{"id":580,"date":"2011-12-05T19:38:57","date_gmt":"2011-12-05T19:38:57","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=580"},"modified":"2014-04-18T05:16:02","modified_gmt":"2014-04-18T05:16:02","slug":"gerd-wilhelm-skibbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/580\/gerd-wilhelm-skibbe","title":{"rendered":"Gerd Wilhelm Skibbe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lassan, Mecklenburg Vorpommern<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Gerd-Wilhelm-Skibbe.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-115\" title=\"Gerd Wilhelm Skibbe\" alt=\"mormon deutsch gerd wilhelm skibbe\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Gerd-Wilhelm-Skibbe.jpg\" width=\"200\" height=\"289\" \/><\/a>Mein Name ist Gerd Wilhelm Skibbe<\/strong>. Geboren wurde ich am 18. Juli 1930 in dem kleinen St\u00e4dtchen Lassan, das am Peenestrom liegt. Meine Eltern, Wilhelm und Julianne Skibbe, (geborene Kaletta) zogen dann aber zwei Jahre sp\u00e4ter nach Wolgast. Dort arbeitete mein Vater als selbst\u00e4ndiger Holzpantoffelmacher.<\/p>\n<p>Er hatte zu dieser Zeit bereits die Kirche kennengelernt und zwar in Hinterpommern, in einem Ort namens Wobesde. Zun\u00e4chst war es langweilig f\u00fcr ihn gewesen von den amerikanischen Missionaren mit ihrem merkw\u00fcrdigen Akzent zu h\u00f6ren. Das Thema mit dem er sich in der ersten Versammlung zu besch\u00e4ftigen hatte, war vielleicht zu allgemein gehalten. Ein alter Bruder hielt ihn jedoch zur\u00fcck indem er sagte: \u201eWarten Sie junger Mann, seien Sie nicht so eilig\u201d. Dann erkl\u00e4rte er ihm, warum die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wiederhergestellt werden musste und dass eine der wichtigsten Lehren dieser Kirche, die von unserem Vorherdasein ist, dass unser Geist bereits vorher existierte, n\u00e4mlich bevor diese Erde gegr\u00fcndet wurde. Das interessierte meinen Vater. Es f\u00fchrte dazu, dass er ernsthaft weiter suchte. Nach insgesamt vier Jahren des Forschens schloss er sich 1932 der Kirche an.<!--more--><\/p>\n<p>Bald darauf gab es ein besonderes Ereignis in unserer Familie. Mutter Juliane, damals 27 Jahre alt, war sehr krank. Sie litt an einer offenen Lungentuberkulose. Es gab keine Aussicht sie zu heilen, da die Krankheit zu weit fortgeschritten war, mit sieben bohnengro\u00dfen L\u00f6chern und den entsprechenden Entz\u00fcndungsherden im linken Lungenfl\u00fcgel. Mein Vater war verzweifelt, denn er liebte Mutter sehr. Er schrieb einen Brief an die jungen Missionare, die damals in Demmin wohnten \u2013 ein Weg von 120 Bahnkilometern. Er bat, sie m\u00f6chten meiner Mutter einen Segen geben. Das Sonderbare war, meine Mutter lag zu diesem Zeitpunkt in der Lungenheilst\u00e4tte Hohenkrug und mein Vater hatte diese Adresse angegeben. In der Nacht bevor einer der Missionare kam, denn der andere war zum Austausch nach Berlin gereist, sah meine Mutter in einem Traum einen jungen Mann mit einem gr\u00fcnen Jackett und einem gr\u00fcnen Schlips hereinkommen.<\/p>\n<p>Mehrere M\u00e4nner traten in den Saal als die T\u00fcr sich zur Besucherzeit \u00f6ffnete. Da lagen manchmal zwanzig Frauen zusammen. Sofort erkannte meine Mutter diesen f\u00fcr sie bedeutenden Mann und winkte ihn zu sich heran. Er zuckte mit der Schulter: \u201eIch wei\u00df nicht wer Sie sind\u201d! Meine Mutter lachte ihn an und erwiderte: \u201eAber ich wei\u00df wer Sie sind, ich habe Sie heute Nacht im Traum gesehen\u201d! Da wusste der Bruder schon, dass hier ein Wunder passieren w\u00fcrde. Wenig sp\u00e4ter erschien mein Vater. Er bedankte sich bei Elder Latschkowski, der ein Deutscher war \u2013 so viel wie ich wei\u00df ein Berliner \u2013 dass er so schnell auf seinen Brief reagiert h\u00e4tte. Der Missionar erwiderte: \u201eIch wei\u00df von keinem Brief. Ich hatte eine Inspiration, ich sollte heute hierher kommen und Schwester Skibbe einen Segen geben\u201d! Damit stand auch f\u00fcr meinen Vater fest, dass etwas Gro\u00dfartiges geschehen w\u00fcrde. Bruder Latschkowski gab meiner Mutter diesen Segen, denn Vater war zu diesem Zeitpunkt noch kein \u00c4ltester. Zwei Tage sp\u00e4ter wurde Mutter, in Vorbereitung der Operation erneut ger\u00f6ntgt. (es sollte ein Pneu gelegt, der betroffene Lungenfl\u00fcgel ruhig gestellt werden) Diese Geschichte erz\u00e4hlte meine Mutter wiederholt. Sie war damals dem Namen nach noch Katholikin, aber bereits eine ernsthafte Untersucherin. Sie schilderte wie verwundert die \u00c4rzte waren, als sie die beiden R\u00f6ntgenplatten miteinander verglichen, die eine vor, die andere nach der Segnung. Wie sie erz\u00e4hlte sa\u00dfen sieben Doktoren im Kreis und einer gab dem anderen die Aufnahmen zum Vergleich. \u201eSehen Sie mal, Herr Kollege, sehen Sie mal, ein medizinisches Wunder, da ist keine Entz\u00fcndung, da sind keine L\u00f6cher mehr\u201d. Dieses Erleben f\u00fchrte dazu, dass Mutter sich ebenfalls taufen lie\u00df.<\/p>\n<p>Bis an ihr Lebensende 1991 lebte sie beschwerdefrei, fast 55 Jahre nachdem sie durch die Macht des Priestertums geheilt worden war. Sie hielt treu zur Kirche, was auch immer geschah, vers\u00e4umte keine Versammlung, beherbergte und bek\u00f6stigte viele Menschen, Mitglieder ebenso wohl wie Nichtmitglieder, da wir in der beneidenswerten Lage waren stets \u00fcber mehr als genug Lebensmittel zu verf\u00fcgen. (Das war insbesondere in den Hungerjahren 1946\/47 der Fall, da wir nach dem Krieg wieder die Holzschuh-Produktion aufgenommen hatten, wobei die Landwirte nicht selten mit Naturalien statt mit Geld bezahlten.)<\/p>\n<p>Ich selber wurde 1939 wenige Tage vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges, als neunj\u00e4hriger auf Wunsch meines Vaters getauft. Ich konnte nicht einsch\u00e4tzen, was das f\u00fcr mich bedeutete, wei\u00df aber sehr wohl, dass es ein Tag der Freude war. Mir lag gar nichts an den Versammlungen, ich st\u00f6rte sie, weil sie mich langweilten und dennoch gibt es Passagen aus Ansprachen der Missionare und Br\u00fcder die mir bis heute im Ged\u00e4chtnis haften geblieben sind.<\/p>\n<p>In der Vorkriegszeit wohnten wir noch in der Wilhelmstra\u00dfe 53. Dort kam es zwischen meinem Vater und dem Juden Eckdisch, unserem Hauswirt, zu einem Gespr\u00e4ch das meine Mutter mir sp\u00e4ter schilderte: \u201eHerr Eckdisch, Sie sind im Besitz von drei gro\u00dfem H\u00e4usern, treffen Sie eine Entscheidung zugunsten Ihrer Familie. Verkaufen Sie alles, nehmen Sie das Geld und kaufen sich in Pal\u00e4stina ein. Das ist doch das Land Ihrer Verhei\u00dfung, dahin sollen die Juden aus aller Welt versammelt werden. Als Mormone wei\u00df ich das, weil der Herr es dem Propheten Joseph Smith offenbarte. Und au\u00dferdem kommt durch Hitler gro\u00dfe Gefahr auf die Juden zu\u201d. Da lachte der kleine joviale Mann: \u201eHerr Skibbe, wir sind sicher in Deutschland, denn wir sind ja nur Gastjuden, wir sind Juden polnischer Nationalit\u00e4t. Hitler darf uns nichts zuleide tun\u201d. Ein Jahr sp\u00e4ter wurden diese gutgl\u00e4ubigen Leute von M\u00e4nnern der schwarzen SS auf Nimmer-Wiedersehen abgeholt. Ich meine, dass ich mich immer noch an eine Szene erinnere. Da ist ein gro\u00dfes, ger\u00f6tetes Gesicht \u00fcber den Kragenspiegeln mit den SS- Emblemen. Der Mann geht in die K\u00fcche der Frau Eckdisch und nimmt sie mit sich.<\/p>\n<p>Sechs Jahre sp\u00e4ter, im Oktober 1944 kam eine Postkarte aus dem Warschauer Getto zu uns, geschrieben von dem einzigen \u00dcberlebenden der Familie, vom damals vielleicht 25j\u00e4hrigen Sohn Jakob. Da standen nur sieben Worte: \u201eVater tot, Mutter tot, Lotte tot. Jakob. Wiederholt in meinem Leben musste ich daran denken und mich fragen; wie oft, lieber Jude Eckdisch, wirst du dich selbst angeklagt haben: der Mormone Wilhelm Skibbe hatte mich gewarnt und ich habe es nicht beachtet.<\/p>\n<p>1941 entstand ein Photo von mir und drei M\u00e4nnern. Wir liegen im Strandsand von Zinnowitz, mein Vater sowie die Missionare Arno Dzierzon und Rudolf W\u00e4chtler \u2013 die letzten Deutschen, soviel wie ich wei\u00df, danach holte sie der Krieg gewaltsam ins Verderben, das wenigstens Rudolf W\u00e4chtler \u00fcberstand. Niemals wieder verga\u00df ich einen Kernsatz der mir irgendwie vertraut klang. Die Missionare sprachen mit meinem Vater \u00fcber die Lehre von der Pr\u00e4existenz der menschlichen Seele und warum wir aus dem Vaterhaus Gottes wegdr\u00e4ngten um ins Fleisch geboren zu werden. Es war eher zuf\u00e4llig, dass ich hinh\u00f6rte. Aber es fiel auf fruchtbaren Boden. Vielleicht h\u00e4tte ich all das kaum wahrgenommen, w\u00e4re es in einer Predigt gesagt worden.<\/p>\n<p>Ich h\u00f6rte die Worte: wir konnten uns der Herrlichkeit die uns umgab nicht mehr erfreuen. W\u00f6rtlich: \u201eWir hatten die Nase voll und wollten es selbst erfahren, wir konnten keinen Fortschritt mehr machen, es war langweilig f\u00fcr uns, weil wir den Gegensatz nicht kannten\u201d. Nat\u00fcrlich war das ungew\u00f6hnlich und ich habe dergleichen in dieser drastischen Form nie wieder geh\u00f6rt. Wir hatten also \u00dcberdruss an der Gottesschau empfunden. Mir leuchtete das sofort ein, sonderbarerweise, denn ich war damals wirklich ein d\u00e4mlicher Bengel der als Sch\u00fcler alleine durch seine schlechten Zensuren auffiel. Aber irgendwie verstand ich das. Man braucht eigene Erfahrungen, sie sind unersetzlich.<\/p>\n<p>Fast f\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter fahre ich mit meinem kleinen \u201eTrabant\u201c \u2013 einem Plasteauto aus der volkseigenen DDR-Produktion \u2013 in meiner Freizeit nach Berlin, um in der Berliner B\u00fccherei zu lesen. \u201eGeh\u2019 nur\u201d! hatte meine Frau Erika mich ermutigt. Sie kam nicht mit, weil es ihr nicht gut ging. Ich befinde mich also in der Freihandbibliothek und schaue mich um und da kommt in mir der Name Origenes auf. Ich schaue mich um und sehe das gro\u00dfe Handw\u00f6rterbuch f\u00fcr Theologie und Religionswissenschaft, T\u00fcbingen, 1960. Kaum hatte ich angefangen den Eintrag unter dem Stichwort \u201aOrigenes\u2019 zu lesen, fallen mir fast die Augen aus dem Kopf. Ich las eben diese Worte unserer Missionare: \u201eWir waren (in der Pr\u00e4existenz) G\u00f6tter, die dem Logos (Christus) als Trabanten anhingen. Wir waren durch den heiligen Geist zur Einheit verbunden, und wir gaben uns mit ihm der unmittelbaren Schau des Vaters hin. <em>Erst die Erlahmung der geistigen Schwungkraft und \u00dcberdruss an der Gottesschau f<\/em><em>\u00fchrten zum S\u00fcndenfall<\/em>. Ich lehnte mich zur\u00fcck und meine Gedanken wanderten durch ein sch\u00f6nes Land.<\/p>\n<p>Dann fand ich zwanzig weitere Punkte der \u00dcbereinstimmung mit den Lehren des Propheten Joseph Smith. Ja, was bedeutet das denn? Da hat Joseph Smith, in der Tat, nicht irgendetwas wiederhergestellt, sondern exakt die Lehren der Urkirche! (Da war ich aber noch weit entfernt von der Erkenntnis, dass die Spuren der Urkirche sich erst mit dem Verschwinden der Goten aus der Geschichte verloren. Allerdings der Gotentempel zu Ravenna bezeugt immer noch die Echtheit des Tempelrituals unserer Kirche.) Vor allem hatte Origenes gelehrt, dass der Mensch in seinen Entscheidungen frei ist. Das war etwas v\u00f6llig anderes als beispielsweise Luther und die Evangelische Kirche lehrten. So habe ich denn immer weiter geforscht bis ich dann herausgefunden habe, dass auf dem 1. \u00f6kumenischen Konzil zu Nic\u00e4a im Jahre 325 eigentlich die Lehren der Urkirche verurteilt worden sind.<\/p>\n<p>Aber jetzt werde ich wieder zur\u00fcckkommen auf die Jahre meiner Kindheit. Ich war in der letzten Phase des Krieges zu einem fanatischen \u2013 besser gesagt zu einem fanatisierten \u2013 Hitlerjungen herangewachsen. Was anderes konnte ich w\u00fcnschen, als \u201aunseren\u2019 Sieg? Unsere Erzieher und \u201aF\u00fchrer\u2019 hatten uns eingebl\u00e4ut: \u201eWenn du deinen Vater oder deine Mutter dabei erwischst, dass sie einen Feindsender h\u00f6ren musst du sie bei der Polizei anzeigen\u201d! Sie machten uns das Zeichen von Radio London vor, dieses viermalige Klopfen auf der Pauke dreimal kurz und einmal lang.<\/p>\n<p>Es war im M\u00e4rz 45, die Russen standen im Begriff die Oder zu \u00fcberqueren. Da erwische ich eines Abends meine Mutter dabei dieses Zeichen zu h\u00f6ren, eine Wolldecke \u00fcber sich gelegt. J\u00e4h packte mich der Zorn: Zeige sie an! Ich war gerade von einem Diensteinsatz gekommen. War hatten die Schwer- und Schwerstverwundeten aus einem G\u00fcterwagen ausgeladen. Sie kamen geradewegs aus der Kampfzone Stettin, alle nur wenig \u00e4lter als ich selbst. Ein Mann war mir in den Arm gefallen dessen Kopf v\u00f6llig von durchbluteten Binden umschlossen war: \u201aKamerad, Kamerad\u2019 rief er aus und ich umschloss ihn mit meinen Armen. Ich rette die deutschen Soldaten und du verr\u00e4tst sie\u201c schrie ich in meiner Wut. F\u00fcr Sekunden war der dringende Gedanke in meinem Kopf: \u201eGeh\u2019 hin und tu es\u201d! Zu meinem ewigen Gl\u00fcck drehte ich mich schweigend ab und sch\u00e4mte mich.<\/p>\n<p>Vier Wochen sp\u00e4ter kamen die Russen. An diesem Tage bin ich richtig aufgewacht. Bis dahin habe ich wohl eher halbbewusst gelebt. Nur wenige Tage zuvor hatte ich den Einberufungsbefehl zum \u201aVolkssturm\u2019 erhalten. Ich sollte mich in Stettin beim Wehrkreiskommando melden. Mutter als sie den Brief sah, nahm ihn mir aus der Hand, weitete die grauen Augen und schlug die kleine Faust dr\u00f6hnend auf den K\u00fcchentisch: \u201eDu gehst nicht\u201c! Ich bin heute noch froh, dass ich ihr endlich einmal gehorsam war. Nat\u00fcrlich hat ihr Wutanfall mein Leben gerettet.<\/p>\n<p>Eine Stunde bevor ich den ersten Mann der russischen fechtende Truppe sehen sollte, gab es eine riesige Detonation in Wolgast. Sie zertr\u00fcmmerte in weiten Umkreis fast alle Schaufensterscheiben. Die deutsche Armee \u2013 wahrscheinlich SS Einheiten \u2013 hatten die zweihundert Meter lange Br\u00fccke, die sich \u00fcber den Peenestrom spannte, zerst\u00f6rt. In diesen Minuten scheinbarer Gesetzlosigkeit fingen wir das Pl\u00fcndern an. Ich ging ins Gaugergesch\u00e4ft und sah wie die Leute sich um die Kleidungsst\u00fccke zankten. Vor mir lag eine gr\u00fcne Hose, die nahm ich an mich. Aber kaum, dass ich sie nach Hause getragen hatte, war mir klar, dass ich Unrecht beging. Ich legte sie sofort beiseite, f\u00fcr jemanden der sie vielleicht wirklich ben\u00f6tigte. Denn es flossen immer mehr Fl\u00fcchtlinge in die Stadt die fast alles verloren hatten.<\/p>\n<p>Dann kam der Erste, er bog um die Ecke, seine Pistole geradeaus gerichtet schien er auf mich zuzukommen. Aber er beachtete mich nicht. Ich stand da auf der Stra\u00dfe und schaute ihn an wie ein Wunder. So also sah die vorderste Front aus. Er trug eine hohe Lammfellm\u00fctze. Ich hatte keine Angst. Nur ganz kurz streifte mich sein Blick und das war so als w\u00fcrde mich mein Vater anschauen. Da war mein Hass auf den Feind von einer Sekunde zur anderen gel\u00f6scht. Als dann nat\u00fcrlich in den n\u00e4chsten Tagen, die randalisierenden und vandalisierenden Truppenteile eintrafen kippte mein neues Bild von den \u201aRussen\u2019 sogleich wieder um. Viele st\u00fcrzten sich auf die schreiend fl\u00fcchtenden Frauen&#8230;<\/p>\n<p>Zwei Monat sp\u00e4ter erhielten wir den Befehl des sowjetischen Kriegskommandanten Kameras, Radioger\u00e4te, Fahrr\u00e4der usw. abzuliefern. Ich beschloss bei mir unsere Kamera nicht abzugeben. Beim Suchen nach einem Versteck fand ich eine Kiste. Es erging mir wie Tom Sawyer. Ich musste wissen was da drin ist. Als ich sie ge\u00f6ffnet hatte, fand ich Kirchenliteratur aber auch zwei anti-mormonische B\u00fccher. Das erste las ich sofort durch. Es war von Pastor Zimmer geschrieben worden: \u201eAus der Welt des Mormonentums\u201c. Zimmer l\u00e4sst den Leser wissen, dass er von 1903 bis 1905 als evangelischer Pastor und Missionar in Salt Lake City gewirkt hatte. Dieses Buch verschlang ich geradezu, als w\u00fcrde ich einen Kriminalroman lesen. Ich f\u00fchlte mit jeder Faser meines Seins, hier sagt der Geistliche die Wahrheit und da l\u00fcgt er. In diesen Tagen reifte ich, wie ich glaube, um Jahre. Mir schien, ich k\u00f6nnte es ahnen, welche Bedeutung die Kirche in meinem Leben haben wird. Auf der einen Seite lobte Zimmer die Mormonen f\u00fcr die Ordnung und f\u00fcr das, was sie aus der Ein\u00f6de geschaffen hatten. Er schildert wie ihn die Pappelalleen und die G\u00e4rten in diesem W\u00fcstental entz\u00fcckten, wie gut die breiten Stra\u00dfen aussahen. Er schildert wie er erzitterte, als die Posaune den Beginn einer Generalkonferenz ank\u00fcndigt, die er im Tabernakel miterlebte, er beschreibt seine Eindr\u00fccke von einer Rede des Pr\u00e4sidenten Joseph Fielding Smith positiv, aber dann tobt Pastor Zimmer los und sagt w\u00f6rtlich: \u201eSie sind eine m\u00f6rderische Bande von L\u00fcgnern, Ehebrechern und Meineidigen\u201d. Ich wusste, dass er wissentlich log. Das war sozusagen mein erstes Zeugnis, das ich empfing.<\/p>\n<p>In dieser Umbruchzeit hielten wir bei uns daheim Hausversammlungen ab, die zun\u00e4chst von meiner Mutter, dann von meinem Klavierlehrer Johannes Reese geleitet wurden. Reese war kein Mitglied der Kirche, aber ein ehrenhafter Mann und ein Freund des wiederhergestellten Evangeliums. Mein Vater hatte diesen Mann f\u00fcr mich arrangiert, obwohl er selbst kaum genug Geld zum Leben hatte, bevor er selbst in den ihm tief verhassten Krieg ziehen musste. Johannes Reese zeigte mir eines Tages den Dominantseptimenakkord, wobei er ihn kaum angeschlagen, sich auf dem Drehschemel zu mir wandte und aus heiterem Himmel erkl\u00e4rt: \u201eGerd, deine Kirche, das sage ich dir, ist die beste von allen die es gibt\u201d. Mir schien er w\u00fcrde durch mich hindurch blicken. Ich wusste, dass er mit Vater befreundet war, dass er gern mit den Missionaren sprach, aber das hatte ich nicht erwartet. Als k\u00f6nnte er Gedanken lesen, erg\u00e4nzte er: \u201eDu wunderst dich vielleicht und ich sage es dir gleich: ich werde nie Mormone werden. Ich will dir auch erkl\u00e4ren warum: Ich bin n\u00e4mlich Orgelspieler in der Katholischen Kirche und in der evangelischen St. Petrikirche, ich spiele bei den Baptisten und den Gemeinschaftchristen. Und wenn die h\u00f6ren, dass ich Mormone bin, dann wollen die meine Dienste nicht mehr\u201d. Er schaute wieder in die Ferne. Ich sah seine leuchtend blauen Augen vor mir: \u201eIch f\u00fchle, fuhr er fort\u201e dass die katholische Kirche Licht hat, aber die evangelische Kirche hat mehr Licht; und die Baptisten haben wiederum eine h\u00f6here Stufe Licht als die evangelischen, aber deine Kirche ist die beste von allen, weil sie mehr Licht als die anderen verbreitet\u201d.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich, wenn auch nicht so oft, sprach er in den Hausversammlungen. Als dann die ersten Missionare des Nachkrieges zu uns kamen, darunter der sp\u00e4tere Patriarch Walter Krause aus Cottbus, fanden sie gut vorbereitete Leute vor. Eines Tages fragten die Anwesenden meinen Klavierlehrer Reese: \u201eWas denken Sie, ist das in Ordnung wenn wir uns der Mormonenkirche anschlie\u00dfen\u201d? Johannes Reese l\u00e4chelte und erwiderte: \u201eIhr k\u00f6nnt Euch der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage anschlie\u00dfen, das ist die beste Kirche, die ich kenne\u201d. So wurden die Familien Weber (Schwester Weber mit ihren drei Waisenkindern), Duncker (eine Tochter blieb bis zu ihrem Tode treu), Chust mit vier Kindern und andere im Peenestrom, alle von Walter Krause getauft.<\/p>\n<p>Eine andere Geschichte betrifft Wolfgang Zander, der noch in Stuttgart lebt, wo er stets aktiv und segensreich als Hoher Rat z.B. in der Kirche wirkte. Sein Vater, Max Zander, war ein Gartenbautechniker, der damals gerade aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde und mit seiner Familie zu seinen sehr christlich eingestellten Eltern nach Wolgast gezogen war. Eines Tages trifft Max meinen Klavierlehrer auf der Stra\u00dfe und fragt ihn nach einem guten Buch. \u201eIch bring\u2019 dir morgen eins mit\u201d! erwiderte Johannes Reese und \u00fcbergab ihm anderntags das Buch Mormon, versehen mit einer Widmung. Der Gartenbautechniker besuchte sogleich die n\u00e4chste Versammlung. Walter Krause war der einzige Sprecher. Es muss f\u00fcr Max sehr inspirierend gewesen sein, denn sofort nach dem Amen, kam er nach vorne und sagte: \u201eIch lass\u2019 mich taufen\u201d! \u201eMoment einmal, du musst ja noch unterrichtet werden, du wei\u00dft ja noch gar nicht, worum es geht. Ich gebe Ihnen erst einmal ein wenig Einf\u00fchrung\u201c. \u201eJa, in Ordnung, aber wir k\u00f6nnen doch schon einen Tauftermin machen\u201d. Und so setzten sie, wie ich meine, den 13. November 1946 als das Datum der Taufe fest. Nat\u00fcrlich hatten wir kein Taufbecken, sondern nur die offene Peene zur Verf\u00fcgung. Der Zeitpunkt kam heran, aber kurz zuvor wies das Thermometer mit minus 15 Grad Celsius den Einbruch des Winters an. Ich selbst habe das 15 cm dicke Eis mit einer Axt aufgehackt und Walter Krause ist da hineingesprungen, Max Zander folgte ihm. Er war der erste von vielleicht vierzig oder f\u00fcnfzig Menschen die binnen eines Jahres getauft werden konnten. Darunter befanden sich zwei meiner besten Freunde Hans Schult, der sp\u00e4tere Distriktpr\u00e4sident von (Ost-)Berlin dann Ratgeber in der Tempelpr\u00e4sidentschaft Freiberg, sowie Ulrich Chust.<\/p>\n<p>Walter Krause, Distriktpr\u00e4sident in Mecklenburg\/Vorpommern \u00fcbertrug auf mich immer wieder neue Aufgaben. Eine davon war die, das von der Kirche unter Pr\u00e4sident Ezra Taft Benson initiierte Wohlfahrtsprogramm zu unterst\u00fctzen, indem ich nach seiner Weisung Lebensmittelpakete in die Gemeinden zu bringen hatte. In ungef\u00e4hr anderthalb Jahren sind viele hundert, vielleicht tausende Pakete von Pfirsichen, Tomaten, Reis, Mais und Weizens\u00e4cke durch meine H\u00e4nde gegangen. Ich selbst trug Kleidung aus diesen freiwilligen Spenden amerikanischer Heiliger. Ich bin in den unm\u00f6glichsten Situationen gewesen. Manchmal reiste ich mit sechs, sieben schweren Paketen, bei permanent \u00fcberf\u00fcllten Z\u00fcgen. Aber immer war jemand da der mir half. Es war eine erstaunliche Zeit. Nie kam mir auch nur eins der Pakete abhanden. Ich bin bis heute im Besitz eines Scheines mit diversen Stempeln. Ich reiste in G\u00fcterz\u00fcgen, manchmal nur mit der Lok (dann schon wieder ohne Pakete) zweimal erhielt ich Genehmigung mit Kommandantenz\u00fcgen sowjetischer Offiziere zu reisen. Es gab niemals \u00c4rger&#8230; Wiederholt befand ich mich in Berlin im Auftrag der Kirche. Jedes Mal wenn ich am Alexanderplatz in Berlin stand und die ragenden, schwarzen Ruinen sah f\u00fchlte ich den ganzen Jammer des Nachkriegs und mir kamen die Worte aus dem zweiten Buch Nephi in den Sinn: der Herr hatte uns ermahnt, dass wir der Wanderungen und der M\u00fchsal der Juden gedenken sollen. Aber diejenigen die es nicht getan, sondern danach getrachtet haben, die Juden zu zerst\u00f6ren und zu zerstreuen, wie es das Hitlersystem mit dem Holocaust praktiziert hatte, erlebten die buchst\u00e4bliche Erf\u00fcllung der Prophezeiung Nephis: \u201eDas was sie auf die H\u00e4upter meines Volkes bringen wollten, das w\u00fcrde auf ihr eigenes Haupt zur\u00fcckfallen\u201d. Das dies so war, f\u00fchlte ich mit gro\u00dfer Beklemmung, wenn ich diese furchtbare Ruinenstadt vom Alexanderplatz aus anschaute. Der aufgestachelte Hass jener zahllosen Deutschen die Hitler zugejubelt hatten, war buchst\u00e4blich auf das deutsche Haupt zur\u00fcckgefallen. Nicht anders sah es in den meisten deutschen St\u00e4dten wie Demmin, Neubrandenburg und Prenzlau aus. Dort wo auch \u00fcberall Mitglieder wohnten, gab es nun Kleidung und Nahrung f\u00fcr viele, auch f\u00fcr diejenigen die keine Mitglieder waren. Alle empfanden Dankbarkeit f\u00fcr die Hilfe die ihnen das Wohlfahrt-Programm der Kirche so umfangreich, vor allem in den ersten drei schweren Nachkriegsjahren gew\u00e4hrte.<\/p>\n<p>Ich wollte ja nie eine Frau heiraten die \u00e4lter und gr\u00f6\u00dfer als ich ist. Aber das Leben ergab es. In 1948, \u00fcbermannte mich das Gef\u00fchl, dass Erika, die gro\u00dfe bildsch\u00f6ne Frau die richtige Frau f\u00fcr mich sei. W\u00e4hrend eines Distriktausfluges auf einem Schiff auf der Ostsee hatten wir uns miteinander bekannt gemacht. Sie war gerade getauft worden, hatte aus eigenem Antrieb diesen Weg gesucht. Aber dann str\u00e4ubte ich mich: \u201eNee, sie ist ein Kopf gr\u00f6\u00dfer als du und f\u00fcnf Jahre \u00e4lter, nee, nee das machen wir nicht\u201c.<\/p>\n<p>Die Jahre vergingen und dann geriet ich unversehens in eine Situation, in der ich mich nicht ganz kirchenkonform verhalten habe. Es kam nicht zu einem Ausschluss, aber es war auch nicht so, dass ich h\u00e4tte amtieren d\u00fcrfen. Ich befand mich in einem Schwebezustand, denn ich hatte mich in eine sehr ungl\u00fccklich verheiratete Frau verliebt, mit der ich bald Z\u00e4rtlichkeiten austauschte, ohne allerdings eine bestimmte Grenze zu \u00fcberschreiten. Jahre zuvor hatte ich einen Bund mit Gott gemacht: \u201eHerr, falls ich jemals die Absicht haben sollte eine schwerwiegende S\u00fcnde zu begehen, dann bitte schlage mir rechtzeitig hinter die Ohren\u201c! Daran dachte ich damals nicht mehr. Das sollte sich jedoch bald \u00e4ndern. Eines Tages kommt in diesem Ort ein Bauer auf mich zu und fragt: \u201eKannst du mir einen Gefallen tun\u201d? \u201eWorum handelt es sich\u201d? \u201eIch habe meinen Acker gepfl\u00fcgt und der muss geeggt werden. W\u00fcrdest du den Braunen aus dem Stall holen und w\u00fcrdest du mir helfen\u201d?<\/p>\n<p>\u00dcber Geld sprachen wir nicht. \u201eJa, ich habe Zeit und mach\u2019s\u201d. Und w\u00e4hrend ich hinter dem Gaul auf dem Acker herrenne, kommt in meinem Kopf ein Beschluss zustande der diese Frau und mich betraf und der wirklich nicht gut war. Diesmal wirst du die Dummheit begehen! Du bist ja auch nur einmal jung\u201d! Kaum hatte ich das Ausrufungszeichen gesetzt, f\u00e4llt mir die Lenkleine aus der Hand zu Boden, ich b\u00fccke mich, wahrscheinlich auch sehr hastig \u2013 da scheut das Pferd und schl\u00e4gt zu, es schl\u00e4gt mir das halbe Gesicht zusammen, indem sein zum Gl\u00fcck noch nicht mit Eisen beschlagener Huf mein Jochbein traf. Salto mortale r\u00fcckw\u00e4rts. Ich fand mich auf dem Ackerboden kniend, wie ich den Blutstropfen hinterher schaue die mir aus dem Mund und der Nase fielen. Ich konstatierte sachlich: So, jetzt hast du einen Sch\u00e4delbasisbruch! Daf\u00fcr hattest du gebetet, Herr, schlage mir hinter die Ohren. Na, sch\u00f6n es traf mich unmittelbar vor dem rechten Ohr, ein Schlag dieser Heftigkeit hinter meine Ohren h\u00e4tte mich augenblicklich get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Ich musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, das stand fest. Aber wie sollte ich dort hinkommen? Zu Fu\u00df bin ich noch einen Kilometer gelaufen, dann war es aus. Meine Leute riefen im Krankenhaus an und wer kam mit dem Sanit\u00e4tsauto? Erika, die gro\u00dfe. Sie arbeitete dort als leitende Schwester; jeden Abend schenkte sie mir eine Stunde. Allm\u00e4hlich kam ich zu dem Entschluss mich \u00fcber meine Bedenken hinweg zu setzen. 48 lange Jahre waren wir dann gl\u00fccklich verheiratet. Meine beiden S\u00f6hne Hartmut (nun, 2008, Bischof im Pakenham Stake in Australien\/Melbourne und Matthias Distriktpr\u00e4sident in Mecklenburg) haben \u00fcbereinstimmend gesagt: Ihr habt eine wunderbare Ehe gef\u00fchrt und es war eine sch\u00f6ne Kindheit f\u00fcr uns gewesen.<\/p>\n<p>So kam ich in die Gemeinde Neubrandenburg. In den zur\u00fcckliegenden 50 Jahren gab es in dieser Gemeinde nie Zank oder Streit. Wir waren wirklich ein Herz und eine Seele. Zu den schlimmsten Tagen in meinem Leben geh\u00f6rt der 13. August 1961 als in Berlin die Mauer gezogen wurde, um uns einzusperren. Ich erinnere mich sehr deutlich meiner Gef\u00fchle, es war, als klappten hinter mir die Gef\u00e4ngnistore zu. (Als zum ersten Mal 1990 hinter mir die Gef\u00e4ngnist\u00fcren buchst\u00e4blich ins Schloss fielen erschrak ich ebenso, obwohl mein Kopf wusste, dass ich ja jederzeit wieder davon gehen konnte. Ich war einige Jahre Anstaltsbeirat und damit Ansprechpartner f\u00fcr die H\u00e4ftlinge.)<\/p>\n<p>1965 wurde ich als Distriktpr\u00e4sident berufen. Wir hatten damals etwa 300 eingetragene Mitglieder hier in Mecklenburg und die hatte ich zu betreuen. Von Beginn an richtete sich mein Augenmerk auf eine bestimmte Schriftstelle in Lehre und B\u00fcndnisse: Baue deine Geschwister auf, st\u00e4rke ihren Glauben, trage dazu bei, dass sie sich wohlf\u00fchlen in der Kirche. Und es war dieses Moronizitat: Ohne N\u00e4chstenliebe bist du nichts! Beide bestimmten mich. Es war mein Anliegen und Bed\u00fcrfnis Gespr\u00e4che mit denen zu f\u00fchren von denen ich meinte sie w\u00fcrden es gern sehen. Ich wollte von dem Guten abgeben dass ich empfangen hatte und von dem empfangen was andere erhalten haben.<\/p>\n<p>Im Winter 1982 erhielt ich eine Einladung von der 1. Pr\u00e4sidentschaft zum Besuch der Fr\u00fchjahrs-generalkonferenz in SLC. Ich kann kaum beschreiben welche Gef\u00fchle sich meiner bem\u00e4chtigten, als ich endlich im Flugzeug sa\u00df. Erika lie\u00dfen die Kommunisten nicht mitfahren, man w\u00fcnschte sie als Faustpfand daheim zu halten um sicher zu sein, dass ich wieder heimkehre in die ungeliebte DDR. Ich \u2013 oder wir \u2013 w\u00e4ren in jedem Fall zur\u00fcckgekommen selbst wenn es die reine H\u00f6lle gewesen w\u00e4re. Denn hier war unser Platz und hier lebten unsere S\u00f6hne mit ihren Familien. Als das Flugzeug abhob dachte ich: \u201eDas kann keine Wirklichkeit sein! Du, ein kleiner DDR-B\u00fcrger reist zum gro\u00dfen Amerika\u201c!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des R\u00fcckfluges war ich unf\u00e4hig zu schlafen. Zu vieles bewegte mich. Als ich dann doch eingenickt war weckt Pr\u00e4sident Henry Burkhardt mich: \u201eDie Sonne geht auf\u201d! Ich war ein bisschen \u00e4rgerlich. H\u00e4tte er mich doch dahinschlummern lassen. Tausende Sonnenaufg\u00e4nge habe ich als Berufsfischer erlebt. Na und? Er schmunzelte auf seine unvergleichliche Weise: \u201eNein, die Sonne geht auf. Wir werden in der DDR einen Tempel haben\u201d! Da war\u2019s mit dem Schlaf endg\u00fcltig aus.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df noch wie heute was Staatssekret\u00e4r Kalb in seiner Gru\u00dfadresse am Vortag der beiden Wochen der \u201aOffenen T\u00fcr\u2019 uns wissen lie\u00df: \u201eWir haben Euch vierzig Jahre genau beobachtet und wir k\u00f6nnen nur das Eine sagen, wir sahen nur das Beste und so ist es verdient, dass ihr heute diesen sch\u00f6nen Tempel habt\u201d. Es mag ja sein, dass der offizielle Text ein wenig anders lautet, dies aber ist in meinem Ged\u00e4chtnis haften geblieben.<\/p>\n<p>Zahllose Gespr\u00e4che ergaben sich in diesen beiden ersten Wochen f\u00fcr uns, wir hatten allesamt Urlaub genommen um der Kirche zur Verf\u00fcgung zu stehen. Zwei Jahre sollten vergehen bis mit den Geschwistern Birsfelder, Schweiz zwei Vollzeit-Missionare unseren Part am Tempelplatz \u00fcbernahmen. Manchmal hatte ich, vor allem im ersten Jahr zweihundert Besucher in meiner Gruppe, die ich \u00fcber das Gel\u00e4nde und dann in die Gemeinder\u00e4ume f\u00fchrte. Ich wei\u00df allerdings nur von einer einzigen, \u00e4lteren Frau, die durch mich angeregt wurde Mitglied der Kirche zu werden. Sie sagte: \u201eIch bin immer hinter dir hergegangen und bin immer deinen Erkl\u00e4rungen gefolgt. Das hat mich \u00fcberzeugt. So habe ich mich taufen lassen\u201d.<\/p>\n<p>Beruflich bin ich fast 40 Jahre als F\u00e4nger in der Binnenfischerei t\u00e4tig gewesen, schrieb drei B\u00fccher, die ver\u00f6ffentlicht wurden und lebe nun gl\u00fccklich seit vier Jahren mit meiner zweiten Frau Ingrid, die sich einen Namen als Genealogin, Seminarlehrerin und FHV- Leiterin gemacht hat, in Melbourne Australien. (Erika starb vor sieben Jahren im Alter von 76.)<\/p>\n<p>Ich hatte viele glaubensst\u00e4rkende Erlebnisse in all diesen Jahren. Darunter ist das mit meinem Freund Pastor Fritz Rabe von St. Michael in Neubrandenburg noch erw\u00e4hnenswert. Als sich 1988 ank\u00fcndigte, dass wir auch amerikanische Missionare in der DDR haben werden, sprach ich ihn auf der Stra\u00dfe an und teilte ihm das mit. Meine Offenheit f\u00fchrte zu weiteren Gespr\u00e4chen. Als dann die Mauer fiel, gab er mir zweimal die M\u00f6glichkeit in der Johannes-Kirche zu Neubrandenburg w\u00e4hrend der damals noch gepflegten und meist gut besuchten Montagabendgebete eine Ansprache zu geben. Das tat ich mit der einzigen Absicht die Lehre Christi herauszustellen, dass wir in jeder Situation unseres Lebens daran denken m\u00fcssen, dass es n\u00f6tig ist auf den Felsen zu bauen, den er gelegt hat, wenn wir aber tun was gegen seine Lehre ist, dann wird unser Haus fallen, so wie der Kommunismus fallen musste, weil er auf den Sand menschlicher Meinungen und des Atheismus stand. Das hat dem Mann Rabe viel \u00c4rger eingebracht. Seine Amtskollegen haben ihn heftig getadelt, dass er einen Mormonen in einer evangelischen Kirche in dieser Weise zu Wort kommen lie\u00df. Aber Fritz Rabe hat es mir wiederholt versichert: \u201eGerd, wenn ich dich nicht kennen gelernt h\u00e4tte, w\u00e4re ich ebenso unwissend wie einige meiner Mitpastoren sind und w\u00fcrde von Euch Mormonen dummes Zeug reden\u201d. Bis heute steht er zu seinem Wort und zu mir.<\/p>\n<p>Nun reise ich mit Ingrid durch die Welt. Wo immer wir hinkommen halte ich mit ihrer f\u00fcr mich so wichtigen Unterst\u00fctzung Vortr\u00e4ge \u00fcber die Geschichte und Folgen des 1. \u00f6kumenischen Konzils 325 in Nic\u00e4a. Damit wird unzweifelhaft klar, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes war und ist. Wir bezeugen zusammen, dass es sich lohnt, in diesem gro\u00dfen Werk zu dienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lassan, Mecklenburg Vorpommern Mein Name ist Gerd Wilhelm Skibbe. Geboren wurde ich am 18. 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