{"id":420,"date":"2011-11-22T20:12:41","date_gmt":"2011-11-22T20:12:41","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=420"},"modified":"2014-10-11T12:05:09","modified_gmt":"2014-10-11T12:05:09","slug":"agatha-staubach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach","title":{"rendered":"Agatha Staubach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Braunsberg, Ostpreu\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Agatha-Staubach.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-90\" title=\"Agatha Staubach\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Agatha-Staubach.jpg\" alt=\"mormon deutsch agatha staubach\" width=\"200\" height=\"275\" \/><\/a>Ich, Agatha Staubach<\/strong>, bin die Tochter von Joseph Marquardt und Theresia Marquardt. Meine Mutter ist auch eine geborene Marquardt. Am 9. Juli 1925 wurde ich in Braunsberg in Ostpreu\u00dfen geboren. Ich habe noch drei Geschwister: Karl, der \u00c4lteste, 1910 geboren, wurde nur 14 Jahre alt. Er ertrank. Margarethe, 1912 geboren, starb im M\u00e4rz 2003 mit 90 Jahren. Und Liesbeth, 1922 geboren, starb 1943 mit 21 Jahren. Sie hatte Tuberkulose.<\/p>\n<p>Ich war sozusagen das Nesth\u00e4kchen. Ich kann nur sagen, dass ich eine sch\u00f6ne Kindheit hatte. Vater und Mutter haben beide gearbeitet, aber sie haben uns nicht vernachl\u00e4ssigt. Mutter war eine ruhige Frau, Vater das Gegenteil. Das hatte auch sein Gutes. Beide waren streng \u2013 und das war auch gut so. Mich nannte Vater eine wilde Hummel, denn ich war die Lebhafteste in der Familie und bin es auch heute noch.<!--more--><\/p>\n<p>1932 fing ich mit der Schule an. Der Weg dorthin f\u00fchrte durch die ganze Stadt. Ich bin zwar gerne zur Schule gegangen, nur das Rechnen fiel mir schwer. Benehmen: sehr gut, Sport: sehr gut. Da ich immer so d\u00fcnn war, hat man mich 1935 zur Erholung nach Wustrow an der Elbe geschickt. Die beiden gro\u00dfen T\u00f6chter der Bauernfamilie haben sich oft mit mir besch\u00e4ftigt. Nach vier Wochen war die Zeit um und ich bin nach Hause gefahren. F\u00fcr meine Eltern hatte ich einen Brief mitbekommen, in dem unter anderem stand, \u201eIhre Tochter h\u00e4tte mehr zugenommen, wenn sie nicht auf jedem Baum gesessen h\u00e4tte\u201c.<\/p>\n<p>Zu Hause bauten meine Eltern ein Haus, das schon fertig war, als ich wieder Heim kam. Es war nicht gro\u00df, ein halbes Doppelhaus, aber wir waren gl\u00fccklich. Die Eltern haben viel gearbeitet. Die Winterabende waren immer toll. Vater hat mit uns Spiele gemacht, auch hat er mir das Tanzen beigebracht. Meine Eltern sind auch mit uns gemeinsam ins Kino gegangen. Das war immer sehr sch\u00f6n. Schlittschuhlaufen haben wir auch gelernt. Und zwar auf der Stra\u00dfe nach Frauenburg. Der Schnee war so fest gefahren, dass die Stra\u00dfe richtig glatt war. Ich kann nur sagen, dass meine Kindheit sch\u00f6n war.<\/p>\n<p>In Braunsberg, unsere kleine Stadt, gab es eine Infanterie-Kaserne, eine Artilleriekaserne, eine gro\u00dfe Bierbrauerei, eine Zigarrenfabrik, vier Kirchen, ein gro\u00dfes Gymnasium, eine gro\u00dfe Volksschule und ein gro\u00dfes Priesterseminar. Au\u00dferdem die Elisabethschule, das war die h\u00f6here T\u00f6chterschule. Die Stadt hatte 25.000 Einwohner.<\/p>\n<p>Nach der Schulzeit war ich ein Jahr im Pflichtjahr bei einer Schneiderin. Geld gab es sehr wenig, reichte nicht einmal zum Kino. Was die Schule betrifft, so mussten wir jeden Morgen vor dem Schulgeb\u00e4ude antreten und mit erhobenem Arm das Deutschlandlied singen. Au\u00dferdem mussten die M\u00e4dchen zum BDM (Bund Deutscher M\u00e4dchen) und die Jungen zur Hitlerjugend. Ich wollte nicht mitmachen, aber da mein Vater auf der Kaserne arbeitete, musste ich, sonst w\u00e4re er entlassen worden. Einen 1. Mai kann ich nicht vergessen. Denn es hatte geschneit und es war sehr kalt. Wir mussten morgens fr\u00fch in der BDM-Kluft antreten: schwarzer Rock, wei\u00dfe Bluse, Kletterweste, Lederknoten und wei\u00dfe S\u00f6ckchen. Dass wir gefroren haben, brauche ich nicht zu sagen.<\/p>\n<p>Ich hasste den Krieg. Als Mobilmachung kam, wurden mein Vater und mein Schwager gleich eingezogen. Vater nach Polen, Schwager Bernhard Rauter nach Russland. Der Schwager ist sp\u00e4ter als vermisst erkl\u00e4rt worden. Um unseren Vater hatten wir auch sehr Angst.<\/p>\n<p>Eines Abends, als ich von der Arbeit kam, traf ich eine Freundin. Sie fragte: \u201eKommst du mit zum Bahnhof?\u201c Mutter erwartete, dass ich nach der Arbeit gleich nach Hause kommen sollte. Aber ich ging doch mit, weil meine Freundin sagte, es komme ein Transport mit Soldaten. Sie hoffte auf ihren Bruder, der in Urlaub kommen sollte. So kam mir der Gedanke, dass mein Vater vielleicht auch dabei sein k\u00f6nnte. Er war zurzeit in Frankreich. Als die Tore der Bahnhofshalle ge\u00f6ffnet wurden, kamen Soldaten in Scharen. Einer wurde von mehreren Soldaten getragen. Es war mein Vater, der nicht gehen konnte. Er war so froh, dass ich da war. So konnte ich ihm in den Bus helfen und auf dem Weg bis nach Hause st\u00fctzen. Mutter, die schon in Sorge war, wo ich so lange bleibe, war erschrocken, wer mit mir kam. Alle hatten nicht damit gerechnet, dass es Vater war, der sich auf mich st\u00fctzte. Er war sehr krank und kam dann in die orthop\u00e4dische Klinik nach Frauenburg.<\/p>\n<p>Wir hatten ein eigenes Haus, durften es aber nur 10 Jahre bewohnen, denn am 5. Februar 1945 mussten wir fl\u00fcchten. Zuvor hatten wir schon oft Fliegeralarm und der Russe kam immer n\u00e4her. Die letzten N\u00e4chte haben wir \u2013 wie man so sagt \u2013 mit Stiefel und Sporen geschlafen. Am 5. Februar wurde Braunsberg beschossen. Eine Bombe flog in unseren Vorgarten. Ein Johannisbeerstrauch wurde von dem Druck \u00fcber das Dach auf den Hof geschleudert. Danach sind wir gleich weg. Wir hatten fast alles auf dem Leib. Vater hatte das Fahrrad mit Brot und ein paar anderen Lebensmitteln mitgenommen. Es war ein langer Weg. Erst den Deich lang bis zum Frischen Haff (8 km). Von dort \u00fcber das gefrorene Haff. Wir sollten 50 Meter Abstand halten, weil das Eis d\u00fcnn war und man einbrechen konnte. Auf dem Eis stand auch schon etwas Wasser. Es war schaurig, \u00fcber ein so gro\u00dfes gefrorenes Eis zu gehen. Sternf\u00f6rmig kamen viele Menschen, die alle r\u00fcber wollten. Viele haben den Tod gefunden. Auch steckte ein Milit\u00e4rbus halb im Eis. Kinder schrieen nach ihren Eltern, die sie in der Dunkelheit verloren hatten. Wir haben dann Rast gemacht, als wir r\u00fcber waren. Es war sehr kalt. Da ich wieder mit dem Rheuma hatte, nahmen mich meine Eltern zum Schlafen in die Mitte. Wir hatten ja nur wenig zum Zudecken und lagen auf Schnee. Zuvor hatte uns mein Vater in einem Zinkeimer, den er mitgenommen hatte, mit dem Haffwasser eine Maggi-Suppe gekocht. Sie schmeckte scheu\u00dflich. Als Nachtisch gab es f\u00fcr jeden eine B\u00fcchse \u00d6lsardinen.<\/p>\n<p>Meine Schwester hatte auf der Flucht vier Kinder im Alter von 7 bis 16 Jahren dabei. Im Ganzen waren wir mit neun Personen auf der Flucht. Am n\u00e4chsten Morgen ging es zum Ostseebad Kalberg. Dort konnten wir in einem leeren Haus \u00fcbernachten. Gro\u00dfes Waschen war nicht drin, denn am n\u00e4chsten Morgen ging es wieder weiter. Die Russen kamen schon von Elbing \u00fcber das Eis. Schlie\u00dflich erreichten wir Danzig-Praust. Wieder mussten wir Quartier suchen. Ich hatte eine Scheune ausfindig gemacht und war erstaunt, dort deutsche Soldaten anzutreffen. Sie kochten in einer Gulasch-Kanone ein sehr duftendes Essen. Wir hatten Gl\u00fcck und konnten uns satt essen. Es war die erste warme Mahlzeit auf der Flucht.<\/p>\n<p>Von Praust zogen wir in Richtung Stolp, wo man uns in ein Hotel einquartierte. Zwei Tage und zwei N\u00e4chte waren wir dort. Dann hat man uns in eine Wohnung am Stadtrand untergebracht. Von Braunsberg bis Stolp waren wir drei Wochen zu Fu\u00df unterwegs gewesen, etwa 300 Kilometer. Den Feind stets im Nacken. Dann wurde Stolp beschossen und wir mussten weiter. Die Deutschen hatten alle Br\u00fccken gesprengt und wir mussten auf den Balken, die stehen geblieben waren, die Stolpe \u00fcberqueren. Die Stolpe war recht breit und meine Mutter hatte viel Angst auf den Balken. Aber wir haben es geschafft. Anschlie\u00dfend kamen wir nach Lankwitz, wo wir im Schlosskeller auf Stroh \u00fcbernachteten.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen war auch schon der Russe da. \u201eUri, Uri\u201c, war das Erste, was sie sagten. Das bedeutete, dass sie alle Uhren haben wollten und uns durchsuchten. Ich hatte eine sch\u00f6ne Uhr, die in einer Tasche in meiner Kleidung steckte. Da hat niemand rein gefasst, auch einen Ring hatte ich in jener Tasche. Den habe ich sp\u00e4ter f\u00fcr Esswaren eingetauscht. Es war keine sch\u00f6ne Zeit. Man m\u00f6chte nicht \u00fcber sie sprechen, aber das war so.<\/p>\n<p>Wenn ein Russe kam und sagte: \u201eFrau komm!\u201c, bedeutete es Vergewaltigung. Nach meiner Vergewaltigung bekam ich so einen Hass auf jene Menschen und w\u00fcnschte, ich w\u00e4re tot. Bei einer anderen Gelegenheit, als ein Russe gesagt hatte: \u201eFrau komm!\u201c, wollte mein Vater uns nicht gehen lassen. Der Russe nahm sein Gewehr und wollte auf ihn schie\u00dfen. Da sagte mein Vater: \u201eErst alle\u201d und zeigte auf uns und dann auf sich. Wir waren immerhin neun Personen. Das war gewagt. Da lie\u00df der Russe doch ab und ging. Nicht immer ging es so gut aus. Mein Vater hat immer gesagt: \u201eWenn ich euch mit Kuhdreck bestreichen k\u00f6nnte, dann w\u00fcrde ich das tun.\u201c<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag gingen wir von Lankwitz nach Starnitz, ein langer Fu\u00dfmarsch. Dort wurden wir in der Schule einquartiert. 35 Personen mussten in einem Raum auf dem Fu\u00dfboden schlafen. Was die Hygiene betraf, so war es f\u00fcrchterlich. Drau\u00dfen gab es eine Pumpe und rundherum war alles schmutzig. Mein Vater hatte uns eine eigene Toilette aus einem Zinkeimer mit einem Deckel gemacht. Nur f\u00fcr uns. Es gab L\u00e4use im \u00dcberma\u00df. Ich bin dann an Typhus erkrankt und habe zehn Wochen lang gelegen, nur Wassersuppe mit Roggenmehl zu Essen. Es gab Tage, wo ich 41 Grad Fieber hatte. Habe aber trotz allem f\u00fcr uns, die zu Hause waren, gekocht. Aus dem sieben Kilometer entfernten Rathsdamnitz kam ab und zu eine Arztfrau nach uns sehen. Als mein Fieber runter war, war ich sehr schwach. Ich konnte nicht kochen.<\/p>\n<p>Am 24. Juni 1945 starb Anton, der Schwager meiner Schwester. Und am 24. Juli 1945 mein Vater. Weil Mutter mit einer Gesichtsrose im Bett lag, haben nur meine Schwester mit ihren beiden T\u00f6chtern und ich meinen Vater beerdigt. Die M\u00e4nner lie\u00dfen den Sarg auf dem Starnitzer Waldfriedhof runter und wir standen alleine da. Wir haben gebetet und gesungen. Dann sind wir nach Hause gegangen.<\/p>\n<p>In Starnitz mussten wir alle auf dem Gutshof arbeiten. Ich hatte keine Ahnung von Feldarbeit. Es fiel mir sehr schwer, mit den anderen mitzukommen. Und der russische Posten stand immer hinter uns, \u201eDawei, Dawei!\u201c Das hei\u00dft \u00fcbersetzt: \u201eSchnell, Schnell!\u201c Mittags gab es einen Teller Suppe. Dann ging es wieder aufs Feld, Kartoffeln pflanzen, R\u00fcben pflanzen, sp\u00e4ter hacken, Korn binden und aufstellen. Ich will nicht alles aufz\u00e4hlen. Jedenfalls mussten wir morgens um sechs Uhr antreten. Nach deutscher Zeit war das um vier Uhr. Denn die Russen hatten die Uhr zwei Stunden vorgestellt. Wir waren 90 Arbeiter aus mehreren D\u00f6rfern. Zu Hause gab es nicht viel zu Essen. Kartoffeln haben wir gestohlen. Die haben uns \u00fcber Wasser gehalten. Mutter hat oft morgens Bratkartoffel in Kaffee gebraten und mit gestohlener Melasse verfeinert. Was haben wir alles tun m\u00fcssen, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen? So ging das tagein tagaus.<\/p>\n<p>Im Winter war es nicht ganz so schwer. Korn dreschen, St\u00e4lle ausmisten. K\u00f6nnen Sie sich das vorstellen? Ein M\u00e4dchen aus der Stadt \u2013 all diese Arbeit, die ich nicht gekannt habe. Und dann auf dem Feld den Dung streuen.<\/p>\n<p>Die pommerschen Winter waren eisig. Um warm zu werden, haben wir uns ein Spiel ausgedacht, das wir hinter einer Scheue spielten. Eines von uns M\u00e4dchen stand Posten, die anderen spielten abwechselnd \u201eFisch, Fisch \u00fcbern Tisch\u201c. An den H\u00e4nden haltend bildeten Paare nebeneinander eine Schlange. Auf die H\u00e4nde und Arme der Paare legte sich ein M\u00e4dchen, welches von einem Ende zum anderen hin\u00fcber gesch\u00fcttelt wurde.<\/p>\n<p>In Starnitz wurden wir dann ans\u00e4ssig. Nach einiger Zeit suchten die Russen nach M\u00e4dchen und jungen M\u00e4nnern. Ich war gerade mit einem M\u00e4dchen zu sp\u00e4t zur Arbeit gekommen und nicht eingeteilt. Da wir Angst hatten, sind wir zur Scheune gegangen, um dort zu helfen. Pl\u00f6tzlich h\u00f6rten wir Sch\u00fcsse. Russische Soldaten kamen vom Nachbardorf Bornzin und suchten hier auch nach jungen Leuten. Wir waren beim Dreschen. Die Maschine wurde angehalten und alles, was jung war, musste mit. Der Maschinist sprach f\u00fcr eine Frau, die zwei kleine Kinder hatte. Sie durfte da bleiben. Alle anderen mussten mit \u00fcber das Feld nach Bornzin. Dort standen noch andere, die auf uns warteten. Wir sollten nach Graudenz verschleppt werden. Vor Angst bin ich fast gestorben und musste unbedingt zur Toilette. Hinter einem Haus gab es ein Plumpsklo. Einer der M\u00e4nner erkl\u00e4rte einem Russen, dass ich dorthin m\u00fcsste. Der Gedanke kam mir, hinterher auszurei\u00dfen. Aber es kam anders. Der Russe blieb stehen, solange, bis ich fertig war. Ein junges M\u00e4dchen aus Bornzin weinte immer. Auf die Frage, was geschehen war, erz\u00e4hlte sie davon, dass sie mit einem Russen schlafen sollte. Die Eltern h\u00e4tten sich geweigert. Als der Russe die Eltern erschie\u00dfen wollte, sei sie mitgegangen. Anschlie\u00dfend erschoss er ihre Eltern trotzdem.<\/p>\n<p>Von Bornzin marschierten wir nach Gumbin bei Stolp, wo weitere M\u00e4dchen hinzukamen. Anschlie\u00dfend ging es weiter in die Hindenburgstra\u00dfe nach Stolp. Wir wurden in ein gro\u00dfes Haus gebracht. Dort sah es unbeschreiblich aus, Schmutz \u00fcber Schmutz, keine Toilette klappte. Wir mussten durch den Dreck gehen. Drau\u00dfen auf der Wiese hatte man ein viereckiges Loch gegraben, wo man seine Notdurft erledigen konnte.<\/p>\n<p>Wir wurden im obersten Stockwerk einquartiert. Nach einer Weile erhielten wir Pellkartoffeln zu Essen, einfach nur so ohne was dazu. Unsere Taschen mussten wir leeren und alles, was scharf war, zum Beispiel ein Messer, wurde uns weggenommen. Ich hatte immer ein kleines Messerchen bei mir, welches ich nie wieder sah. Am n\u00e4chsten Tag mussten wir sehr sp\u00e4t am Abend einzeln zum Verh\u00f6r. Es war 0:30 Uhr nachts, als man mich in den Keller holte, wo ich in einer K\u00fcche warten musste. Dort \u00fcberlegte ich, wie ich ausrei\u00dfen k\u00f6nnte. Das Fenster war so niedrig, dass ich \u00fcber einen Tisch h\u00e4tte, hinausklettern k\u00f6nnen. Gerade wollte ich den Versuch machen, als ein Soldat mit einem Gewehr drau\u00dfen am Fenster vorbei ging. So wurde nichts aus der Flucht. Gleich darauf wurde ich nach oben in ein Zimmer gebracht. Am Schreibtisch sa\u00df ein Offizier und an einer Seitenwand stand ein Bett. Gleich ging bei mir meine Vergewaltigung durch den Kopf und ich hatte Angst. Dann stellte er Fragen zu Hitler. Er wusste auch vom Bund Deutscher M\u00e4dchen. Ich konnte nur antworten, dass es Pflicht war, und fragte ihn, wann ich nach Hause k\u00f6nne. Meine Eltern w\u00fcssten nicht, wo ich sei. Der Offizier hatte Mitleid mit mir. Es war auch schon sp\u00e4t. Er sprach gut Deutsch und lie\u00df mich in ein Haus auf der anderen Stra\u00dfenseite bringen. Dort warteten schon zwei \u00e4ltere M\u00e4nner, wie es ausgehen w\u00fcrde. Nach mir wurden noch zwei junge M\u00e4nner herein geschuppst, die Verletzt waren. Es gab kein Licht im Haus. Die Federbetten waren aufgeschlitzt und Federn lagen umher. Nach kurzer Zeit waren wir v\u00f6llig mit Federn behaftet. Aber ich war froh, nicht alleine zu sein. Drau\u00dfen standen Posten. Ausrei\u00dfen war wieder nicht m\u00f6glich. Gegen Morgen kam ein Soldat, der uns freilie\u00df. Die \u00e4lteren M\u00e4nner wollten, dass ich mit ihnen ginge. Aber ich wollte nach Hause und nicht in ihre Richtung. W\u00e4hrend wir drei Tage eingesperrt waren, hatten wir M\u00e4dchen zuvor den Gedanken, wenn wir freik\u00e4men, w\u00fcrden wir den n\u00e4chsten Besen nehmen und die Stra\u00dfe fegen. So w\u00fcrde man uns nichts tun. Doch nun war ich auf mich alleine angewiesen. Kein Besen oder sonst etwas. Ich wusste auch nicht, ob ich nach links oder rechts gehen sollte. Ich entschloss mich, nach links zu gehen. Bald darauf kam ich in die N\u00e4he der Kaserne. Nun wusste ich, wo ich war und wie ich nach Hause finde. Einige Soldaten wuschen sich in einem Graben. Der Gedanke, wenn ich an der Kaserne vorbei bin, kann mir nichts passieren, befl\u00fcgelte mich. Denn viele Frauen, die nach Stolp einkaufen gingen, hielten die Soldaten fest, um in der Kaserne sauber zu machen. Danach konnten sie gehen. Ich hatte Gl\u00fcck und wurde nicht erwischt. Vor mir lagen 18 Kilometer bis nach Hause.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Ort sahen mich deutsche Leute, die in einem Gew\u00e4chshaus arbeiteten. Sie nahmen mich zu sich und gaben mir Brot und Milch. Ich hatte ja nur einmal Pellkartoffeln gegessen, sonst nichts. Das tat gut. Sie sagten mir, dass es gef\u00e4hrlich sei, auf der Stra\u00dfe zu gehen, weil immer noch Leute verschleppt w\u00fcrden. Ich wollte aber nach Hause und nahm die Gefahr in Kauf. Schleichwege kannte ich nicht. Unterwegs kam mir eine Kolonne Soldaten entgegen. Sie blieben stehen und fragten mich auf Russisch, wie sp\u00e4t es sei. Ich zuckte mit den Schultern und sie gingen weiter. Ich hatte wohl verstanden, was sie wollten und meine kleine Uhr steckte wie immer in meiner kleinen Weste.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Dorf am Weg war Kriewan. Es lag ungef\u00e4hr auf der halben Strecke, die ich zu gehen hatte. Ein junger Mann arbeitete auf dem Feld. Es war Mittag und er rief mir zu, zu ihm zu kommen. Er nahm mich mit zu seinen Eltern und dort bekam ich ein warmes Essen. So war ich wieder gest\u00e4rkt. Danach hat man mir im Sand den Weg nach Starnitz aufgezeichnet. \u201eM\u00e4dchen, pass gut auf, auch im Wald lauert die Gefahr\u201c, ermahnte man mich. Ich bedankte mich und ging weiter.<\/p>\n<p>Alles ging gut, aber als ich mich dem Dorf n\u00e4herte, kam mir eine Frau entgegen und sagte: \u201eGeh hinten rum, sie suchen schon wieder nach M\u00e4dchen\u201c. Ich tat es. Als meine Eltern mich sahen, freuten sie sich. Ich war wieder da. Mutter hatte die ganze Zeit geweint. Ich hatte Gl\u00fcck und war nicht verschleppt worden. Wer wei\u00df, was mir im polnischen Graudenz passiert w\u00e4re.<\/p>\n<p>Eine ganze Zeit lang ging es gut, dann wurden ein M\u00e4dchen und ich nach Danzig-Holm zum S\u00e4cke flicken gefahren. In einem gro\u00dfen Speicher lag viel Korn, das eines Tages abgeholt werden sollte. Die kleinen jungen M\u00e4use zwischen den S\u00e4cken haben uns nichts getan. Man gew\u00f6hnte sich an sie, nur an die zwei russischen Wachposten nicht. Durch einen Kanal waren wir vom Festland abgeschnitten. Wir befanden uns auf einer kleinen Insel. Dort lebte auch eine alte Frau mit einer jungen Fl\u00fcchtlingsfrau und deren etwa sechs Jahre alten Sohn. Als wieder einmal Soldaten \u00fcber den Kanal zu uns kamen, sagte die alte Frau zur jungen: \u201eVerstecke dich, mir werden sie nichts tun\u201c. Es kam anders. Sie vergewaltigten die alte Frau im Beisein des kleinen Jungen. Zum Gl\u00fcck waren wir beim S\u00e4cke flicken in einem Raum, wo sie uns nicht gesucht haben.<\/p>\n<p>Ich bekam Rheuma und war dankbar, weil ich deshalb nach Hause durfte. Ohne Probleme fuhr mich ein russischer Soldat nach Hause.<\/p>\n<p>In Starnitz lernte ich meinen Mann kennen. Wir wollten schnell heiraten, aber den Deutschen war es damals nicht m\u00f6glich. Erst 1951 durften Deutsche heiraten. In Stolp wollten wir uns deshalb anmelden. Der Beamte fragte auf Polnisch, was wir wollten. Wir antworteten auf Deutsch, dass wir heiraten wollten. Darauf antwortete er: \u201eRussischer Speck und polnisches Brot schmecken gut, aber die Sprache k\u00f6nnt ihr nicht.\u201c Jener Beamte beherrschte sieben Sprachen. Doch wir wollten nicht die Sprache lernen, sondern nach Deutschland aussiedeln.<\/p>\n<p>Zuvor mussten meine Mutter, meine Schwester, ihre Tochter Ursula und ich uns Urkunden machen lassen. Sie waren verloren gegangen. In einem kleinen Raum wurden wir zu einem Richter geladen. Der Richter sprach gut deutsch, was die Situation erleichterte. Wir bezeugten gegenseitig unsere Daten. Ich gab auch das Geburtsdatum meiner Mutter an. Als der Richter die Angaben aufgeschrieben und vorgelesen hatte, fragte er mich, ob es stimme. Ich antwortete: \u201eHerr Richter, ich war noch nicht auf der Welt, aber es stimmt.\u201c<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter wurde ich mit den neuen Urkunden vor einen Richter geladen, um die Genehmigung zum Heiraten zu bekommen. Bevor ich dran kam, wurde eine polnische Frau von ihm beschimpft, weil sie ihre Handtasche auf den Tisch vor dem Richter gestellt hatte. Deshalb bekam ich furchtbare Angst. Doch der Richter \u00fcberreichte mir freundlich ein Blatt und sagte: \u201eIn 14 Tagen k\u00f6nnen sie heiraten.\u201c Sie glauben gar nicht, wie froh ich war.<\/p>\n<p>Mein Mann und ich gingen arbeiten und Mutter hat sich um die Kinder gek\u00fcmmert. Das war eine schwere Zeit, aber wir haben immer zusammengehalten. Wenn ich zur\u00fcckdenke, als Reinhard geboren wurde, hat Heinz, mein Mann, Enteneier aus den Nestern wilder Enten geholt, damit ich etwas zu Essen hatte. Auch stellte er im Winter Hasenfallen auf. Wenn er Gl\u00fcck hatte, gab es einen sch\u00f6nen Hasenbraten. Wir waren ja so gen\u00fcgsam und haben an mehreren Tagen davon gegessen. Die So\u00dfe war am besten. Mutter hatte ihn im Ofen geschmort, einfach herrlich.<\/p>\n<p>Bis 1950 wohnten wir in Starnitz. Dann mussten wir umziehen, weil mein Mann im sieben Kilometer entfernten Rathsdamnitz als M\u00fcller eine Arbeitsstelle bekam. Dort lebten \u00fcberwiegend Polen. Deutsche konnte man an einer Hand abz\u00e4hlen. Aber der Ort war gr\u00f6\u00dfer und es gab einige Gesch\u00e4fte. Ein Laden erhielt gelegentlich Sonderlieferungen. Jene Waren wurden haupts\u00e4chlich an die Polen verkauft. Als ich dort eines Tages mit meiner Nichte Kn\u00f6pfe einkaufen wollte, waren soeben Gummistiefel eingetroffen. Wir wollten gerade gehen, da sagte der Mann, der das Komitee leitete und bestimmte, wer etwas bekam: \u201eDie Frau Staubach bekommt auch ein Paar.\u201c Ich war so erschrocken und konnte nichts sagen. Ich nahm dankbar an, ohne sie anzuprobieren. Zu Hause stellte ich dann leider fest, dass sie zu kurz und zu eng waren.<\/p>\n<p>Meine Nichte sagte mir, dass da noch ein Mann im Laden gewesen sei, der auch ein Paar Gummistiefel bekommen h\u00e4tte. Er sei auch ein Deutscher und hie\u00dfe Porozynski. Sie wusste auch, wo er wohnte. Also machten wir uns an einem Sonntag auf den Weg, um vielleicht die Stiefel tauschen zu k\u00f6nnen. Wir hatten jeder ein Kind auf dem Arm. Ich Marianne, das ist meine J\u00fcngste. Als wir dort ankamen, wurden wir sehr freundlich empfangen. Im Gespr\u00e4ch kam heraus, dass meine Stiefel einem der Kinder passten. Also lie\u00df ich sie da. Wir hatten eine sch\u00f6ne Zeit bei dieser Familie. Sie baten uns, wieder zu kommen. Ich sollte auch meinen Mann mitbringen. Mein Mann und ich haben sie dann \u00f6fter besucht. Bald h\u00f6rten wir, dass sie Mormonen seien. Wir hatten den Namen noch nie geh\u00f6rt. Zu uns kamen zuvor Vertreter einer anderen Glaubensgemeinschaft, es waren die Zeugen Jehovas. Mein Mann war von der Lehre sehr angetan, aber durch die Stiefel wurden wir auch von den Mormonen belehrt.<\/p>\n<p>Porozynskis baten uns, dabei sein zu d\u00fcrfen, wenn die Zeugen Jehovas wieder k\u00e4men. Gesagt, getan. Wir waren nun sechs Personen und wurden belehrt. Mein Mann und ich h\u00f6rten nur zu, um herauszufinden, wer Recht hat. Wenn etwas unklar war, sagte Bruder Porozynski zu seiner Frau: \u201eLiebes, schlag mal die Bibel auf, auf der und der Seite ist die Antwort.\u201c Er selbst konnte nicht gut sehen, aber die Bibel kannte er sehr gut. Die Zeugen Jehovas kamen nicht so recht mit. Sie entschuldigten sich auch nicht, weil sie es nicht wussten, sondern waren sehr unfreundlich. Die \u00e4ltere Dame sagte dann zu Herrn Porozynski: \u201eDann komm um in deiner Schlauheit.\u201c F\u00fcr uns war damit der Abend zu Ende. Und wir wussten nun, wo wir hingeh\u00f6rten, zu den Mormonen. Wir haben festgestellt, dass der Herr uns Mittel und Wege zeigt, um das wahre Evangelium zu finden. Und daf\u00fcr sind wir sehr dankbar.<\/p>\n<p>Im Juli 1955 fuhr ich mit meinem Sohn Reinhard zur Taufe nach Selbongen. Wir waren 12 Stunden mit der Bahn von Stolp bis Nikolaiken unterwegs. Als wir in Nikolaiken ankamen, standen ein paar Schwestern auf dem Bahnsteig und sagen: \u201eKommt, Heilige kommt!\u201c Diesen Empfang werde ich nie vergessen und bin sehr dankbar daf\u00fcr. Wir haben uns ja gar nicht gekannt. Ich bin auch dankbar f\u00fcr alle Segnungen, die der Vater im Himmel mir bis heute gegeben hat. Und dankbar f\u00fcr den Propheten.<\/p>\n<p>Bei Schwester Meusich wurde ich mit meinem Sohn einquartiert. Am Konferenzsonntag brachen wir fr\u00fch um sechs Uhr mit einigen Mitgliedern auf und gingen ein paar Kilometer durch W\u00e4lder zu einem kleinen See. Dort wurden wir getauft, mein Sohn und ich. Mein Mann ist einen Monat sp\u00e4ter mit Bruder Porozynski zur Taufe nach Selbongen gefahren. Denn einer musste wegen der Haustiere zu Hause bleiben. In Rathsdamnitz hielten wir nach den Taufen bei Porozynskis heimlich Kirchenversammlungen ab. Manchmal waren wir bis zu zehn Personen in der Sonntagsschule.<\/p>\n<p>Die Zeugen Jehovas wurden von der polnischen Polizei beobachtet. Von den Mormonen wusste man nicht viel. Heimliche Zusammenk\u00fcnfte waren im sozialistischen Regime unerw\u00fcnscht. Von einer alten Schwester in Stolp erhielten wir ein Buch Mormon. Dieses Buch Mormon und die Bibel haben wir bei Geschwister Porozynski zu Hause gemeinsam gelesen. Sp\u00e4ter besuchten uns Bruder Erich Konietz und der Bruder Helmut Mordas. Sie \u00fcbertrugen Bruder Porozynski und meinem Mann das Priestertum. Ab dann konnten wir in unseren sonnt\u00e4glichen Versammlungen auch das Abendmahl nehmen.<\/p>\n<p>Wir wollten nach Deutschland aussiedeln. Aber weil mein Mann ein ausgebildeter M\u00fcller war, also ein Spezialist, verweigerten die Polen lange Zeit die Ausreise. Bevorzugt wurden Eltern und Kinder zusammengef\u00fchrt. Doch unsere Eltern waren auch in Polen, weshalb die Aussiedlung erschwert wurde. Wir haben viel gebetet. Viele Leute haben jahrelang gewartet. Doch was unm\u00f6glich schien, geschah. Mein Mann hatte eine Tante in Herdecke an der Ruhr, die uns entsprechende Unterlagen f\u00fcr die Ausreise schickte. Schon drei Monaten, nachdem die Papiere eingereicht wurden, kam der Bescheid, dass wir ausreisen durften. Dem Postboten, der uns die Nachricht brachte, bin ich vor Freude um den Hals gefallen.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1958 haben wir uns in Wischhafen (an der Elbe) angemeldet. Die Wohnung war im Neulander Moor, vier Kilometer von Wischhafen entfernt \u2013 wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen. Dort gab es kein Leitungswasser, sondern nur eine Zisterne. Jeden Sonntag sind wir nach Gl\u00fcckstadt zur Kirche gefahren. Erst mit dem Fahrrad zum Hafen und anschlie\u00dfen mit der F\u00e4hre \u00fcber die Elbe. Sp\u00e4ter zogen wir nach Gl\u00fcckstadt um. Seit 1982 wohne ich in Nidderau bei Frankfurt am Main, wo mein Mann 1993 starb. Jeden Sonntag besuche ich die Gemeinde in Hanau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Braunsberg, Ostpreu\u00dfen Ich, Agatha Staubach, bin die Tochter von Joseph Marquardt und Theresia Marquardt. Meine Mutter ist auch eine geborene Marquardt. Am 9. Juli 1925 wurde ich in Braunsberg in Ostpreu\u00dfen geboren. Ich habe noch drei Geschwister: Karl, der \u00c4lteste, 1910 geboren, wurde nur 14 Jahre alt. Er ertrank. Margarethe, 1912 geboren, starb im M\u00e4rz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[65,24],"tags":[],"class_list":["post-420","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ostpreusen","category-s"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Agatha Staubach - Mormonengeschichte<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Agatha Staubach - Mormonengeschichte\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Braunsberg, Ostpreu\u00dfen Ich, Agatha Staubach, bin die Tochter von Joseph Marquardt und Theresia Marquardt. Meine Mutter ist auch eine geborene Marquardt. Am 9. Juli 1925 wurde ich in Braunsberg in Ostpreu\u00dfen geboren. Ich habe noch drei Geschwister: Karl, der \u00c4lteste, 1910 geboren, wurde nur 14 Jahre alt. Er ertrank. Margarethe, 1912 geboren, starb im M\u00e4rz [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Mormonengeschichte\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2011-11-22T20:12:41+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2014-10-11T12:05:09+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Agatha-Staubach.jpg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Guest Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Guest Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"22 Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach\"},\"author\":{\"name\":\"Guest Author\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\"},\"headline\":\"Agatha Staubach\",\"datePublished\":\"2011-11-22T20:12:41+00:00\",\"dateModified\":\"2014-10-11T12:05:09+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach\"},\"wordCount\":4344,\"commentCount\":3,\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2011\\\/10\\\/Agatha-Staubach.jpg\",\"articleSection\":[\"Ostpreu\u00dfen\",\"S\"],\"inLanguage\":\"de-AT\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach\",\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach\",\"name\":\"Agatha Staubach - Mormonengeschichte\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2011\\\/10\\\/Agatha-Staubach.jpg\",\"datePublished\":\"2011-11-22T20:12:41+00:00\",\"dateModified\":\"2014-10-11T12:05:09+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de-AT\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-AT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach#primaryimage\",\"url\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2011\\\/10\\\/Agatha-Staubach.jpg\",\"contentUrl\":\"http:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/files\\\/2011\\\/10\\\/Agatha-Staubach.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/420\\\/agatha-staubach#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Agatha Staubach\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/\",\"name\":\"Mormonengeschichte\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de-AT\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287\",\"name\":\"Guest Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-AT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Guest Author\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/de.elds.org\\\/mormonengeschichte-de\\\/author\\\/guestauthor\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Agatha Staubach - Mormonengeschichte","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Agatha Staubach - Mormonengeschichte","og_description":"Braunsberg, Ostpreu\u00dfen Ich, Agatha Staubach, bin die Tochter von Joseph Marquardt und Theresia Marquardt. Meine Mutter ist auch eine geborene Marquardt. Am 9. Juli 1925 wurde ich in Braunsberg in Ostpreu\u00dfen geboren. Ich habe noch drei Geschwister: Karl, der \u00c4lteste, 1910 geboren, wurde nur 14 Jahre alt. Er ertrank. Margarethe, 1912 geboren, starb im M\u00e4rz [&hellip;]","og_url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach","og_site_name":"Mormonengeschichte","article_published_time":"2011-11-22T20:12:41+00:00","article_modified_time":"2014-10-11T12:05:09+00:00","og_image":[{"url":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Agatha-Staubach.jpg","type":"","width":"","height":""}],"author":"Guest Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Guest Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"22 Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach"},"author":{"name":"Guest Author","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287"},"headline":"Agatha Staubach","datePublished":"2011-11-22T20:12:41+00:00","dateModified":"2014-10-11T12:05:09+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach"},"wordCount":4344,"commentCount":3,"image":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Agatha-Staubach.jpg","articleSection":["Ostpreu\u00dfen","S"],"inLanguage":"de-AT","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach","url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach","name":"Agatha Staubach - Mormonengeschichte","isPartOf":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Agatha-Staubach.jpg","datePublished":"2011-11-22T20:12:41+00:00","dateModified":"2014-10-11T12:05:09+00:00","author":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach#breadcrumb"},"inLanguage":"de-AT","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de-AT","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach#primaryimage","url":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Agatha-Staubach.jpg","contentUrl":"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Agatha-Staubach.jpg"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/420\/agatha-staubach#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Agatha Staubach"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#website","url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/","name":"Mormonengeschichte","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de-AT"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/#\/schema\/person\/2f08098376d74987f0d6018bdee47287","name":"Guest Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de-AT","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/a76c74959b3508e6532b88b40960929d9bf763b58289888963534a1a8daff98a?s=96&d=mm&r=g","caption":"Guest Author"},"url":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/author\/guestauthor"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=420"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2051,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420\/revisions\/2051"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}