{"id":726,"date":"2012-01-03T16:42:15","date_gmt":"2012-01-03T16:42:15","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=726"},"modified":"2012-01-03T16:42:15","modified_gmt":"2012-01-03T16:42:15","slug":"wilford-zdunkowski","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/726\/wilford-zdunkowski","title":{"rendered":"Wilford Zdunkowski"},"content":{"rendered":"<p><strong>Driesen, Friedeberg, Pommern<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Wilford-Zdunkowski.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-159\" title=\"Wilford Zdunkowski\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2011\/10\/Wilford-Zdunkowski.jpg\" alt=\"mormon deutsch wilford zdunkowski\" width=\"200\" height=\"257\" \/><\/a>Ich bin Wilford Zdunkowski<\/strong> und wurde im Jahre 1929 in Driesen [heute Drezdenko] (Neumark), Kreis. Friedeberg, Pommern geboren.<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Dieser kleine friedliche Ort von ehemals 5000 Einwohnern liegt etwa 180 Km \u00f6stlich von Berlin und geh\u00f6rt seit 1945 zu Polen. Dort gab es eine kleine aber sehr rege Gemeinde. Am 26. Mai 1937 wurde ich zusammen mit Schwester Rosemarie Jeske im Alter von acht Jahren in der Neuen Netze getauft. Nur wenige Mitglieder konnten anwesend sein, denn es war ein langer Fu\u00dfmarsch zur Taufstelle. Wir mussten so weit laufen, um St\u00f6rungen durch Spazierg\u00e4nger und Angler zu vermeiden. Meine Mutter und meine Gro\u00dfmutter wurden bereits 1924 getauft, mein Vater ca. zwei Jahre sp\u00e4ter. Trotz aller Bem\u00fchungen gelang es uns bis zum heutigen Tag nicht, weitere lebende Personen aus der Verwandtschaft zur Kirche zu bringen. Daf\u00fcr hat mein Vater sich sehr f\u00fcr die genealogische Arbeit eingesetzt. In sp\u00e4terem Alter habe ich mitgeholfen und diese T\u00e4tigkeit zum Teil \u00fcbernommen. Wir haben den bei\u00dfenden Spott unserer Verwandten wegen unserer Religionszugeh\u00f6rigkeit ertragen gelernt. In meiner Schulklasse war ich immer das einzige Mitglied der Kirche. Meine Mitgliedschaft, au\u00dfer Hohn und Spott, hat keine erkennbaren Nachteile f\u00fcr mich gebracht.<\/p>\n<p>Mein erstes Amt in der Kirche wurde mir im Alter von acht Jahren \u00fcbertragen. Ohne Notenkenntnisse wurde ich Gesangsleiter in der Primarvereinigung. Im Alter von 10 Jahren wurde ich Hilfssekret\u00e4r in der Sonntagsschule. Die monatlichen Berichte, die immer in den kirchlichen R\u00e4umen angefertigt werden mussten, waren mir ein Gr\u00e4uel. Ich sollte Prozentzahlen ermitteln, lange bevor die Prozentrechnung in der Schule besprochen wurde.<\/p>\n<p>Im Jahre 1941 verzog die Familie nach Stettin\/ Pommern. W\u00e4hrend wir in Driesen nur gute f\u00fcnf Minuten brauchten, um zu den Gemeinder\u00e4umen zu gelangen, war es wesentlich umst\u00e4ndlicher, die Versammlungen in Stettin zu besuchen. Zu Fu\u00df brauchten wir zun\u00e4chst 45 Minuten, um den Bahnhof in Stettin-Altdamm zu erreichen, dann folgte eine Bahnfahrt von ca. 15 Minuten und schlie\u00dflich ein 20 Minuten langer Laufweg zur Kirche. Eine Busverbindung von zu Hause zum Bahnhof in Altdamm gab es nicht. Der Weg nach Hause war dann wieder so umst\u00e4ndlich. Trotzdem besuchten wir die Versammlungen regelm\u00e4\u00dfig. Zur Distriktskonferenz 1941 wurde ich zum Diakon berufen und war damals der j\u00fcngste Priestertumstr\u00e4ger der Ostdeutschen Mission.<\/p>\n<p>Nach einem schweren Bombenangriff auf die Stadt Stettin gab es viele Ausgebombte, so dass unsere sch\u00f6nen Gemeinder\u00e4ume von der Partei beschlagnahmt wurden. Um das M\u00f6biliar von Bombengesch\u00e4digten vor Wettereinfl\u00fcssen zu sch\u00fctzen, wurde dieses in den Gemeinder\u00e4umen untergebracht. Eine andere christliche Gemeinschaft teilte dann mit uns deren Versammlungsr\u00e4ume, so dass wir zu unterschiedlichen Zeiten unsere Gottesdienste abhalten konnten. Oftmals war es aber auch erforderlich, unsere Versammlungen in einer Wohnung bei Mitgliedern abzuhalten.<\/p>\n<p>Mein Vater arbeitete in einem kriegswichtigen Betrieb, genannt \u201ePommersche Motorenwerke&#8220;, wo auch noch einige andere Br\u00fcder der Gemeinde arbeiteten. Aufgrund dieser Besch\u00e4ftigung wurde er vom Milit\u00e4rdienst befreit. Viele andere Br\u00fcder haben die Uniform anziehen m\u00fcssen, um das Vaterland zu verteidigen. Die Br\u00fcder, die nicht eingezogen wurden, hatten au\u00dfergew\u00f6hnliche Lasten f\u00fcr die Kirche zu tragen, damit die unterschiedlichen Versammlungen und sonstige Aktivit\u00e4ten ordnungsgem\u00e4\u00df durchgef\u00fchrt werden konnten. Man muss auch noch bedenken, dass die w\u00f6chentliche Arbeitszeit oftmals weit mehr als 50 Stunden betrug. Mein Vater wurde als Gemeindepr\u00e4sident der Gemeinde Stargard\/ Pommern berufen. Die Entfernung von 30 &#8211; 40 Km von unserer Wohnung zur Gemeinde legte Vater mit dem Fahrrad und mit Hilfe der Bahn zur\u00fcck.. Wegen anderer Verpflichtungen im Zusammenhang mit seiner Arbeit und der Kirche, konnte er manchmal die Gemeinde in Stargard nicht besuchen, so dass Vater mich als seinen Vertreter dort hinschickte. Ein alter Bruder segnete das Abendmahl, ich teilte es aus und musste anschlie\u00dfend eine Ansprache halten. Wenn es nicht anders ging, musste ich gelegentlich die Versammlung leiten.<\/p>\n<p>Der Krieg griff immer st\u00e4rker in unser Leben ein. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden wurde meine Gro\u00dfmutter, eine Kriegerwitwe aus dem ersten Weltkrieg, die bei uns wohnte, mit meinem vier Jahre j\u00fcngeren Bruder nach Driesen evakuiert. Dort waren Bombenangriffe noch so gut wie unbekannt, w\u00e4hrend wir in Stettin so manche Nacht unter Fliegeralarm leiden mussten. Mein Vater wurde dann als Distriktspr\u00e4sident des Distriktes Stettin berufen. Er hat mich mit der Abwicklung der B\u00fcroarbeit stark besch\u00e4ftigt, so dass wenig Freizeit f\u00fcr mich blieb. Die von der Kirche zur Verf\u00fcgung gestellte Schreibmaschine war schrottreif und praktisch unbrauchbar. So musste ich mir anderswo eine Schreibmaschine ausleihen.<\/p>\n<p>Als dann die Ostfront den ehemaligen Reichsgrenzen n\u00e4her kam, wurde meine Mutter zum Schanzen eingezogen. Dort wurde der sogenannte Ostwall errichtet. Nach erfolglosen Versuchen hatte ich endlich das Gl\u00fcck, einen Platz im Segelfluglager Neum\u00fchlenkamp in Ostpommern zu ergattern. Dort erlernte ich die Anfangsgr\u00fcnde des Segelfliegens mit dem Schulgleiter SG 38. Kurz nach der Heimkehr aus dem Segelfluglager wurden die \u201ePommersche Motorenwerke&#8220; bei einem heftigen Tagesangriff durch amerikanische Bomber gr\u00fcndlich zerst\u00f6rt. Die Fabrik lag zwar mitten im Wald, war also ausgezeichnet getarnt, ist aber dennoch durch feindliche Aufkl\u00e4rungsfl\u00fcge entdeckt worden. Mein Vater und andere Br\u00fcder haben den Bombenangriff \u00fcberlebt. Dass mein Vater \u00fcberhaupt mit dem Leben davon gekommen ist, grenzt an ein Wunder. Bedauerlicherweise hat der fr\u00fchere Distriktspr\u00e4sident Bruder Erich Berndt bei diesem Angriff sein Leben verloren. Er war ein sehr guter Bruder und hat seiner Familie sehr gefehlt. Die POMO, also Pommersche Motorenwerke, hat meinen Vater in ein entferntes Auslagerungswerk versetzt, so dass er die Leitung des Distriktes Stettin an die Ostdeutsche Mission zur\u00fcckgeben musste. Bei der letzten Distriktskonferenz des Distriktes Stettin, wurde Bruder Ernst Winter als Vaters Nachfolger berufen. Er hat dann den Distrikt in dieser schwierigen Zeit gef\u00fchrt bis Stettin zum Frontgebebiet erkl\u00e4rt wurde. Die Mitglieder der \u00f6stlich der Oder liegenden Gemeinden waren schon gefl\u00fcchtet, um westlich der Oder im Reichsgebiet Schutz zu suchen. Viele Menschen gaben sich der irrigen Hoffnung hin, dass die verlorenen Ost-Gebiete bald wieder zur\u00fcck erobert werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Man appellierte an die deutsche Jugend, sich freiwillig f\u00fcr den Dienst mit der Waffe zu melden, um unser Vaterland zu verteidigen. Vom Milit\u00e4r und der Partei wurde in meinem Heimatkreis auf den Jahrgang 1929 kein Zwang ausge\u00fcbt. Wir 15-j\u00e4hrige Jungen haben auf uns selber Druck ausge\u00fcbt. Wer nicht bereit war sich freiwillig zu melden, galt unter den Gleichaltrigen als feiger Hund. So war meine Familie nicht schlecht \u00fcberrascht, als ich kurz vor der Flucht uniformiert als Kriegsfreiwilliger vor sie hintrat. Ich war wirklich stolz auf meine Uniform und hoffte heimlich darauf, das Eiserne Kreuz zu erwerben bei der Verteidigung des Vaterlandes. Dieser Traum ist jedoch nicht wahr geworden. Erst lange nach dem Kriege habe ich erfahren, dass ich wahrscheinlich mein Leben dem ehemaligen Chef des deutschen Generalstabes, Generaloberst Heinz Guderian, zu verdanken habe. Er hat ausdr\u00fccklich verboten, den Jahrgang 1929 an den Brennpunkten der Verteidigungsschlachten einzusetzen. Schlecht ausgebildet und d\u00fcrftig bewaffnet, konnten wir gegen die russischen Veteranen auch das Kriegsgl\u00fcck nicht mehr wenden und Deutschland vor dem Untergang bewahren. Zur Selbstverteidigung durften wir allerdings eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Die Panzerschlacht \u00f6stlich von Stettin wurde aufgrund der gro\u00dfen \u00dcbermacht der Sowjets von diesen gewonnen, und die deutsche Front wurde hinter die Oder zur\u00fcck genommen. Die deutschen Truppenteile, die sich westlich von Stettin befanden, wurden letztendlich Richtung Elbe zur\u00fcck gedr\u00e4ngt. Bei einer Anzahl von Tieffliegerangriffen bin ich mit viel Gl\u00fcck und noch mehr mit der Hilfe des Herrn am Leben geblieben.<\/p>\n<p>Am 3. Mai 1945, einen Tag vor meinem 16. Geburtstag, wurde ich des Morgens durch schreckliche quietschende Kettenger\u00e4usche aus dem tiefen Schlaf gerissen. In einer Scheune hatten ein Kumpel und ich mit noch anderen Soldaten ein paar Stunden Schlaf gesucht nach den Strapazen des Tages. Die Kettenger\u00e4usche r\u00fchrten von russischen Panzern her, die sich schnell unserer Scheune n\u00e4herten. In Windeseile wollten wir uns davon machen, wurden aber von Maschinengewehrgarben dazu gezwungen, die H\u00e4nde hoch zu heben. Die russischen Soldaten durchsuchten uns zu meiner Verwunderung nur ganz fl\u00fcchtig nach Waffen, sehr sorgf\u00e4ltig aber nach Uhren und Ringen. Erst dann wurden wir gr\u00fcndlich entwaffnet. Mit einer gr\u00f6\u00dferen Gruppe deutscher Gefangener wurden wir dann zu irgendeinem Sammelplatz getrieben. Dann n\u00e4herte sich der russische Tross und wir mussten zu unserem Schrecken beobachten, was den deutschen Frauen und M\u00e4dchen angetan wurde, ohne dass wir einschreiten konnten. Meine Hoffnung, dass russische weibliche Offiziere dem wilden Treiben ein Ende bereiten w\u00fcrden, wurde jedoch entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p>Mein Gebet, nicht in russische Kriegsgefangenschaft zu geraten, sondern in den Westen zu entkommen, wurde nicht erh\u00f6rt. Mit meinem geistigen Auge sah ich schon mein Birkenkreuz in Sibirien. Wie der Prophet Enos, jedoch leise und nicht mit lauter Stimme, habe ich Tag und Nacht gebetet. Mein Gebet hatte nur einen Hauptgedanken: Vater zeige mir den Weg, wie ich der Gefangenschaft entfliehen kann. Die Bewachung durch die zahlreichen russischen Posten, zu Fu\u00df und zu Pferd, war sehr effektiv, so dass sich keine erkennbare M\u00f6glichkeit zur Flucht bot. Obwohl ich ziemlich verzweifelt war, hatte ich dennoch das Gef\u00fchl, dass der Herr seine sch\u00fctzende Hand \u00fcber mich hielt. Im sp\u00e4teren R\u00fcckblick wurde mir aber ganz klar, dass der Herr mir besonders nahe war, wenn ich ihn weit weg glaubte.<\/p>\n<p>Die t\u00e4glichen Strapazen waren entsetzlich. Lange Tagesm\u00e4rsche, wenig oder nichts zu essen und zu trinken, hatten meine Kr\u00e4fte stark aufgezehrt. Ich will mich ganz kurz fassen. Was ich erlebte, ist wirklich wahr, nicht etwa ein Abenteuerroman. Nach einer Anzahl anstrengender Tagesm\u00e4rsche, nachts schliefen wir auf feuchten Wiesen, wurden wir in dem ehemaligen Konzentrationslager Neubrandenburg untergebracht. Dort bekam ich auch meine Haare geschoren und war damit schnell als Kriegsgefangener erkennbar. Aufgrund mangelnder Ern\u00e4hrung froren wir in den kalten Main\u00e4chten erb\u00e4rmlich. Pl\u00f6tzlich schleppten einige Landser aus den \u00fcberf\u00fcllten Baracken die verwanzten Bettgestelle heraus und machten ein riesiges Feuer. Die Russen lie\u00dfen sie gew\u00e4hren. F\u00fcr wenige Minuten konnten sich viele nach l\u00e4ngerer Wartezeit am Feuer erw\u00e4rmen. Auch ich hatte Gl\u00fcck und stand dort mit dem R\u00fccken zum Feuer. Die totale Ersch\u00f6pfung erzeugte in mir einen Ohnmachtsanfall. Wenn nicht zuf\u00e4llig ein mir unbekannter Soldat beobachtet h\u00e4tte wie ich anfing zu schwanken, w\u00e4re ich r\u00fcckw\u00e4rts ins Feuer gefallen. Er fing mich im letzten Augenblick auf, sagte irgendetwas und verschwand. Ich bin mir sicher, dass der Herr seine Hand im Spiel hatte. Meine eigenen Gebete und die meiner Angeh\u00f6rigen haben die Aufmerksamkeit des Herrn auf mich gelenkt.<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit im Gefangenenlager \u201eNeubrandenburg&#8220; ging der Marsch Richtung Osten weiter. Wenige Tage sp\u00e4ter \u00fcberquerten wir die Oder in der N\u00e4he von Greifenhagen [heute Gryfino], wo eine Behelfsbr\u00fccke errichtet war. So war ich nicht sehr weit weg von meinem ehemaligen Zuhause in der N\u00e4he von Stettin-Altdamm. Dort wollte sich die Familie nach Beendigung des Krieges wieder treffen. Dass dieses nicht m\u00f6glich sein w\u00fcrde, ahnten wir bei unserer Trennung noch nicht. Unsere ehemalige Heimat wurde den Polen zugesprochen, die ihrerseits einen Teil ihrer Ostgebiete an Russland abtreten mussten.<\/p>\n<p>Der Marsch Richtung Osten ging weiter. Meine Fluchtpl\u00e4ne fielen in sich zusammen, denn die Bewachung der deutschen Kriegsgefangenen war sehr effektiv. Dennoch betete ich Tag und Nacht sehr inbr\u00fcnstig. und versprach dem Herrn, ihm den Rest meines Lebens zu dienen, wenn er mir die Flucht aus der Gefangenschaft erm\u00f6glicht. Das musste aber geschehen, so lange wir noch im ehemaligen Deutschland waren. Es war mir sehr deutlich bewusst, dass f\u00fcr den Herrn nichts unm\u00f6glich ist. Immer wenn der Weg uns in die N\u00e4he eines Waldabschnittes f\u00fchrte, wurde dieses Gebiet besonders scharf bewacht. Meine Kr\u00e4fte waren schon stark dezimiert aufgrund v\u00f6llig unzureichender Ern\u00e4hrung und der viel zu geringen Wasserzuteilung. Auch anderen Gefangenen erging es \u00e4hnlich, und so manch einer brach am Wegesrand zusammen. Trotz des scharfen Antriebs verlangsamte sich der Marsch Richtung Osten. So konnten es die Russen eines Abends nicht vermeiden, mit den langen Gefangenenkolonnen ein Waldgebiet zu durchqueren. Die Chaussee war ungew\u00f6hnlich breit, so dass die Gefangenen nur die Stra\u00dfenmitte benutzen durften, um ihnen nicht eine m\u00f6gliche Flucht zu erleichtern. W\u00e4hrend dieses Nachtmarsches wurden wir v\u00f6llig unerwartet von einer Kolonne mit Lastwagen \u00fcberholt, die mit russischen Soldaten beladen waren. Diese von einer Siegesfeier noch halb betrunkenen Russen sangen Soldatenlieder und br\u00fcllten uns zu: \u201eGitler kaputt!&#8220; Die Eint\u00f6nigkeit des Marschierens wurde dadurch unterbrochen, und wir alle schauten zu den Russen hin. Dort wo die Lastwagen entlang fuhren, mussten die Gefangenen n\u00e4her an den Stra\u00dfenrand ausweichen. Ich selbst marschierte ganz rechts, beobachtete die russischen Lastwagen und dachte aufgrund meiner Schw\u00e4che keinen Augenblick an die Flucht.<\/p>\n<p>Nun geschah ein Wunder, das ich bis heute nicht erkl\u00e4ren kann. Mir war es, als ob ich einen starken Sto\u00df in den R\u00fccken bekam. Ohne auch nur einen Augenblick zu schauen und zu \u00fcberlegen, rannte ich sofort los in den Wald. Kein Ruf erschallte hinter mir her oder gar ein Schuss! Zun\u00e4chst einmal war ich entkommen. Nach einiger Zeit blieb ich stehen, um kurz durchzuatmen, bemerkte aber keine Verfolger, sondern h\u00f6rte nur weit entfernt leise Ger\u00e4usche von der Chaussee. Nun rannte ich weiter in den Wald hinein, stolperte \u00fcber Wurzeln, raffte mich auf, rannte weiter bis ich dann vor Ersch\u00f6pfung nieder fiel und in einen ohnmachts\u00e4hnlichen Schlaf versank. Dieser musste einige Stunden angedauert haben. Es war schon am ganz fr\u00fchen Morgen, als ich durch Hundegebell geweckt wurde. Ich erkannte einen russischen Soldaten auf einem Fahrrad, der nur wenige Schritte von mir entfernt einen Waldweg entlang fuhr. Vor Schreck blieb mir das Herz fast stehen. Der Hund hatte mich sicherlich wahrgenommen und riss das Fahrrad mit dem torkelnden, wohl angetrunkenen Russen in meine Richtung. Dieser hatte sicherlich gedacht, dass der Hund einen Hasen oder ein Reh gewittert hatte und dem Wild nach wollte. Er br\u00fcllte den Hund an, riss an dessen Leine und fuhr weiter.<\/p>\n<p>Endlich fing mein Verstand wieder an zu arbeiten. Nur weg von hier, nur weg! Bald fand ich eine dichte Schonung, in der ich f\u00fcr vorl\u00e4ufig einen Unterschlupf fand. Den Schlaf, den ich verzweifelt suchte, konnte ich aber nicht finden. Langsam begann ich zu erahnen, was sich abgespielte hatte. Ich sch\u00fcttete dem Herrn mein Herz aus und dankte ihm f\u00fcr meine Rettung. Was wirklich am Waldesrand geschehen war, dass ich den pl\u00f6tzlichen Mut und die Kraft fand zu entkommen, werde ich zu meinen Lebzeiten nicht erfahren. Dass der Herr seine Hand im Spiel hatte, war mir klar. Womit ich es verdient hatte, dass der Herr sich eingeschaltet hatte, war mir nicht klar. Ohne seinen Eingriff h\u00e4tte ich den g\u00fcnstigen Augenblick zur Flucht verpasst. Erst viel sp\u00e4ter begriff ich, dass aufgrund der Flucht mir eine lange und leidvolle Kriegsgefangenschaft irgendwo in Russland erspart geblieben ist. Jahre sp\u00e4ter habe ich die Erlebnisberichte zahlreicher heimgekehrter Kriegsgefangener gelesen und erkannte, wie g\u00fctig der Herr zu mir gewesen ist. Zur\u00fcck in die Schonung!<\/p>\n<p>Nun musste ich den Weg nach Hause finden, wo meine Angeh\u00f6rigen und ich uns treffen wollten. Der direkte Weg zu Fu\u00df nach Hause unter normalen Umst\u00e4nden w\u00e4re in zwei Tagen zu schaffen gewesen. Ich musste aber das Risiko vermeiden, dass ich von irgendjemanden gesehen und festgenommen wurde. Somit musste ich viele Umwege in Kauf nehmen. Um wieder zu Kr\u00e4ften zu kommen, brauchte ich unbedingt etwas zu essen und zu trinken. Auch musste ich die verr\u00e4terische Uniform gegen Zivilkleidung eintauschen. Doch wie konnte ich das bewerkstelligen? Beeren und Pilze gab es zu dieser Jahreszeit noch nicht im Walde, also hie\u00df es weiter hungern. Nach dem die Sonne etwas h\u00f6her am Himmel stand und ich mich in einer kleinen Lichtung innerhalb der Schonung aufgew\u00e4rmt hatte, schlich ich wie ein Indianer auf allen Vieren, Ger\u00e4usche vermeidend, zum Rand der Schonung und versuchte mich zu orientieren. Der die Schonung umgebende Hochwald war ziemlich licht, so dass ich dort leicht gesehen werden konnte. So weit ich mich nach 63 Jahren noch erinnern kann, wagte ich es nicht, die Schonung am Tage zu verlassen. Das Ereignis mit dem halb betrunkenen Russen und seinem Hund in fr\u00fcher Morgenstunde deuteten darauf hin, dass russische Soldaten in der N\u00e4he waren.<\/p>\n<p>Meine Gebete um g\u00f6ttliche F\u00fchrung waren sehr ernsthaft, und ich f\u00fchlte mich dazu angehalten, erst bei sich einstellender Dunkelheit mein Versteck zu verlassen. Auf einem Waldweg, der wohl gelegentlich von Bauern mit Pferdegespannen benutzt worden ist, sah ich in einiger Entfernung einen Fl\u00fcchtlingswagen stehen. Nach l\u00e4ngerer Beobachtung n\u00e4herte ich mich diesem v\u00f6llig ausgepl\u00fcnderten Wagen, fand aber darin eine alte mir viel zu gro\u00dfe zerschlissene Jacke, die ich gegen meine Uniformjacke umtauschte. Irgendwann kam ich dann an den Waldesrand. Im Mondenschein erkannte ich vor mir auf einer gro\u00dfen Lichtung einige Bauerngeh\u00f6fte, die aber v\u00f6llig unbeleuchtet waren. Ich getraute mich aber nicht, ein Geh\u00f6ft n\u00e4her zu untersuchen, um dort vielleicht etwas Essbares zu finden. So beschloss ich, unter Umgehung aller Geh\u00f6fte weiter zu wandern. Die Waldwanderung war sehr anstrengend, jeder knackende Zweig jagte mir einen Schrecken ein. In der Ferne sah ich gelegentlich ein Lagerfeuer. Weil ich nicht wusste, wer dort lagerte, habe ich diese unbedingt vermieden.<\/p>\n<p>Bei der \u00dcberquerung eines Feldes stolperte ich \u00fcber einen halb gef\u00fcllten Eimer ohne Deckel. Ich kostete den Inhalt und fand zu meiner gro\u00dfen Freude, dass dieser Sirup enthielt. Mit zwei Fingern holte ich mehr und mehr von der z\u00e4hen aber wohlschmeckenden Fl\u00fcssigkeit heraus und schleppte den Eimer bis Tagesanbruch mit mir mit. Als ich dann merkte, dass die oberste Schicht aus toten Fliegen bestand, die durch die S\u00fc\u00dfigkeit angelockt waren, da warf ich den Eimer weg. Dennoch hatte das ekelerregende Mahl eine positive Auswirkung. Meine ruhr\u00e4hnliche Krankheit wurde fast augenblicklich geheilt. Nach vielen Nachtmarschstunden, schlafen in Verstecken, trinken aus B\u00e4chen und waschen ohne Seife, kam ich um Mitternacht zu Hause an. Inzwischen an Vorsicht gew\u00f6hnt, beobachtete ich wie ein Indianer auf dem Bauch liegend unser Haus und die ganze Gegend. Wir wohnten weniger als 50 m von einem Waldesrand entfernt, so dass ich einen guten \u00dcberblick bekam. Aus den Fenstern der 2-Familienh\u00e4user, die nur ein wenig durch Beschuss besch\u00e4digt waren, flatterten die Reste von Gardinen. Menschen waren nicht zu sehen. Trotzdem wagte ich es nicht, das Haus vor dem Morgengrauen zu betreten. Keine Menschenseele war zu erblicken. Die T\u00fcren waren herausgehoben worden, wahrscheinlich wurden sie von deutschen Soldaten als Schanzmaterial verwendet. Das einzige Essbare im Hause waren die Winterkartoffeln, die schon m\u00e4chtig gekeimt hatten. Von diesen a\u00df ich einige roh, da ich nicht wagte, ein Feuer zu machen. Der Rauch aus einem Schornstein h\u00e4tte ziemlich schnell unerw\u00fcnschte Besucher angezogen. Ich verbarg mich zun\u00e4chst in einer Kammer, wo ich einige Matratzen hinschleppte, um weich zu ruhen.<\/p>\n<p>Bald war mir bewusst, dass es nicht gut war, mich in der Bodenkammer zu verbergen, da ich keinen Fluchtweg hatte. Am Morgen beobachtete ich vom Walde aus, dass russische Soldaten und polnische Zivilisten alle H\u00e4user durchst\u00f6berten, um nach brauchbaren Dingen zu suchen. Nachts war es dann ruhig, so dass ich zum Hause zur\u00fcckkehrte, um Feuer im Herd zu machen und Kartoffeln zu kochen. Salz genug hatte ich schon zuvor gefunden, auch einige alte Kleidungsst\u00fccke. Meine Glatze verbarg ich unter einem Strohhut. Dieses wenig angenehme Leben des Versteckens und mich von Kartoffeln zu ern\u00e4hren, ging eine Anzahl von Tagen vor sich hin. Mir war klar geworden, dass ich nicht immer auf mein Gl\u00fcck bauen konnte. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter w\u00fcrde ich geschnappt werden, und was dann? Meine Gebete hatten nur einen Hauptinhalt: Zeige mir Herr, wie es weiter gehen soll. Wiederum hat der Herr mich nicht im Stich gelassen.<\/p>\n<p>Hinter B\u00e4umen und B\u00fcschen versteckt, beobachtete ich eines Tages zwei Personen in einiger Entfernung, die ich dann aber als zwei j\u00fcngere Schulfreunde erkannte. Von weitem hielten sie mich f\u00fcr einen Polen. Durch Zuruf gab ich mich zu erkennen und erfuhr dann von ihnen, dass alle Deutschen sich in einem weniger zerst\u00f6rten Ortsteil von Altdamm ansiedeln mussten. Alle arbeitsf\u00e4higen Personen wurden unter polnischer Aufsicht registriert und zur Arbeit herangezogen. Es gab zwar kein Geld f\u00fcr die verrichtete Arbeit, aber man erhielt eine Brotkarte, die man gegen eine geringe Menge Brot eintauschen konnte. Zu den ersten Arbeiten, die ich verrichten musste, geh\u00f6rte die Beseitigung von Panzersperren und die Reparatur von Hausd\u00e4chern. Immer mehr Polen zogen nach Altdamm. Vergeblich warteten wir auf Freunde und Angeh\u00f6rige, doch diese kamen nicht zur\u00fcck. Da wir keine Zeitung und Radio hatten, wussten wir nichts von den neuen politischen Gegebenheiten.<\/p>\n<p>Eines Tages erging der Aufruf an die deutsche Bev\u00f6lkerung, innerhalb weniger Minuten unsere uns zugewiesenen Wohnungen zu verlassen. In einem Kartoffelsack verbarg ich schnell meine wenigen Habseligkeiten, beschmierte meine Schuhe mit Stra\u00dfendreck, damit diese nicht attraktiv erschienen und Begehrlichkeiten erweckten. Dann war ich zum Abmarsch bereit. Die einzige v\u00f6llig unzureichende Identifikation die ich hatte, war die mit meinem Namen versehene Brotkarte. Meine Papiere sind bei meiner Gefangennahme abhanden gekommen. Dann wurden wir zum Fu\u00dfmarsch in s\u00fcdwestlicher Richtung gezwungen. Die deutschen Ostfl\u00fcchtlinge waren gewisserma\u00dfen vogelfrei. Jeder Pole oder Russe konnte sich ungestraft an deren Eigentum vergreifen. Irgendwann trafen wir in Greifenhagen ein, wo wir in einem vorgeschriebenen Stadtteil nahe der Oder eine Unterkunft zugeteilt bekamen. Zumeist waren es leere Wohnungen. Auf den nackten Dielen haben wir uns dann von den Strapazen des langen Fu\u00dfmarsches ausgeruht. Niemand hat uns etwas zu essen gegeben, Wasser konnte man sich irgendwo an einer Pumpe holen. H\u00e4tten wir nicht vorsorglich etwas Brot und kalte gekochte Kartoffeln mitgenommen, dann h\u00e4tten wir verhungern m\u00fcssen. Das h\u00e4tte aber unsere Befreier nicht weiter gest\u00f6rt.<\/p>\n<p>Nun kam von irgendwoher die Parole auf, dass alle jungen M\u00e4nner sich melden mussten. Sie sollten dann zur Arbeit in die schlesischen Bergwerke gebracht werden. Dort sollte es ihnen dann sehr gut gehen. Misstrauisch geworden von allen Erfahrungen der vorangegangenen Monate, habe ich mich zun\u00e4chst einmal in Windeseile mit meinen wenigen Habseligkeiten versteckt, um einer erneuten Gefangennahme zu entgehen.<\/p>\n<p>Was nun geschah, ist f\u00fcr mich ein noch gr\u00f6\u00dferes Wunder als meine Flucht aus der russischen Gefangenschaft. Ohne g\u00fcltige und ausreichende Papiere die Oderbr\u00fccke \u00fcberqueren zu wollen, war so gut wie unm\u00f6glich. Von der Dachstube eines sich au\u00dfer Betrieb befindlichen Bahnw\u00e4rterh\u00e4uschens beobachtete ich, dass jedermann, ganz gleich welche Richtung er die Oderbr\u00fccke \u00fcberquerte, sorgf\u00e4ltig nach g\u00fcltigen Papieren \u00fcberpr\u00fcft wurde. Der Versuch mit einer Brotkarte die Br\u00fccke zu \u00fcberqueren, h\u00e4tte unbedingt zu meiner Festnahme gef\u00fchrt. Die Oder des nachts zu durchschwimmen war ziemlich aussichtslos, da diese noch zum Teil vermint war. Au\u00dferdem wurden die \u00f6stlichen Oderdeiche von polnischen Posten streng bewacht. Vom oberen Fenster des Bahnw\u00e4rterh\u00e4uschens beobachtete ich, dass ein gro\u00dfer Trupp von mehreren tausend deutscher Kriegsgefangener Richtung Osten getrieben wurde. Die halb verhungerten Gestalten sahen erb\u00e4rmlich aus. F\u00fcr mich gab es nur eine lebenswichtige Frage. Wie komme ich \u00fcber die Oder? Sollte ich in der Nacht unter Ausnutzung der Dunkelheit versuchen, die Br\u00fccke zu \u00fcberqueren? Die zahlreichen Lampen deuteten aber darauf hin, dass nachts die Br\u00fccke beleuchtet wurde, so dass eine heimliche \u00dcberquerung nicht in Frage kam. Ich wurde pl\u00f6tzlich sehr unruhig im Bahnw\u00e4rterh\u00e4uschen. W\u00fcrde jemand das H\u00e4uschen betreten, dann gab es keinen Fluchtweg f\u00fcr mich. So verlie\u00df ich dieses ungesehen und versteckte mich im hohen Unkraut, welches das H\u00e4uschen umgab. Ich f\u00fchlte, dass ich vom Geist erf\u00fcllt wurde und sprach dann ein Gebet so inbr\u00fcnstig wie niemals im Leben zuvor. An die Worte kann ich mich nicht mehr erinnern, versprach aber dem Herrn nochmals, ihm mein Leben lang dienen zu wollen, wenn er mir den Ausweg aus meiner misslichen Lage zeigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dann geschah etwas, was ich in diesem Leben nicht mehr verstehen werde. Ein niemals zuvor gesp\u00fcrtes Gef\u00fchl der Ruhe und des Friedens kam \u00fcber mich. Mit schlafwandlerischer Sicherheit verlie\u00df ich mein Versteck. Ohne wirklich zu wissen was ich tat, \u00fcberquerte ich die Br\u00fccke im gem\u00e4chlichen Schritt, ohne von irgendeinem Posten gestoppt zu werden. Diese schauten mich zwar an, nahmen mich aber \u00fcberhaupt nicht zur Kenntnis. Nachdem ich deutschen Boden unter den F\u00fc\u00dfen hatte und zur\u00fcck blickte, kam pl\u00f6tzlich ein furchtbares Angstgef\u00fchl \u00fcber mich. In wenigen Augenblicken war meine Kleidung vom Angstschwei\u00df durchn\u00e4sst.<\/p>\n<p>Nach einigen Schwierigkeiten, die ich zu \u00fcberwinden hatte, suchte ich meine Verwandten in Babelsberg bei Berlin auf. Dort erfuhr ich, dass meine Angeh\u00f6rigen nun im britischen Sektor in Berlin Zuflucht gefunden hatten und mit einer anderen Familie eine winzige Kellerwohnung teilten.<\/p>\n<p>Nun geh\u00f6rten wir zur Gemeinde Berlin-Nord, und dort tat ich als Diakon meine Pflicht. Es ist mir damals sehr schwer gefallen, am Abendmahl teilzunehmen. Aufgrund von Kriegseinwirkungen besa\u00dfen wir f\u00fcr eine geraume Zeit keine kleinen Abendmahlsgl\u00e4schen. In fr\u00fcheren Zeiten, so wie in anderen Gemeinden, bekam jedes Mitglied ein Abendmahlsgl\u00e4schen mit Wasser gef\u00fcllt in einem St\u00e4nder angeboten. Anstelle dessen wurden zwei gro\u00dfe Trinkgl\u00e4ser herum gereicht, aus denen die Mitglieder einen Schluck Wasser nahmen. Die beiden Diakone bekamen das Abendmahl zum Schluss gereicht, nachdem die halbe Gemeinde schon aus einem der Gl\u00e4ser getrunken hatte und das Glas fast leer war. Dann noch aus dem Glas zu trinken, hat mich unendlich viel \u00dcberwindung gekostet.<\/p>\n<p>Zu jenem Zeitpunkt hatte die Kirchenverwaltung in Salt Lake City noch keinen offiziellen Kontakt mit dem Missionsb\u00fcro in Berlin aufgenommen. Gelegentlich kamen jedoch Mitglieder Kirche in amerikanischer Milit\u00e4runiform zur Gemeinde, um einen Eindruck vom Zustand der Kirche zu gewinnen. Wahrscheinlich erstatteten sie dann Bericht dar\u00fcber. Ich kann mich noch an einen h\u00f6heren amerikanischen Offizier erinnern, der sich mit einem Jeep vorfahren lie\u00df. Er beobachtete den Ablauf unserer Abendmahlsversammlung. Als ich ihm das Abendmahl in einem halb gef\u00fcllten Glas reichte, lehnte er freundlich dankend ab. Wenige Wochen sp\u00e4ter kam er zur\u00fcck und brachte einen Tragekasten mit Abendmahlsgl\u00e4schen. Von dem Zeitpunkt an konnten wir wieder das Abendmahl aus kleinen Gl\u00e4schen, wie gewohnt, einnehmen. Wir waren diesem Bruder sehr dankbar f\u00fcr seine Hilfe.<\/p>\n<p>Die Zeit in Berlin und an anderen Orten nach dem Krieg war sehr schwierig. In dem kalten Winter 1945-1946 froren wir erb\u00e4rmlich in der Kirche und zu Hause, da es kein Heizmaterial gab. Auch mussten die Mitglieder der Kirche, wie fast alle anderen, furchtbar an Hunger leiden. Aufgrund von K\u00e4lte und schlechter Ern\u00e4hrung haben viele Menschen diese Zeit nicht \u00fcberlebt. Auch meine Gro\u00dfmutter hat diese furchtbare Zeit nicht \u00fcberlebt. Ich fand dieses sehr ungerecht, da sie sich doch sehr f\u00fcr die Kirche und die Missionare eingesetzt hatte und ein besseres Ende verdient h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Ein Ereignis m\u00f6chte ich noch anf\u00fchren. Als eine alte Schwester der Gemeinde verstarb, bestellte mich der Gemeindepr\u00e4sident als seinen Gehilfen zum Friedhof. S\u00e4rge gab es damals nicht und die Toten wurden in Papiers\u00e4cken in Massengr\u00e4bern beerdigt. Als Vertreter der Kirche war au\u00dfer mir nur die FHV-Leiterin noch anwesend. Aber der Gemeindepr\u00e4sident, der die Grabrede halten sollte, fehlte. Da nur f\u00fcnf bis zehn Minuten f\u00fcr eine Beerdigung zur Verf\u00fcgung standen, konnten wir nicht mehr auf ihn warten. Somit musste ich als 16-j\u00e4hriger Diakon, noch dazu unvorbereitet, meine erste Grabrede halten. Die FHV-Leiterin sprach ein Gebet am Grab. Der Gemeindepr\u00e4sident war nicht aus eigenem Verschulden abwesend. Aus Energiemangel gab es in der damaligen Zeit zahlreiche Stromsperren, so dass die U-Bahn irgendwo unterwegs f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit stehen blieb, so dass er nicht zurzeit zur Beerdigung kommen konnte.<\/p>\n<p>Bruder G\u00fcnther Waldhaus, ein anderer Diakon der Gemeinde Berlin-Nord und ich bekamen von der Missionsleitung den schwierigen Auftrag, mit dem Handwagen quer durch Berlin von Moabit bis Karlshorst zu einer russischen Fleischfabrik zu fahren. Die Missionsleitung hatte es irgendwie arrangiert, zwei S\u00e4cke voller Knochen von der Fleischfabrik zugewiesen zu bekommen, die wir dann zum Missionsb\u00fcro transportieren mussten. Die Knochen wurden dort an Mitglieder der Kirche verteilt, die sich daraus eine Br\u00fche kochen konnten. Auch das half mit zu \u00fcberleben. Nach dieser langen Fu\u00dfreise mit dem Handwagen waren wir von der gro\u00dfen Anstrengung v\u00f6llig erledigt. \u00c4hnlich muss es den Pionieren ergangen sein. Bald kam auch die Ank\u00fcndigung von Elder Benson w\u00e4hrend einer Sonderversammlung im Fr\u00fchjahr 1946, dass aufgrund des Wohlfahrtplanes an die Mitglieder der Kirche Lebensmittel verteilt werden sollten, ebenso wie gebrauchte Kleidungsst\u00fccke und Schuhe. Es blieb nicht bei der Ank\u00fcndigung. Schneller als erwartet, doch f\u00fcr manchen schon zu sp\u00e4t, wurden die Hilfsg\u00fcter tats\u00e4chlich ausgeliefert. Damit wurde die Not vieler Mitglieder gelindert, wof\u00fcr ein jeder au\u00dferordentlich dankbar war.<\/p>\n<p>Nachdem ich das Abitur abgelegt hatte, wenige Jahre nach Beendigung des Krieges und kurz nach der W\u00e4hrungsreform, wurde ich von einem Missionsruf in die Ostzone \u00fcberrascht. Zur gleichen Zeit wurde auch Schwester Inge Benicke aus meiner Gemeinde in die Ostzone auf Mission berufen. Viele Menschen, auch Mitglieder der Kirche, entflohen dem Osten, um im Westen unter besseren Verh\u00e4ltnissen einen Neuanfang zu suchen. Wir dagegen sollten den Westsektor Berlins verlassen, um im Osten f\u00fcr die Kirche Missionsarbeit zu verrichten. Dieses bedeutete, den viel gesch\u00e4tzten Westpass f\u00fcr einen Ostpass aufzugeben. Niemand hatte jemals darauf hingewiesen, dass von mir erwartet wurde, einmal auf Mission zu gehen. Deshalb kam der Ruf v\u00f6llig \u00fcberraschend und zu einem sehr ungelegenen Zeitpunkt. Endlich wollte ich etwas f\u00fcr mein berufliches Fortkommen tun, was nun durch den Missionsruf verhindert wurde. Wie viel besser ist es doch heute, wo jeder junge Mann schon im PV-Alter auf eine Mission vorbereitet wird. Er wei\u00df dann genau, was von ihm erwartet wird. Ich dachte damals an das Versprechen, dem Herrn mein Leben lang zu dienen, wenn er mich aus der Gefangenschaft f\u00fchrt. Mir war klar, dass ich dieses Versprechen auch einl\u00f6sen w\u00fcrde. Inzwischen sind viele Jahre vergangen und ich habe erkannt, dass mein Konto beim Herrn bei weitem nicht ausgeglichen ist. Der Herr hat viel mehr f\u00fcr mich getan, als ich jemals zur\u00fcckgeben kann.<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Man hat mich aufgefordert, einen Bericht \u00fcber mein Leben und meine kirchlichen Aktivit\u00e4ten w\u00e4hrend des Dritten Reiches und der schwierigen Nachkriegszeit zu schreiben. Ich muss zugeben, dass ich dieser Aufforderung nicht mit besonderer Freude gefolgt bin, denn es gibt wenig von mir zu berichten, das sich wirklich lohnt, der Nachwelt zu erhalten. Trotzdem will ich gehorsam sein und einige Dinge aufschreiben, die sp\u00e4teren Generationen von Nutzen sein k\u00f6nnten. Einige ungew\u00f6hnliche Ereignisse aus der damaligen Zeit sollen zeigen, dass der Herr \u00fcber seine Kinder wacht. Diese Niederschrift soll kein Erlebnisbericht sein, sondern ein Abbild meines eigenen Zeugnisses.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Driesen, Friedeberg, Pommern Ich bin Wilford Zdunkowski und wurde im Jahre 1929 in Driesen [heute Drezdenko] (Neumark), Kreis. Friedeberg, Pommern geboren.[1] Dieser kleine friedliche Ort von ehemals 5000 Einwohnern liegt etwa 180 Km \u00f6stlich von Berlin und geh\u00f6rt seit 1945 zu Polen. Dort gab es eine kleine aber sehr rege Gemeinde. Am 26. 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