{"id":647,"date":"2011-12-19T22:48:36","date_gmt":"2011-12-19T22:48:36","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=647"},"modified":"2014-04-18T05:23:36","modified_gmt":"2014-04-18T05:23:36","slug":"johanna-runnacle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/647\/johanna-runnacle","title":{"rendered":"Johanna Runnacle"},"content":{"rendered":"<p><strong>G\u00f6rlitz, Schlesien<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Johanna-Runnacle.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-227 alignleft\" title=\"Johanna Runnacle\" alt=\"mormon deutsch johanna runnacle\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Johanna-Runnacle.jpg\" width=\"200\" height=\"297\" \/><\/a>Ich bin Johanna Runnacle, geborene Schmidt<\/strong>, geboren am 4. M\u00e4rz 1927 in G\u00f6rlitz, damals Schlesien. Mein Vater, Viktor Schmidt, starb, als ich noch ganz klein war. Ich hatte noch eine Schwester und zwei Br\u00fcder. Die Br\u00fcder waren im Krieg. Der eine ist verschollen, wir haben nie von ihm geh\u00f6rt. Uns war dann klar, dass er tot war.<\/p>\n<p>Meine Schwester war in G\u00f6rlitz verheiratet und hatte sieben Kinder. Sie sind sp\u00e4ter ausgewandert. Mein Schwager, Anton Larisch, war der erste Gemeindepr\u00e4sident in G\u00f6rlitz. Wir hatten eine ziemlich gro\u00dfe Gemeinde. Sie wurde 1897 gegr\u00fcndet. Sie war also eine der \u00e4ltesten Gemeinden im Osten Deutschlands, soviel ich wei\u00df.<\/p>\n<p>Als Kind lebte ich mit meiner Mutter zusammen. Sie war Witwe. Es ging uns an und f\u00fcr sich nicht schlecht. Wir hatten immer das N\u00f6tigste. Als der Krieg ausbrach, waren wir alleine. Wir wohnten in einem Zimmer. Meine Schwester wohnte mit den sieben Kindern noch in G\u00f6rlitz. Wir haben den ganzen Krieg \u00fcber nicht gelitten. Wir hatten genug zu Essen. Wir hatten auch gen\u00fcgend Kohle, so dass wir eine warme Stube machen konnten. Das hatten wir nach dem Krieg nicht.<!--more--><\/p>\n<p>So vergingen die Jahre. Als Anfang Februar 1945 die Nachricht kam, dass die Russen schon sehr dicht an G\u00f6rlitz waren, mussten wir fl\u00fcchten. Meine Schwester mit den Kindern musste auch fl\u00fcchten. Die Kleinen waren noch nicht zwei Jahre alt. Mein Schwager war damals durch den Krieg in Halberstadt, wo die Junkers Flugzeuge gebaut wurden, und war, wie gesagt, gar nicht da. So war sie alleine. Die Autorit\u00e4ten sagten meiner Schwester, wenn sie nicht ginge, w\u00fcrde sie keine Lebensmittelkarten mehr bekommen. Das konnten wir nicht verantworten.<\/p>\n<p>Wir machten uns bereit, auch meine Mutter und ich. Wir packten in der Nacht unsere Sachen. Einen Handwagen voll mit Koffern und unseren Decken und was wir so brauchten. Sie sagten uns, wir sollten um 6 Uhr fr\u00fch fertig sein. Es war ein Sonntagmorgen. Wir gingen alle in Richtung Westen. Es war Anfang Februar, also die k\u00e4lteste Jahreszeit. Das Kleinste von meiner Schwester hatte fast seine H\u00e4ndchen abgefroren. Wie so kleine Kinder sind. Es wollte keine Handschuhe anlassen und auch die H\u00e4ndchen nicht unter dem Bett stecken lassen.<\/p>\n<p>Wir kamen gegen Abend endlich in Reichenbach an. Eigentlich war das gar nicht so weit, aber es dauerte den ganzen Tag, bis wir dort ankamen. Dort wurden wir in ein Lazarett verfrachtet, wo wir \u00fcbernachten konnten. Am n\u00e4chsten Tag mussten wir weiter laufen. Jedenfalls meine Schwester und ich mit dem Kleinsten im Wagen. Wir hatten den Kinderwagen und zwei Handwagen und waren nur zwei Personen. Ich habe eine Schnur genommen und um meinen Bauch und an den Handwagen gewickelt. Den Kinderwagen habe ich geschoben und hinter mir den Leiterwagen gezogen. Meine Schwester kam hinter mir mit dem anderen Leiterwagen her und half mir manchmal schieben.<\/p>\n<p>Dann kamen wir in L\u00f6bau an. Dort, wo wir \u00fcbernachtet haben, trafen wir eine Nachbarin und sie sagte, dass sie meinen Schwager gesehen h\u00e4tte. Meine Schwester konnte das gar nicht glauben. Sie glaubte, dass er im Gef\u00e4ngnis sei. Man musste den Mund halten, was die Kirche betraf. Er hat das nie befolgt. So hatte man ihn eingesperrt. Man hat ihm nie gesagt, warum er eingesperrt wurde. Er aber sagte: \u201eIch bin ein Deutscher, ich habe das Recht zu wissen, warum ich verhaftet bin\u201c. Da hat man ihm nur gesagt: \u201eSie haben zu folgen\u201c. Das ist alles. Sein Meister hat danach die Polizei angerufen und gesagt: \u201eWenn ihr wollt, dass Deutschland den Krieg gewinnt, dann lassen sie diesen Mann raus. Er hat nichts verbrochen, ich habe viele Jahre mit ihm gearbeitet und er ist ein guter Mann, er hat nichts getan\u201c. Gerade an dem Tag, einem Sonntag, als wir fl\u00fcchten mussten, kam er zur\u00fcck. Er wurde nach sechs Wochen Haft entlassen. Wir wussten das aber nicht. Wir haben nicht gewusst, dass er im Gef\u00e4ngnis war. Er kam nach Hause, nach G\u00f6rlitz, und fand die Wohnung leer. Er wusste nicht, wo wir geblieben sind. Er hatte keine Ahnung.<\/p>\n<p>Meine Freundin ging ins Haus, weil sie dachte, vielleicht sind wir noch zu Hause. Sie wollte uns nur sagen, dass sich alle in der Gemeinde besprochen haben, dass alle Mitglieder gemeinsam mit dem Lastwagen weiter nach Deutschland fahren. Sie war so erstaunt, meinen Schwager zu sehen, weil sie wusste, dass er im Gef\u00e4ngnis war. Sie konnte ihm nur sagen, dass wir fl\u00fcchten wollten. Aber wohin, wusste sie nicht.<\/p>\n<p>Mein Schwager hat auf der Stelle sein Fahrrad genommen und mit Sachen beladen, die er mitnehmen wollte und fuhr gegen Abend in Richtung Dresden. Er traf den ganzen Treck. Aber er hat sich nicht aufgehalten. Er traf aber eine Nachbarin von meiner Schwester und sie sagte ihm, dass wir mit im Treck sind. Er hat ihr gesagt: \u201eSagen sie bitte meiner Frau, wenn sie sie sehen, ich gehe nach L\u00f6bau und warte dort auf sie\u201c. Das hatten wir an dem Abend erfahren, als wir in Reichenbach ankamen.<\/p>\n<p>Meine Mutter war schon alt. Sie war mit den anderen drei Kindern auf einem Lastwagen und wurde nach L\u00f6bau transportiert. Sie brauchte nicht zu laufen und sie wartete auf uns. L\u00f6bau ist zwar eine kleinere Stadt, aber nicht so klein, dass man sich leicht finden w\u00fcrde. Wir sind von Lager zu Lager gelaufen und haben gefragt, ob sie nicht meine Mutter gesehen h\u00e4tten. Wir haben sie dann auch tats\u00e4chlich gefunden.<\/p>\n<p>Mein Schwager, der keine Ahnung hatte, wo wir sind, hat uns gefunden. Er sah furchtbar aus. Er hat kaum etwas zu Essen bekommen; er war ganz schmal. Er sagte gleich zu meiner Schwester: \u201eWir m\u00fcssen sofort weiter, ich werde gebraucht. Ich habe nur zu meinem Meister gesagt, dass ich meine Familie holen muss, da die Russen vor G\u00f6rlitz stehen\u201c. Meine Schwester hat noch am Abend alles zusammengepackt und sie sind dann beide weitergefahren. Meine Mutter und ich blieben da.<\/p>\n<p>Zwei, drei Tage zuvor wurde Dresden zerbombt. Was in Dresden geschehen ist, ist nicht mehr gut zu machen. Da waren so viele Fl\u00fcchtlinge, die vom Osten, Ostpreu\u00dfen, Pommern und Schlesien kamen. Sie waren in den Eisenbahnz\u00fcgen und G\u00fcterz\u00fcgen, die alle zerbombt wurden. Man sagte, damals seien 350.000 Menschen innerhalb 24 Stunden umgekommen. [Man wei\u00df nicht genau, wie viele Leute umgekommen sind, aber Sch\u00e4tzungen in den 90ziger Jahren haben die Zahl zwischen 25.000 und 35.000 ergeben.]<\/p>\n<p>So konnten wir nicht nach Dresden. Es gab \u00fcberhaupt keine M\u00f6glichkeit. Wir wollten nach Halberstadt. Man hat uns gesagt, wir m\u00fcssen auf Umwegen nach Halberstadt gehen. Wir wussten nichts von Dresden. Wir wussten nicht, dass der Zug nur bis zur n\u00e4chsten Station fuhr, das war Bautzen. So sind wir in Bautzen h\u00e4ngen geblieben.<\/p>\n<p>Dort lernte ich eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern kennen. Das eine Kind war ungef\u00e4hr acht Jahre alt. Sie kamen aus Breslau. Ihr Mann war gefallen und sie war alleine mit ihren beiden Kindern. Da haben wir uns zusammengeschlossen. Wir haben in einer Schule gewohnt und auf Stroh geschlafen. Es war schrecklich. Es gab keine M\u00f6glichkeit zum W\u00e4schewaschen, oder sich selbst zu waschen. M\u00e4nner, Frauen und Kinder waren zusammen in einem Raum. Es war nicht m\u00f6glich, sich wenigstens umzuziehen. Aber wir bekamen zu Essen.<\/p>\n<p>Wir haben dann versucht, weiter zu kommen. Eines Tages hie\u00df es, ein Zug geht heute \u00fcber die Elbe, vielleicht nach Leipzig. Alle, die im Lager waren, sind zum Bahnhof gegangen. Viele Stunden haben wir da in der K\u00e4lte gestanden. Endlich war ein G\u00fcterwagen da. Alle sind dort rein gegangen, haben sich rein gewurschtelt.<\/p>\n<p>Drei Tage und drei N\u00e4chte habe ich nur auf meinen harten Koffern gesessen. Es war gar keine M\u00f6glichkeit zu stehen. Meine Mutter hatte auf der Erde gesessen. Wir haben alle zwei Stunden die T\u00fcren vom G\u00fcterwagen ge\u00f6ffnet. Es war keine Heizung drin, nichts. Keine Toilette, keine Waschgelegenheiten, nichts. Das war ein furchtbarer Zustand. Nur einmal, ein einziges Mal in diesen drei Tagen, gab es was zu Essen. Die Frau mit ihren Kindern hatte nichts mehr zu Essen. Die Kinder weinten. Sie sind schnell mal raus in ein Gesch\u00e4ft gegangen und haben gebettelt. Im Wagen haben sie was zu Essen bekommen. Wir sind immer weiter gefahren, immer weiter, wir konnten ja nichts sehen. Wir wussten nie, wo wir waren. Am Ende der drei Tage haben wir erfahren, dass wir in der Tschechoslowakei waren. Also nicht Leipzig, wohin wir kommen sollten, sondern in die Tschechoslowakei.<\/p>\n<p>Wir wurden in einer tschechischen Schule untergebracht und haben in diesem Gymnasium auf Stroh geschlafen. In einem Restaurant haben wir zu Essen bekommen, zwei Mahlzeiten am Tag. Ich h\u00f6rte von einer Schwester der Kirche, die mit ihrer Mutter auch in dieser Schule war. Ich habe sie gesucht und auch gefunden. Sie hat sich herzlich gefreut, dass ich sie kannte. Ich hatte Mutter und Schwester gekannt, sie waren keine Mitglieder. Wir haben uns unterhalten.<\/p>\n<p>An meinem 18. Geburtstag (inzwischen bin ich 80) wollten wir zum Essen gehen und meine Tasche ist weg. Ich bin von Platz zu Platz gegangen und habe gefragt und gesucht. In der Tasche hatte ich alle meine Papiere drin. Auch das Geld hatte ich in Verwahrung. Auf einmal kommt die Schwester von dieser Frau und sagt: \u201eKennen Sie das?\u201c \u201eJa, das ist meine Tasche\u201c. \u201eSie haben sie stehen lassen, als sie Anna besucht haben\u201c. Ich bin ihr um den Hals gefallen und war froh. Und ich habe mich bedankt.<\/p>\n<p>Mit der jungen Frau bin ich zum Amt gegangen und habe dort gesagt: \u201eIch m\u00f6chte nicht hier bleiben, ich m\u00f6chte zur\u00fcck ins Reich (wie man damals zu Deutschland sagte). Er sagte: \u201eDas ist unm\u00f6glich. Es ist alles mit Fl\u00fcchtlingen \u00fcberf\u00fcllt, sie k\u00f6nnen da nicht mehr hin\u201c. Ich sagte: \u201eIch habe dort eine Schwester. Sie wird uns aufnehmen, da bin ich ganz sicher\u201c. \u201eNein, sie k\u00f6nnen keine Papiere bekommen\u201c. Zu der Frau sagte ich: \u201eWir gehen hier nicht weg, wir bleiben hier sitzen, bis wir die Papiere bekommen\u201c. Es waren auch andere Leute da, die dasselbe wollten wie wir. Als sie sahen, was wir machten, sind sie auch nicht weggegangen.<\/p>\n<p>Sie haben uns die Papiere geben m\u00fcssen und haben noch draufgeschrieben, dass wir von keiner Seite Hilfe erwarten k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssten alles alleine machen. Wir sind zum Bahnhof gegangen. Der Zug war gar nicht \u00fcberf\u00fcllt. Auch haben wir einen Sitzplatz bekommen und haben unseren schweren Handwagen verfrachtet und drei schwere Koffer. Wir waren ganz alleine, kein Mensch hat uns geholfen \u2013 und wir haben es immer geschafft.<\/p>\n<p>Wir reisten weiter \u00fcber Prag. Da war gerade Alarm und wir mussten in den Keller. Der Keller war so, dass man wie Heringe zusammenstehen musste. Man konnte kaum Luft bekommen. Wenn wir lange da bleiben m\u00fcssten, w\u00fcrden wir ersticken. Ach, das waren Zust\u00e4nde, es war furchtbar. Wir haben bestimmt zwei Stunden gestanden. Aber wir kamen wieder raus. Jeder hatte dann Angst, dass er sein Zeug nicht wieder finden w\u00fcrde. Die Leute hatten nichts und sie haben gestohlen. Aber wir haben alles gefunden und sind wieder zum Zug gegangen. Wir sind drei Tage und drei N\u00e4chte wieder zur\u00fcck gefahren. Die Personenwagen waren so \u00fcberf\u00fcllt, dass kaum noch ein Mensch reinpasste. Wir haben oftmals nicht gewusst, ob wir alle da waren. An der n\u00e4chsten Haltestelle mussten alle wieder aussteigen. Da haben wir uns wiedergefunden. Das war zu dieser Zeit wirklich ein gro\u00dfer Segen. Das h\u00e4tte wirklich alles schief gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir kamen dann schlie\u00dflich abends in Halberstadt an, wo mein Schwager arbeitete. Ich wusste die Adresse, ich wusste, wo meine Schwester wohnte. Wir kamen gerade an, da war wieder Alarm. Niemand durfte weggehen. Also, aus dem Bahnhof in den Keller. Der ganze Keller war unter Wasser. Wir standen auf der Treppe. Wir konnten gar nicht in den Keller reingehen. Ich war nach drei Tagen so m\u00fcde. Wir hatten ja nur sitzen und nie schlafen k\u00f6nnen, gar nichts. Ich war so m\u00fcde und habe bald nicht mehr stehen k\u00f6nnen. Als Entwarnung war, konnten wir wieder rauf gehen und haben unseren Leiterwagen genommen.<\/p>\n<p>In der Nacht, drei Uhr morgens, als wir im Auffanglager ankamen, wo unsere ganzen Papiere aufgenommen wurden, konnte ich mich wieder irgendwo hinlegen. Nein, da war Alarm. Die Flugzeuge flogen \u00fcber Halberstadt nach Berlin und wenn sie zur\u00fcckkamen, hatten wir wieder Alarm. Wie es dann endlich so weit war, dass wir uns hinlegen konnten, bin ich zeitig aufgestanden.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag sagte ich zu Mutti: \u201eIch gehe in die Stadt\u201c. Ich habe mich durchgefragt und bin mit der Stra\u00dfenbahn so weit gefahren, wie ich konnte, das Geld hatte ich ja. Ich musste die Stra\u00dfe finden, wo meine Schwester wohnt. Schlie\u00dflich habe ich das Haus gefunden. Mein Neffe machte die T\u00fcr auf und er war sehr erschrocken. Er kannte mich damals noch nicht so lange.<\/p>\n<p>Wir wussten ja nichts voneinander. Ich sagte zu meiner Schwester: \u201eDa ist noch eine Frau, wir haben uns zusammengetan\u201c. Mein Schwager und meine Schwester hatten selber nur zwei Zimmer. Da wurde gekocht, da wurde gegessen und da wurden die Schularbeiten gemacht. In dem anderen und Zimmer stand ein Bett neben dem anderen. Meine Schwester sagte: \u201eIhr k\u00f6nnt kommen und ich habe auch Platz f\u00fcr die anderen\u201c. Das war f\u00fcr die Mutter fein.<\/p>\n<p>Das war im April 1945 in Halberstadt. Das m\u00f6chte ich nicht noch einmal durchmachen. Es war furchtbar. Durch den Angriff waren die Fensterrahmen kaputt, alles war kaputt. Wir haben dann Holz gesucht und die Fenster vernagelt. Wir konnten nicht zur\u00fcck. In unserer Stra\u00dfe war nichts, alles zerbombt. Wir hatten kein Gas, kein Wasser, nichts. Vier Monate lang hatten wir kein Wasser. Wir mussten zwei oder drei Blocks laufen, um Wasser mit Eimern zu holen.<\/p>\n<p>In der Stra\u00dfe war eine Kaserne, dort haben wir Wasserkanister geholt, ungef\u00e4hr 20 Liter. Dort haben sich alle Kanister geholt. Jeden Morgen sind wir hingefahren. Es stand dort eine Schlange von Menschen und die haben mit dem Leiterwagen vom Wasserhydranten das Wasser geholt. Wir sind den ganzen Tag unterwegs gewesen Wir haben blo\u00df immer Wasser abgeholt, damit meine Schwester W\u00e4sche waschen konnte. W\u00e4sche waschen, W\u00e4sche waschen \u2013 wenn ich daran denke!<\/p>\n<p>Die Toilette lief nicht. Wir konnten auch nicht das saubere Wasser zum Toilettesp\u00fclen nehmen. Da mussten wir das schmutzige Wasser, das wir zum Sp\u00fclen oder zum H\u00e4ndewaschen hatten, nehmen. Wir haben das schmutzige Wasser in Eimer getan, es stand dann auf dem Klo und damit konnten wir runtersp\u00fclen.<\/p>\n<p>Die Leute haben ein bisschen Glas gefunden. Mein Schwager brachte einmal Plexiglas mit, also das war kein Glas. Plexi, das war nicht durchsichtig, aber es war hell. Das haben wir an alle Fenster gemacht, damit wir ein bisschen sehen konnten. Es war April und immerhin noch kalt. Aber wir mussten die Fenster weit offen lassen, damit wir etwas sehen konnten.<\/p>\n<p>Mein Neffe war damals 11 Jahre alt. Er war, wie ein Junge in dem Alter war. In der Kaserne gab es so Vieles. Ach, das war eine Freude, f\u00fcr Kirk. Was der alles gefunden hat! Messer brachte er nach Hause und Gabeln. Einmal brachte er eine Feldflasche nach Hause.<\/p>\n<p>Da gab es Seifenpulver, eine ganze Kiste voll. Der Fu\u00dfboden war vollgesch\u00fcttet mit Seifenpulver. Ich bin durch ein kleines Fenster geklettert und habe mich runtergelassen und einen ganzen Eimer voll mit Seifenpulver genommen. Ich habe ihn zu meinem Neffen hochgehalten und er hat ihn rausgezogen. Ich sagte: \u201eNun musst du mir auch helfen, dass ich wieder rauskomme!\u201c<\/p>\n<p>Die Leute kamen und gaben mir ihre Eimer. Ich sagte: \u201eNein, nein, ihr k\u00f6nnt selber rein steigen und euch das holen\u201c. Weil es gebrannt hatte, war Einsturzgefahr, und das war gef\u00e4hrlich. Ich dachte mir, das mache ich nicht f\u00fcr andere Leute. Die wollen nicht reinsteigen und ich w\u00fcrde mich in Gefahr begeben.<\/p>\n<p>Einmal gab es Kohlen. In der Kaserne haben sie Kohlen entdeckt. Da bin ich hingegangen. Was ich dort geschleppt habe, das kann ich gar nicht sagen. Nachher sagten mir die Leute: \u201eDu bist ein M\u00e4del. Als junges M\u00e4del sollst du nicht so schwer schleppen, das ist nicht gut, das schadet deiner Gesundheit, das wirst du vielleicht sp\u00e4ter einmal erfahren\u201c. Ich habe eine Schubkarre, die leer schon so schwer war, mit Kohlen vollgeladen und bin damit nach Hause gefahren. Mein Schwager war froh. Er hatte gleich das untere Fenster zur Seite geschoben und die Kohlen in den Keller gesch\u00fcttet. Mit den Kohlen konnten wir das Essen kochen. Das habe ich ein paar Mal gemacht.<\/p>\n<p>Die B\u00e4cker haben dann nach und nach angefangen zu backen. Die Leute standen fr\u00fch um 5 Uhr schon an, damit sie mittags um 12 ein Brot bekamen. Das wurde warm aus dem Ofen geholt. Das bekamen die Leute warm in die H\u00e4nde. Wir waren froh, dass wir \u00fcberhaupt etwas bekamen, Milch und alles.<\/p>\n<p>Erst waren Amerikaner f\u00fcr einige Zeit da, dann kam der Engl\u00e4nder. Das waren feine Leute. Sie sahen in der Uniform so adrett aus. Oh, das waren feine, korrekte Menschen. Sie waren f\u00fcr eine Weile da. Dann kamen die Russen. Ach, diese Russen. Mit Pferdewagen kamen sie an und sie hatten alles. Sie haben aber eine Taktik gehabt, das schlechteste Zeug haben sie noch vorne gezeigt, damit man denken sollte, ach, die Russen, die haben ja nichts, die sind ja so dumm. Das waren sie nicht. Als die Russen da waren, durften wir nur eine Stunde am Vormittag und eine Stunde am Nachmittag raus. Nur so konnten wir die Kirche besuchen. Ansonsten mussten wir zu Hause bleiben.<\/p>\n<p>Man hat auch manchmal Hilfeschreie von Frauen geh\u00f6rt. Aber man konnte nicht hingehen, um zu helfen. Die Frauen wurden vergewaltigt. Die Russen haben das oft gemacht. Das haben die Amerikaner und Engl\u00e4nder nicht getan.<\/p>\n<p>Wir haben geh\u00f6rt, dass es Bohnen zu kaufen gab, frische, gr\u00fcne Bohnen. Wir mussten sehr weit laufen, um welche zu bekommen. Aber wir haben einen ganzen Rucksack voll gr\u00fcnen Bohnen nach Hause geschafft. Wir haben sie dann geschnippelt und \u00fcberbr\u00fcht und haben sie zum B\u00e4cker geschafft, auf Bleche auf den Ofen, und haben sie getrocknet. Wir konnten ja das Ganze, nicht mit einem Mal essen, es w\u00e4re blo\u00df schlecht geworden. So haben wir das getrocknet und mit nach Hause genommen. Geschmeckt haben diese getrockneten Bohnen nicht gerade. Aber wir waren froh, denn nach dem Krieg kamen die schweren Zeiten f\u00fcr uns. Als wir zur\u00fcck nach G\u00f6rlitz gegangen sind, haben wir nichts gehabt, absolut nichts zu Essen. Wir haben ein ganzes Jahr lang weder Fett, noch Fleisch oder Butter gesehen. Unsere M\u00e4gen waren so ausgetrocknet, dass gar nichts mehr funktionierte. Ich kann mich erinnern, dass ich eines Tages wach wurde und nicht sehen konnte, alles war nebelig. Ich ging zum Augenarzt und er sagte mir: \u201eSie brauchen noch keine Brille, das sind nur die Nerven\u201c.<\/p>\n<p>Ich bin ein paar Mal in der Woche \u00fcber Land gelaufen und habe versucht, etwas bei den Bauern zu bekommen. Sie haben mir eine Handvoll Kartoffeln gegeben, oder ein paar Mohrr\u00fcben oder Kohlrabi, oder irgendein Gem\u00fcse. Daf\u00fcr waren wir sehr dankbar. Ich bin immer mit dem Fahrrad gefahren. Bei der Kartoffelernte haben uns die Bauern vielleicht 10 Pfund Kartoffeln verkauft. Ich bin da ganz alleine gewesen und bin so weit gefahren und habe die Kartoffeln in einen Sack gesch\u00fcttet und im Stra\u00dfengraben liegen lassen. Dann bin ich zum n\u00e4chsten Bauern gegangen und habe wieder einen Sack Kartoffeln geholt. Am Ende hatte ich zwei S\u00e4cke Kartoffeln. Was nun machen? So weit von zu Hause weg. Wie sollte ich das machen, wie sollte ich das transportieren? Da habe ich einen Sack, vorne zwischen die R\u00e4der und einen Sack auf den Gep\u00e4cktr\u00e4ger getan und ich bin gelaufen. Anders ging es ja nicht.<\/p>\n<p>Mir kam auf einmal ein Mann entgegengefahren. Als er mich sah, stieg er ab, guckte mich an und sagte: \u201eWas die Frauen in diesen Tagen leisten, das k\u00f6nnen die M\u00e4nner nicht\u201c. So hart war das. Manchmal f\u00fchlte ich nichts.<\/p>\n<p>Oft hatte ich ein Netz oder eine Tasche an der Hand h\u00e4ngen und ich konnte gar nicht aufsteigen damit, weil es immer hin und her schleuderte. Ich kam immer nachts nach Hause. Sp\u00e4t am Abend und alles im Finstern. Ich hatte auch Angst vor den Russen, weil die so viele vergewaltigt haben.<\/p>\n<p>Die erste Gruppe, die kam, hat viel vergewaltigt. Ich bin nicht vergewaltigt worden. Aber bei unseren Nachbarn war eine alte Frau, die haben sie zuerst genommen. Ich hatte eine Freundin, die kam zu uns und sagte, dass sie von Schlesien mit einem M\u00e4del gefl\u00fcchtet war. Sieben Kerle seien auf das M\u00e4del losgegangen und haben es vergewaltigt. Sie war total kaputt an Leib und Seele. Auch schwangere Frauen haben sie vergewaltigt. Ich habe geh\u00f6rt, dass eine Frau in einem Hospital gerade entbunden hatte. Die Russen kamen herein und haben diese Frau vergewaltigt.<\/p>\n<p>Ja, das waren die Russen! Aber sie waren gut zu Kindern. Manchmal haben die Eltern die Kinder zu den Russen geschickt. Die haben den Kindern zu Essen gegeben und waren gut zu ihnen. Die Polen kamen und sagten, dass sie auch eine Heimat gehabt haben, ganz Schlesien, und die Deutschen mussten raus. Die Polen waren auch vertrieben worden und mussten Schlesien besiedeln. Sie haben gesagt: \u201eWarum erschie\u00dft ihr uns nicht alle?\u201c<\/p>\n<p>Die Polen waren froh, wenn sie einmal \u00fcber die Nei\u00dfe kamen. In G\u00f6rlitz war die Nei\u00dfe und dort war die Grenze. Sie wussten nicht, dass wir auch nichts hatten. Wir konnten ihnen nichts geben. Sie sind dann weiter transportiert worden. Wie gesagt, in den ersten zwei drei Jahren haben wir nichts weiter zu Essen gehabt. Es war furchtbar, was man da gegessen hat. F\u00fcr Zwiebelsuppe wurde ein gro\u00dfer Topf Wasser aufgesetzt. Wer Salz hatte, der war schon gl\u00fccklich. Oder Kartoffelsuppe, wenn wir Kartoffeln hatten. Da wurden drei Kartoffeln gerieben und in das kochende Wasser getan. Das wurde dann eine dickliche, schlierige Suppe.<\/p>\n<p>Die musste flugs gegessen werden, sonst wurde sie wieder d\u00fcnn. Alles, was wir gegessen hatten, war Wasser, ein dickliches Wasser. Aber man hatte erst mal den Magen gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Was die Kleidung betrifft: Dort, wo wir wohnten, um die Ecke, war ein gro\u00dfes Konzentrationslager [Langenstein-Zwieberge]. Diese Leute, wenn sie raus konnten, sind in die H\u00e4user gegangen und haben gepl\u00fcndert. Sie haben die T\u00fcren aufgebrochen. Man kann es ihnen gar nicht \u00fcbel nehmen, die hatten ja nichts und sind so schlecht behandelt worden: Deswegen haben sie bei uns alles rausgeholt.<\/p>\n<p>Wir hatten absolut nichts mehr. Kein Bett, keine Matratze, alles haben sie rausgeholt. Die Schr\u00e4nke eingehauen, M\u00f6bel zerhauen. Ach, sah das aus! Als ich nach Hause kam, war ich froh, dass es meine Mutti nicht gesehen hatte. Ich habe eine ganze Woche zugebracht, um aufzur\u00e4umen und zu wischen, \u00fcberall war was hingemacht. Die gingen nicht aufs Klo, die gingen in die Stuben. Schrecklich hat das ausgesehen.<\/p>\n<p>Aber so nach und nach, etwa nach zwei, drei Jahren, konnten wir wieder etwas kaufen.<\/p>\n<p>Mehrere Jahre habe ich nur auf dem Strohsack geschlafen. Mutti hat das Stroh vom Bauern geholt und wir haben einen gro\u00dfen Sack damit gef\u00fcllt. Und auf dem Strohsack habe ich geschlafen, bis man etwas kaufen konnte. Das dauerte mehrere Jahre. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich keinen Unterrock mehr hatte. Und es gab absolut nichts. Da h\u00f6rte ich pl\u00f6tzlich, dort und dort haben sie Ware bekommen und da standen die Menschen an. Jeder hat zugegriffen und hat nicht geschaut, welche Gr\u00f6\u00dfe, welche Farbe. Jeder hat blo\u00df ein St\u00fcck gegriffen und war froh, wenn er etwas bekam. Ich habe einen Unterrock gefunden, der mir viel zu gro\u00df war. Aber ich war froh, dass ich einen hatte.<\/p>\n<p>Die Gemeinde wurde wieder aktiv. Ja, die Geschwister kamen wieder. Wir haben in der Gemeinde dann gut zusammengehalten und -gestanden. Sp\u00e4ter war es nicht mehr so. Aber zu dieser Zeit waren wir alle einig und haben zusammengehalten. Wenn wir konnten, sind wir \u00fcber Land gegangen und haben von irgendwo etwas zu essen bekommen. Am Fastsonntag haben wir in der Kirche etwas zu Essen gekocht. Eine Suppe f\u00fcr alle. Wir haben alle an einem Tisch gesessen und das war sch\u00f6n. Trotz allem hatten wir auch sch\u00f6ne Zeiten in der Gemeinde. Wir hatten bunte Abende gestaltet. Alles w\u00e4hrend der schweren Zeit. Und das hat uns aufgemuntert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6rlitz, Schlesien Ich bin Johanna Runnacle, geborene Schmidt, geboren am 4. M\u00e4rz 1927 in G\u00f6rlitz, damals Schlesien. Mein Vater, Viktor Schmidt, starb, als ich noch ganz klein war. Ich hatte noch eine Schwester und zwei Br\u00fcder. Die Br\u00fcder waren im Krieg. Der eine ist verschollen, wir haben nie von ihm geh\u00f6rt. 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