{"id":957,"date":"2012-05-14T14:15:12","date_gmt":"2012-05-14T14:15:12","guid":{"rendered":"http:\/\/mormonengeschichte-de.de.elds.org\/?p=957"},"modified":"2014-04-18T05:42:07","modified_gmt":"2014-04-18T05:42:07","slug":"klaus-peter-back","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/957\/klaus-peter-back","title":{"rendered":"Klaus Peter Back"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nordhausen, Th\u00fcringen<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Klaus-Peter-Back1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1004\" title=\"Klaus-Peter-Back\" alt=\"Mormon Deutsch Klaus Peter Back\" src=\"http:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Klaus-Peter-Back1-219x300.jpg\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Klaus-Peter-Back1-219x300.jpg 219w, https:\/\/de.elds.org\/mormonengeschichte-de\/files\/2012\/05\/Klaus-Peter-Back1.jpg 291w\" sizes=\"(max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/a>Ich bin Klaus Peter Back<\/strong>, geboren am 14. Juni 1940 in Nordhausen, Th\u00fcringen. Mein Vater ist Willy Fritz Back, meine Mutter Irmgard Irene geborene Richter. Ich habe zwei Br\u00fcder, J\u00fcrgen, geboren 1936, er ist vor vielen Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, und Hans, er wurde 1947 geboren. Meine Mutter erz\u00e4hlte, dass am Tage meiner Geburt der Chefarzt der Klinik strahlend ins Zimmer trat und sagte: &#8222;Frau Back, herzlichen Gl\u00fcckwunsch zur Geburt Ihres Sohnes, sie h\u00e4tten sich keinen besseren Tag aussuchen k\u00f6nnen, heute sind deutsche Soldaten in Paris ein\u00acmarschiert.&#8220;<\/p>\n<p>Mutter war eine engagierte Sportlerin, sie war Krankenschwester und Arzthelferin. Vater war bei der Polizei, er boxte auch gerne und war sp\u00e4ter Soldat. Sie erlebten also die schwere Weltwirtschaftskrise, das Geld, das es morgens gab, reichte kaum noch zum Kauf eines Brotes am Mittag. Die gro\u00dfe Arbeitslosigkeit und die v\u00f6llig zersplitterte politische Situation waren bekanntlich auch unter anderem der N\u00e4hrboden f\u00fcr die Entwicklung eines Mannes namens Adolf Hitler.<!--more--><\/p>\n<p>Zu Beginn des 2. Weltkrieges lief alles sehr gut f\u00fcr Deutschland \u2013 Siege an allen Fronten. Schon damals sagte meine Mutter &#8211; eine sehr kluge Frau &#8211; dass das alles kein gutes Ende nehmen k\u00f6nne. Vater war bei der Flugsicherung, unter anderem in Bremen. Die Familie konnte anfangs \u00f6fter mit dabei sein. Mutter erz\u00e4hlte, als sie mit mir schwanger war, dass sie sich \u00fcberreden lie\u00df, in ein Flugzeug zu steigen und der Pilot schaukelte sie durch die Luft mit Loopings und allem Drum und Dran, dass sie dem Pilot vor Angst an den Hals ging und ihn zur Landung zwang. Sp\u00e4ter erfuhr sie, dass mein Vater dem Piloten gesagt hatte, er solle sie ein wenig durchsch\u00fctteln.<\/p>\n<p>Im Laufe der folgenden Kriegsjahre wurde das Essen in Nordhausen immer knapper, wie in ganz Deutschland. Die M\u00fctter wurden erfinderischer, etwas Essbares aufzutreiben. Sie fuhren auf die D\u00f6rfer und nahmen Wertgegenst\u00e4nde wie Schmuck, Porzellan, W\u00e4sche usw. mit und tauschten es gegen Lebensmittel ein, man nannte das &#8222;Hamstern.&#8220; Einmal kam Mutter nach einer solchen Tour zur\u00fcck mit einem Kiloglas Marmelade, sie sagte, &#8222;ich muss noch einmal weg&#8220;. Mein Bruder und ich hatten Hunger und als unsere Mutter nach Stunden zur\u00fcckkam, war die Marmelade aufgegessen von zwei hungrigen Br\u00fcdern. Dann fuhr sie mit einem alten, schlecht bremsenden Fahrrad durch die D\u00f6rfer. Auf einem absch\u00fcssigen Weg konnte sie das Fahrrad nicht bremsen und fuhr im hohen Bogen auf einen weichen, dampfenden Misthaufen, sehr zum Gel\u00e4chter der Bauern. Zum Teil fuhren noch die Eisenbahnen. Von einer solchen Eintauschtour kam Mutter zur\u00fcck; die Z\u00fcge waren so \u00fcberf\u00fcllt, dass die Menschen auf dem Dach lagen. Mutter hatte einen Rucksack voller Kirschen, hielt sich mit beiden H\u00e4nden an den Puffern des Waggons am hinteren Ende des Zuges fest. Als der Zug in Nordhausen ankam, war der Rucksack leer, die Leute hinter ihr hatten auch Hunger und Mutter musste sich ja mit den H\u00e4nden festhalten, damit sie nicht runterfiel und da war es vorbei mit den Kirschen f\u00fcr die Kinder.<\/p>\n<p>Vater war als Kompaniechef mit den Soldaten unterwegs, Mutter war. wie viele Frauen, allein zuhause. An einem Tag war mein Bruder J\u00fcrgen mit einigen Soldaten aus der Kompanie meines Vaters zum Fliegerhorst gefahren. Er war ja schon sieben oder acht Jahre alt. Alles war friedlich, der Lagebericht verhie\u00df nichts Schlimmes. Dann auf einmal Fliegeralarm. Wir drei gingen runter in den Keller. Wir standen, etwas gesch\u00fctzt unter einer Wolldecke, als Schutz gegen Splitter, und h\u00f6rten die schrecklichen Einschl\u00e4ge und Detonationen der Bomben. Und meine Eltern wussten nicht, wie es meinem Bruder geht! Nach der Entwarnung mussten wir durch die Kellert\u00fcr nach hinten raus, weil vor dem Haus ein riesiger Blindg\u00e4nger lag, der erst entsch\u00e4rft wer\u00acden musste. Mit meinem Bruder war alles in Ordnung. Vater erkl\u00e4rte, dass weitere Angriffe folgen w\u00fcrden und sagte uns, dass wir die Stadt unbedingt verlassen m\u00fcssten &#8211; \u201eIch muss zu meiner Kompanie&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter, wurde ein weiterer Angriff angek\u00fcndigt. Man empfahl uns, einen nahegelegenen H\u00fcgel aufzusuchen, dort seid Ihr sicher, auf die Bev\u00f6lkerung wird auch nicht geschossen. Wir drei gingen schnell dorthin, schon auf dem Wege zu dem H\u00fcgel, der auch mit B\u00fcschen und B\u00e4umen bewachsen war, kamen die ersten Bomber und griffen schonungslos an. Mutter sagte sp\u00e4ter, man konnte die Gesichtsz\u00fcge der Flugzeugpiloten sehen und sie warfen ihre Bomben und schossen auf alles, was sich bewegte und etliche wurden getroffen. Was machte ich? Ich pfl\u00fcckte Blumen, auf den Knien, so, als ob es keinen Krieg g\u00e4be, keinen Angriff, keine Bomben.<\/p>\n<p>Nordhausen war zu \u00fcber 90 Prozent zerst\u00f6rt worden. Am Abend ging Mutter mit uns zur Wohnung, die in recht gutem Zustand war, nur die Fensterscheiben waren alle zersplittert, durch die Zugluft bewegten sich die Gardinen, es war schaurig anzusehen. Sie sammelte einige wichtige Sachen und dann flohen wir Nordhausen. Ein Zug von Menschen, die nur raus wollten aus der Feuerh\u00f6lle, raus aus dem brennenden Nordhausen ins Dunkel der Nacht, zog auf den Stra\u00dfen nach ausw\u00e4rts. Ich wei\u00df es noch wie heute \u2013 es war ein schweigender Zug von Menschen mit ihren wenigen Habseligkeiten, auf alten Fahrr\u00e4dern, auf klapprigen Bollerwagen oder Kinderwagen verteilt. In den Stra\u00dfen der Stadt loderten die Flammen und knisterten die brennenden D\u00e4cher. Es war ein schweigsamer Zug von Fl\u00fcchtenden.<\/p>\n<p>Inzwischen war es kurz vor Ende des Krieges. Mein Vater hatte seine Leute aus der Kompanie entlassen und jedem geraten, sich irgendwie durchzuschlagen. Er selbst kam in Gefangenschaft. Mutter sagte prophetisch voraus, &#8222;wo der Russe einmal ist, da geht er nicht wieder weg.&#8220; Nie vergessen ist der Moment, als die Russen Nordhausen besetzten, LKW s mit Soldaten, die schreiend und gr\u00f6lend durch die Stadt fuhren \u2013 die \u201eBefreier!&#8220; Sie hatten auf den Fahrzeugen Obstb\u00e4ume, die sie vorher entwurzelt hatten und a\u00dfen das Obst. Als der Krieg endg\u00fcltig vor\u00fcber war, gab es zur Befreiung ein riesiges Feuerwerk. Mutter erz\u00e4hlte, dass besonders ich geweint und geschrien habe aus Angst, dass es wieder losgeht.<\/p>\n<p>Wir hatten nach der R\u00fcckkehr nach Nordhausen eine andere Wohnung, weil die bisherige nicht mehr bewohnbar war, nach diesen vielen Angriffen. Wie damals \u00fcblich, richteten die Russen \u201eKommandanturen&#8220; ein. Das waren gr\u00f6\u00dfere, villen\u00e4hnliche H\u00e4user und von dort aus wurde regiert. Viele russische Soldaten wurden bei den deutschen Familien zwangseingewiesen und so musste Mutter auch zwei russische Offiziere aufnehmen. Sie erz\u00e4hlte, dass diese beiden Soldaten sehr gebildet, gut erzogen und immer sehr h\u00f6flich gewesen sind. Sie erz\u00e4hlte von Gespr\u00e4chen \u00fcber eine gro\u00dfe Traurigkeit bei dem russischen Volk \u00fcber diesen Krieg zwischen Deutschland und Russland, sie konnten das gar nicht verstehen, weil sich das deutsche und russische Volk doch immer gut verstanden haben.<\/p>\n<p>Es gab nat\u00fcrlich noch wenig zu essen, weil einfach nichts mehr da war. Mutter fragte die beiden Offiziere, ob sie nicht Fleisch, Brot und Butter h\u00e4tten. Sie antworteten &#8222;nein&#8220; und sie h\u00e4tten selbst nichts. Als die beiden \u201eG\u00e4ste&#8220; einmal weg waren \u00f6ffnete meine Mutter ein verschlossenes Schr\u00e4nk\u00acchen in deren Zimmer und &#8211; dort gab es jede Menge Butter. So nahm meine sie einige St\u00fccke Butter, \u00f6ffnete die Verpackung und schnitt mit dem Messer vorsichtig an den Seiten etwas Butter ab und packte es wieder ein. Wir hatten pl\u00f6tzlich Butter! Nicht auszudenken, was geschehen w\u00e4re, wenn die beiden zur\u00fcckgekommen w\u00e4ren oder etwas gemerkt h\u00e4tten \u2013 jede Strafe von Verschickung in ein Zwangslager in Sibirien oder Gef\u00e4ngnis, ja, sogar der Tod h\u00e4tte als Bestrafung die Folge sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach Beendigung des Krieges hatte Mutter nur einen Gedanken, &#8222;raus aus Nordhausen, raus aus dem Osten Deutschlands, in den Westteil, wo der Amerikaner ist&#8220;. Es war ihr klar, dass eine Zeit bald kommen w\u00fcrde, wo eine Flucht nicht mehr m\u00f6glich ist. Sie verkaufte den Ledermantel Meines Vaters an einen Russen f\u00fcr 5000 Reichsmark. Das war ein Superpreis, aber der \u201eKunde&#8220; wollte einen Tag sp\u00e4ter das Geld wiederhaben, weil ihm der Mantel \u00fcberhaupt nicht passte. Mutters Kommentar, &#8222;Gesch\u00e4ft ist Gesch\u00e4ft in Deutschland&#8220; und damit war die Sache erledigt und sie hatte Geld f\u00fcr die Flucht. Man fragt sich so ganz nebenbei, woher hatte ein einfacher russischer Soldat wenige Tage nach Beendigung des Krieges so viel Geld?<\/p>\n<p>Mutter plante mit einem Bauern die gesamte Wohnungseinrichtung mitzunehmen. Es durfte niemand wissen, was sie vorhatte, denn es war strengstens verboten, Nordhausen zu verlassen. An einem Tag, als die bei uns einquartierten Soldaten schon weg waren, brachte sie alle M\u00f6bel raus. Sie erz\u00e4hlte den Nachbarn, dass sie innerhalb Nordhausens umziehen wollte. Dann kam etwas dazwischen und sie musste bis zum Abend alle M\u00f6bel wieder in der Wohnung haben! Termin verschoben, und dann klappte es. Es gab damals so kurz nach dem Krieg die \u201egr\u00fcne Grenze&#8220; zum Westen Es wurden nicht alle Wege und Stra\u00dfen bewacht und so gab es auch etliche Grenzg\u00e4nger, die gegen Geld Menschen bei der Flucht halfen. Aber &#8211; besonders sp\u00e4ter &#8211; erfuhr man, dass auf diese Weise viele Menschen ihr Hab und Gut verloren, weil diese Fluchthelfer die Fl\u00fcchtlinge betrogen haben. Manche wurden sogar umgebracht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Mutter verlief alles nach Plan. Der Bauer kam mit seinem Pferdewagen, die Sachen wurden aufgeladen, es ging &#8222;ab nach dr\u00fcben&#8220;, wie man das so nannte. Unterwegs keinerlei Schwierigkeiten bis auf ein gro\u00dfes Loch auf dem Fahrweg, Umleitung unm\u00f6glich, also wurde das Loch mit Str\u00e4uchern, Erde, Steinen so zugesch\u00fcttet, dass die Fahrt weiter gehen konnte. Das vorl\u00e4ufige Ziel war ein Waldst\u00fcck auf dem Gebiet des Westens, wo Mutter alle Sachen einfach auf die Wiese stellte und der Bauer zur\u00fcck. fuhr. Mutter holte ihre beiden S\u00f6hne, J\u00fcrgen und mich. Sie ermahnte uns sehr eindringlich, jetzt ganz ruhig zu sein, wenn wir alle drei endg\u00fcltig \u00fcber die Grenze gehen. Es k\u00f6nnte auch geschossen werden! Wir waren vorher bei Nachbarn untergebracht, es h\u00e4tte ja bei Mutters \u201eUmzug&#8220; einiges passieren k\u00f6nnen und sie h\u00e4tte uns nie wiedergesehen. Mutter hatte ein sehr starkes Gottvertrauen. Sie betete und vertraute auf Ihn. Das habe ich schon als Kind immer wieder erlebt. So auch jetzt, es ging alles gut. Als Mutter dann sagte, jetzt sind wir in Sicherheit, da waren wir Kinder etwas entt\u00e4uscht, dass alles so ruhig geblieben war.<\/p>\n<p>Mutter war im Westen, ich glaube der Ort hie\u00df Ellrich. Sie wollte aber weiter. Sie ahnte, dass Vater nicht lange in amerikanischer Kriegsgefangenschaft sein w\u00fcrde. So ging es weiter nach Diekholzen, dicht bei Hildesheim. Und alles lief gut. Vater kam zur\u00fcck, fand Arbeit bei der Firma Blaupunkt (Radio, Fernsehen usw.). Wir kamen bei einem Bauern unter in einer kleinen Dachwohnung, aber wir waren zusammen und gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Am ersten Weihnachten hatte Mutter die Matratzen auf die Erde im \u201eWohnzimmer&#8220; gelegt, ein kleines Tannenb\u00e4umchen besorgt und irgendwoher einige kleine Kerzenstummel organisiert. Das Feuer im Ofen w\u00e4rmte, die Heizklappe \u2013 wo man Holz und Kohle in den Ofen schiebt \u2013 wurde ge\u00f6ffnet, weil es dann gem\u00fctlicher war und so haben wir Weihnachten gefeiert&#8230;<\/p>\n<p>Wir gingen beide zur Volksschule, ab der 5.Klasse kam J\u00fcrgen aufs Gymnasium in Hildesheim. Damals musste man noch eine Aufnahmepr\u00fcfung daf\u00fcr bestehen und die Schulb\u00fc-cher hatten die Eltern zu zahlen. 1950 ging auch ich auf die h\u00f6here Schule. Wir fuhren die acht Km im Winter mit dem Bus und im Sommer mit dem Fahrrad. Irgendwann stellte Mutter dann fest, wir brauchen eine neue Wohnung in Hildesheim, direkt in der Stadt. Sie ging in eine Stra\u00dfe, klingelte im Haus und sagte, ich habe geh\u00f6rt, hier wird eine Wohnung frei \u2014 und so war es. Wir zogen in den Stadtteil \u201eHildesheimer Wald&#8220;.<\/p>\n<p>F\u00fcr Vater waren das nur noch 15 Minuten zur Arbeit. Sp\u00e4ter arbeitete Mutter auch dort als Pr\u00fcferin in Schichtarbeit! Wir wohnten mit sechs Familien nicht komfortabel, aber praktisch, jede in einer Baracke und es war ein herrliches Gemeinschaftsleben, bis auf den Winter. Ich meine es war 1947\/48! Der war unglaublich kalt, mit wohl \u00fcber 30 Grad minus. J\u00fcrgen ging noch in Diekholzen zur Schule, so 6 bis 7 Kilometer mit dem Bus zu fahren. An einem Tag kam er nicht heim. Die Eltern hatten nat\u00fcrlich Angst. Man stellte fest, dass aufgrund des enormen Schneefalls der Bus nicht gefahren war. Und J\u00fcrgen hatte sich dann zu Fu\u00df auf den langen, weiten Weg gemacht. Es waren Schneeverwehungen von fast einem Meter und er war noch nicht mal so gro\u00df! Durch Zufall fanden ihn meine Eltern, er war kurz vor dem Erfrieren. Ja, wir lebten wie die \u201eWilden&#8220;. Barfu\u00df bei fast jedem Wetter, der Wald war unsere Heimat, wir kannten jedes Tier, jede Pflanze, jeden Baum. Einmal haben J\u00fcrgen und ich eine mittelgro\u00dfe Eiche regelrecht gef\u00e4llt, denn wir brauchten Brennholz. Und wir waren stolz und die Eltern hatten Angst vor einer Anzeige wegen \u201eWalddiebstahls.&#8220;<\/p>\n<p>Bruder Hans wurde 1947 geboren; Mutter hatte eine sehr beschwerliche Schwangerschaft gehabt. Der Arzt sagte, sie solle sich ausruhen. Inzwischen wohnte auch mein Gro\u00dfvater, also Mutters Vater, bei uns. Mutter musste jede Woche mehrfach Blut trinken, um sich zu st\u00e4rken, es gab zu wenig Medikamente. 1948 kam die W\u00e4hrungsreform! Schlagartig gab es in den Gesch\u00e4ften alles zu kaufen, von dem es vorher hie\u00df, das gibt es noch nicht wieder.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen und ich schlossen das Gymnasium mit der 10. Klasse ab, man nannte das \u201emittlere Reife&#8220;. J\u00fcrgen lernte Autokaufmann bei dem VW-H\u00e4ndler in Hildesheim, ich machte das Gleiche, nur entsprechend sp\u00e4ter. Wir waren Mitglieder in einem Schwimmverein, was uns viel Spa\u00df machte. Au\u00dferdem spielten wir Tennis, das Geld daf\u00fcr verdienten wir uns mit Ball- auflesen im Club. Schl\u00e4ger hatten wir aus der DDR bekommen, Darmbespannung, die sich bei Feuchtigkeit aufl\u00f6ste.<\/p>\n<p>Vater wurde als Beamter von der Stadt Hildesheim eingestellt. Er bearbeitete den sogenannten \u201eLastenausgleich\u201d, das sind Anspr\u00fcche jener Menschen, die im Krieg ihren Besitz verloren hatten und nun beim Staat einen Ausgleich daf\u00fcr anmelden durften. Das brachte ihm viel Erf\u00fcllung, weil er vielen Menschen helfen konnte. Mutter arbeitete im Krankenhaus als Krankenschwester. Au\u00dferdem engagierte sie sich als eines der ersten weiblichen Mitglieder der &#8222;Christlich Demokratischen Union&#8220; (CDU), Sie verehrte Dr. Konrad Adenauer und erz\u00e4hlte gern von einer Schulung, wo sie dem Bundeskanzler mal so richtig die Meinung gesagt hat. Er solle nicht nur vor der Wahl Versprechen machen, sondern diese dann auch halten Sie arbeitete aber auch als Ratsherrin und war f\u00fcr etliche Jahre Sch\u00f6ffin am Gericht. Eines Tages wurde ein Schwerverbrecher verurteilt und sie war mit f\u00fcr das Urteil verantwortlich. Daraufhin bekam sie Drohbriefe aus dem Gef\u00e4ngnis, Der Mensch schwor, meine Mutter nach Verb\u00fc\u00dfung der Strafe umzubringen. Da griff mein Vater ein und aus war es mit der Sch\u00f6ffin Irmgard Back.<\/p>\n<p>Mit 19 Jahren habe ich dann meine Ausbildung als Gro\u00dfhandelskaufmann (Autokaufmann) bei einem VW-Gro\u00dfh\u00e4ndler abgeschlossen. Ich blieb noch einige Monate in Hildesheim. J\u00fcrgen arbeitete bei einem VW-Betrieb in Hannover. Ich bewarb mich bei einem Versicherungsmakler in Hamburg und bekam die Stelle. Im Juni 1960 begann ich meine Arbeit dort. Ich hatte den Bereich als Sachbearbeiter speziell im Sektor Kfz. &#8211; und Sachversicherungen und konnte sehr bald recht eigenst\u00e4ndig arbeiten. F\u00fcr kurze Zeit wohnte ich an der Au\u00dfenalster in einem sehr h\u00fcbschen Zimmer und ich f\u00fchlte mich wohl in Hamburg.<\/p>\n<p>Irgendwann im Laufe meiner Arbeit dort wurde eine neue Sekret\u00e4rin eingestellt. Sie war auch f\u00fcr die Abteilung eingeteilt, in der ich t\u00e4tig war. Sie nahm meine Diktate entgegen und schrieb f\u00fcr mich. Und da begann ein v\u00f6llig neuer Abschnitt in meinem Leben; ich verliebte mich in diese Dame und zwar unsterblich! Ich bin knapp sieben Jahre j\u00fcnger als meine Frau und aus ihrer ersten Ehe hatte sie einen damals f\u00fcnf j\u00e4hrigen Sohn mitgebracht. Ich war fest entschlossen sie zu heiraten! Meine Eltern, denen ich das erz\u00e4hlt hatte, kamen nach Hamburg und wollten in Ruhe mit uns dar\u00fcber reden. Sie haben sich gro\u00dfartig verhalten! Sehr verst\u00e4ndnisvoll, sehr besorgt. Wir hatten eine wirkliche liebevolle, wundersch\u00f6ne Zeit miteinander. Sie schlugen vor, dass ich wieder nach Hildesheim kommen sollte, man k\u00f6nnte ja gemeinsam eine Wohnung suchen, was immerhin zu der Zeit auch noch nicht einfach war. Eva und ich brachten Vater und Mutter zum Busbahnhof; nie werde ich meiner Mutters nachdenklichen, noch immer erstaunten, leicht besorgten Gesichtsausdruck vergessen, in diesem Moment liebte ich beide ganz besonders. Ich habe ihnen nie \u00fcbel genommen, dass sie dachten, wenn ich erst einmal wieder in Hildesheim bin, w\u00fcrde sich das &#8222;Problem&#8220; von selbst l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Ich k\u00fcndigte meine Arbeit, ging zur\u00fcck nach Hildesheim und \u2013 erstaunlicherweise \u2013 zeigte sich bald die Chance auf eine eigene Wohnung und zwar hatte Mutter sie gefunden! Eva wollte nicht sofort heiraten, sie hatte einfach Angst vor einer zweiten Bindung. Im Juli 1962 starb mein Gro\u00dfvater \u2013 dennoch haben wir dann am 21. August 1962 geheiratet.<\/p>\n<p>In dieser Zeit arbeitete ich f\u00fcr eine B\u00fcromaschinenfabrik und verkaufte unter anderem die allerersten Computer und nat\u00fcrlich. Schreib- und Rechenmaschinen. In Deutschland gab es damals einen Verkaufsboom von Volkswagen (K\u00e4fer), Lieferzeiten von \u00fcber einem Jahr! Auch in den USA lief der \u201eRobbe&#8220; und es kamen H\u00e4ndler mit einem Koffer voller Geld nach Deutschland, um wenig gebrauchte VWs auch zu kaufen.<\/p>\n<p>Auch ich versuchte, zun\u00e4chst mit meinem Bruder und danach allein, auf eigene Rechnung Autos zu kaufen und zu verkaufen und es lief gut. An einem Morgen wollte ich gerade los, um ein Auto abzuholen, da klingelte es und an der T\u00fcr waren zwei junge M\u00e4nner, sauber und korrekt gekleidet und wollten etwas \u00fcber Gott erz\u00e4hlen. Ich hatte wirklich keine Zeit und sagte nur: \u201eF\u00fcr Religion ist meine Frau zust\u00e4ndig.&#8220; Das war der Beginn einer ganz neuen Phase unseres Lebens.<\/p>\n<p>Wir hatten die Missionare der Kirche Jesu Christi h\u00e4ufig bei uns, sprachen und diskutiertem. Damals hatten die Br\u00fcder noch eine Schautafel aus Samt und damit demonstrierten sie sehr anschaulich den Aufbau der Kirche wie sie zu Zeiten Jesu Christi war. Und genauso war sie wieder organisiert worden! Das leuchtete uns alles ein. Mir schien es viel zu einfach, warum gibt es nicht mehr Mitglieder, wo doch alles so klar ist, Meine Frau war seinerzeit in Eppendorf getauft worden und sie hatte mir gesagt, dass sie eines Tages im Tempel heiraten m\u00f6chte Ich wusste nicht viel von den Mormonen, au\u00dfer der Vielehe und dass die Kirche in Utah beheimatet ist. Ich nahm die Lehren der Kirche gut auf. Nebenher hatten wir Kontakt mit Zeugen Jehovas. Wir waren beeindruckt von der Ehrlichkeit und vom Engagement dieser Menschen. Auch an den Bibelstunden nahmen wir teil und in Hildesheim war ein gro\u00dfer Kongress und es kamen mehr als zehntausend Zeugen Jehovas und wir hatten auch einige bei uns als Schlafg\u00e4ste. Und wieder gab es viele Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p>Wir gingen in die Theaterstra\u00dfe in Hildesheim, dort hatten die Mormonen ihre Versammlungen. Dort lernten wir unter anderem die Familie Jensen kennen. Im Laufe der Zeit war ich \u00fcberzeugt von der Wahrheit, aber ich war nicht zur Taufe bereit. Der Kontakt besonders zu den Missionaren blieb, sie halfen mir bei der Gartenarbeit, waren einfach an unserer Seite Im Jahr 1964 hatte ich einen schweren Unfall mit der Eisenbahn und war etwa ein Jahr krank. Eva wurde schwanger und ebenfalls sehr krank. 1965 im November kam Oliver auf die Welt, wir waren sehr gl\u00fccklich, hie\u00df es doch vorher, dass meine Frau keine Kinder mehr bekommen k\u00f6nne. Weihnachten 1965 war eine sehr kritische Zeit. Eva war schwach, hatte Lungen-Entz\u00fcndung, Rippenfellentz\u00fcndung und das Herz war betroffen. Wir waren sehr in Sorge! Ich betete viel. Der Arzt, der Eva im Krankenhaus behandelte, war ein junger Spanier. Ende 1965 ging er auf Urlaub nach Spanien, als er wiederkam, sagte er, er h\u00e4tte nicht gedacht, meine Frau lebend wiederzusehen&#8230;<\/p>\n<p>Mutter arbeitete zu dieser Zeit im gleichen Krankenhaus, in dem wir waren. Sie gab ihre Arbeit auf und k\u00fcmmerte sich r\u00fchrend um das Baby Oliver. Langsam wurde Eva wieder gesund und das Leben nahm den normalen Lauf. Meine Frau ist Hamburgerin und liebt diese Stadt. Immer, wenn wir nach Hamburg fuhren, schlief sie unterwegs, aber in dem Moment, als wir die Elbbr\u00fccken passierten, wachte sie auf und strahlte \u2013 mein Hamburg!&#8220;<\/p>\n<p>Sie hatte eine Freundin, die mit einem Immobilienmakler befreundet war und so bekamen wir im Fr\u00fchjahr eine herrliche Wohnung in der Flemingstra\u00dfe in Winterhude angeboten. Altbau, 4 1\/2 Zimmer, aber renovierungsbed\u00fcrftig. So kam es, dass wir eine Zeitlang am Wochenende in Hamburg waren, um die Wohnung fertig zu stellen. Hier gingen wir zum ersten Mal in die Gemeinde Eppendorf, etwa 15 Minuten von uns entfernt. Mitten in der Woche klingelten wir,<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr des Jahres gab es eine kleine Episode, die mir klar machte, jetzt, im Nachhinein, wie Recht Pr\u00e4sident Hinckley hatte, als er sagte, ein Neugetaufter braucht drei Dinge &#8211; einen Freund, geistige Erlebnisse und eine Berufung. So im April oder Mai hatten wir die j\u00e4hrliche Gemeindekonferenz. Zu diesem Anlass waren am Tag vorher viele Beamte des Pfahles gekommen und es gab eine Schulung; alle waren dabei, nur Klaus Back nicht, denn Er hatte keine Berufung. So durfte ich die kleinen Kinder im Garten \u201eh\u00fcten&#8220; und war innerlich sehr traurig, weil ich nicht dazugeh\u00f6rte. Meine Frau hatte inzwischen schon eine Berufung als Ratgeber in der FHV zu Schwester Lieselotte Schrader \u2013 damals. eine ganze liebe, pr\u00e4chtige Schwester so ende f\u00fcnfzig. Auch heute, wo ich in der Gemeinde nicht mehr allzu viel zu sagen habe, denke ich, es ist eine der wichtigsten Grundlagen, eine Berufung in der Kirche zu haben, denn nur dadurch kann man lernen, den Geist wirklich zu sp\u00fcren und dadurch f\u00e4llt es einem leichter, in der Kirche des Herrn heimisch zu werden.<\/p>\n<p>Aber die erste ,,richtige&#8220; Berufung kam. GFV (Gemeinschaftliche Fortbildungsvereinigung) hie\u00df es damals noch und betraf die jungen Menschen im Alter der heutigen JAE&#8217;s. Wir hatten einen Abend in der Woche und es gab Themen \u00fcber alles, was junge Leute interessiert oder interessieren sollte&#8230; Literatur, Opernbesprechungen, Abende mit Lieblingsschriftstellen, Theaterst\u00fccke wurden geprobt, man lud Mitglieder aus anderen Glaubensgemeinschaften ein, Kochen und, und, und, wof\u00fcr ich als Leiter berufen wurde. Na &#8211; das war eine \u00dcberraschung f\u00fcr mich &#8211; wahrscheinlich f\u00fcr viele andere auch.<\/p>\n<p>Was uns zu Beginn sehr geholfen hat, war die Zuwendung von etlichen Geschwistern. Es ist ja doch ein gro\u00dfer Unterschied zum Leben vor der Taufe. Einmal ist man schon durch den Besuch der Gemeinde an vielen Tagen in gewisser Weise eingespannt. Und der andere Lebensstil \u2013 Wort der Weisheit, am Sonntag fr\u00fch aufstehen, in den Schriften lesen, Heim- und Besuchslehren, Schulungen. Wir hatten vier Pfahlkonferenzen im Jahr und freie Samstage waren nicht so h\u00e4ufig, weil wir im Pfahl oft Besuch von F\u00fchrern der Kirche hatten. Das war gut so und wir lernten sehr viel. Aber es bedeutete eben auch eine \u00c4nderung der Lebensweise. Als meine Mutter von meiner Taufe erfuhr, erz\u00e4hlte sie, dass sie fr\u00fcher auch bei den Mormonen gewesen ist. Sie konnte Klavier spielen und war dort als Organistin t\u00e4tig. Als man sie auf eine m\u00f6gliche Taufe ansprach, ging sie nicht mehr hin.<\/p>\n<p>Nach vielleicht anderthalb Jahren wurde ich in den Pfahl gebeten und hatte ein Interview mit dem Pfahlpr\u00e4sidenten, Michael Panitsch. Ach, im Laufe der Jahre lernte ich ihn mehr und mehr kennen und mehr und mehr lieben. Er sagte mir im Laufe des Gespr\u00e4chs, dass ich \u00c4ltester werden sollte im Melchisedekischen Priestertum. Nun, ich freute mich riesig, mir war auch irgendwie klar, dass das mal kommen w\u00fcrde. Aber das war noch nicht alles. In der Gemeinde hatte es vor nicht langer Zeit einen Bischofswechsel gegeben, Dieter Beredt hatte sich beruflich nach Berlin ver\u00e4ndert und Dieter Menssen war neuer Bischof Und nun sagte mir Pr\u00e4sident Panitsch, dass ich als 2. Ratgeber berufen sei. 0h, du meine G\u00fcte, das war eigentlich mehr als ich ertragen konnte. Ich f\u00fchlte mich zu jung, zu wenig vorbereitet, zu schwach, aber nat\u00fcrlich nahm ich die Berufung an. Der andere Ratgeber war Bruder Reinhard Eggers und gerade zu ihm und seiner Frau entwickelte sich eine tiefe Freundschaft. Nicht selten luden uns die beiden ein, sonntags, nach der Versammlung, eine Kleinigkeit essen und viel erz\u00e4hlen. Das war gut f\u00fcr uns und das nahmen wir so dankbar an. Leider trennten sich die beiden guten Menschen sp\u00e4ter und Reinhard hat die Kirche sogar verlassen. Er sah zu wenig greifbaren Fortschritt in der Kirche, sagte er sp\u00e4ter. Er ist Mitglied in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und da auch t\u00e4tig. Und wenn wir beschlie\u00dfen, dort einen Kinderspielplatz zu bauen, dann geschieht das auch, aber hier in der Kirche geht es nicht vorw\u00e4rts. Ach, Reinhard, das tut mir heute noch weh, dass Du weg bist. Es ist eine Sache, H\u00e4user, Spielpl\u00e4tze, Br\u00fccken zu bauen, aber es ist nicht vergleichbar damit, sich gemeinsam auf die Ewigkeit, auf ein Leben bei unserem Sch\u00f6pfer, beim Vater im Himmel vorzubereiten. Gl\u00fccklicherweise ist Marianne Eggers heute noch fest in der Kirche verankert und verwurzelt!<\/p>\n<p>Nach vier, f\u00fcnf Jahren kam Bruder Peter Berkhahn in die Gemeinde Eppendorf. Er war auf Mission in Irland gewesen und l\u00f6ste Bruder Menssen als Bischof ab. Man sagte uns, dass wir etwas fr\u00fcher in die Gemeinde kommen sollten, weil es Ver\u00e4nderungen geben w\u00fcrde. Ich brachte meine Unterlagen und Handb\u00fccher mit, gab sie Bruder Richard Fock von der Pfahlpr\u00e4sidentschaft, mit dem ich ein Interview hatte. Eva und ich hatten schon Pl\u00e4ne gemacht, doch einmal in andere Gemeinden des Pfahles zu fahren, um die Kirche dort kennenzulernen. Ich war gerade so halbwegs dabei, mich von Bruder Fock zu verabschieden, da berief er mich als Ratgeber zu Bischof Berkhahn. Die Zeit mit Dieter Menssen war sch\u00f6n, die Zeit mit Peter Berkhahn war sch\u00f6n. Ich lernte eine Menge von beiden. Noch heute sind sie mit anderen unsere besten Freunde. Nicht lange danach machte sich Peter Berkhahn auf, nach Frankfurt zu gehen in die Verwaltung, das war wohl immer sein Ziel gewesen. 1975, am 26. Oktober wurde ich von Pr\u00e4sident Dietmar Matern in der Gemeinde Eppendorf zum Bischof ordiniert, der sp\u00e4ter einer meiner wenigen Freunde wurde. Gerd Amelong wurde mein Ratgeber, auch er ging sp\u00e4ter in die Verwaltung nach Frankfurt, nur Bruder Volker Diener ist noch heute in Hamburg. Das war eine gro\u00dfe Zeit des Erlebens, es gab viel Freude, auch Kummer und Sorge, weil mich als Bischof die Verantwortung f\u00fcr die Menschen nie verlassen hat. Auch ist es eine Berufung, in der man am direktesten mit dem einzelnen Menschen zu tun hat, die M\u00f6glichkeit hat, durch den Herrn gef\u00fchrt zu werden und durch Zuh\u00f6ren und Gespr\u00e4che inspirierte Hilfe geben kann.<\/p>\n<p>In dieser Zeit gab es auch gro\u00dfe Entwicklungen innerhalb der Kirche. Das Seminarprogramm wurde auf den Weg gebracht, zun\u00e4chst nur auf Englisch, Lehrerin Ruth Menssen, eine gro\u00dfartige Schwester und Lehrerin. Wir hatten immer Mangel an guten Lehrern und fragten uns, was k\u00f6nnen wir tun. Da wurde der Lehrergrundkurs angeboten mit Dingen wie Klassenvorbereitung, Apperzeptionspyramide, aufzeigen, zusammenfassen, anwenden. Nie werde ich meine erste Klasse vergessen, die man mir nach wenigen Jahren \u00fcbertrug. Jugendliche im Alter zwischen 12 und 15, der \u201eSchrecken jeden Lehrers&#8220;. Eine ausgebildete Lehrerin hatte das Handtuch geworfen, weinend war sie aus der Klasse gerannt und sagte: Nein, das mach ich nicht mehr mit!&#8220; Und nun war ich der Lehrer! Einen Leitfaden in die Hand und ab in die Klasse! Die \u201eKinder&#8220; sa\u00dfen unter dem Tisch, auf dem Tisch, standen am Fenster, redeten durcheinander; ich hatte das Gef\u00fchl, die h\u00f6ren gar nicht zu! Und wenn die Klassenzeit vor\u00fcber war, da war ich froh. Aber wie sehr habe ich mich gefreut, wenn in einem Gespr\u00e4ch oder in einem Zeugnis der Jugendlichen Worte kamen wie, \u201edar\u00fcber haben wir mit unserm Lehrer, Bruder Back gesprochen. Oder Bruder Back hat uns dieses oder jenes gesagt, dann wurde mir das Herz warm und ich dankte dem Vater im Himmel, dass ich durch\u00acgehalten hatte und er mich gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p>Welche eine Ver\u00e4nderung brachte das Kompaktprogramm! Waren wir vorher eingezw\u00e4ngt in das w\u00f6chentliche Versammlungskorsett \u2013 wir hatten gar keine Zeit zum S\u00fcndigen \u2013 wurde uns nun die Verantwortung \u00fcbertragen, selbst zu handeln, selbst zu entscheiden. Jeder f\u00fcr sich und f\u00fcr die eigene Familie. R\u00fcckwirkend kann man sich das gar nicht mehr vorstellen, schlie\u00dflich gingen wir sonntags am Vormittag und am Abend in die Gemeinde Diese Ver\u00ac\u00e4nderung ist ein gro\u00dfer Segen, weil wir auch Zeit f\u00fcr andere wichtige Dinge haben. Sicher ist die Ablenkung heute viel gr\u00f6\u00dfer als vor 30 Jahren. Hunderte von Fernsehprogrammen Computer und Internet besch\u00e4ftigen die Menschen mehr als ihnen gut tut. Aber auf die anderen Seiten haben wir doch die F\u00fclle des Evangeliums, nicht nur Propheten und Tempel, sondern Zugang zu allem, was die Leiter uns vermitteln wollen. War die \u00dcbertragung einer Generalkonferenz oft nur ein \u201estehendes Bild&#8220; und eine mehr als d\u00fcrftige \u00dcbersetzung, k\u00f6nnen wir dank profihafter Direkt\u00fcbertragung wirklich unmittelbar dabei sein, und das gedruckte Wort steht uns nur wenige Wochen danach zur Verf\u00fcgung. Weltweite Schulungen von kompetenter Stelle erg\u00e4nzen das, wir m\u00fcssen nur zuh\u00f6ren und es auch tun!<\/p>\n<p>Noch ein Wort zum Seminarprogramm. Es wurde nach wenigen Jahren vom Sonntag weggenommen, weil die Jugend gerade in der Woche die Unterweisung braucht. Welch ein Segen f\u00fcr diese Generation, wenn sie die Chance am Morgenstudium nutzt. Dank f\u00e4higer Lehrerinnen und Lehrer, die sich stundenlang vorbereiten, kann die Jugend hier einen Schutzwall gegen das B\u00f6se aufbauen, der hilft, sich in dieser schwierigen Zeit rein zu halten.<\/p>\n<p>Im Herbst 1950 zur Konferenz des Pfahles wurde Pr\u00e4sident Dietmar Matern entlassen, der neue Pfahlpr\u00e4sident wurde Detlev St\u00fcfke aus L\u00fcbeck. Sein erster Ratgeber wurde ich. Oh, das war anfangs sehr schwierig f\u00fcr mich. Ich liebte meine Berufung als Bischof und hatte noch so viel vor, und dann diese j\u00e4he Ver\u00e4nderung. Der 2. Ratgeber war Rolf Maichel aus der Gemeinde Pinneberg. Wir arbeiteten sehr gut zusammen und es war eine v\u00f6llig neue Erfahrung f\u00fcr mich. Der Pfahl war f\u00fcr mich immer etwas weit Entferntes, einfach eine andere Ebene und das ist es ja nun auch. Nach einem Jahr war Pr\u00e4sident S\u00fcfke an Krebs erkrankt, er starb wenige Monate sp\u00e4ter, und es kam die Nachricht, dass es eine Teilung des Pfahles Hamburg geben w\u00fcrde und damit nat\u00fcrlich auch eine neue Pfahlpr\u00e4sidentschaft.<\/p>\n<p>Elder Robert D. Hales kam nach Hamburg und mit ihm Elder F. Enzio Busche von den Siebzigern. Beide waren in Hamburg gut bekannt, besonders Elder Busche war h\u00e4ufig hier gewesen. Es war eine gro\u00dfe Spannung am Sonnabend vor der Konferenz; dann wurden die f\u00fchrenden Br\u00fcder aus Gemeinde und Pfahl zu Gespr\u00e4chen eingeladen. Man wird gefragt, f\u00fchlen Sie sich w\u00fcrdig? Sind Sie bereit, jede Berufung anzunehmen? Was denken Sie, wer ein neuer Pfahlpr\u00e4sident sein k\u00f6nnte? Die besuchenden Autorit\u00e4ten wollen sich einen \u00dcberblick verschaffen, um dann inspiriert eine Entscheidung zu f\u00e4llen. Elder Busche fragte mich, was ich zur neuen Aufteilung der beiden Pf\u00e4hle zu sagen h\u00e4tte! Im Norden das Zentrum mit Neum\u00fcnster mit den Gemeinden L\u00fcbeck, Pinneberg, Rahlstedt und Langenhorn aus dem alten Hamburger Pfahl. Mein geliebtes Langenhorn! Hier hatten wir das Grundst\u00fcck gesucht und das Gemeindehaus gebaut, da war schon ein St\u00fcck Herzblut drin. Und zu Hamburg kommen die Distriktsgemeinden Bremen, Bremerhaven, Oldenburg, Leer und Wilhelmshaven. Meine G\u00fcte, mir wurde wieder klar, wie gro\u00df Deutschland ist. Von Hamburg nach Leer oder Wilhelmshaven sind es fast 300 Kilometer. Ich fragte Bruder Busche ganz brav, ist denn die Aufteilung beschlossen? Und er sagte ja! Darauf erwiderte ich: \u201eDer arme Pfahlpr\u00e4sident von Hamburg, der tut mir jetzt schon leid.<\/p>\n<p>Am Samstagnachmittag wurde ich gegen 14.00 Uhr zum einem weiteren Interview hereingebeten und man berief mich als Pfahlpr\u00e4sident f\u00fcr den Pfahl Hamburg. Da war ich sprachlos! Man bat mich, bis gegen 17.00 Uhr die Namen meiner Ratgeber und der 12 Hohenr\u00e4te aufzugeben, damit die Br\u00fcder die Gespr\u00e4che f\u00fchren k\u00f6nnten, denn am n\u00e4chsten Tag musste alles klar sein. Ich sprach mit meiner Frau und eine Minute lang sagte keiner ein Wort am Telefon. Ich habe ein wenig geweint. Dann ging ich im Garten des Pfahlhauses auf und ab, dachte dar\u00fcber nach, wen mir der Herr zur Seite stellen sollte. Ich kam mir sehr, sehr einsam vor und wusste, dass sich mein Leben und das Leben meiner Familie sehr \u00e4ndern w\u00fcrden, Angst hatte ich keine, aber mir war klar, dass ich einen sehr hohen Berg vor mir haben w\u00fcrde. Aber mir war auch klar, dass ich nicht allein war. Ich habe eine liebe, treue Gef\u00e4hrtin und ich habe den Vater im Himmel \u2013 was kann da schon geschehen?<\/p>\n<p>Es war eine riesengro\u00dfe Menschenmenge. Aus beiden Distrikten kamen sie. Es waren mehr als 1350 Menschen anwesend. Wir hatten eine \u00dcbertragunganlage im Keller und ich durfte die Versammlung leiten. Als die Namen der Pfahlpr\u00e4sidenten zur Best\u00e4tigung vorgelegt wurden \u2013 Pr\u00e4sident Karl-Heinz Danklefsen wurde Pr\u00e4sident des Pfahles Neum\u00fcnster \u2013 war absolut still, dann ging ein Raunen durch die Reihen. Meine beiden Ratgeber waren Pr\u00e4sident Dietrich Behl aus Bremen und Uwe Drews aus Hamburg, ein junger Mann von etwa 30 Jahren aus L\u00fcneburg. Ich hatte so erfahrene Br\u00fcder wie Werner Rutz, Rolf Gl\u00fcck oder G\u00fcnter Metzig als Hohenr\u00e4te gew\u00e4hlt. Die Einsetzung nach der Versammlung war recht kurz und dennoch feierlich In meinem Segen sagte Elder Hales, dass der Satan versuchen w\u00fcrde, meinen Namen in ein schlechtes Licht zu r\u00fccken, das be\u00e4ngstigte mich dann doch ein klein wenig. Aber mir war auch immer wieder klar, mit dem Herrn an meiner Seite bin ich dem Satan haushoch \u00fcberlegen!<\/p>\n<p>Ich hatte mir Bruder Michael Panitsch als F\u00fchrungssekret\u00e4r ausgew\u00e4hlt, weil ich seine Hilfe und Erfahrung brauchte. R\u00fchrend war es, als die beiden Br\u00fcder, Elder Hales und Elder Busche sich verabschiedeten. Aus vielen eigenen Erfahrungen und durch Umorganisation in etlichen anderen Pf\u00e4hlen der Welt wissen sie um die Schwere eines solchen Amtes, aber auch, dass man dem Herrn sehr nahe ist in einer solchen Aufgabe. Ich werde das Bild nie vergessen, als sie den Hohenratsraum durch die T\u00fcr zum Pfahlpr\u00e4sidentenzimmer verlie\u00dfen, sie winkten uns kurz zu, ich wollte sie am liebsten zur\u00fcckhalten, aber nat\u00fcrlich geht das nicht. Von nun an war ich verantwortlich f\u00fcr die Mitglieder von Hamburg bis L\u00fcneburg und bis zur holl\u00e4ndi\u00acschen Grenze und im Norden bis an die Nordsee.<\/p>\n<p>Meine Zeit als Verantwortlicher dieses Gebietes dauerte ungef\u00e4hr achteinhalb Jahre. Ich bin viel gereist in dieser Zeit, an manchen Wochenenden war ich sogar in zwei Gemeinden, weil das aufgrund der gro\u00dfen Entfernung von Hamburg durch den Besuch zweier entfernter Gemeinden mir auch Zeit ersparte. Wie viele gute und treue Heilige habe ich kennenlernen d\u00fcrfen. Oft war meine Frau mit und sie sprach mit den Schwestern und so hatte ich ein gutes Echo, wie die Stimmung in den einzelnen Gemeinden war. \u00dcber eine so lange Zeit sieht man, wie aus PV-Kindern, Junge-Damen und Junge-M\u00e4nner werden, oder aus diesen \u00c4lteste, Missionare, Ehem\u00e4nner- und Ehefrauen. Wir hatten gro\u00dfartige Fahrten mit den JAE&#8217;s in Schweden mit dem Paddelboot, die meisten der Teilnehmer gingen sp\u00e4ter auf Mission. Noch heute, wenn man einen Ehemaligen wieder trifft, scheint ein besonderes Erinnern aufzukeimen, man denkt an das, was man gemeinsam erlebt hat. Gro\u00dfe geistige Erlebnisse waren f\u00fcr mich immer die Einsetzungen im Rahmen von Berufungen. Das sich auf den Geist konzentrieren fordert viel Kraft ab und die Einsetzung ist schlie\u00dflich der Beginn einer neuen Zeit f\u00fcr jeden, der berufen wird. Darum ist es immer etwas Einmaliges f\u00fcr diesen Menschen Das gilt besonders f\u00fcr die Br\u00fcder, wenn das Priestertum \u00fcbertragen wird, aber auch f\u00fcr die Schwestern.<\/p>\n<p>Die Erlebnisse in diesem Zeitraum aufzuschreiben, sprengt den Rahmen dieser Aufzeichnung. Gleich zu Anfang hatten wir ein gro\u00dfes Chorkonzert in der Hamburger Musikhalle geplant. Mir kam der Gedanke den gro\u00dfen Saal zu mieten, der bald 2000 Zuh\u00f6rer fasst. Es wurde geplant, geworben, ge\u00fcbt, die Teilnehmer kamen aus allen Gemeinden und S\u00e4nger auch aus dem Pfahl D\u00fcsseldorf Es war ein Riesenerfolg, unglaublich, \u00fcberw\u00e4ltigend. zu dieser ganz au\u00dfergew\u00f6hnlichen Veranstaltung kamen auch viele Nichtmitglieder und so war die Freude bei allen gro\u00df, bei den K\u00fcnstlern und auch bei den Zuh\u00f6rern. Wenn man sich \u00fcberlegt, dass die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger zu den Proben aus fast allen Gemeinden nach Hamburg gereist sind, staunt man \u00fcber die Bereitschaft und Einigkeit, etwas Gro\u00dfes zustande zu bringen.<\/p>\n<p>Wie erw\u00e4hnt, ist die Fl\u00e4che des damaligen Pfahles Hamburg betr\u00e4chtlich gewesen. Und viele der Mitglieder kannten sich untereinander nicht; wer war schon aus Leer in der Gemeinde Hamburg gewesen und aus der Gemeinde Altona, sicher niemand in Wilhelmshaven. Aus diesem Grunde sorgte ich daf\u00fcr, dass wir eine Zeitung ins Leben gerufen haben \u2013 den \u201ePfahlmonat&#8220;. Hier wurden geistige Gedanken vermittelt, Botschaften von Konferenzen, viele Mitglieder \u201esteckbrieflich&#8220; aus allen Gemeinden vorgestellt, auch kleine lustige Geschichten und \u201eMormonenwitze&#8220; gab es und alle Vollzeitmissionare\/innen wurden erw\u00e4hnt. Diese Zeitung machte eine Menge Arbeit, Computer hatten wir leider noch nicht und der gr\u00f6\u00dfte Luxus war eine elektrische Schreibmaschine. Und so haben wir bei uns zuhause in stundenlanger Arbeit geschrieben, geklebt, korrigiert bis das Werk mit Hilfe vieler treuer, flei\u00dfiger Geschwister zum Ende eines jeden Monats fertig war und gedruckt werden konnte. Anschlie\u00dfend kamen die Exemplare in alle Gemeinden und wurden dort verteilt. Noch heute macht es mir Freude und bringt Erinnerungen hoch, wenn ich die alten \u201ePfahlmonate&#8220; einmal durchbl\u00e4ttere!<\/p>\n<p>Im Jahr 1985 war f\u00fcr die Pf\u00e4hle Berlin, Hamburg, Hannover und Neum\u00fcnster eine Regionskonferenz geplant und der Regionalrepresentant Elder Klaus F. Hasse \u00fcbertrug unserem Pfahl die gesamte Planung, also war ich verantwortlich. Wir fanden mit der Alsterdorfer Sporthalle einen sehr guten Ort f\u00fcr eine solch besondere Veranstaltung. Es wurde viel nachgedacht, diskutiert, wir besorgten die 12 roten Sessel der Senatoren aus dem Hamburger Rathaus, Fl\u00fcgel, Orgel, Blumenschmuck , Organisation der Parkpl\u00e4tze, Platzanweiser\/innen, die Unter\u00acbringung vieler ausw\u00e4rtiger Besucher, es war viel zu tun.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Er\u00f6ffnungsteil hatten wir ein Rahmenprogramm mit Musik, literarischen Darbietungen und Unterhaltung zusammenge\u00acstellt, das sich wirklich sehen lassen konnte. Bei dieser Gelegenheit habe ich eine Erfahrung gemacht, die mich seitdem begleitet. Die beiden Besucher Elder Joseph B. Wirthlin und Elder Thomas S. Monson waren in einem Hotel untergebracht, herrlich, mit Blick auf die Au\u00dfenalster. Dann war ein Essen geplant f\u00fcr die Pfahlpr\u00e4sidenten mit ihren Frauen und die Generalautorit\u00e4ten. Meine Frau und ich lie\u00dfen ein Essen zusammenstellen, das f\u00fcr Hamburg typisch war und wir wollten das probieren. Also gingen wir in das Hotel, wo auch die Zimmer reserviert waren, und trugen unsere Absicht vor. Wir erw\u00e4hnten auch, dass wir Speisen und Getr\u00e4nke ohne Alkohol haben wollten. So weit, so gut. Die Vorsuppe kam, Krabbensuppe, sehr lecker, das Hauptgericht mit Fisch und einer ganz ausgezeichneten So\u00dfe und zum Abschluss die weltbekannte Hamburger &#8222;Rote Gr\u00fctze&#8220;, auch gut, nein, sehr gut. Die Sache hatte nur einen Haken, auf Nachfrage beim Oberkellner gaben sie zu, dass alle Gerichte mit Alkohol verfeinert waren, was wir auch mehr oder weniger deutlich geschmeckt hatten. Ich wage mir auch heute noch nicht vorzustellen, was Elder Monson wohl gedacht oder gesagt h\u00e4tte \u00fcber den Pfahlpr\u00e4sidenten aus Hamburg, der das Essen mit Cognac und Rum verfeinern -l\u00e4sst. Die Lehre f\u00fcr mich \u2013 \u201e probieren geht \u00fcber studieren&#8220;, ein altes deutsches Sprichwort, Vertrauen ist (oft) gut, aber Kontrolle ist besser. Die Konferenz war wunderbar. Es waren um die 2500 Menschen da. Nach der Konferenz hatten wir eine Auswertung mit den beiden Generalautorit\u00e4ten. Es war alles gut verlaufen, Elder Monson war sehr zufrieden. Nach dem Gespr\u00e4ch ordnete ich meine Papiere auf dein Tisch, Da lag ein kleiner Notizzettel, den ich nicht mehr brauchte, ich kn\u00fcllte ihn zusammen und bef\u00f6rderte ihn in den vielleicht zwei Meter entfernt stehenden Papierkorb und traf auch. Das sah Elder Monson, tat das Gleiche, aber er traf nicht. Ich nahm den n\u00e4chsten Zettel und traf &#8211; er traf wieder nicht und nach dem dritten Fehlversuch, da gab er auf und wir mussten alle lachen!<\/p>\n<p>Mehr als zehn Jahre sp\u00e4ter, ich war mit meiner Frau bei der Weihung des Gemeindehauses in G\u00f6rlitz, war Pr\u00e4sident Thomas S. Monson als Besucher dort, denn wir wissen, dass er immer ein Herz f\u00fcr die Heiligen im Osten hatte. Er hatte nat\u00fcrlich die Schlussansprache und nahm die heilige Handlung vor. Danach gab es ein kleines Zusammensein mit den \u00f6rtlichen F\u00fchrern, auch Elder Dieter F. Uchtdorf war dabei. Pr\u00e4sident Monson schaute mich etwas l\u00e4nger an, dann sagte er, \u201eYou were the driver!&#8220; Recht hatte er, damals hatte ich f\u00fcr die Fahrten mit den Generalautorit\u00e4ten bei der 1985er Konferenz einen Mercedes besorgt und er hat sich daran erinnert. Ich erinnere mich daran, dass ich beim Empfang der Br\u00fcder einen Blumenstrau\u00df besorgt hatte, weil ich der Meinung war, dass Sister Monson mitkommen w\u00fcrde. Also gab ich Elder Monson die Blumen, er stutzte, lachte und sagte, noch nie habe ich Blumen bekommen in meinem Leben, nahm den Strau\u00df und bef\u00f6rderte ihn auf die Ablage des Autos. Dann versuchte er, im Mercedes hinten Platz zu nehmen, die Knie waren fast unter dem Kinn und ich dachte: \u201eH\u00e4ttest du doch nur einen etwas bequemeren Wagen genommen&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Wir hatten viele gro\u00dfartige Pfahlkonferenzen mit Elder George P. Lee von den Siebzigern, Elder Ringger nannte ihn den &#8222;Indianer&#8220;, mit Elder William Grant Bangartner. Apostel Neal A. Maxwell war zweimal zu Gast und gab Firesides. Durch Zusammensein mit den F\u00fchrern der Kirche konnten wir alle viel lernen. F\u00fcr mich war es immer wieder so wohltuend zu erleben, wie dem\u00fctig und liebevoll diese M\u00e4nner sind. Nie hatte man das Gef\u00fchl, dass sie unzufrieden waren mit unserem Einsatz als Diener des Herrn, immer hatten sie ein gutes Wort oder ein Lob f\u00fcr unsere Arbeit, obwohl ich selbst wusste, dass ich bei allem Einsatz sicher h\u00e4tte mehr tun k\u00f6nnen. Ich liebe die Br\u00fcder, die uns helfen und die dem Herrn an ganz besonderer Stelle dienen. Jedes Jahr flog ich zur Generalkonferenz nach Salt Lake, etliche Male war meine Frau dabei. Und immer war es ein gro\u00dfes Erlebnis.<\/p>\n<p>Einmal gingen Pr\u00e4sident Danklefsen vom Pfahl Neum\u00fcnster und ich in das B\u00fcro von Pr\u00e4sident Ezra Taft Benson \u2013 wir wollten unseren Pr\u00e4sidenten sehen. Vorbei an der Sekret\u00e4rin betraten wir sein Zimmer. Er blickte auf und strahlte uns an. Er war dennoch etwas ungehalten. Er las gerade in einer Zeitung aus Salt Lake und die \u00dcberschrift lautete \u201ePr\u00e4sident Benson ist gegen das Jagen\u201c \u201eDas stimmt nicht&#8220;, sagte er, &#8222;ich bin nur gegen das unn\u00f6tige T\u00f6ten von Tieren als Sport&#8220;. Dann hatten wir ein kleines Gespr\u00e4ch und seine Sekret\u00e4rin machte ein Foto, Pr\u00e4sident Benson in der Mitte, links und rechts die beiden Pfahlpr\u00e4sidenten aus dem Norden Deutschlands. Wir erz\u00e4hlten von Bruder Panitsch, da strahlte er wieder.<\/p>\n<p>Ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Erlebnis war die Einsetzung von Michael Panitsch zum Patriarchen des Pfahles Hamburg. Schon etliche Jahre vorher war Mary, seine gute, liebevolle Gef\u00e4hrtin in die andere Welt gegangen und Bruder Panitsch vermisste sie so sehr. Die besuchende Autorit\u00e4t gab mir die M\u00f6glichkeit, Bruder Panitsch die H\u00e4nde aufzulegen und uns beiden schien es, als ob seine Frau unter uns war. Sie blickte mit Freude auf das, was hier geschah. Viele Jahre diente dieser gute Freund und Bruder. Er sagte bei meiner Einsetzung als Pr\u00e4sident des Pfahles Hamburg: \u201eJetzt hast du viele Freunde, wer nach deiner Entlassung noch dein Freund ist, das ist ein wahrer Freund.&#8220;<\/p>\n<p>Es war wohl 1990 im Februar, meine sp\u00e4tere Schwiegertochter Ann Christin Wendt flog nach Salt Lake City, um sich auf ihre Vollzeitmission vorzubereiten. Es war sehr st\u00fcrmisch und ich hatte das Gef\u00fchl, bleib zuhause. Dann, kurz vor 7.00 Uhr, kam ein Anruf von Pr\u00e4sident Ringger, Gebietspr\u00e4sident, also mein Chef &#8222;Aha&#8220;, dachte ich &#8222;gut, dass ich da bin, wahrscheinlich hat er einige Anweisungen f\u00fcr die im Mai bevorstehende Pfahlkonferenz.&#8220; Nach einigen pers\u00f6nlichen Worten sagte er: \u201ePr\u00e4sident Back, ich habe die Erlaubnis der Ersten Pr\u00e4sidentschaft und berufe Sie hiermit zum Regionalrepr\u00e4sentanten! Sind Sie bereit?\u201c Nat\u00fcrlich war ich bereit und er teilte mir weiter mit, dass die Pfahlkonferenz um sechs Wochen vorverlegt wird und ich solle alles vorbereiten. Nun wusste ich auch, warum ich nicht mit zum Flughafen gefahren war.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst war ich zust\u00e4ndig f\u00fcr die Pf\u00e4hle Dortmund, D\u00fcsseldorf; Frankfurt und Mannheim. Ich war etwas beunruhigt, gerade Frankfurt, wo so viele besondere Br\u00fcder sind, wo ich aber auch viele kenne. Bei meinem ersten Besuch anl\u00e4sslich einer Priestertumsversammlung sah ich Bruder Immo Luschin, den ich gern mochte und noch gut in Erinnerung hatte, als er Tempelpr\u00e4sident in der Schweiz war. Er war in dieser Berufung so engagiert und hatte den Auftrag von der Ersten Pr\u00e4sidentschaft, den Tempel zu einem Haus der Belehrung zu machen. Und wir haben in dieser Zeit so unendlich viel \u00fcber den Tempel gelernt. Er war immer sehr eifrig und wir hatten mittags kaum Zeit, unsere Malzeit zu genie\u00dfen, besonders das Schweizer Brot und einen speziellen Tee, dann stand er schon in der T\u00fcr und bat zur Arbeit. Einmal, da rannte er die Treppe etwas zu schnell nach oben hoch, und verletzte sich an der Achillesverse. Ich stand ihm gerade im Weg und er griff nach mir, zusammen mit Pr\u00e4sident Simond, seinem Ratgeber, bat er um einen Krankensegen. Ich war v\u00f6llig nerv\u00f6s, hatte noch nie einen Krankensegen gegeben, wusste auch gar nicht, wie ich ihn ansprechen sollte. Das sp\u00fcrte er wohl und ermunterte mich, einfach Bruder Immo Luschin zu sagen und das tat ich dann, das war wohl 1971, schon lange her, aber unvergessen. Seine Verletzung erkl\u00e4rte er damit, dass der Herr ihn zu etwas weniger Eile ermahnt habe. Dieser Bruder Luschin kam auf mich zu, dr\u00fcckte mir fest die Hand und sagte: Elder Back, ich bin froh, dass Sie unser Regionalrepr\u00e4sentant sind!&#8220; Von diesem Moment an war ich nicht mehr beunruhigt.<\/p>\n<p>In dieser Zeit bin ich viel gereist, geflogen, mit der Bahn, mit dem Auto. Es war teilweise sehr anstrengend. Manchmal ging es schon freitags los und ich kam erst am sp\u00e4ten Sonntag-abend zur\u00fcck, aber es war eine wunderbare Zeit. Viele Zusammenk\u00fcnfte mit den f\u00fchrenden Br\u00fcdern aus ganz Europa \u2013 Schulungen, Konferenzen. Einmal hatten wir eine Schulung mit Elder Dallin H. Oaks vom Rat der Zw\u00f6lf. Nach Ende der offiziellen Zeit sa\u00dfen wir noch zusammen, er hatte einen leichten Pullover angezogen und erz\u00e4hlte viel. Ich hatte meine Heimreise vorbereitet und betrat nochmals den Raum, um mich zu verabschieden. Von weitem h\u00f6rte ich ihn schon lachen, er konnte so herrlich fr\u00f6hlich sein. Ich k\u00fcndigte meine Abreise an, da sprang er auf, dr\u00fcckte mich und war so herzlich, dabei aber v\u00f6llig ernst und dankte f\u00fcr meine Arbeit, dass ich richtig ger\u00fchrt war. So sind Sie, unsere Apostel!<\/p>\n<p>Es gab Pfahlumorganisationen; in Frankfurt fanden am Freitag ab 15.00 Uhr Gespr\u00e4che mit den Bisch\u00f6fen und Hohen R\u00e4ten statt, um eine neue Pfahlpr\u00e4sidentschaft zu berufen. Wir hatten ungef\u00e4hr 40 Interviews, Pr\u00e4sident Ringger, sein Ratgeber Pr\u00e4sident Neuenschwander und ich. Das ist schwere geistige Arbeit, als alle Gespr\u00e4che vor\u00fcber waren, es war sicher schon nach 20,00 Uhr, sagte Pr\u00e4sident Ringger: \u201eSo, jetzt gehen wir heim. Denken Sie nach und beten Sie, wir treffen uns morgen gegen 10.00 Uhr, dann sprechen wir \u00fcber die neue Pfahlpr\u00e4sidentschaft!&#8220; So geschah es, wir kamen zusammen, beteten noch einmal und dann gab jeder die drei Namen bekannt \u2013 wir alle hatten das Gleiche aufgeschrieben, Pfahlpr\u00e4sident Dieter Sperling. 1. Ratgeber Bruder von Selchow, 2. Ratgeber, den habe ich vergessen, aber ich sehe ihn noch heute vor mir. So waren wir alle drei in gleicherweise inspiriert \u2013 so arbeitet der Herr. Als in Mannheim ein neuer Pfahlpr\u00e4sident berufen wurde, war Pr\u00e4sident Dennis B. Neuenschwander sehr aufgeregt, weil es seine erste Amtshandlung dieser Art war. Aber ich machte ihm Mut, weil ich das ja alles schon selbst erlebt hatte. Im Verlaufe meiner Aufgaben war ich auch eine kurze Zeit f\u00fcr die deutschsprachige Schweiz zust\u00e4ndig. Als ich bei meinem ersten Besuch mit dem Flugzeug \u00fcber Z\u00fcrich war, dachte ich an unsere Verantwortung f\u00fcr alle Menschen, die dort unter mir leben. Der Missionspr\u00e4sident holte mich ab, den Namen habe ich auch vergessen. Wir sprachen \u00fcber seine Arbeit, \u00fcber unsere Verantwortung dem Herrn gegen\u00fcber. Er fuhr den Wagen rechts an die Seite und erz\u00e4hlte mir, dass es bis zu diesem Zeitpunkt &#8212; es war April \u2014 noch keine Taufe gegeben hat. \u201eElder Back&#8220;, sagte er mit Tr\u00e4nen in den Augen, was soll ich meinen Missionaren denn blo\u00df sagen?&#8220;&#8230; Ich war ersch\u00fcttert und tief ber\u00fchrt. Sp\u00e4ter wurde Bruder Neuenschwander Gebietspr\u00e4sident. Ich bekam als Aufgabe noch die Betreuung der Pfadfinderabeit dazu. Dann, es muss 1994 gewesen, gab es eine Regierungskonferenz f\u00fcr meine Region. Ich hatte die Aufgabe, das zu planen. In Hanau war schon die Halle gemietet, aber dann fing die Arbeit nat\u00fcrlich wieder an. Ich hatte den Vorteil, durch die Hamburger Konferenz gelernt zu haben. Nun suchte ich mir etliche Br\u00fcder aus der Region und bildete ein Komitee und konnte so alles delegieren, was nat\u00fcrlich von Hamburg aus schwierig war, also musste ich oft in die Region fahren und dort meine Arbeit Vorort tun. Und nat\u00fcrlich kam wieder der Grundsatz der Kontrolle zur Anwendung, denn schlie\u00dflich hatte ich die Verantwortung f\u00fcr diese Konferenz und musste der Gebietspr\u00e4sidentschaft Bericht erstatten. Es gibt wie f\u00fcr vieles in der Kirche Handb\u00fccher, auch f\u00fcr die Planung und Durchf\u00fchrung von Regionalkonferenzen. Da gibt es Bereiche wie Sicherheit und Betreuung der besuchenden Generalautorit\u00e4ten. Na ja, das bringt mich noch heute zum Schmunzeln. Habe ich in Hamburg pers\u00f6nlich f\u00fcr Obst, Getr\u00e4nke, Blumen und f\u00fcr ein Erinnerungsgeschenk gesorgt und habe das selbst aufs Zimmer gebracht. Im 5-Sterne-Hotel in Frankfurt \u00acdurfte ich die Suite nicht einmal betreten.<\/p>\n<p>Nun, wir sind hier im Norden wohl doch etwas cooler. Es gibt da wirklich viel zu tun. F\u00fcr die Ehefrauen gab es eine Sight\u00acseeing-Tour. Dann kam der Moment, dass Pr\u00e4sident Gordon B. Hinckley erwartet wurde. Er wurde von den Sicherheitsbeamten aus Amerika vom Flughafen ins Versammlungshaus gebracht. Alles war vorbereitet, leckeres Essen, Obst, Getr\u00e4nke, Kuchen. Die Schwestern der FHV hatten ganze Arbeit geleistet! Dann war er da; ich ging Pr\u00e4sident Hinckley entgegen, er sah m\u00fcde aus, ersch\u00f6pft und ich fragte mit der ganzen Begeisterung eines Regionalrepr\u00e4sentanten, der bereit ist, f\u00fcr einen der Propheten wirklich alles tun; \u201ePr\u00e4sident Hinckley, herzlich willkommen, ich freue mich, dass Sie da sind und was kann ich f\u00fcr Sie tun?&#8220; Na, und was sagte er? \u201eElder Back, ich m\u00f6chte ein Glas Wasser!&#8220; Ich flitzte los und holte es ihm und er trank es in einem Zug leer. Die Konferenz verlief reibungslos, es war einfach gut. Ich hatte Junge Damen berufen, die einen farbigen Schal um den Hals hatten und beauftragt waren, die Mitglieder auf ihre Pl\u00e4tze zu f\u00fchren und bereit zu sein, wenn immer jemand Hilfe ben\u00f6tigt. Mit jeder dieser M\u00e4dels hatte ich pers\u00f6nlich gesprochen und sie waren bereit zu tun, was erwartet wurde und sie waren prima. Ich sa\u00df vorn direkt neben Pr\u00e4sident Hinckley, neben mir meine Frau. Vorher war die Beleuchtung nochmals gepr\u00fcft worden, die Mikrofonanlage, ich hatte die Chormitglieder noch einmal ermuntert, den Ordnungsdienst au\u00dferhalb der Halle, Erste-Hilfe-Raum, es fehlte an nichts \u2013 die Versammlung konnte beginnen.<\/p>\n<p>Fabian, den Namen habe ich vergessen, ging auf Mission. Das ist immer gerade f\u00fcr eine kleine Gemeinde ein H\u00f6hepunkt! Wenngleich durch seinen Weggang auch zwei H\u00e4nde weniger da sind, die sonst flei\u00dfig angepackt haben. Im Sommer hatten wir anl\u00e4sslich der 150-Jahrfeier einen Marsch durch die Stadt Rendsburg organisiert mit Pferd und Planwagen, das machte allen Freude, war sehr vorbereitungsintensiv, aber kam auch bei der Bev\u00f6lkerung gut an. In der Gemeinde gab es einen Bruder, der selbst schon lange in der Kirche ist, seine beiden Kinder auch, aber die Frau war recht widerstandf\u00e4hig gegen jahrelange Belehrungen. Ich f\u00fchrte ein langes Gespr\u00e4ch mit ihr und hatte das Gef\u00fchl, ihr sagen zu m\u00fcssen, Sie sollte endlich getauft werden._ Wir waren beide \u00fcber diese Aussage erstaunt, aber so arbeitet der Geist. Nicht viel sp\u00e4ter wurde sie getauft und ist heute noch dabei.<\/p>\n<p>Danach war ich einige Monate als Hoherrat im Pfahl Neum\u00fcnster berufen, bis wir aufgrund des Neubaus wieder zur\u00fcck nach Hamburg zogen. Unser zweiter Sohn Oliver hatte ein Grundst\u00fcck im Stadtteil Stellingen gefunden und so bauten wir jeder eine Doppelhaush\u00e4lfte. Knapp f\u00fcnf Jahre hatten wir bei den Kindern in Nahe gelebt, nun gefiel es uns wieder zur\u00fcck in Hamburg zu sein. Der Weg t\u00e4glich von Nahe zur Arbeit in die Firma, eine Stunde hin, eine Stunde zur\u00fcck, das konnte ich nicht mehr bringen. Und so konnten wir Ann Christins und Olivers vier Kinder mit aufwachsen sehen.<\/p>\n<p>Noch einmal war ich f\u00fcr vier Jahre Bischof in der Gemeinde Hamburg. Bischof zu sein, das ist immer eine gro\u00dfartige Aufgabe mit den vielen Gespr\u00e4chen, Erlebnissen und auch Herausforderungen. Problematisch war die Situation, weil wir wenig Priestertum hatten. So musste ich eine Zeit mit einem Ratgeber auskommen, bis Elder Wolfgang Paul aus Frank\u00acfurt das bemerkte. In dieser Zeit durfte ich Dagmar Appelt auf Mission berufen; sie diente so wie viele deutsche M\u00e4dchen lange auf dem Tempelplatz. Auch hier war die Berufung ein geistiges Erlebnis f\u00fcr uns beide. Heute ist sie verheiratet, mit einem ehemaligen Missionar und gerade ist das erste Kind geboren worden.<\/p>\n<p>Gleich zu Beginn meiner Bischofsberufung wurde ich sehr krank. Am 21. Dezember 99 f\u00fchlte ich mich schlapp, m\u00fcde, ersch\u00f6pft, schob es auf die Vorbereitungen f\u00fcr die Weih-nachtszeit, aber als ich Schmerzen im Bauch bekam, fuhr ich mit fast letzter Kraft vom Einkaufen mit meiner Frau ins Krankenhaus. Und man stellte einen Hinterwandinfarkt fest! Ich konnte es nicht glauben. Intensivstation! Nachts schlug ich die Augen auf, wo war ich? Ged\u00e4mpftes Licht, Apparate summten und zwei Gestalten in gr\u00fcner Kleidung schienen zu schweben; also habe ich es doch nicht mehr geschafft, war mein erster Gedanke. So ist das also in der anderen Welt. Dann h\u00f6rte ich Stimmen, mein Sohn Oliver und der Pfahlpr\u00e4sident Michael Warncke waren gekommen, um mir einen Segen zu geben.<\/p>\n<p>Nach Ende der Bischofszeit wurde ich GML (Gemeinde-Missions-Leiter), eine der sch\u00f6nsten Aufgaben, Gespr\u00e4che mit Untersuchern, Klassenzeiten, in denen man die Neugier und das Interesse der Freunde der Kirche stillen kann. Und auch taufen!<\/p>\n<p>Im Pfahl Hamburg wurde das Outreach-Center aufgebaut. Elder Carl Webb und seine Frau machten die ersten Planungen und dann wurde ich mit meiner Frau als Leitungsehepaar berufen. Es ist immer besonders erfreulich, wenn man zusammen mit dem Ehepartner arbeiten kann. Der offizielle Titel \u201eInstitutsdirektor&#8220;, so etwas hatten wir auch noch nicht. Der Gedanke dieser Einrichtung mit w\u00f6chentlichen Klassen \u00fcber religi\u00f6se Themen, Missions- und Ehevorbereitungsseminaren ist, dass die JAE&#8216; s besser f\u00fcr die Zukunft ausger\u00fcstet werden und das Dienen lernen! So war es unsere Aufgabe, den geistigen Rahmen zu schaffen, man sprach auch von einer neuen geistigen Heimat f\u00fcr die jungen Menschen. Warum es allerdings &#8222;Outreach-Center&#8220; hei\u00dft, konnte uns bisher niemand verst\u00e4ndlich erkl\u00e4ren, so ist und bleibt es f\u00fcr meine Frau und mich immer das Religions-Institut des Pfahles Hamburg.<\/p>\n<p>Nun bin ich seit l\u00e4ngerer Zeit Gruppenleiter der Hohenpriester. Meine Frau und ich sind jetzt schon sehr lange in der Kirche des Herrn und wir sind dankbar f\u00fcr die vielen Erlebnisse, Erfahrungen und alles, was das Zusammenleben mit den Heiligen so bringt. Noch einmal m\u00f6chte ich betonen, wie liebevoll, einf\u00fchlsam und vorbildlich die F\u00fchrer sich verhalten. Die Begegnungen mit Pr\u00e4sident Hinckley, mit Apostel Russell M Nelson sind eingebrannt in unser Herz. Als Pfahlpr\u00e4sident hatte ich so treue Mitarbeiter und sp\u00fcrte die Unterst\u00fctzung, besonders der Schwestern. Ein besonderes Treffen im Tem\u00acpel von Friedrichsdorf mit Pr\u00e4sident Monson in meiner Zeit als Regionalrepr\u00e4sentant wird unvergessen bleiben, hat unser Zeugnis \u201ezementiert&#8220;. Und die Ber\u00fchrungen durch den Heiligen Geist, das Wissen von der Existenz Gottes und seines Sohnes, das sind Grund\u00aclagen, die auch die Gegens\u00e4tze des Lebens leichter ertragen lassen. Traurigkeit, Entt\u00e4uschung, Krankheit \u2013 das geh\u00f6rt mit dazu. Wir sind dankbar f\u00fcr beide S\u00f6hne, f\u00fcr die Enkel, f\u00fcr die Schwiegert\u00f6chter \u2013 so wird die Familie gr\u00f6\u00dfer und wir haben die Hoffnung, mit allen zusammen eines Tages beim Vater zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nordhausen, Th\u00fcringen Ich bin Klaus Peter Back, geboren am 14. Juni 1940 in Nordhausen, Th\u00fcringen. Mein Vater ist Willy Fritz Back, meine Mutter Irmgard Irene geborene Richter. Ich habe zwei Br\u00fcder, J\u00fcrgen, geboren 1936, er ist vor vielen Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, und Hans, er wurde 1947 geboren. 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