{"id":535,"date":"2011-12-02T22:48:47","date_gmt":"2011-12-02T22:48:47","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=535"},"modified":"2014-04-15T11:04:13","modified_gmt":"2014-04-15T11:04:13","slug":"heinz-lothar-wiese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/535\/heinz-lothar-wiese","title":{"rendered":"Heinz-Lothar Wiese"},"content":{"rendered":"<p><strong>Prerow, Dar\u00df, Mecklenburg<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Heinz-Lothar-Wiese.png\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-264\" title=\"Heinz-Lothar Wiese\" alt=\"mormon deutsch heinz-lothar wiese\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Heinz-Lothar-Wiese.png\" width=\"200\" height=\"282\" \/><\/a>Mein Name ist Heinz-Lothar Wiese. <\/strong>Ich bin am 8.10.1922 in Prerow\/Dar\u00df geboren. Mein Vater, Alfred Wiese, ist in Berlin geboren und war in Prerow Fotograf. Meine Mutter, Gertrud Kuhl, war geb\u00fcrtig aus Schildberg in Posen. Ich bin der zweite Sohn und hatte noch einen Bruder, der am 2. August 1916 geboren wurde. Ich hatte in Prerow bis zu meinem achten Lebensjahr gelebt. Aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden hatten sich meine Eltern getrennt. Meine Mutter ist aus diesem Grunde von 1931 bis1933 mit mir quer durch Deutschland gefahren, um f\u00fcr unseren Unterhalt zu sorgen. 1933 hat sie wieder geheiratet \u2013 einen Mann, der Schmied und Seefahrer war. Wir wohnten zu der Zeit in Born auf dem Dar\u00df. Auf der Halbinsel Dar\u00df gibt es mehrere Orte. Wir hatten erst in Born gewohnt, sp\u00e4ter in Zingst bis 1938\/39. Danach zogen wir nach Barth\/Ostsee.<\/p>\n<p>Weil wir, wie oben erw\u00e4hnt quer durch Deutschland gefahren waren, hatte ich keine gute Schulbildung in diesen Jahren. Ich konnte nicht viel lernen. Das habe ich aber in Zingst 1936\/37 wieder aufgeholt und bin nach der achten Klasse mit einem guten Zeugnis aus der Volksschule entlassen worden. Meine Mutter hatte mich von Kind auf an das Beten gelehrt; sodass ich pers\u00f6nlich auch an Gott geglaubt hatte. Meine Mutter war erst evangelisch, wie ihre Eltern und w\u00e4hrend ihrer ersten Ehe wurde sie Baptist. Sie hing sehr streng an dem Glauben der Baptisten; aber ich war dort nicht getauft worden. 1937 war mein Schulabgang und nun musste etwas geschehen wie bei den anderen Schulabg\u00e4ngern. Deshalb lie\u00df mich meine Mutter am evangelischen Konfirmandenunterricht teilnehmen. Der Pastor Krause, der sp\u00e4ter auf Grund seiner \u00dcberzeugung ins Konzentrationslager musste und auch dort umkam, sollte mich taufen, damit ich konfirmiert werden konnte. Er ging mit mir separat in die Kirche und besprengte mich wie \u00fcblich. Ich war aber sehr entt\u00e4uscht, weil ich dachte, es m\u00fcsse jetzt etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches geschehen, was aber nicht eintrat. Da wir sehr arm waren, wurde ich dann am Palmsonntag in meiner Marine-Hitlerjugend-Uniform mit den anderen Konfirmanden eingesegnet.<!--more--><\/p>\n<p>1938 kamen zwei Missionare unserer Kirche nach Zingst. Sie hatten ihren freien Tag. Der eine Missionar, Bruder B\u00f6ttcher sagte pl\u00f6tzlich: \u201eWir werden einmal in dieses Haus gehen.\u201c (Nach vielen Jahren best\u00e4tigte Bruder Boettcher meinem Neffen in der Schweiz, dass sie dort in Zingst in kein anderes Haus gegangen waren.) Dort wohnte also meine Mutter und sie gingen hinein. Meine Mutter hatte in der Nacht zuvor einen Traum: Sie ging aus einem dunklen in einen hellen Raum. Jedenfalls war sie begeistert und lie\u00df sich bald darauf am 27. August 1938 taufen. Da es in Zingst keine Versammlungen unserer Kirche gab, besuchte sie weiterhin die Versammlungen der Baptisten aber mit dem Unterschied, dass sie dort oft begeistert Zeugnis von ihrer Bekehrung und dem Buch Mormon gab, den Baptisten sagte: \u201eIhr m\u00fcsst euch alle noch einmal taufen lassen\u201c und ihr Buch Mormon einigen zum Lesen anbot. Von da an hat meine Mutter versucht, mich auch zu bekehren. Aber ich f\u00fchlte mich ein bisschen bedr\u00e4ngt und ging nicht darauf ein. 1938 bis 1941 ging ich in die Elektrolehre bei Elektromeister Bruno Gielow in Prerow\/Dar\u00df. Mein Vater hat etwas sp\u00e4ter auch wieder geheiratet \u2013 eine Frau aus Berlin; er blieb evangelisch<\/p>\n<p>Am 4. Oktober 1941 musste ich in den Krieg ziehen. Ich wurde in Stettin-Podejuch eingezogen, war ein halbes Jahr in der Kaserne und wurde als Infanterie-Pionier ausgebildet. Anfang 1942 bekam ich die Masern und kam in ein Stettiner Krankenhaus (es wurde als Reserve-Lazarett gef\u00fchrt.) Des Nachts hatte ich immer Durst, sodass die Nachtschwester mir stets Himbeersaft brachte. Dabei erz\u00e4hlte ich ihr die Vision des Propheten Joseph Smith; wie ich sie durch meine Mutter wusste. Sie zeigte Interesse, sodass ich von zu Hause das Buch \u201eWichtiges aus der Kirchengeschichte\u201c ihr zukommen lie\u00df. Ohne Kommentar schickte sie es nach geraumer Zeit zur\u00fcck Nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus erhielt ich noch drei Tage Innendienst, d. h. also vom Au\u00dfendienst befreit. W\u00e4hrend dieser Zeit gab es pl\u00f6tzlich des Nachts Alarm, wo sich alle auf dem Kasernenhof einfinden und auf LKWs platzieren mussten. Da wiederum nicht alle Rekruten au\u00dfer mir Platz auf den Fahrzeugen hatten und somit wieder auf ihre Stube gehen konnten, ging ich auch hinauf und bat einen anderen an meiner Stelle den freien Platz auf dem LKW einzunehmen, denn ich meinte, dass ich ja mein Recht auf den Innendienst in Anspruch nehmen k\u00f6nnte. Mein Stellvertreter ging auch hinunter, meldete sich aber beim Feldwebel mit dem Vermerk: \u201eDer Sch\u00fctze Wiese schickt mich.\u201c Das war mein Verh\u00e4ngnis: Am n\u00e4chsten Tag erhielt ich daf\u00fcr f\u00fcnf Tage gesch\u00e4rften Arrest bei Wasser und Brot ohne Strohsack als Lager. Seitdem hatte ich beim Spie\u00df keinen guten Stand mehr!<\/p>\n<p>Zuvor hatte ich Anfang 1942 die Fahrschule f\u00fcr LKW mitgemacht. Auf seltsame Weise wurde ich im Fr\u00fchjahr 1942 mit f\u00fcnfzehn oder sechzehn Mann nach Zielenzig in der Neumark (dem heutigen Sulecin in Polen) zu einer Werkstatt-Kompanie abkommandiert. So kam ich aus diesem ganzen Geschehen (der Versetzung an die vorderste Front als Infanterie-Pionier) heraus. Mit der Werkstatt-Kompanie zog ich aber auch an die Front nach Russland. Sp\u00e4ter erfuhr ich, dass die mit mir ausgebildeten Rekruten und auch weitere nach Stalingrad gekommen sind. Meine Werkstattkompanie reparierte zerschossene Autos, wobei ich auch andere Arbeiten auszuf\u00fchren hatte. Im Wechsel waren wir kurz hinter der Front, oder etwas weiter zur\u00fcck, aber im Voraus wussten wir nie, wohin es ging. Wir erlebten den Vormarsch im S\u00fcden bis Schachti, danach aber den R\u00fcckmarsch bis zum Mittelabschnitt, sowie dabei die gro\u00dfe Panzerschlacht bei Kursk und dann zum Nordabschnitt, wieder zum S\u00fcden, sp\u00e4ter \u00fcber Ukraine usw. usw. so wie dann auch der R\u00fcckzug erfolgte. Einmal waren uns die Russen ganz dicht auf den Fersen \u2013 Pl\u00f6tzlich hatten wir Differenzialschaden und steckten in einer Mulde fest. Alle anderen waren schon l\u00e4ngst fort. Mein Beifahrer hatte kaputte H\u00e4nde, er ging fort und wie durch ein Wunder beschaffte er das fehlende Teil. &#8211; Aber bei allem ist mir nichts passiert \u2013 Ich bin unversehrt nach Hause gekommen. Aber ich wusste nicht, dass meine Mutter immer f\u00fcr mich gebetet hatte. Das ist mir heute ein gro\u00dfes Zeugnis: \u201eDeine Mutter betet f\u00fcr dich.\u201c Ich habe auch immer abends gebetet. Ich hatte mir aus einer Pferdedecke einen Sack gemacht, kroch auf meinem LKW dort oben hinein und betete das Vaterunser. Das war mir dann nicht genug und so habe ich dann etwas angeh\u00e4ngt, f\u00fcr meine Eltern und meinen Bruder zu beten. Bei der genannten gro\u00dfen Panzerschlacht war ich schon ein bisschen \u00e4ngstlicher.<\/p>\n<p>Anfang Mai 1945 lagen wir bei Spreefurt. Wir wurden aufgefordert, Stellung zu beziehen, aber von der Front gefl\u00fcchtete Soldaten lachten uns aus. Am 09. Mai erwarteten wir noch den Befehl, den Ort zu verteidigen. Inzwischen hatte man uns unsere Wehrp\u00e4sse ausgeh\u00e4ndigt gehabt. Als der Kompaniechef verschwand, taten wir es auch! Wir wollten mit unserer gesamten Werkstatt zum Westen fliehen. In der folgenden Nacht wurden wir durch russische Panzer daran gehindert. So verlie\u00dfen wir unsere Fahrzeuge und fl\u00fcchteten in alle Richtungen. Bewaffnete tschechische Zivilisten stellten uns und geleiteten uns zum n\u00e4chsten Ort, wo die Russen waren. Dort angekommen, stellte man uns an die Wand, als wenn man uns erschie\u00dfen wollte. Ich ging sofort auf meine Knie, um Gott anzurufen. Es geschah darauf nichts besonders Aufregendes! Trotzdem war es unheimlich. Die Tschechen waren in gro\u00dfer Aufregung und schrieen wild sich br\u00fcstend durcheinander. Nach langem Verh\u00f6r und der Protokollaufnahme eines jeden Einzelnen brachte man uns unter schwerer Bewaffnung an die Rollbahn, wo die Gefangenen schon zu hunderten lagerten. Das waren ca. 50 km vor Prag. Unter russischer Bewachung bewegte sich dann der Trupp hunderter Gefangener in Richtung Dresden. Des Nachts lagerten wir in abgeschlossenen Orten. In dem Ort Lauen, der als Auffanglager diente spielten sich furchtbare Szenen ab, wo man f\u00e4lschlicher Weise einige zu Tode qu\u00e4lte, woran die Tschechen ma\u00dfgeblich beteiligt waren. Es war furchtbar! Ich hatte keine Hoffnung mehr, jemals wieder nach Hause zu kommen!<\/p>\n<p>Am Pfingstsonnabend erreichten wir das Lager Elsterwerda. Stalin sollte gesagt haben, dass wir alle entlassen w\u00fcrden. Aber am Pfingstsonntag marschierten wir um das Lager herum und durch das hintere Tor in dieses Lager hinein, wo wir dann zu den kahl geschorenen zweiundvierzigtausend Gefangenen geh\u00f6ren durften. Einmal am Tage gab es R\u00fcbenschnitzelwasser, ein St\u00fcck trockenes Brot und Tee, bzw. Kaffee. Ich verfeinerte mir die \u201eSuppe\u201c mit taubem gr\u00fcnem Hafer, den ich vor einer Baracke fand und mit einem f\u00fcr Brot eingetauschten Messer somit abschneiden konnte. Jeden Morgen mussten wir bei den Russen bei lauter Musik antreten und wurden gefilzt. Das Einzige, was mir durch das dauernde Filzen geblieben, waren ein Neues Testament meines im ersten Weltkrieg in Russland vermissten Onkels und ein Minilexikon \u201eZw\u00f6lftausend Worte englisch\u201c. Wir schliefen in Zelten und Baracken. Eines Nachts hatte ich einen sonderbaren Traum, der in mir das Bewusstsein hinterlie\u00df, aus dem Lager heraus zu kommen. Am Morgen darauf wurde beim Antreten ein Elektriker gesucht. Weil ein Kumpel mich darauf aufmerksam machte und anstie\u00df, meldete ich mich. Auf diese Art und Weise kam ich erst einmal aus diesem gro\u00dfen Lager heraus in ein kleineres mit nur siebzig Mann zwecks Ernte-Einsatzes. Dort durfte ich den Dreschkasten bedienen, sodass ich mich schon etwas freier f\u00fchlte. Es gab auch etwas zu essen. Die Russen hatten uns \u00fcberwiegend aus Pilzen zubereitetes Essen gegeben. Das war wie Fleisch, das uns wieder auf die Beine geholfen hat.<\/p>\n<p>Der Russe in diesem Lager hatte ein Auto kaputt gefahren und wir haben ihm gesagt, dass wir das nur dort reparieren k\u00f6nnten, wo so etwas wie eine Werkstatt ist. So brachte man uns nach Wei\u00dfkollm; dort war auch ein Schloss. Man stellte uns einen Dolmetscher, der auf uns aufpassen musste. Wir reparierten zu vier Mann das Auto und zogen bewusst die Reparatur sehr in die L\u00e4nge.<\/p>\n<p>Eines Tages sagte einer der Kumpel zu mir: \u201eWir hauen ab, wir haben Papiere.\u201c Ich sagte, dass ich keine h\u00e4tte. Jedenfalls legte sich, wie gewohnt, in der Mittagszeit der Dolmetscher hin und wir sagten, dass wir uns auch hinlegen w\u00fcrden. Wir hauten aber ab.<\/p>\n<p>Wir sind zw\u00f6lf Tage in Richtung Westen \u00fcber die Elbe gewandert. Kurz vor Wurzen machten wir Halt und die anderen drei Leute sagten: \u201eWir gehen jetzt hier in die Stadt.\u201c Ich hatte Angst, weil ich keine Papiere hatte und sagte, dass ich nicht mitkomme und oben auf dem H\u00fcgel hinter der Stadt auf sie warten w\u00fcrde. Dort oben habe ich ein paar Stunden gewartet; sie kamen aber nicht. (Sp\u00e4ter erfuhr ich, dass sie im Ort \u00fcbernachtet hatten.) So machte ich dann nach langem Warten eine Wendung um neunzig Grad Richtung Norden und sagte mir: \u201eAlso, da ist Barth, da bist du zu Hause.\u201c Ich bin immer querfeldein gegangen. Einmal hat mich ein Auto ein St\u00fcck mitgenommen, landete aber mitten in einer Stadt. So sah ich zu, dass ich wieder herauskam. Auch musste ich wieder \u00fcber die Elbe und kam durch Torgelow. Auf der anderen Stra\u00dfenseite patrouillierte ein Russe. Einmal hatte ich sogar ein Federbett und sollte bei dem Bauern bleiben, aber mich zog es nach Hause! Ein anderes Mal bot mir eine Frau ein Loch in einer Erdh\u00f6hle an; ich zog es daf\u00fcr vor, auf dem daneben stehenden Heuschober mit offenem Blick zum Himmel zu n\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Im September 1945 bin ich dann in der Nacht in Barth angekommen. Bei uns zu Hause brannte noch Licht. Meine Mutter hatte eine Kerze angez\u00fcndet gehabt, um ihrem zweiten Mann etwas zu essen zu geben. Er hatte im Februar Fronturlaub gehabt und war aber nicht mehr zur\u00fcck gefahren und gesagt: \u201eDer Krieg ist aus, ich gehe nicht mehr hin.\u201c Die Freude war nun gro\u00df und meine Mutter wollte mir auch etwas zu essen machen. Aber nur gleich darauf, es waren keine f\u00fcnf Minuten vergangen, klopfte es: Es waren die Russen! Ich fl\u00fcchtete in die Wohnstube, wollte noch die Gl\u00fchlampen l\u00f6sen und wusste nicht, dass kein Strom war. Ein Russe hat mit dem Streichholz oder \u00e4hnlichem Licht \u00fcberall hinein geleuchtet, auch in die Wohnstube, wo ich inzwischen hinter der ge\u00f6ffneten T\u00fcr stand. Er hat mich nicht gesehen!! Am n\u00e4chsten Morgen bin ich mit klopfendem Herzen zur russischen Kommandantur gegangen. Meine Mutter blieb drau\u00dfen. \u2013 Ich war von den Russen ausgerissen und fragte mich, was ich denn nun sagen sollte? Damals hatte die Wahrheit f\u00fcr mich noch nicht solche Bedeutung, oder was es auch war, was mich bewegte, mich irgendwie heraus zu reden. Ich sagte aber, dass ich ausgerissen w\u00e4re oder so \u00e4hnliches. Der Russe, ein noch sehr junger Soldat verstand es aber so, dass ich ein Deserteur sei, als wenn ich von den Deutschen abgehauen w\u00e4re. Erleichtert konnte drau\u00dfen meine Mutter mich wieder umarmen.<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Tagen bekam ich Arbeit und fasste den Entschluss, durch eine feste Bindung mit einem M\u00e4dchen mein Leben zu \u00e4ndern. Ich hatte mich gar bald verlobt gehabt und bereitete mich mit allem dazu Geh\u00f6rigen auf eine E-Meisterpr\u00fcfung mit au\u00dferdem guten Anfangschancen vor. So war ich bereits selbst Silvester 1947\/48 \u00fcber ein gutes Jahr verlobt gewesen.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich offenbarte ich einer inneren Eingebung zufolge, am Silvesterabend meiner damaligen Verlobten zu ihrer gro\u00dfen \u00dcberraschung, mich von ihr zu trennen. Ich entschloss mich kurz: von da an au\u00dferdem nicht mehr zu rauchen und auch nicht mehr zu trinken! Das alles war noch bevor meine liebe Mutter schwer krank wurde!<\/p>\n<p>Das zu h\u00f6chst seltsame war, dass zur gleichen Zeit kurz vor Silvester meine jetzige Schwiegermutter, (die ich da noch nicht kannte) in Cottbus zu ihrer Tochter sagte: \u201eRenatchen, im kommenden Jahr wirst du heiraten.\u201c Die Mutter war die Ella Rzepkowski. Die Tochter, Renate antwortete: \u201eWen soll ich denn heiraten, vielleicht einen Besenstiel?\u201c<\/p>\n<p>Hier m\u00f6chte ich zur Vorgeschichte meiner Frau, die wir nachher auch erw\u00e4hnen werden, kommen: Meine Frau Renate Gerda geb. Rzepkowski stammte aus K\u00f6nigsberg, aus einer gro\u00dfen Familie mit zehn Kindern. Die Eltern waren Mitglieder der Kirche und meine Frau hatte sich auch noch in der Jugend taufen lassen. Sie wohnten in K\u00f6nigsberg, dem Stadtteil L\u00f6benicht und wurden w\u00e4hrend der Luftangriffe zweimal ausgebombt. Der Gemeindepr\u00e4sident zu K\u00f6nigsberg hatte zu den Mitgliedern gesagt, sie sollten das Land verlassen. Meine Frau, die auch dazu geh\u00f6rte und ihre Lehre gerne beenden wollte, erz\u00e4hlte, dass einige geblieben seien, aber wahrscheinlich seien die meisten aus K\u00f6nigsberg gefl\u00fcchtet. Das war aber noch vor dem ersten Bombenangriff. Ihre Eltern hatten K\u00f6nigsberg daraufhin die Stadt verlassen. Ein Bruder war gefallen, andere waren im Krieg. So war sie also alleine von der Familie in K\u00f6nigsberg, als dieser gro\u00dfe Angriff kam. So musste sie gezwungener Ma\u00dfen auch raus. Die Stra\u00dfen haben gebrannt, alles hat gebrannt, infolge der Phosphorbomben. Sie wusste, dass ihre Mutter in Deutschland in Annaberg ist. Renates Bestreben war, raus aus K\u00f6nigsberg, raus aus Ostpreu\u00dfen! Sie hatte sich Soldaten angeschlossen, die versprachen, ihr zu helfen, mit denen sie nun hin und her fahren musste, um eine L\u00f6sung zu finden. Einmal musste sie selbst sogar eine Handgranate f\u00fcr den Ernstfall nehmen. Die Soldaten halfen ihr, nach Pilau zu kommen, w\u00e4hrend sie selbst wieder nach K\u00f6nigsberg zur\u00fcck mussten. In Pilau gelang es ihr mit einem kleinen Schiff in der Nacht nach Danzig zu kommen, wo die vielen Fl\u00fcchtlinge mit den Schiffen herausgebracht werden sollten. Dort nun standen drei gro\u00dfe Schiffe! Eines war die \u201eWilhelm Gustloff\u201c, das gr\u00f6\u00dfte Schiff, dann die \u201eAntonio Delphino\u201c, das mittelgro\u00dfe Schiff und noch ein kleineres! Ja, welches sollte sie nun nehmen? Voller Fl\u00fcchtlinge waren alle schon, etwa f\u00fcnftausend, dann dreitausend und zweitausend Menschen sollen darauf gewesen sein! Sie stieg in das mittlere Schiff, warum, wusste sie nicht!! Aber sie wusste, dass sie nie alle ansah; &#8211; und hatte nicht das Gef\u00fchl, in das riesengro\u00dfe Schiff zu steigen! Alle G\u00e4nge und Ladefl\u00e4chen und s\u00e4mtliche Decks lagen voller Menschen. Aber durch diese inspirierte Entscheidung wurde ihr das Leben gerettet, denn die \u201eWilhelm Gustloff\u201c wurde von einem russischen U-Boot nur wenige Stunden sp\u00e4ter versenkt! Auf ihrem Schiff, der \u201eAntonio Delphino\u201c sollen auch schon ein paar tausend Menschen gewesen sein.-<\/p>\n<p>Das Schiff legte ab und wie sie auf der Ostsee eine Zeit unterwegs waren, hie\u00df es auf einmal: \u201eRussische U-Boote\u201c. Das Licht wurde ausgemacht und die Maschinen gestoppt. Die Fahrt dauerte etwa drei Wochen. Eine Woche lang etwa lag das Schiff ganz still auf einer Stelle. Es war Nebel und Schwimmwesten wurden verteilt, soweit vorhanden waren. Zuerst hie\u00df es, das Schiff sollte Stettin anlaufen, um die Fl\u00fcchtlinge an Land zu bringen. Aber das Schiff landete dann erst in Flensburg. Dort erz\u00e4hlten ihr dann die Matrosen, dass die Schiffe, die in Stettin angelaufen waren, dort mit allen Fl\u00fcchtlingen beschossen und versenkt worden waren! Das Schiff \u201eWilhelm Gustloff\u201c war unterwegs von U-Booten beschossen und versenkt worden! Fast alle Menschen auf diesem Schiff verloren ihr Leben, meist ja Frauen und Kinder. \u2013<\/p>\n<p>In Flensburg ist sie dann ausgestiegen und mit der Bahn zu ihrer Mutter nach Annaberg gefahren. Ihre Mutter hatte schon fast einen Herzanfall gehabt. Sie dachte: \u201eNun ist Ostpreu\u00dfen zu und die Tochter sehe ich nie wieder.\u201c Jetzt war sie da und alles war in Ordnung! In Annaberg beendete sie ihre Lehre als B\u00fcroangestellte.<\/p>\n<p>Ein knappes halbes Jahr sp\u00e4ter mussten alle Fl\u00fcchtlinge das Erzgebirge verlassen. Der Vater im Himmel schickte nun Hilfe: Bruder Fritz Lehnig kam aus Cottbus nach Annaberg und nahm die Fl\u00fcchtlinge mit nach Cottbus, er selbst hatte dort in seinem Haus eine Strickerei und er selbst wohnte auch dort. In den oberen R\u00e4umen waren die Versammlungsr\u00e4ume der Kirche, ein Saal und mehrere Klassenr\u00e4ume usw. In einigen R\u00e4umen waren Doppelstockbetten aufgestellt worden und viele Fl\u00fcchtlinge hatten sich dort zusammengefunden! Bruder Lehnig und Bruder Walter Krause sorgten f\u00fcrs Essen und jeder hatte seine Aufgabe zu tun, einige in der Kirche, einige zum saubermachen aller R\u00e4ume usw. Es war ein gro\u00dfes Gl\u00fcck f\u00fcr meine Frau, dort zu sein, aber es war auch alles sehr schwer! So ein Lager mit vielen Menschen bringt schon Probleme.<\/p>\n<p>Aber die Zeit fing an, sich zu normalisieren. Nach einem Jahr Lagerleben gab es dann Lebensmittelkarten, aber nur f\u00fcr den, der Arbeit hatte. Ein Bruder besorgte meiner Frau, der in einer Tuchfabrik in der F\u00e4rberei arbeitete, eine Arbeit in der \u201eSpinnerei\u201c. Sie arbeitete dort an gro\u00dfen Spinnmaschinen und lernte schnell, die Maschinen zu bedienen. Es war eigentlich eine saubere und auch keine schwere Arbeit, aber sie mussten auch des Nachts arbeiten. So kam es vor, dass sie nachts auf dem Nachhauseweg von Russen mitgenommen wurden und am darauf folgenden Tag au\u00dferhalb von Cottbus auf einem freien Acker Bombentrichter zu schippen mussten. \u2013 Aus dem Fl\u00fcchtlingslager zogen sie dann (sie, ihre Schwester und ihre Mutter) in eine kleine Wohnung. Dort war es, wo ihre Mutter eine TBC- kranke Frau pflegte, die sich kurz vor ihrem Tode noch taufen lie\u00df. 1947 bekam sie dann durch eine Schwester eine wunderbare Stellung als Justizangestellte im Zentralgef\u00e4ngnis in Cottbus.<\/p>\n<p>Es kam das Silvester 1947\/48, wo ihre Mutter zu ihr sagte, dass sie im kommenden Jahr, also 1948 heiraten w\u00fcrde.-<\/p>\n<p>Nun wieder zu meiner Geschichte: Meine Mutter hatte ja 1933 zum zweiten Mal geheiratet gehabt. Vor 1947\/48 hatte dieser zweite Mann sie wegen einer anderen Frau verlassen gehabt Das hat meine Mutter derma\u00dfen fertig gemacht, dass sie mit gro\u00dfen Herzproblemen krank wurde. Ich wusste nicht mehr, wie ich helfen sollte, denn ich musste deshalb oft von der Arbeit fern bleiben, um sie zu versorgen. Das war im Fr\u00fchjahr 1948. Ich habe viel f\u00fcr meine Mutter gebetet, dass sie wieder gesund werden m\u00f6chte. Zwei Missionare kamen auch in unser Haus: Egon Rzepkowski und Rudolf W\u00e4chtler. Sie haben sich auch um meine Mutter gek\u00fcmmert, denn sie war ja Mitglied. In Barth waren zwar einige Mitglieder, aber es gab keine Gemeinde.<\/p>\n<p>Trotz aller dieser Umst\u00e4nde interessierte ich mich durch die Missionare f\u00fcr die Kirche und deren Lehre. Au\u00dferdem waren das junge Leute so wie ich, die aber keine Andeutungen machten, mich belehren zu wollen, wohl war es mehr umgekehrt f\u00fcr mich, belehrt zu werden.<\/p>\n<p>Ich wusste nicht, dass der eine Missionar, Egon Rzepkowski nach Hause an seine Schwester Renate geschrieben hatte, dass hier in Barth eine \u00e4ltere schwerkranke Schwester sei, die gepflegt werden m\u00fcsste. Sie solle kommen und sie pflegen! Er erw\u00e4hnte dabei auch, dass da noch ein Sohn sei, der noch kein Mitglied, aber ein einhundert-f\u00fcnfzig prozentiger Mormone sei. Das war mein zuk\u00fcnftiger Schwager, der diesen Brief an meine jetzige Frau geschrieben hatte.<\/p>\n<p>Ich war auf einmal so vom Evangelium begeistert und bin darum auch mit den Missionaren von T\u00fcr zu T\u00fcr gegangen. So gingen wir von Haus zu Haus, bis einmal nach einer Weile der Missionar zu mir sagte: \u201eSo, nun bist du dran.\u201c Ich habe uns vorgestellt und zur Versammlung der Kirche eingeladen! Die Missionare hatten inzwischen auch Hausversammlungen abgehalten. Es machte mir Spa\u00df! Aber ich war mir immer noch nicht ganz sicher, ob das Evangelium wahr ist, denn diese Frage besch\u00e4ftigte mich sehr. Da gab es ein Prospekt oder Traktat, auf dem ein Bild der Statue des Engels Moroni dargestellt wurde. Dabei wurde die Aufforderung Moroni 10:4 er\u00f6rtert. Ich f\u00fchlte mich voll angesprochen! Gebetet habe ich ja immer, das war kein Problem f\u00fcr mich. Ich habe also meinen Gott angerufen und wollte wissen, ob das wahr ist. Ich hatte noch nur ein paar Seiten des Buches Mormon gelesen. Ich hatte keinen Traum oder \u00e4hnliches darauf hin. Aber auf einmal wusste ich: \u201eEs ist wahr!\u201c<\/p>\n<p>Deswegen war ich auch noch sp\u00e4ter so begeistert, mit den Missionaren mitzugehen. Gleichzeitig war auch f\u00fcr mich Joseph Smith der Prophet Gottes! Das war ungef\u00e4hr im April 1948. Mit den Missionaren bin ich dann auch nach Rostock gefahren, um Spenden der Kirche zu holen und zu verteilen. Wir mussten hierzu zw\u00f6lf km zu Fu\u00df bis nach Velgast zum Zug gehen, um nach Rostock zu kommen. Einmal, es war an einem Fastsonntag, begaben wir uns wieder auf den Weg nach Rostock, um dort an der Versammlung teilzunehmen. Ein Bruder aus Barth war auch dabei. Fr\u00fcher gab es ja vor jeder Versammlung eine Gebetsversammlung. So auch dieses Mal, wo die Missionare uns mit hinein nahmen. Sie fragten mich, ob ich bereit w\u00e4re, in der Fastversammlung ein paar Worte zu sagen. Der andere Bruder wurde auch gefragt, aber er verneinte. Ich sagte: \u201eJa\u201c, obwohl ich kaum wusste, um was es ging. Aber mein Gef\u00fchl sagte mir, dass er ein Mann Gottes sei und ich es tun sollte. Zu dieser Zeugnisversammlung habe ich dann mein Zeugnis gegeben aber mich gewundert, denn die Rostocker Mitglieder haben dabei geweint.<\/p>\n<p>Die Schwester des einen Missionar die nun den besagten Brief zu Hause in Cottbus erhielt, ihre Arbeit sofort in Cottbus aufzugeben, erinnerte sich der Prophezeiung ihrer Mutter: \u201eDu wirst im kommenden Jahr heiraten\u201c. Sie sagte sp\u00e4ter dazu, noch nie in ihrem Leben war ihr etwas so eindringlich und klar als das gewesen: \u201eDas wird dein Mann werden\u201c. Sie hatte zugesagt, zu kommen. Bruder Fritz Lehnig, der Distriktpr\u00e4sident wusste, dass sie von Cottbus weggehen wollte. Er sagte ihr, dass sie da bleiben solle, dass ihr Platz dort sei! Aber sie packte ihre Sachen. Sie hatte ja einmal in einer Tuchfabrik gearbeitet gehabt und hatte noch Stoff, den sie auch in ihr wirklich, kleines K\u00f6fferchen einpackte. (Aus diesem Stoff wurde sp\u00e4ter mein Hochzeitsanzug von einem Bruder in Barth gemacht.) Also setzte sie sich in den Zug und fuhr nach Barth. \u201eWie wird wohl dein Mann sein?\u201c hat sie sich gefragt. \u201eWie wird er aussehen?\u201c Ihre Vorstellungen waren: H\u00fcbsch und dunkle Haare. Im Zug machte man ihr Heiratsantr\u00e4ge, aber sie wusste, sie f\u00e4hrt dort hin und das wird ihr Mann sein. Sie war sehr gespannt!<\/p>\n<p>Es kann sein, dass ich h\u00f6chstens ein oder zwei Tage vorher von diesem Brief, ihrer Entscheidung und ihrem Kommen wusste. Am 12. Mai abends um 18.00 Uhr kam sie mit ihrem Bruder bei mir zu Hause an und war sehr \u00fcberrascht, denn ich entsprach gar nicht den genannten Vorstellungen. Jedoch beim Umgang mit meiner Mutter sagte sie sich: \u201eWie ein Mann zu seiner Mutter ist, so wird er auch zu mir sein.\u201c Ich war froh, dass nun Hilfe da war! .Zu Hause, meiner Mutter ging es bald besser. Meine zuk\u00fcnftige Frau gefiel mir vom ersten Tage an. Wie ich mich nun ihr gegen\u00fcber verhalten sollte, in der Beziehung war ich sehr ungelenk. In den n\u00e4chsten Tagen dachte ich mir, wie ich es anstellen sollte. Seltsamer Weise schrieb ich ihr zur ersten Ann\u00e4herung ein kleines Zettelchen, anstatt es zu sagen, aber ich brachte es einfach nicht zuwege. Dieses Zettelchen hatte sie bis heute aufbewahrt. Es lautete: \u201eMein liebes kleines Sch\u00e4fchen, ich hab Dich lieb.\u201c Der Leser schmunzelt sicher! Sie hat mich aber noch ein wenig zappeln lassen!<\/p>\n<p>Was f\u00fcr mich bei dieser Geschichte wichtig und erw\u00e4hnenswert ist, dass sie ein Mitglied der Kirche war, denn ich wollte soviel \u00fcber die Kirche und das Evangelium wissen und meine Fragen fanden kein Ende. Ich habe ihr nat\u00fcrlich gesagt, dass ich sie gerne habe usw. Aber ich wollte doch immer wieder nur etwas \u00fcber die Kirche wissen. W\u00e4hrend des Krieges hatte ich auch M\u00e4dchen kennen gelernt mit Herzklopfen und Aufregung. Aber von meiner zuk\u00fcnftigen Frau ging so eine Ruhe aus! Vom ersten Augenblick an wussten wir Beide, dass wir uns schon vorher gekannt haben m\u00fcssen. Wir haben uns dann \u00fcber das Evangelium unterhalten bis sp\u00e4t in die Nacht hinein und das war so wunderbar!<\/p>\n<p>Am 17. Juni hatte sie Geburtstag, das wurde unser Verlobungstag. Ich dachte, dass nun alles in Ordnung sei, aber meine Frau fragte: \u201eWann werden wir heiraten? Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Am 30. Juli 1948 war dann die Hochzeit. Bruder Walter Krause und mein Bruder Paul-Gerhardt waren unsere Trauzeugen. F\u00fcr die Hochzeitsfeier hatte mein zuk\u00fcnftiger Schwager, der Missionar Egon Rzepkowski den Versammlungsraum der Baptisten in Barth gemietet bekommen. Meine ehemalige Klavierlehrerin Fr\u00e4ulein H\u00fcbner, die Organistin der Evangelischen Kirche war, brachte die musikalische Begleitung und Umrahmung. Von zu Hause holte uns eine wei\u00dfe Hochzeitskutsche f\u00fcr unsere derzeit letzten drei\u00dfig Mark ab. Bei dem Largo von H\u00e4ndel nahmen wir als das Brautpaar gleich vorne am Eingang wie in einem Meer von Blumen Platz, was uns sehr bewegte. Au\u00dfer unser beider Familien-Angeh\u00f6rigen waren alle Barther Mitglieder anwesend. Das Sch\u00f6nste an diesem Tag war somit diese Andachtsstunde in Form eines Predigtgottesdienstes. Zu Hause verlief au\u00dferdem alles sehr bescheiden ab. Einige Tage sp\u00e4ter gedachten wir in Form einer \u201eHochzeitsreise\u201c meinen Schwiegereltern einen Gegenbesuch in Cottbus zu machen. Ich hatte zwar im Betrieb vorgearbeitet, aber am letzten Tag vor der Reise bekam ich von meinem Betrieb eine Mahnung, falls ich fahren sollte, die Konsequenzen zu tragen h\u00e4tte. Wir kamen von Cottbus zur\u00fcck und ich war fristlos entlassen! Danach war ich \u00fcber ein halbes Jahr arbeitslos.<\/p>\n<p>Am 22. Juni 1948 habe ich mich taufen lassen. Kurze Zeit darauf war das Freudecho in Berlin in der Waldb\u00fchne. Mit dem letzten Geld sind meine Frau und ich mit dem Zug dort hingefahren, denn kurz zuvor war in Ostdeutschland eine W\u00e4hrungsreform. Meine Frau und ich gingen zu Bruder Lehnig, um mich vorzustellen, wobei ich ihm nun sagen konnte: \u201eIch bin getauft.\u201c Da war alles in Ordnung! Bruder Lehnig war ein ganz wunderbarer au\u00dfergew\u00f6hnlicher Mensch!<\/p>\n<p>Bevor ich mich taufen lassen wollte, forderte mich einer der Missionare auf, aus der Evangelischen Kirche auszutreten, Hierzu ben\u00f6tigte ich vom Standesamt eine Bescheinigung, die ich dann dem Evangelischen Kirchenamt noch vor meiner Taufe vorlegte. (Diese Bescheinigung ist noch in meinem Besitz) Noch im Sommer 1948 wurde die Gemeinde Barth neu organisiert. Ich wurde Sonntagsschulleiter, durfte Ansprachen und Themen geben. Dabei hatte ich doch kaum oder gar nicht in der Schrift studiert, aber ich war begeistert vom Evangelium. Wenn ich aufgerufen wurde und etwas zu sagen hatte, wurde mir das eingegeben. Das wurde mir zum Zeugnis! Dann habe ich gemeinsam mit meiner Frau und alleine viel studiert und gelesen.<\/p>\n<p>Durch die Organisierung der Gemeinde und den Zuwachs durch Neugetaufte brauchten wir unbedingt mehrere Bibeln. So ging ich deshalb in das B\u00fcro der Evangelischen Kirche. Daraufhin bat mich der Superintendent in sein B\u00fcro, um den Grund zu erfahren. Ich hatte \u00fcberhaupt keine Hemmungen und erz\u00e4hlte ihm dann, soweit ich es wusste, von der Vision des Propheten Joseph Smith. Er h\u00f6rte aufmerksam zu, aber fast zum Schluss meiner Ausf\u00fchrungen ging er zur T\u00fcr, schob den Vorhang beiseite und sagte sinngem\u00e4\u00df, dass es heute keine Offenbarungen und Engels-Erscheinungen mehr g\u00e4be. Aber die Bibeln bekam ich unten im B\u00fcro trotzdem!<\/p>\n<p>1949 bekam ich dann wieder Arbeit auf der Volkswerft in Stralsund. Wir wohnten aber in Barth. Dann bekam ich im Laufe des Sommers vom Betrieb ein Angebot, entweder nach Wolgast oder nach Rostock zu gehen. Die Hauptgesch\u00e4ftsstelle des Betriebes war Rostock. Stralsund und Wolgast liefen als Baustellen. F\u00fcr mich stand fest, dass ich nur dorthin gehe, wo eine Gemeinde ist. Rostock kannte ich schon und Wolgast war mir bekannt durch die Weihnachtsfeier 1948, wo zwei Geschwister aus Wolgast uns in Barth halfen, die Feier zu gestalten. Zu dieser Feier waren siebzig Personen erschienen, obwohl die Gemeinde aus nur ca. f\u00fcnfzehn bis zwanzig Personen bestand. Durch mein Gef\u00fchl hatte ich mich entschieden, die Arbeit in Wolgast anzunehmen. So wurde ich auf die Baustelle in Wolgast f\u00fcr etliche Monate abkommandiert, um dort zu arbeiten.<\/p>\n<p>Als ich im Sp\u00e4tsommer 1949 in Wolgast mit einer Schwester aus Wolgast aus dem Zug stieg, wurde dieselbe von einem mir bekannten Bruder Ulrich Chust abgeholt. Er fragte: \u201eHast du schon eine Wohnung?\u201c Ich sagte: \u201eNein.\u201c Er sagte: \u201eKomm mit zu uns.\u201c Ich ging also mit zur Familie Chust; sie hatten f\u00fcnf Kinder. Der Mann, Bruder Emil Chust hatte nicht sehr viel verdient und sein Sohn Ulrich, der Schornsteinfeger gelernt hatte, erhielt auch nur wenig Lohn. Aber ich bin dort jeden Tag satt geworden! Ich frage mich heute noch, wie das die Mutter, Schwester Luise Chust gemacht hat. Das ist mir auch ein Zeugnis geworden, wie der Vater im Himmel Gebete erh\u00f6rt!<\/p>\n<p>Am darauf folgenden Tag meiner Ankunft in Wolgast, einem Mittwoch, war abends GFV. Ein Bruder Hans Schult gab das Thema aus der Bibel. Nach der Versammlung fragte er mich, ob ich in Zukunft das Thema geben k\u00f6nnte. Ich sagte zu und so wurde ich dann Lehrer im GFV. Bald danach wurde ich noch zum Gemeinde-Sekret\u00e4r berufen.<\/p>\n<p>Die ungezwungene und einfache Haltung Aller gefiel mir sehr. Es waren alles einfache Mitglieder; meistens Fl\u00fcchtlinge oder k\u00fcrzlich getaufte. Aber begeistert waren sie alle! Zu der Zeit hatte die Gemeinde Wolgast einen alten Kornspeicher der ehemaligen Jacobs-M\u00fchle f\u00fcr einhundert Mark Miete monatlich als Versammlungsort sich selbst hergerichtet. Die Fenster waren klein und vergittert und zu jeder Versammlung mussten sie von Spinnweben befreit werden. Zwischen den Dielen befanden sich breite Ritzen. Wir sa\u00dfen auf und an selbst gezimmerten B\u00e4nken und Tischen. Bruder Walter Krause war Gemeinde-Pr\u00e4sident, der uns einfach, aber sehr inspiriert belehrte. Das hat uns allen die Basis f\u00fcr unser weiteres Leben gegeben. Ich wusste: Der Prophet Joseph Smith hatte einen Lehrmeister, den Engel Moroni und ich hatte auch einen Lehrmeister, den Bruder Walter Krause!<\/p>\n<p>Die Mitglieder waren alle willig und gehorsam. Bruder Krause belehrte uns oft u.a. \u00fcber Gehorsam und Opfer, wie der Herr Jesus Christus es selbst war und tat. So war uns selbst im Laufe der Zeit kein Weg zu oft und zu weit, wenn es um das Werk des Herrn ging! Einige Br\u00fcder hatten alte Fahrr\u00e4der, sodass die Entfernungen von Wolgast aus nach Greifswald, Demmin, Neubrandenburg und Barth f\u00fcr manchen Besuch der ausw\u00e4rtigen Gemeinden oder Geschwistern trotz allem Wetter kein Hindernis waren, denn wir gedachten oft der voran gegangenen Pioniere. Mir wurde immer mehr bewusst, dass die Gemeinde Wolgast seit ihrer Gr\u00fcndung 1947 durch Demut, durch Gebet und Fasten und durch Einigkeit entstanden ist!<\/p>\n<p>Das Kuriose war, dass ich meine Frau nach meiner Ankunft in Wolgast 1949 nachholen wollte; aber zu einer bestimmten Zeit hatten wir in Barth auf einmal kein Wohnrecht und in Wolgast auch noch nicht! Mir hat aber dabei ein SED-Parteigenosse (vielleicht war er ein Kommunist) geholfen, indem er auf einem formlosen Blatt etwas aufgeschrieben hat, mit dem ich dann zum Wohnungsamt gehen konnte. So erhielten wir zu mindest wieder ein Wohnrecht in Barth. Es ist eine lange Geschichte, bis wir dann im sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr 1950 in Wolgast so etwas \u00e4hnliches, wie eine Wohnung zugewiesen bekamen. Bis dahin waren wir beide bei liebevollen Mitgliedern untergebracht.<\/p>\n<p>Wir wohnten nun in Wolgast; meine Berufung hatte ich aber au\u00dferdem noch in Barth. So fuhr ich also bis 1950 jedes Wochenende, meist mit dem Fahrrad nach Barth. Danach bekam ich von Januar 1950 bis Ende 1951 eine Aufgabe als Gemeinde-Pr\u00e4sident in Greifswald. Als das vorbei war, bin ich wieder ab Februar 1952 mit dem Fahrrad fast jedes Wochenende nach Barth gefahren, sonnabends einhundert km hin und sonntags wieder zur\u00fcck. (F\u00fcr das Jahr 1994 erhielten meine Frau und ich dann noch einmal, die Gruppe Greifswald als Distriktmissionare zu f\u00fchren.)<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter gab es ein Rundschreiben von der Ersten Pr\u00e4sidentschaft, dass man sich nicht entlassen l\u00e4sst. Und daran habe ich mich immer gehalten! Ich kenne das Lied: \u201eWer in des Lebens hei\u00dfem Kampf ist unser gr\u00f6\u00dfter Held . . . der niemals vom Schlachtfeld weicht!\u201c Ich habe mich wenigstens darum bem\u00fcht, ich habe mir gesagt: \u201eDa wo du stehst, da bleibst du. Du hast die Berufung und da bleibst du\u201c! Das hat man mir oft sehr \u00fcbel genommen. Man sagte, dass ich mich um meine Familie nicht genug gek\u00fcmmert h\u00e4tte, nur die Kirche, die Kirche. Tags\u00fcber habe ich gearbeitet. Fr\u00fchmorgens habe ich Genealogie gemacht. Wir haben in \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen gelebt. An den Wohnungen musste zeitweilig viel gearbeitet werden, damit es einigerma\u00dfen m\u00f6glich war, darin zu leben. Es ging uns nicht anders, als vielen anderen Familien im Osten Deutschlands. Die Mormonen wohnten meistens unter dem Dach. In der Woche bin ich f\u00fcr meine Familie da gewesen, aber wir hatten in Wolgast dreimal in der Woche Versammlung. Selbst im Gemeindeheim gab es viel Arbeit, um es zu erhalten. Sonntags habe ich meine Frau alleine mit den Kindern lassen m\u00fcssen. Eine Zeit dachte meine Frau, dass ich froh sei, wenn ich weggehen konnte. Dabei hat mir das Fortfahren jedes Mal sehr weh` getan. Aber ich wusste, es ist f\u00fcr den Herrn und ich habe es gemacht. Meine Frau hat das dann sicher auch genauso verstanden, denn sie war von dem Evangelium wie ihre Mutter voll durchdrungen und immer begeistert.<\/p>\n<p>Es ist eigentlich \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnenswert, denn ich wei\u00df, dass es etliche Br\u00fcder gaben, wo es nicht anders war. Und wenn ich mich heute vor die Wahl gestellt w\u00fcsste, es w\u00fcrde wieder genauso gehen, denn ich wei\u00df, wie gesegnet ich selbst und meine Familie durch das Evangelium sind. Der Herr fordert das Herz und einen willigen Geist! (Von der genealogischen Arbeit bin ich seitdem auch nicht mehr los gekommen und ich bin sehr dankbar daf\u00fcr!)<\/p>\n<p>In Barth hatte ich noch Familien-Angeh\u00f6rige: Meine Mutter und meinen Bruder. Dort fand wochentags eine Versammlung des Priestertums und der FHV und des sonntags die Sonntagsschule mit anschlie\u00dfendem Abendmahlsgottesdienst statt. Mein Bruder wirkte eine Zeit lang als Sonntagsschullehrer. Alle Versammlungen in Barth wurden im Heim der Familie Walter Ihns abgehalten. Bruder Ihns hatte meist das Amt eines Ratgebers des zeitweiligen Gemeindepr\u00e4sidenten inne. Er war ein sehr best\u00e4ndiger, zuverl\u00e4ssiger und treuer Mann im Werke des Herrn!<\/p>\n<p>Meine Mutter. 1889 geboren, war voll in entsprechende Aufgaben der Kirche integriert worden. Dar\u00fcber hinaus war sie fast bis zu ihrem Tode 1976 sehr rege missionarisch in Barth t\u00e4tig. So lud sie z. B. alle Kinder in ihrer Stra\u00dfe in Barth jeden Sonntag zur Sonntagsschule mit Erfolg ein. Es gab auch f\u00fcr eine Zeit (zwischen 1950\/1960) eine Frau, die gerne mitging, bis deren Mann es ihr verboten hatte. Obwohl meine Mutter \u00fcberall, wo sie das Gef\u00fchl hatte, die Menschen anzusprechen, hatte jedoch keiner das Evangelium angenommen. Ab und zu besuchte sie uns f\u00fcr kurze Zeit in Wolgast; wollte dann aber auch bald wieder nach Hause. Jedoch kurz vor ihrem Tode hatte sie bei ihrem letzten Besuch das Gef\u00fchl, zu bleiben. Wir holten daraufhin einige ihrer Immobilien u. a. nach, wo sie dann im August 1976 starb und auch hier beigesetzt wurde.<\/p>\n<p>Als wir, meine Frau und ich 1988\/89 f\u00fcr zwanzig Monate auf Tempelmission in Freiberg waren, berichtete uns eine Tempelbesucherin, Schwester Gudrun Weber aus Schwerin, dass die oben erw\u00e4hnte Frau und ihr Sohn k\u00fcrzlich getauft worden sind. Der Sohn war auf der Suche, sich irgendeiner Kirche anzuschlie\u00dfen. Seine Mutter, die jetzige Schwester Schult bot ihm daraufhin das Buch Mormon an, welches sie seiner Zeit von meiner Mutter erhalten hatte.<\/p>\n<p>In der darauf folgenden Nacht nach ihrer Taufe sah sie im Traum die alten Barther Geschwister, die sie in ihre Mitte aufnahmen. Sie sah ebenfalls ihren bereits verstorbenen Mann, der auf sie zuging und sagte: \u201eDas hast du richtig gemacht! &#8211; Hei\u00dft es nicht in einem Lied: \u201eSamen, der erst dann erbl\u00fchet, wenn des S\u00e4manns Hand schon kalt?<\/p>\n<p>Von M\u00e4rz 1953 bis November 1954 erhielt ich die Berufung als Stadtmissionar. Sp\u00e4ter bekam ich noch einmal diese Berufung. Im April 1954 war ich zum \u00c4ltesten ordiniert worden. Von Januar 1959 bis Juli 1962 hatte Bruder Emil Chust die Berufung des Gemeinde-Pr\u00e4sidenten in Wolgast. Ihm folgte dann in dieser Berufung bis Oktober 1965 Bruder Wilhelm Skibbe.<\/p>\n<p>Im Laufe dieser vergangenen Jahre behielt die Gemeinde Wolgast eine zentrale Position f\u00fcr die Mitglieder im Umkreis von 150 km. Die Gemeinde Barth wurde mehr und mehr von Wolgast aus betreut und schlie\u00dflich auch die Gemeinde Greifswald der Gemeinde Wolgast angeschlossen. Von November 1965 bis Juni 1977 wurde mir die Gemeinde Wolgast anvertraut, sodass ich meine T\u00e4tigkeiten au\u00dferhalb Wolgast einschr\u00e4nken musste. Unsere S\u00f6hne wurden in dieser Zeit mir eine gro\u00dfe St\u00fctze. In unserem Gemeindeheim fielen mit der Zeit immer mehr notwendige Reparaturen an, die wir als Br\u00fcder dann auch gerne \u00fcbernahmen. Die Zeit hatte es so mit sich gebracht, dass wir uns auf alle handwerklichen Arbeiten spezialisiert hatten. Der Fu\u00dfboden im gesamten Bereich des Geb\u00e4udes bestand aus Steinholzplatten. Die Schwestern hatten immer kalte F\u00fc\u00dfe und es stand immer Wasser auf den Platten. Da mussten wir etwas \u00e4ndern! Mitten im kalten Winter 1967 fingen wir im gro\u00dfen Versammlungsraum an, den Fu\u00dfboden aufzurei\u00dfen, den Magerbeton und darunter befindlichen Erdboden heraus zu stemmen und heraus zu fahren und den neuen Fu\u00dfboden, bestehend aus Kiesbett, Magerbeton, Isolierung und abschlie\u00dfender Betonschicht herzustellen. Zum Schluss wurde dieser mit einem entsprechenden Fu\u00dfbodenbelag versehen. So machten wir es ebenfalls mit allen anderen R\u00e4umen, sodass wir bis zum sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr fertig waren. Unsere Jungens kamen freiwillig mit und auch Herr Schult, der Vater von Bruder Hans Schult, der kein Mitglied war; alle wollten helfen! So haben wir vieles gemacht, denn die Reparaturen h\u00f6rten nicht auf. Es gab keine Stelle am Geb\u00e4ude, oder drau\u00dfen, sei es Schornsteinerneuerung, Geb\u00e4ude-Au\u00dfenverputzung, einschlie\u00dflich Kanalisation usw. usw., die wir nicht in Angriff nahmen und zu Ende brachten, bis wir 1992 das jetzt existierende neue, sch\u00f6ne Gemeindeheim beziehen durften.<\/p>\n<p>Durch meine Aufgabe als Gemeinde-Pr\u00e4sident billigten die Beh\u00f6rden f\u00fcr uns den Anschluss eines Telefons mit der Einschr\u00e4nkung, dass wir mit dem unter uns wohnenden bei der Staatssicherheit besch\u00e4ftigten Genossen, dieses \u00fcber eine elektronische Weiche bedienen durften.<\/p>\n<p>So wie es in Sachsen war, wie mir Bruder Heidler erz\u00e4hlte, dass sie nicht mehr missionieren durften, war es bei uns nicht. Bruder Frank Apel, Bruder Handke, Bruder Hans, Bruder Schumann u. a. zu der Zeit in Mecklenburg t\u00e4tigen Missionare waren uns eine gute St\u00fctze in der Gemeinde. Ich wundere mich dar\u00fcber, dass Mitglieder aus dem anderen Teil Deutschlands gesagt hatten: \u201eIhr m\u00fcsst es in der DDR schlimm gehabt haben.\u201c Unsere Leitf\u00e4den waren das Buch Mormon, Lehre und B\u00fcndnisse und die K\u00f6stliche Perle. Ja, und wir kamen gut zurecht. Joseph Smith, seine Geschichte und das Buch Mormon, sowie die Lehre und B\u00fcndnisse haben mich fasziniert und mir zu meinem Zeugnis verholfen! Mir ging es zu Anfang meiner Mitgliedschaft wie einem Bruder in Freiberg, oder wo es auch gewesen sein mag. Er wurde getauft und h\u00f6rte wohl im Nachhinein vom Wort der Weisheit und vom Zehnten. Jedes Mal, wenn er es noch nicht gekannt hatte, soll er gesagt haben: \u201eHat das Joseph Smith gesagt? Dann ist das in Ordnung!\u201c Mir ging es genauso! Es war f\u00fcr mich der Prophet Gottes! Sein Buch \u201eLehren des Propheten Joseph Smith\u201c hat mir Bruder Walter Krause zur Erinnerung unserer Zusammenarbeit vererbt.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter bekamen wir f\u00fcr die Klassent\u00e4tigkeit Leitf\u00e4den in Form von Ormig-Abz\u00fcgen. Ich hatte einmal das Thema zu geben. Ein Bruder aus einer anderen Gemeinde bemerkte wohl den Leitfaden und sagte: \u201e Das darf gar nicht sein.\u201c Es gab dann noch mehrere Leitf\u00e4den, die sehr lehrreich waren, aber wie gesagt, sie durften nicht in der Klasse \u00f6ffentlich verwendet werden. Zu Hause steckte ich sie alle darauf hin in den Ofen. Schade! In Halberstadt gab es eine \u00e4ltere Schwester, die zur Vorbereitung ihres Themas in der Sonntagsschule das ganze Thema noch einmal jeweils aus dem Leitfaden abgeschrieben hatte.<\/p>\n<p>Die Versammlungen in Wolgast und Barth mussten monatlich bei der Polizei gemeldet werden, wie wohl \u00fcberall in Ostdeutschland. Ich schrieb diese Meldungen als berufener Sekret\u00e4r und es ging in Ordnung. In unserem Ort gab es einen Abschnittsbevollm\u00e4chtigten von der Volkspolizei in Zivil, der \u00fcberall herum geschaut hat. Er kam so auch einmal auf unser Gemeindegrundst\u00fcck des alten Gemeindeheimes. Wir waren gerade dabei, den Anbau, den einmal Oma Schade, die Mutter von Schwester Edith Krause bewohnt hatte, der dann sp\u00e4ter von Urlaubern benutzt wurde und auch uns als Klassenr\u00e4ume diente, so nach und nach abzurei\u00dfen. Dieser Mann, Herr Piel, schaute schelmisch um die Ecke und sagte: \u201eMacht ihr euch wieder alles sch\u00f6n?\u201c Wir hatten uns nichts dabei gedacht, wohl aber er! Gar nicht lange danach bekamen wir eine Aufforderung vom Stadtbauamt, sodass wir erst einmal aufh\u00f6ren mussten und einen ordnungsgem\u00e4\u00dfen Genehmigungsantrag einreichen durften, bevor wir weiter arbeiten konnten. Das alles aber hat uns nicht geschadet, wir sind nicht daran gestorben!<\/p>\n<p>In den Jahren, als ich in Wolgast die Berufung als Gemeinde-Pr\u00e4sident hatte, w\u00fcnschte meine Schwiegermutter in Salt Lake, dass eines ihrer Kinder f\u00fcr immer zu ihr ziehen sollte. Sie war auf Wunsch ihres Mannes, Bruder Richard Rzepkowski mit ihm \u00fcbergesiedelt. Kurz darauf starb er, sodass sie nun alleine war. Sie war inzwischen alt und hinf\u00e4llig geworden, sodass sie mit diesem Wunsch an uns herantrat. Ich mochte aus o. g. Grund ihrem Wunsch leider nicht nachkommen. Da noch eines ihrer Kinder hierf\u00fcr in Frage kommen konnte, zog dann etwas sp\u00e4ter, im Januar 1980 mein Schwager Johannes Rzepkowski mit seiner Familie nach Salt Lake.<\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre wurden uns f\u00fcnf gesunde Kinder geboren; es war die sch\u00f6nste Zeit, mit ihnen gemeinsam zur Kirche zu gehen, gemeinsam dort t\u00e4tig zu sein. Wir hatten auch gemeinsam einen Garten und durch alles viel Freude. Es ist also nicht nur schlechthin, dass mein Leben nur aus Arbeit bestand, obwohl \u201eDie Welt lebt von Arbeit, der T\u00e4tiger allein ist w\u00fcrdig und wert, dass er lebt.\u201c Ich habe aber durch die Kirchenarbeit viele Zeugnisse erhalten!<\/p>\n<p>Noch einmal zur\u00fcck auf das Jahr 1953: Bis zum Sommer hatte die Gemeinde ihre Versammlungen in dem bereits erw\u00e4hnten Speicher. Das war oben auf dem Berg im Tannenkamp, wo auch mittlerweile die Familie Chust sowie auch wir f\u00fcr eine Zeit wohnten. Pl\u00f6tzlich musste die Gemeinde aus diesem Speicher raus. Warum? Weil eine Gesellschaft f\u00fcr Pflanzenschutzmittel eine Unterbringung f\u00fcr ihre Ger\u00e4te brauchte. Was nun? Niemand rechtfertigte uns! So entschlossen wir uns, an der Peene einen Pfahlbau als Gemeindeheim aus Barackenteilen zu bauen. An einem Abend im Juni haben die Mitglieder erst einmal den Schutt wegger\u00e4umt, mit Schaufeln und Hacken und allem M\u00f6glichen. Auf einmal kam Bruder Walter Krause: \u201eAufh\u00f6ren, aufh\u00f6ren, ich habe etwas Besseres.\u201c<\/p>\n<p>Das war nach dem 17. Juni 1953. Aus einem gro\u00dfen Land hatte er ein St\u00fcck gekauft, das sollte unser zuk\u00fcnftiges Gemeindeheim werden! Er hatte von den Beh\u00f6rden die erforderliche Genehmigung bekommen. Das war eine Privat-Frau, die dieses St\u00fcck Land an die Kirche verkaufte. Ein ehemaliger Schafstall war schon abgerissen, aber eine gro\u00dfe Linde stand noch dort, die mit einer Zugmaschine umgerissen werden sollte. Das misslang leider. Jedoch alle Mitglieder schafften es gemeinsam dann bei \u201eHau ruck:\u201c Es musste jedenfalls viel wegger\u00e4umt werden Bruder Krause hatte in Schwerin eine gro\u00dfe Baracke, ausfindig gemacht, die der Kirche zur Verf\u00fcgung stand. Er fuhr mit mir hin und wir haben in zwei Wochen diese Baracke abgerissen und transportf\u00e4hig aufgestapelt. Es waren meistens ganze Teile von etwa zwei Meter L\u00e4nge und fast einem Meter Breite und sehr schwer. So ging dann zum Transportieren dieser Teile von uns einer vorne und einer ging hinten. Ich dachte mir, dass der Walter Krause aber viel Kraft hatte. So dachte der Eine immer, ob der Andere nicht einmal los l\u00e4sst. Sp\u00e4ter erz\u00e4hlte Walter Krause, dass der Heinz Wiese gar nicht mehr los l\u00e4sst! Dabei waren es hei\u00dfe Sommertage! Des Nachts schliefen wir im Zelt und die Schweriner Geschwister haben uns reichlich mit Essen versorgt. So sind wir zu der Baracke gekommen und das k\u00fcnftige Gemeindeheim in Wolgast konnte aus Barackenteilen aufgebaut werden. (Dieses Geb\u00e4ude existiert noch. Man erkennt es als solches aber nicht wieder! Etliche Jahre sp\u00e4ter wurde es verkleidet und verputzt.)<\/p>\n<p>Bruder Krause hatte eine Baufirma in Wolgast ausfindig gemacht, die uns geholfen hat, die Baracke aufzustellen. Wir hatten das Fundament mit Hilfe weiterer Geschwister aus anderen Gemeinden der Ostzone hergestellt. Alle halfen beim Aufstellen und die Baufirma hat das Dach darauf getan. Dann haben wir aber fast alles alleine gemacht. Bruder Krause hat T\u00fcren und Fenster eingesetzt und wir haben drinnen wieder alles gemacht, was so zu machen ist. Aber alle Mitglieder der Gemeinde haben flei\u00dfig mitgeholfen. Das Geld f\u00fcr die Materialien hat die Kirche geliefert und wir haben die Arbeit gemacht. Das Gemeindeheim war schon gebaut, aber es gab ja immer wieder etwas zu machen, weil es nicht massiv war.<\/p>\n<p>Der Bruder Wilhelm Skibbe war zu der Zeit, als wir nach Wolgast kamen, nicht aktiv. Er selbst hatte in Wolgast ein Holzpantinen-Gesch\u00e4ft in der Langestra\u00dfe 17, dem damals \u00e4ltesten Haus in Wolgast. Er selbst fertigte in seiner Werkstatt die Holzpantinen mittels einer Bands\u00e4ge und div. Handwerkzeug eigenh\u00e4ndig an. Bruder Walter Krause hatte mit der damaligen Schwester Edith Schade, sp\u00e4ter verh. Krause oben im Haus sein B\u00fcro eingerichtet gehabt. Des Weiteren wohnten oben im Hause noch die Familie Skibbe und die gro\u00dfe Familie Dunker.<\/p>\n<p>Ich bin \u00f6fters dort im Hause gewesen, soweit es meine Zeit erlaubte. Einmal war ich bei Bruder Krause im B\u00fcro, dann mal wieder unten bei Bruder Skibbe. Ich konnte damals nicht begreifen, warum Bruder Skibbe inaktiv war, zumal er an der Gr\u00fcndung der Gemeinde Wolgast ma\u00dfgeblich beteiligt gewesen war. Von Wolgast ist die Geschichte bekannt mit Herrn Reese. Bevor die Gemeinde gegr\u00fcndet wurde, hat er gepredigt und Bruder Wilhelm Skibbe und dessen Sohn Gerd waren auch dabei .Ich habe Bruder Skibbe sen. dann etwas ungelenk gefragt: \u201eSie m\u00fcssen etwas ausgefressen haben.\u201c \u201eNein\u201c, sagte er: \u201eIch habe mich geistig verrannt.\u201c &#8211; Ich war damals wohl noch ein bisschen zu jung, um das zu verstehen!<\/p>\n<p>Jedenfalls sagte ich ihm bei diesem Gespr\u00e4ch: \u201eMachen sie doch einmal Saaldienst.\u201c Das war noch zu der Zeit, wo die Versammlungen in dem schon erw\u00e4hnten Speicher abgehalten wurden. Zu allen Versammlungen kamen vorher die Br\u00fcder, um diese vorzubereiten und u. a. die Fenster und Gitter von den l\u00e4stigen Spinnweben zu befreien. Eines Tages war auch Bruder Skibbe da, um zu helfen. So wurde er wieder aktiv und hat wieder mitgemacht. Er wurde dann sp\u00e4ter auch Gemeinde-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Kehren wir nun zu unserem ab 1953 neuen Gemeindeheim zur\u00fcck: Dieses Geb\u00e4ude war ja in Wirklichkeit eine Baracke die urspr\u00fcnglich geteert und gestrichen war. Aber wenn im Sommer die Sonne schien, kam immer wieder der Teer durch. Der erste, der repariert, gekratzt und gestrichen hatte, war unser Bruder Wilhelm Skibbe. Trotz der vielen Arbeit, die wir fast vierzig Jahre lang zur Erhaltung des Gemeindeheimes aufwendeten, hatten wir aber auch unvergessliche, inspirierte Versammlungen und Zeiten. In den Jahren der DDR-Zeit besuchten viele Mitglieder aus anderen Gemeinden, die w\u00e4hrend der Sommermonate ihren Urlaub an der Ostsee verbrachten, unsere Gottesdienste.<\/p>\n<p>Nach meiner Entlassung als Gemeinde-Pr\u00e4sident im Juni 1977 wurden meine Frau und ich als Distrikt-Missionare f\u00fcr eineinhalb Jahr berufen. Wir waren sehr bem\u00fcht, nach einem uns gegebenen Missionarsplan die Menschen zu belehren. Leider lie\u00df sich aber niemand von denen taufen. Auch wurden unsere Gemeindemitglieder nach dem Motto \u201eJedes Mitglied ein Missionar\u201c mit vorbereitet W\u00e4hrend dieser T\u00e4tigkeit hatten wir im Dezember gleichen Jahres einen folgenschweren Verkehrsunfall, aus dem meine Frau erst nach vier Wochen Koma wieder erwachte. Sie hatte einen Sch\u00e4delbasisbruch, beidseitige Serienrippenbr\u00fcche und Schienbeinverletzung. Ich selbst erlitt starke Verletzungen im Gesicht und eine Schulterfraktur. Wir hatten jeder einen Krankensegen von unseren S\u00f6hnen erhalten.<\/p>\n<p>In den Folgejahren hatten unsere Kinder alle geheiratet. Sie nahmen sich Ehepartner aus Sachsen, blieben aber in Wolgast. Wir waren dadurch sehr gl\u00fccklich, weil wir hofften, dadurch die Gemeinde zu st\u00e4rken. Ganz hat es aber nach der politischen Wende nicht funktioniert. Die Arbeitslosigkeit, sowie die mangelnde Studienm\u00f6glichkeit im Norden waren die Ursache, dass nun im Jahre 2008\/2009 von den meisten der dreiundzwanzig Enkelkindern ihren g\u00fcnstigsten Wohnsitz in anderen L\u00e4ndern Deutschlands zerstreut gew\u00e4hlt haben. Zehn der Enkelkinder waren inzwischen in England, Finnland, Kanada, \u00d6sterreich, Russland und U.S.A. auf Mission gewesen. Durch die bisher verheirateten Enkelkinder d\u00fcrfen wir uns zurzeit an vierzehn Urenkeln erfreuen. &#8211;<\/p>\n<p>Bruder Walter Krause war ein sehr vom Herrn inspirierter Mann: Zur Zeit der Fertigstellung des Schweizer Tempels prophezeite er uns w\u00e4hrend einer Versammlung in Wolgast, dass wir alle einmal in einem Bus zum Tempel fahren werden. Daraufhin schenkten wir ihm zu Silvester einen kleinen Bus aus Holz, mit dem sp\u00e4ter sein Sohn Helaman spielte. Aber als der Freiberg-Tempel f\u00fcr die Mitglieder in der DDR ge\u00f6ffnet werden sollte, rief mein Neffe aus der Schweiz bei uns zu Hause an, dass er gerne zu diesem Tempel kommen und uns aus Wolgast dazu abholen m\u00f6chte. So kam es dann, dass wir mit zwei Kleinbussen (den anderen Bus fuhr unser \u00e4ltester Sohn Ruben) zum Tempel fuhren. Alle treuen und auch \u00e4lteren Mitglieder aus Wolgast erhielten auf diese Weise 1985 ihre Erstbegabung! Es war der sch\u00f6nste Tag unseres Lebens, mit unserer Familie die Tempelb\u00fcndnisse einzugehen!<\/p>\n<p>Als meine Frau und ich, sowie weitere unserer Mitglieder 1977 den patriarchalischen Segen erhielten, sagte der Patriarch uns viele Dinge, die sich erf\u00fcllten, sowie auch die mit der Ahnenforschung zusammen h\u00e4ngenden Segnungen. Seit meiner Mitgliedschaft arbeiteten wir daran. Wir durften somit vielen der Verstorbenen unserer Vorfahren die Segnungen des Tempels erm\u00f6glichen! \u2013<\/p>\n<p>Die lieben guten, alten und treuen Mitglieder unserer Gemeinde Wolgast, die an dem Wachstum derselben durch ihre Best\u00e4ndigkeit im Dienst des Herrn wesentlich beteiligt waren, haben dadurch den nachfolgenden Generationen ein wunderbares Beispiel gegeben. Ihr ge\u00fcbter Gehorsam und ihre Opferbereitschaft sollten uns zum Nachdenken anregen! Wir sind ihnen daf\u00fcr sehr dankbar!<\/p>\n<p>Meine Frau und ich hatten das gleiche Rentenjahr 1987. Sie sollte im Juni aufh\u00f6ren und ich im Dezember. Unsere Schwiegermutter lud uns auf Besuch nach Salt Lake ein. Es gab normaler Weise f\u00fcr solche Besuche in das kapitalistische Ausland bei den Beh\u00f6rden der DDR immer gro\u00dfe Schwierigkeiten, denn meine Frau war bereits dreimal dort gewesen. Seltsamer Weise hatte meine Frau von ihrem Betrieb aber dieses Mal eine Freistellung (unbezahlter Urlaub) f\u00fcr ein Vierteljahr erhalten. Auch mir wurde diese Freistellung von meinem Betrieb gew\u00e4hrt. So war alles in Ordnung und es gab von den Beh\u00f6rden kein Hindernis f\u00fcr unsere Besuchsreise. Wir konnten uns entscheiden, waren uns aber doch noch nicht schl\u00fcssig! Auch schien alles so seltsam freiz\u00fcgig zu sein.<\/p>\n<p>Da wir es immer gewohnt waren, Entscheidungen dem Herrn im Gebet vorzutragen, taten wir das ohne uns abzusprechen, jeder f\u00fcr sich allein. Ich betete eines Morgens alleine darum, denn ich musste ja immer fr\u00fcher zur Arbeit. Ich wusste also nicht, dass meine Frau am gleichen Morgen den Herrn darum auch fragte, ob wir nun diese Reise tun sollten oder nicht. Ich hatte im Krankenhaus mein Arbeitsfeld als Elektriker. An diesem Morgen musste ich zuf\u00e4llig nach Koserow fahren. Meine Frau arbeitete in Zempin auf der Insel Usedom im Fleischerladen, der direkt an der Hauptstra\u00dfe lag. Ich musste nach Koserow, wo eine Niederlassung vom gleichen Krankenhaus war. H\u00f6chstens zehn Meter vor dem Fleischerladen sagte ich pl\u00f6tzlich zu dem Trabant-Fahrer, mit dem ich im Auto sa\u00df: \u201eHalte doch bitte hier einmal an!\u201c Ehrlich gesagt, w\u00e4hrend der ganzen Fahrt hatten wir ein ganz anderes Gespr\u00e4ch miteinander. Ich stieg aus dem Auto, ging \u00fcber die Stra\u00dfe auf den bereits ge\u00f6ffneten Fleischerladen zu, wusste aber selber nicht warum, ging weiter im Laden auf meine Frau zu, die hinter dem Ladentisch stand, reichte ihr meine Hand und erst dann wusste ich, was ich ihr sagen sollte, n\u00e4mlich: \u201eWir fahren nicht!\u201c Allerdings war ich von mir selbst \u00fcberrascht, aber ebenso, dass sie meine Worte so ganz selbstverst\u00e4ndlich akzeptierte! Sie h\u00e4tte doch eigentlich fragen m\u00fcssen: \u201eWarum?\u201c Sp\u00e4ter erz\u00e4hlte sie mir, dass sie auch um diese Entscheidung gebetet hatte. Danach hatte sie das deutliche Gef\u00fchl erhalten: \u201eWas dein Mann dir sagt, so soll es sein, denn er ist ein Priestertumstr\u00e4ger!<\/p>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter rief unsere Mutter aus Salt Lake an und bat darum, dass wir doch nicht kommen sollten, sie f\u00fchlte sich nicht so und das w\u00fcrde ihr zu viel werden! Sie hatte das Gef\u00fchl &#8211; und wir hatten das Gef\u00fchl! Ist das nicht wunderbar, wie der Herr mit uns arbeitet?<\/p>\n<p>Ein Weilchen sp\u00e4ter war die Pfahl-Konferenz des Pfahles Leipzig, zu dem wir zu der Zeit auch geh\u00f6rten. Bruder Manfred Sch\u00fctze war Pfahl-Pr\u00e4sident und Bruder Lothar M\u00fcller aus Halle einer seiner Ratgeber. Vom letzteren bekam ich zu diesem Zeitpunkt ein Schreiben, dass er uns nach der Konferenz zu Hause besuchen m\u00f6chte. Wir wussten nicht, um was es ging. Er kam zu Hause bei uns an und fragte mich gleich, ob wir beide irgendwo hinfahren k\u00f6nnten, wo wir ungest\u00f6rt sind. Ich schlug den Strandbesuch in Zempin vor, der zu der Zeit vollkommen unbesucht war. Zeit meines Lebens war ich magenkrank und auch schon einmal bei ihm in Halle f\u00fcr eine Woche zur gr\u00fcndlichen Untersuchung gewesen. So war es verst\u00e4ndlich, mich nach meinem Befinden zu erkundigen, ohne dass ich mir dabei etwas gedacht hatte. Bei diesem Spaziergang blieb er pl\u00f6tzlich stehen und sagte: \u201eWir hatten vor, sie und ihre Frau auf Tempelmission zu berufen, was halten sie davon? Ich antwortete ohne z\u00f6gern: \u201eJa!\u201c Wir gingen ein St\u00fcckchen weiter und er erwiderte: \u201eWir hatten auch gar nichts anderes erwartet!\u201c Danach fuhren wir gleich nach Hause. Nun musste er noch mit meiner Frau alleine reden. Er stellte ihr die gleiche Frage und sie sagte ebenfalls ohne z\u00f6gern: \u201eJa!\u201c Nun war uns klar, warum wir nicht f\u00fcr ein Vierteljahr nach Salt Lake fahren sollten. Eigentlich hatten wir urspr\u00fcnglich gedacht und auch die M\u00f6glichkeit in unserem Betrieb gehabt, nach Abschluss unserer Rente zu der eigentlichen Rente noch etwas dazu zu verdienen. So hatte der Herr mit uns doch etwas ganz anderes vor!<\/p>\n<p>Ab Januar 1988 sollte unsere Mission in Freiberg beginnen. Meine Frau musste noch bis Ende Juni arbeiten und daf\u00fcr sorgen, im Laden alles ordnungsgem\u00e4\u00df zu \u00fcbergeben. Mir ging es \u00e4hnlich so: Mein letzter Arbeitstag m\u00fcsste Ende Oktober gleichen Jahres sein. Man erwartete, dass ich einen Nachfolger benennen k\u00f6nnte, den ich in meine bisherigen Aufgaben im Krankenhaus einweisen konnte. Gl\u00fccklicher Weise war unser j\u00fcngster Sohn Uwe, der auch Elektriker war, dazu bereit. Er k\u00fcndigte in seinem bisherigen Betrieb, konnte aber erst mit Anfang November \u00fcberwechseln. So ergab es sich, dass ich noch bis fast zum Jahresende arbeiten musste. Wir hatten einen gro\u00dfen Garten, den unsere Kinder f\u00fcr diese Zeit \u00fcbernehmen w\u00fcrden, wir aber noch einiges zu tun hatten, wie Tulpen stecken usw. Wir besa\u00dfen ein Auto, einen \u201eTrabant\u201c, der sehr \u00fcberholungsbed\u00fcrftig war. Ein Kollege bot sich f\u00fcr diese Reparatur an. Das Dach war undicht, ein Seitenteil musste gewechselt werden usw. usw. Zum Schluss ging eine T\u00fcr nicht zu und die Frontscheibe drohte w\u00e4hrend der Fahrt wieder heraus zu fallen. Auf dem Weg nach Freiberg mussten wir noch einmal kr\u00e4ftig draufschlagen, damit sie einrastete. Da wir wussten, dass wir nicht so oft nach Hause konnten, waren ja auch noch pers\u00f6nliche Dinge zu regeln. Vielleicht k\u00f6nnte man sagen: \u201eWer seine Hand an den Pflug legt und schaut zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Durch alle diese Arbeit war ich wirklich krank und fix und fertig. Inzwischen hatten wir unser Berufungsschreiben vom Propheten Ezra Taft Benson erhalten. Meine Frau sagte dann zwischen Weihnachten und Silvester zu mir: \u201eWie wird das wohl werden, du bist so krank.\u201c Sie dachte: \u201eJetzt fehlt nur noch, dass er Bruder Burkhardt, den Tempelpr\u00e4sident, anruft.\u201c In einer Nacht betete ich ernsthaft und dachte dabei an Jesus Christus. Da f\u00fchlte ich eine Ver\u00e4nderung in mir, obwohl ich mich am darauf folgenden Morgen noch sehr schwach f\u00fchlte. Das Telefon klingelte, es war meine Schwiegermutter. Sie fragte, wie es mir ginge und sagte: \u201eDen Geist halte freudig, den K\u00f6rper rein, so wird Gesundheit dein Leben sein.\u201c Wie kam sie darauf? Ich sp\u00fcrte, sie war inspiriert, mir das zu sagen! Da wusste ich: Jetzt fahren wir! Schwer beladen sind wir mit dem \u201eTrabbi\u201c nach Freiberg gefahren und kamen gut an. Die Missionare, Geschwister Pippig und Geschwister Kaden halfen beim Abladen. Das war am Montag, dem 11. Januar 1988. Von Bruder Manfred Sch\u00fctze waren wir berufen und eingesetzt worden. Im Tempel hat uns der Tempel-Pr\u00e4sident dann als Tempel-Missionare eingesetzt.<\/p>\n<p>Wir erlebten eine wunderbare inspirierte unvergessliche Missionszeit. Es gab au\u00dfer der eigentlichen Tempelarbeit viel zu tun rund um den Tempel einschlie\u00dflich auf dem Tempelplatz. Zu der Zeit kamen viele Besucher auf den Tempelplatz, um belehrt zu werden, wo wir ihnen helfen konnten. Es kamen die Studenten der \u201eLamanit-Generation\u201c und vieles andere Wunderbare. Am 12. Mai wurde ich anl\u00e4sslich einer Morgenandacht der \u201eLamanit-Generation zum Amte eines Hohenpriester im Melchisedekischen Priestertum ordiniert.<\/p>\n<p>Unsere Entlassung als Tempelmissionare erfolgte nach zwanzig Monaten am 31. August 1989, nachdem wir um die leider begrenzte Verl\u00e4ngerung von zwei Monaten gebeten hatten. Die Missionszeit war die sch\u00f6nste Zeit unseres Lebens! Es war sonderbar, aber wir waren von allen Geschehnissen der Welt wie abgeschirmt.<\/p>\n<p>Nach der Missionszeit wurden wir in unserer Gemeinde wieder zu anderen Aufgaben berufen. Von unserer Berufung als Tempelarbeiter erfolgte unsere Entlassung im Juni 2004.-Meine liebe Frau Renate Wiese, geb. Rzepkowski, als Mutter von f\u00fcnf Kindern, dreiundzwanzig Enkelkindern und vierzehn Urenkeln ist im Alter von fast einundachtzig Jahren am 02. Juni 2008 in der Greifswalder Klinik verstorben.<\/p>\n<p>Zuvor fiel sie am Abend des 21. Mai 2008 in ihrem beliebten Garten durch einen pl\u00f6tzlichen Hirnschlag und nachfolgender totaler L\u00e4hmung in ein Koma, von dem sie leider auch nicht mehr zu ihrem Bewusstsein zur\u00fcckkehrte. Nach einem gemeinsamen Abschied von uns als Familie und weiteren Angeh\u00f6rigen, sowie vielen Mitgliedern unserer Kirche, die sie alle sehr geliebt hatten, wurde sie am 13. Juni 2008 auf dem Tannenkampfriedhof in Wolgast beigesetzt. Voller Optimismus, Lebensfreude und Gottvertrauen hatte sie sich noch im Jahr zuvor ein neues Kniegelenk einsetzen lassen. Sie hatte ein starkes Zeugnis vom Evangelium und war mir darin ein Vorbild gewesen.<\/p>\n<p>Von ihrer Jugend auf an bis zum Ende ihres Lebens war sie von dem Evangelium Jesu Christi und seiner wiederhergestellten Kirche, sowie dem Erl\u00f6sungsplan von Kopf bis Fu\u00df durchdrungen! Wie auch au\u00dferdem aus ihren Aufzeichnungen ersichtlich, hatte sie in ihrer Treue zum Evangelium wirklich einen guten Kampf gek\u00e4mpft und den Lauf ihres Lebens vollendet gehabt, so dass sie nun ihre Ruhe und ihren Frieden in den Armen ihrer vorausgegangenen geliebten Eltern und Geschwistern gefunden haben wird!<\/p>\n<p>Der Leitgedanke ihres ganzen Lebens wird auf unserem gemeinsamen Grabstein davon wie folgt Zeugnis geben: \u201e<em>O Herr, wie gro\u00df bist Du!\u201c \u201eDie Familie f\u00fcr immer vereint<\/em>!\u201c<\/p>\n<p>Zu diesem f\u00fcge ich mein Zeugnis hinzu, wie dankbar ich bin, dass ich in meinem Leben das Evangelium annehmen durfte, wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt und mit meiner lieben Frau gemeinsam f\u00fcr sechzig Jahre lang dem Herrn auf dieser Erde dienen durfte! 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