werden. Die RAF h\u00e4lt sich da mit Informationen sehr bedeckt. Der Untergang dieser Schiffe geh\u00f6rt jedenfalls zu den verlustreichsten Schiffsunterg\u00e4ngen der Weltgeschichte. Die \u201eThielbek\u201c konnte nach einigen Jahren gehoben und wieder instand gesetzt werden. Die anderen beiden Schiffe waren wegen der geringen Wassertiefe nicht v\u00f6llig versunken, und ihre Wracks lagen noch jahrelang weithin sichtbar in der Bucht, wo ich sie sp\u00e4ter t\u00e4glich auf meinem Schulweg sehen konnte, bis auch sie ca. 1953 beseitigt wurden.<\/p>\n<p>Wir kamen an dem Tag noch bis Scharbeutz und wollten eine Pause einlegen, weil die Pferde neue Hufeisen brauchten. Wir wurden zu einem Bauernhof am Ortsrand, dem Friedrichshof, gewiesen und kamen dort erst einmal in der Scheune unter. In der folgenden Nacht sind dann die Engl\u00e4nder einger\u00fcckt und haben jede weitere Ortsver\u00e4nderung verboten. So mussten wir auf diesem Bauernhof bleiben und erhielten die Veranda des Bauern, einen gro\u00dfen Raum von ca. 35 m2\u00a0und riesigen Glasfenstern. Diese Fenster waren in der warmen Jahreszeit sicher sehr sch\u00f6n, aber im Winter wurde es sehr kalt. Mein Vater hat sich dann Bretter beschaffen k\u00f6nnen und den Raum geteilt in einen Schlaf- und einen Wohnraum. Im Schlafzimmer wurde das eine Kinderbett aufgestellt, das wir mitgebracht hatten. Darin schliefen meine Schwester und ich. Meine Eltern bekamen ein Bett, das sie sich auch teilen mussten. Im Winter war es dann oft so kalt, dass wir erst das Eis von der Waschsch\u00fcssel entfernen mussten, bevor wir uns waschen konnten. Nur der Wohnraum konnte mit einem kleinen Kanonenofen geheizt werden. Das Holz f\u00fcr den Ofen durfte mein Vater sich aus dem Wald holen. Au\u00dferdem hat mein Vater sich mit Brettern und viel Stroh Platten zum Abdecken der riesigen Fenster gebaut, um etwas Schutz vor der K\u00e4lte zu haben. Er wurde mit der Zeit wieder arbeitsf\u00e4hig und hat erst bei dem Bauern auf dem Hof gearbeitet und dann als Feldh\u00fcter f\u00fcr alle Bauern im Ort die Felder bewacht, denn bei der allgemeinen Not wurde viel von der zu erwartenden Ernte von den Feldern gestohlen. Wir haben ungef\u00e4hr zwei Jahre in dieser Veranda gewohnt.<\/p>\n<p>Meine Gro\u00dfeltern waren in Althof geblieben, weil sie nicht glauben konnten, dass die Russen im Lande bleiben und sich die Lebensbedingungen v\u00f6llig \u00e4ndern w\u00fcrden. Mein Gro\u00dfvater hat unter schwierigsten Bedingungen versucht, den landwirtschaftlichen Betrieb weiter in Gang zu halten, wurde aber nach ca. zwei Monaten vom Hof vertrieben. Er hatte jedoch noch ein Haus in Bad Doberan, wo sie dann die n\u00e4chsten Monate auf engstem Raum gelebt haben. In diesen ersten Monaten wurde mein Gro\u00dfvater mehrfach an die Wand gestellt, um erschossen zu werden. So weit ist es dann aber zum Gl\u00fcck aus mir unbekannten Gr\u00fcnden nie gekommen. Im November begannen die Russen, Gutsbesitzer zu verhaften. An dem Tag, an dem mein Gro\u00dfvater abgeholt werden sollte, war er gerade nicht zu Hause. Die M\u00e4nner, die ihn holen wollten, sind also erst einmal wieder fortgegangen. Als mein Gro\u00dfvater abends im Dunkeln zur\u00fcckkam, hat man ihm gesagt, dass er gesucht und wahrscheinlich verhaftet werden w\u00fcrde. Er hat sich daraufhin einen Rucksack gepackt und ist auf irgendwelchen Schleichwegen aus Doberan fortgegangen und hat sich nach Hamburg zu seinem Schwager durchgeschlagen. Von dem erfuhr er, dass wir inzwischen in Scharbeutz lebten. Ich kann mich daran erinnern, wie er dann eines Tages vor uns stand. Meine Gro\u00dfmutter wurde verh\u00f6rt, und, da sie nicht half oder helfen konnte, ihn zu finden, wurde sie verhaftet und sollte nach Sibirien gebracht werden. Ich wei\u00df nicht, wie es m\u00f6glich war, aber sie durfte noch einen Ziehwagen mit Dingen beladen, die sie wahrscheinlich in Sibirien gebrauchen w\u00fcrde. Zusammen mit diesem Wagen wurde sie in einen G\u00fcterzug verladen. Da durch die Kriegshandlungen die Eisenbahnverbindungen direkt nach Osten noch zerst\u00f6rt waren, fuhr der Zug zuerst Richtung Westen \u00fcber Wismar nach Bad Kleinen, wo es ihr gelang, auf der falschen Seite mit samt dem Wagen auszusteigen und zu fliehen, ohne dass sie von den Wachleuten gesehen wurde. Wie durch ein Wunder geriet sie an einen Zug mit englischen Soldaten, wo man Mitleid mit ihr hatte und sie bis nach Hamburg mitnahm. Von dort wurde sie dann auch zu uns verwiesen und kam dann kurz vor Weihnachten bei uns in Scharbeutz an. So waren meine Gro\u00dfeltern v\u00e4terlicherseits wieder mit uns vereint. Mein Gro\u00dfvater m\u00fctterlicherseits war schon 1937 gestorben und hat daher den Krieg und den Zusammenbruch nicht mehr miterlebt.<\/p>\n<p>Die Franzosen, die uns so viel geholfen hatten bei der Flucht, waren bis Scharbeutz bei uns geblieben. Zwei Wochen nach unserer Ankunft kam dann ein Befehl von der englischen Besetzungsverwaltung, dass sich alle franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen in L\u00fcbeck einfinden sollten. So fuhren sie dort hin und wurden dann in einem Sammeltransport mit der Bahn in ihr Heimatland zur\u00fcckgebracht. Meine Eltern haben sp\u00e4ter versucht, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, haben aber nie einen erreichen k\u00f6nnen. Bei der Aufl\u00f6sung des Nachlasses meiner Mutter habe ich dann die Ausweispapiere der Franzosen gefunden. Einer von ihnen kam aus der Bretagne, dem Teil Frankreichs, in dem wir immer unseren Urlaub verbringen. Ich stellte fest, dass der Schreiber des Ausweises den Wohnort falsch geschrieben hatte. So hatten meine Eltern in Unkenntnis der geographischen Verh\u00e4ltnisse immer an einen Ort geschrieben, den es gar nicht gab. Ich konnte 2004 noch Angeh\u00f6rige des gesuchten Mannes finden und erfuhr von ihnen, dass unser Helfer heil nach Hause gekommen war. Er hatte aber in der Bretagne keine Arbeit gefunden, war nach Paris verzogen und hatte dort geheiratet. Leider war er aber inzwischen verstorben, so dass ich ihn auch nicht mehr selbst sprechen konnte.<\/p>\n<p>Mein Vater hatte dann das Gl\u00fcck, 1947 eine Anstellung als landwirtschaftlicher Verwalter auf dem Augustushof in Scharbeutz zu bekommen. Dieser Hof war sehr heruntergewirtschaftet worden und stand in seiner wirtschaftlichen Leistung an letzter Stelle im ganzen Landkreis. Durch gro\u00dfen Einsatz und seine gute Berufserfahrung ist es ihm gelungen, den Hof wieder in eine angesehene Position zu bringen. 1949 sind dann meine Br\u00fcder Gert und Harald und 1954 meine j\u00fcngste Schwester Renate geboren. Meine Mutter war voll mit in die Arbeit auf dem Hof integriert. Beide Eltern haben immer bis zur Ersch\u00f6pfung gearbeitet. Mein Vater bekam f\u00fcr seine Arbeit ein Monatsgehalt von 125 DM und zus\u00e4tzlich Naturalleistungen aus der Produktion des Hofes. Wir hatten somit nie viel Geld, und unsere Eltern hatten auch nicht so viel Zeit f\u00fcr uns Kinder. Trotzdem haben wir die Jahre auf dem Hof in bester Erinnerung. Zu dem eigentlichen Bauernhof geh\u00f6rte noch eine Reihe von anderen Geb\u00e4uden, die alle mit Fl\u00fcchtlingen v\u00f6llig \u00fcberbelegt waren. So gab es auf dem Gel\u00e4nde des Hofes \u00fcber 60 Kinder und somit nie Mangel an Spielkameraden. Wovon die Eltern der Kinder gelebt und in den ersten Jahren ihre Familien versorgt haben, wei\u00df ich nicht. Zeitweilig fanden sie Arbeit bei uns auf dem Hof, besonders in der Erntezeit. Nach und nach zog eine Familie nach der anderen fort; sie wurden umgesiedelt in die Industriegebiete Westdeutschlands und bis nach Baden-W\u00fcrttemberg, und ich habe meine Spielkameraden nie wieder gesehen.<\/p>\n<p>Ich bin 1948 in die Volksschule eingeschult worden und habe nach der 4. Klasse die Aufnahmepr\u00fcfung zum Gymnasium in Timmendorfer Strand bestanden, das ich dann zwei Jahre lang besuchen durfte. Diese Schule war gut 4 km entfernt, und ich bin immer mit einem kleinen Fahrrad zur Schule gefahren, entweder auf der Stra\u00dfe am Strand entlang, von wo aus ich die \u201eCap Arcona\u201c und die \u201eDeutschland\u201c immer noch sehen konnte, oder aber durch einen gr\u00f6\u00dferen Wald. Damals machte sich niemand Sorgen, dass ich auf dem Weg entf\u00fchrt oder sonst in eine Gefahr kommen k\u00f6nnte, wie das heute zumindest bei kleineren Kindern der Fall ist. Ich war ein etwas kr\u00e4nklicher und schw\u00e4chlicher Junge. Meine Eltern machten sich daher Sorgen um meine Entwicklung und beschlossen, dass ich ein Internat besuchen sollte, indem ich gezielt gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnte und in dem die Verpflegung wesentlich besser sein w\u00fcrde. So kam ich in das evangelische Alumnat in Ratzeburg, das der Lauenburgischen Gelehrtenschule angeschlossen war. Durch gute schulische Leistungen bekam ich ein Stipendium, so dass meine Eltern auch finanziell nicht so belastet wurden. Die folgenden dreieinhalb Jahre waren eine herrliche Zeit f\u00fcr mich, und die Hoffnungen meiner Eltern f\u00fcr meine Entwicklung haben sich erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Mein Vater ist 1953 l\u00e4ngere Zeit in der Klinik gewesen und wurde dann mit Multipler Sklerose diagnostiziert. In der Zeit der Abwesenheit meines Vaters hat meine Mutter den Hof weiter gef\u00fchrt. Als mein Vater zur\u00fcckkam, ist sie unter der Last der vergangenen Jahre und vor allem der letzten Monate zusammengebrochen und erlitt einen Nervenzusammenbruch. Sie wurde in die Nervenheilanstalt in Neustadt\/Holstein eingeliefert und ist dort mit Elektroschocks und anderen &#8211; aus heutiger Sicht \u2013 Steinzeitmethoden behandelt &#8211; oder besser &#8211; gequ\u00e4lt worden, ohne dass man ihr hat helfen k\u00f6nnen. Sie ist von da an fast regelm\u00e4\u00dfig alle zwei Jahre mit den gleichen Symptomen f\u00fcr 6 Monate ausgefallen, aber wir haben sie dann zu Hause behalten und die Last der Pflege und der Aufrechterhaltung des Haushaltes gemeinsam als Familie getragen. 1955 musste mein Vater die Arbeit auf dem Hof aufgeben. Die Familie zog in ein winziges H\u00e4uschen, wo sie sich unter \u00e4rmlichsten Verh\u00e4ltnissen durchschlagen mussten, w\u00e4hrend ich \u2013 \u201ewie die Made am Speck\u201c &#8211; weiter im Internat sein konnte. 1957 hat mein Vater dann bei Kappeln\/Schlei eine Anstellung als landwirtschaftlicher Berater in einem Beratungsring von 90 Bauern angenommen. Er fand ein altes Strohdachhaus, welches vor unserem Einzug ein Deputatarbeiter-Haus gewesen war. Das Haus hatte nur drei Zimmer, eine K\u00fcche und keine sanit\u00e4ren Einrichtungen. \u00dcber die H\u00e4lfte der Grundfl\u00e4che wurden von dem Scheunenteil und einem Kuhstall eingenommen. In der K\u00fcche gab es einen Wasserhahn und darunter im Fu\u00dfboden ein Loch, durch das das Wasser in Nachbars Garten abflie\u00dfen konnte. Als wie dieses Haus bezogen, wurde meine Hilfe gebraucht, weil ich inzwischen alt genug war, um zu helfen. Wir haben mit sehr vielen Eigenleistungen dieses Haus umgebaut und Stall und Scheune in Wohnraum umgewandelt. Endlich gab es auch ein richtiges Badezimmer und eine Zentralheizung. Die Arbeit begann allerdings erst ein Jahr nach dem Umzug. Bis dahin gab es so viele L\u00f6cher in den W\u00e4nden, dass ich im ersten Winter allein \u00fcber 60 M\u00e4use gefangen oder erschlagen habe.<\/p>\n<p>Ich bin in der Zeit in Kappeln auf das Gymnasium gegangen und habe dann meine Schulzeit 1961 mit dem Abitur beendet. Nach dem Abitur war ich zwei Jahre bei der Bundeswehr. Ich hatte mich zur Topographietruppe gemeldet und war die meiste Zeit in M\u00fcnster\/Westfalen stationiert. Am Ende meiner Dienstzeit wurde ich als Leutnant der Reserve entlassen. Anschlie\u00dfend bin ich mit einem Kohlenfrachter nach USA gefahren und habe dort verschiedene Freunde und Verwandte besucht, einige Zeit auf einer Farm in Minnesota gearbeitet und bin viel per Anhalter herumgefahren, so dass ich in der Zeit 22 Staaten kennen lernen und viel Englisch lernen konnte. Danach habe ich begonnen, in Kiel an der Universit\u00e4t Englisch und Geographie zu studieren, um Lehrer am Gymnasium zu werden. Nach drei Semestern habe ich die Universit\u00e4t gewechselt und war dann drei Semester in G\u00f6ttingen. Dann wurde meine Hilfe zu Hause wieder mehr gebraucht, so dass ich mich entschloss, nach Kiel zur\u00fcckzukehren, um schneller erreichbar zu sein. 1970 habe ich mein Studium mit dem Ersten Staatsexamen abgeschlossen.<\/p>\n<p>Nach einem erneuten dreimonatigen Besuch in den USA habe ich dann die Referendarausbildung in L\u00fcbeck begonnen. Nach 1\u00bd Jahren lag auch das zweite Staatsexamen hinter mir. Ich konnte mir meinen ersten regul\u00e4ren Arbeitsplatz suchen und kam als Studienassessor nach Schenefeld am Stadtrand von Hamburg. 1978 habe ich noch einmal die Schule gewechselt und bin an ein neues Gymnasium in Halstenbek gekommen. Dort bin ich bis zu meiner Pensionierung im Jahr 2005 geblieben. Ich wurde dort bef\u00f6rdert und geh\u00f6rte ab 1982 zur Schulleitung als Studiendirektor. Da in einer Zeit der \u201eknappen Kassen\u201c zwar neue Lateinlehrer gebraucht wurden, aber keine neuen Lehrer eingestellt werden durften, erhielt ich die M\u00f6glichkeit, eine Zusatzausbildung neben der Schule her zu machen und habe dann auch noch Latein unterrichten d\u00fcrfen. Im Schuljahr 1986\/87 erhielt ich ein Fulbright Stipendium f\u00fcr einen Lehreraustausch nach USA. So habe ich mit meiner Frau und vier Kindern ein Jahr in Pierre in South Dakota leben d\u00fcrfen und dort an einer High School unterrichtet. Das war ein besonders sch\u00f6nes Jahr, an das wir alle noch gern zur\u00fcckdenken.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der letzten Studentenjahre in Kiel fand ich eines Tages im Fahrstuhl des Englischen Seminars ein Poster, das einlud zu einem \u201eHootenanny\u201c. Wahrscheinlich hat au\u00dfer mir niemand gewusst, was das hei\u00dfen sollte. \u201eHootenanny\u201c war der Name einer beliebten Fernsehsendung Anfang der 60er Jahre in den USA, in der viel Country- und Western-Musik zu h\u00f6ren war. Ich hatte bei meinem ersten USA-Besuch die Sendung oft gesehen und auch einmal selbst so ein \u201eHootenanny\u201c auf einem Universit\u00e4tscampus besucht. Das hatte ich noch in guter Erinnerung. Diesmal sollte die Veranstaltung in der \u201eKirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage\u201c stattfinden, einer Kirche von der ich noch nie geh\u00f6rt hatte. Das st\u00f6rte mich aber nicht weiter. Ich ging hin und erlebte das wohl traurigste \u201eHootenanny\u201c, das die Welt je geh\u00f6rt hat, denn die amerikanischen Missionare kannten die deutschen Lieder nicht und die deutschen Mitglieder nicht die amerikanischen Lieder, so dass man nicht recht zusammen kam. Ich war der einzige Gast. Am Schluss wurde der Stehbildfilm \u201eDes Menschen Suche nach Gl\u00fcck\u201c gezeigt und mir dann die \u00fcblichen Fragen gestellt, ob ich schon mal etwas von den Mormonen geh\u00f6rt h\u00e4tte und ob ich jetzt etwas h\u00f6ren wollte. Diese Fragen f\u00fchrten zu einem Termin mit den Missionaren in meiner Studentenbude, wo wir dann einen Abend zusammengesessen haben. Da ich Englisch studierte, bat ich die Missionare, mir ihre Botschaft auf Englisch vorzustellen. Das ging aber so schlecht, dass sie nach 5 Minuten abbrachen und baten, weiter Deutsch reden zu d\u00fcrfen. Sie hatten ihre Diskussionen auf Deutsch auswendig gelernt und konnten sie daher nicht in ihrer Muttersprache vortragen. In ihren Vorlagen stand auch, was der Untersucher \u201eBruder Braun\u201c sagen und fragen w\u00fcrde. Da mir diese Texte nat\u00fcrlich nicht bekannt waren, brachte ich sie mit meinen Fragen v\u00f6llig aus dem Konzept, und der Abend war eigentlich ein einziger Reinfall. Was sie mir erz\u00e4hlt hatten, klang in meinen Ohren so merkw\u00fcrdig, dass ich mich fragte, wie man solche Lehren im 20. Jahrhundert wohl noch glauben k\u00f6nnte. Sie waren aber nette Kerle und mir sympathisch. Daher kaufte ich ihnen dann auch ein Buch Mormon ab. Am folgenden Tag fuhr ich in Urlaub und habe in den kommenden Wochen mit vielen Freunden und Bekannten \u00fcber meine Eindr\u00fccke von dieser \u201emerkw\u00fcrdigen Religion\u201c gesprochen. Als das neue Semester begann, war ich auch wieder in Kiel und beschloss, mir einmal anzusehen, wie bei so einer Kirche ein Gottesdienst abl\u00e4uft. Ich ging also am ersten Sonntag im November 1967 in die Gemeinde. Ich wusste nicht, dass das eine besondere Bedeutung hatte, denn es gab wie \u00fcblich, die Fasten- und Zeugnisversammlung. Die Gemeinde war in der vorausgehenden Woche im Tempel in der Schweiz gewesen. Damals war so eine weite Reise noch etwas Besonderes f\u00fcr viele Teilnehmer, und daher hatte man beschlossen, den letzten Tag f\u00fcr eine kleine Rundreise zu nutzen, um noch etwas von der Schweiz zu sehen. Danach musste der Busfahrer allerdings erst einmal eine Ruhepause einlegen, bevor er die R\u00fcckfahrt nach Kiel antreten konnte. Das hatte der Missionspr\u00e4sident mitbekommen und die Gemeinde ver\u00e4rgert zur Rede gestellt, weil sie nun erst nach Mitternacht zu Hause sein w\u00fcrden. Diesen \u00c4rger wiederum verstand die Gemeinde nicht, und jeder, der sein Zeugnis gab, musste seinen Kommentar dazu abgeben. Diese Zusammenh\u00e4nge waren f\u00fcr mich einigerma\u00dfen unverst\u00e4ndlich, und entsprechend war mein Eindruck von dieser Versammlung auch wieder eher negativ. Allerdings traf ich in der Versammlung eine amerikanische Fulbright-Stipendiatin aus Utah, die uns unser Professor in der vorausgegangenen Woche vorgestellt hatte. Sie hatte mir gleich einen sehr netten Eindruck gemacht, und so war ich \u00fcberrascht, sie ausgerechnet hier wiederzusehen. Ich sprach sie also an und geriet mit ihrer Hilfe dann an Missionare, die mir vieles, was unverst\u00e4ndlich geblieben war, erkl\u00e4ren konnten. Im Laufe von drei Jahren war ich dann endlich so weit, dass ich sagte: \u201eWenn ich Amerikaner w\u00e4re, w\u00fcrde ich mich wohl taufen lassen, aber ich bin Deutscher und m\u00f6chte auch weiter in Deutschland leben. Da kann ich mir schwer vorstellen, dass es richtig sein soll, mich so einer amerikanischen Kirche anzuschlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>Nach meinem Examen 1970 bin ich jedoch nach Utah gefahren, um dort herauszufinden, ob diese Kirche nun nur amerikanisch oder wirklich f\u00fcr die ganze Welt ist. Ich habe dort die ehemalige Fulbright-Stipendiatin besucht, die inzwischen in Provo verheiratet war mit einem ehemaligen Missionar, der auch in Kiel gedient hatte und mir ein Freund geworden war. Sie trauten sich anfangs nicht recht, mich gleich auf das Evangelium anzusprechen, hatten aber eine F\u00fchrung auf dem Tempelplatz f\u00fcr mich organisiert und ein Gespr\u00e4ch mit Pr\u00e4sident Hartman Rector jun., den ich ein Jahr vorher durch Vermittlung eines Missionars schon einmal bei einer Zonenkonferenz in Kiel gesprochen hatte. Wir hatten f\u00fcr gut eine Stunde ein sehr nettes Gespr\u00e4ch. Er fragte mich am Ende, ob ich denn den Wunsch h\u00e4tte, mich taufen zu lassen. Ich winkte aber ab, worauf er mir sagte, wenn ich meine Meinung w\u00e4hrend meines Aufenthaltes in Utah noch \u00e4ndern w\u00fcrde, dann sollte ich ihn anrufen, und er w\u00fcrde alles organisieren. An dem Abend habe ich noch einen Brief nach Hause geschrieben und unter anderem gesagt: \u201eDie Leute sind hier alle sehr nett, aber macht Euch keine Sorgen: Mormone werde ich bestimmt nicht!\u201c Das war an einem Dienstag. Am Abend hatte mich mein Freund und Gastgeber noch gefragt, ob ich \u00fcberhaupt Interesse h\u00e4tte, mich noch weiter \u00fcber das Evangelium zu unterhalten. Als ich ihm sagte, dass das mein Wunsch sei und ich aus diesem Grund nach Utah gekommen sei, haben wir verabredet, dass wir am Donnerstag gemeinsam fasten und er sich einen Tag frei nehmen w\u00fcrde, um mit mir alle offenen Fragen zu kl\u00e4ren. Er war Lehrer an der LTM (heute MTC) und hatte &#8211; ohne mein Wissen &#8211; seinen Distrikt gebeten, auch mit uns zu fasten. Wir haben also den ganzen Tag sehr intensiv mit einander gesprochen. Am Abend habe ich gesagt: \u201eIch kann jetzt nicht mehr, ich muss erst einmal eine Nacht dar\u00fcber schlafen.\u201c In der Nacht habe ich sehr wenig geschlafen, aber sehr viel gebetet, und am n\u00e4chsten Morgen wusste ich, dass ich mich taufen lassen m\u00fcsste. Wir haben dann Hartman Rector angerufen, und er hat mich eingeladen, zu einem Taufinterview am Nachmittag nach Salt Lake City in sein B\u00fcro zu kommen. Das Ergebnis war dann, dass er f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag, Samstag, den 13. Juni 1970, meine Taufe in der Taufkapelle unter der Tabernakel-Orgel (die es heute nicht mehr gibt), angesetzt hat. Ich wurde von meinem Freund Doyle Buchanan getauft und von Hartman Rector konfirmiert. Das war also mein ziemlich umst\u00e4ndlicher Weg in die Kirche.<\/p>\n<p>Ich konnte nach der Taufe noch nicht sagen, in welcher Gemeinde ich einmal leben w\u00fcrde, denn ich hatte mich gerade beworben f\u00fcr einen Ausbildungsplatz als Referendar. Man hatte meine Taufe dann der Norddeutschen Mission gutgeschrieben, was aber in Hamburg wohl nicht richtig verstanden worden war. So gab es keinen Taufschein f\u00fcr mich. Als ich dann meinen Platz in L\u00fcbeck erhielt, rief ich gleich in der Gemeinde an und stellte mich dort vor. F\u00fcr 9 Monate hatte man aber nur mein Wort, dass ich ein getauftes Mitglied sei, und konnte mich daher weder im Priestertum ordinieren noch mir eine Berufung geben. An den Wochenenden war ich h\u00e4ufig unterwegs, aber zur GFV bin ich regelm\u00e4\u00dfig gegangen und hatte bald auch sehr guten Kontakt zum damaligen Bischof in L\u00fcbeck, Bruder Detlef S\u00fcfke.<\/p>\n<p>Damals gab es noch vier Pfahlkonferenzen im Jahr und vor jeder Pfahlkonferenz eine Pfahl-Priestertumsversammlung. W\u00e4hrend dieser Versammlung wurden die Br\u00fcder immer nach Kollegien gez\u00e4hlt. Nachdem alle Priestertumstr\u00e4ger gez\u00e4hlt worden waren, wurden die Br\u00fcder ohne Priestertum gebeten, aufzustehen. Da war ich dann dabei, und jedes Mal nach der Versammlung kamen die Missionare zu mir und fragten mich, was ich denn blo\u00df getan h\u00e4tte, dass ich immer noch kein Priestertum h\u00e4tte. Nach 9 Monaten wurde die Sache dann endlich aufgekl\u00e4rt und ein Taufschein f\u00fcr mich ausgestellt. Darauf wurde ich sehr schnell zum Diakon und dann Lehrer und Priester und schlie\u00dflich zum \u00c4ltesten ordiniert. Ich wurde dann als \u201eGeneralsekret\u00e4r des Aaronischen Priestertums\u201c berufen (was man fr\u00fcher wohl sehr viel schlichter GFV-Leiter genannt hat). Die Berufung hat mir viel Freude gemacht. Ich konnte sie allerdings nur ein halbes Jahr ausf\u00fcllen, weil ich dann mein zweites Staatexamen machte und an die Schule in Schenefeld versetzt wurde. Ich besuchte von dort die sehr kleine Gemeinde Wedel, wo ich gleich als 2.Ratgeber des Gemeindepr\u00e4sidenten berufen wurde. In Wedel bin ich dann sechs Jahre geblieben.<\/p>\n<p>Da ich nun Lehrer mit vollem Gehalt war, konnte ich mir Geld sparen f\u00fcr eine Mission. Ich ging also im Alter von 30 Jahren zum damaligen Pfahlpr\u00e4sidenten Dietmar Matern und sagte ihm, dass ich bereit sei, auf Mission berufen zu werden. Der sah mich von oben bis unten an und meinte dann: \u201eDu bist zu alt. Du solltest lieber heiraten!\u201c So bin ich in ganz Deutschland herumgefahren auf der Suche nach einer Frau. Auf einer Jugendtagung in Bern habe ich eine \u00d6sterreicherin entdeckt, die so ganz meinen Vorstellungen von meiner zuk\u00fcnftigen Frau entsprach. Ich habe sie zweimal in Salzburg besucht, doch dann stellte sich heraus, dass sie sich in einen feurigen Italiener verliebt hatte und ich ihr nicht feurig genug war. So kehrte ich ohne Erfolg nach Hamburg zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Da ich gern singe, schloss ich mich dem Pfahlchor unter Rolf Gl\u00fcck an und ging regelm\u00e4\u00dfig zu den Proben in die Wartenau. Dort lernte ich dann auch meine sp\u00e4tere Frau, Monika Imbeck, kennen. Sie war schon einmal verheiratet gewesen mit einem Nichtmitglied und hatte aus dieser ersten Ehe einen Sohn. Nach ihrer Scheidung kam sie auch zu den Chorproben. Wir haben dann im Oktober 1974 geheiratet. Ihren Sohn Marcus habe ich sp\u00e4ter adoptiert. Wir haben zuerst kurze Zeit in Farmsen gewohnt und uns dann ein erstes kleines Haus in Pinneberg-Waldenau gekauft. Uns wurden dort vier Kinder geboren (Eckart 1975, Ulrike 1977, Marie-Luise 1979 und Annegret 1980). So wurde unser Haus uns langsam zu klein, und wir haben dann 1982 unser jetziges Heim in Moorrege gekauft. Marcus hat sich nach seinem Schulabschluss viel mit Techno-Musik besch\u00e4ftigt und sich in ein Milieu begeben, dass wenig mit Kirche zu tun hat. So hat er sich von der Kirche entfremdet und ist inaktiv geworden. Er m\u00f6chte aber nicht ausgeschlossen werden. Eckart war auf Mission in Calgary in Kanada und hat dann Jura studiert. Er hat inzwischen auch 4 Kinder und lebt bei Darmstadt. Ulrike begann eine Ausbildung zur Grundschullehrerin, die sie aber abbrechen musste, um sich ihren zwei Kindern voll widmen zu k\u00f6nnen. Inzwischen erwartet sie das dritte Kind. Sie wohnt jetzt in Wedel, und wir haben viel Freude an ihren Kindern, da sie h\u00e4ufig bei uns sein k\u00f6nnen. Marie-Luise machte eine Ausbildung zur Industriekauffrau und ging dann auf Mission nach Toronto in Kanada. Anschlie\u00dfend hat sie geheiratet und hat nun auch schon zwei Kinder. Unsere j\u00fcngste Tochter Annegret hat sich etwas schwerer mit ihren Entscheidungen f\u00fcr die Zukunft getan. Sie war einmal verheiratet und hat aus der Ehe eine Tochter. Diese Ehe wurde dann geschieden, und jetzt hat sie gerade wieder geheiratet. Sie hat sich zu unserem Kummer auch entschlossen, inaktiv zu sein.<\/p>\n<p>In Wedel geh\u00f6rte ich sechs Jahre zur Gemeindeleitung. Dann kam zum 1. Januar 1978 die Regelung, dass jedes Mitglied in die Gemeinde gehen soll, in der er oder sie wohnt. Da wir in Pinneberg wohnten, geh\u00f6ren wir von dem Tag an bis heute zur Gemeinde Pinneberg. Ich wurde in den Hohen Rat des Pfahles Hamburg berufen. Nach 2\u00bd Jahren gab es eine neue Pfahlpr\u00e4sidentschaft mit Detlef S\u00fcfke, meinem fr\u00fcheren Bischof aus L\u00fcbeck, als Pr\u00e4sident. Er nahm mich als 2. Ratgeber. Nach einem Jahr wurde dann der Pfahl Hamburg geteilt, und es entstand neu der Pfahl Hamburg-Nord, der sp\u00e4ter umbenannt wurde in Pfahl Neum\u00fcnster. Karl-Heinz Danklefsen wurde der erste Pfahlpr\u00e4sident und ich sein 1. Ratgeber. Sechs Jahre haben wir gut zusammen gearbeitet. Dann ging ich f\u00fcr ein Jahr nach Pierre, South Dakota, wo ich 1. Ratgeber des MP-Kollegiumsleiters wurde. Nach meiner R\u00fcckkehr wurde ich 1987 als Bischof der Gemeinde Pinneberg berufen. 1992 wurde ich entlassen und wurde dann Pfahlsekret\u00e4r f\u00fcr Pr\u00e4sident Otzmann, dann Hoherrat und schlie\u00dflich Gemeindemissionsleiter in der Gemeinde Pinneberg. Im Jahr 2000 wurde ich dann 2. Ratgeber in der Missionspr\u00e4sidentschaft unter Pr\u00e4sident Wayne K\u00fchne. In dieser Berufung, die mir viel Freude gemacht hat, wurde ich von Pr\u00e4sident Lynn Hansen und dann Pr\u00e4sident Lowell Barber \u00fcbernommen. Gleich nach meiner Pensionierung wurde ich dann Pfahl-F\u00fchrungssekret\u00e4r unter Pr\u00e4sident Hans-Werner Stank. Ein Jahr sp\u00e4ter wurden meine Frau und ich als CES-Missionare f\u00fcr das Outreach Center in Hamburg berufen, eine Berufung, die auch die Berufung in den Hohen Rat des Pfahles Hamburg mit sich brachte. In dieser Zeit war ich weiterhin in der Missionspr\u00e4sidentschaft. Aus all diesen Berufungen wurde ich dann entlassen, um Pr\u00e4sident Stank zwei Jahre als Ratgeber zu dienen. Am 31.Mai 2009 ging auch diese Berufung mit einem Wechsel in der Pfahlpr\u00e4sidentschaft zu Ende.<\/p>\n<p>Alle diese Berufungen haben mir viel Freude gemacht und mir zu einem festen Zeugnis vom S\u00fchnopfer Jesu Christi und seiner Rolle als Erretter und Erl\u00f6ser verholfen. Ich bin gl\u00fccklich, ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu sein. Mir hat auch mein Beruf als Lehrer viel Freude gemacht, aber jetzt genie\u00dfen meine Frau und ich die Zeit als Pension\u00e4re und Gro\u00dfeltern von bald 11 Enkelkindern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rostock, Vorpommern Mein Name ist Rolf Wilhelm Ernst Maichel. Ich bin der \u00e4lteste Sohn des staatlich gepr\u00fcften Landwirts Wilhelm Max Johann Gustav Maichel und seiner Ehefrau Ursula Anna Emma Momber und wurde am 13. August 1941 in Rostock geboren. Meine Eltern waren Dom\u00e4nenp\u00e4chter der Staatsdom\u00e4ne Althof im Kreis Bad Doberan in Mecklenburg. 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